Surfen via Satellit


Installation

Bevor man mit der Installation beginnt, muss man sich (falls nicht schon vorhanden) einen geeigneten Antennenmast besorgen und diesen mit freier Sicht in Richtung Süden montieren.
Ist der Mast montiert, kann mit dem Zusammenbauen der Anlage begonnen werden. Hält man sich dabei an die ausführliche, gut verständliche und bebilderte Aufbauanleitung, kann dabei eigentlich nichts schief gehen. Der nächste Schritt ist die Montage der Satellitenschüssel am Antennenmast. Hier möchten wir ausdrücklich darauf hinweisen, dass eine Montage nicht unbedingt ungefährlich ist. Befindet sich der Antennenmast auf dem Dach, sollte man zumindest für ausreichende Eigensicherung sorgen um Unfällen und schweren Verletzungen vorzubeugen. Für unseren Testaufbau konnten wir auf diese Sicherheitsmaßnahmen verzichten, da wir, aus Platzmangel am vorhandenen Antennenmast, auf einen runden Holzpflock (befestigt in einem schweren Schirmständer) ausweichen mussten.


montierte Masthalterung

Unser provisorischer Testaufbau im Schirmständer

Sehr hilfreich bei der Installation war ein Kompass zur groben Ausrichtung der Antenne. Ein Feldstärkemessgerät (oder auch ein sogenannter SAT-Finder) kann auch helfen, ist aber keine Pflicht. Man kann stattdessen auch die Anzeige im Webinterface des Modems (später mehr dazu) oder einen herkömmlichen Sat-Receiver nutzen, mit dem man einen Sender, der über Astra 1D ausgestrahlt wird, einstellt. Ist die Schüssel mit Hilfe der Informationen aus dem Handbuch und dem Kompass grob ausgerichtet, kann man anhand von Stellschrauben die Feineinstellung vornehmen um den Empfang zu optimieren, was gerade bei Schlechtwetter essentiell für einen möglichst lang andauernden Empfang ist. Zum Abschluss wird die Einstellung der Satellitenschüssel mit selbstsichernden Muttern (bereits vormontiert) fixiert und man kann sich an die Einrichtung des Zugangs machen.
Dazu schließt man das Modem entweder an den WAN-Port eines Routers oder direkt an den PC an. Beide Fälle gestalten sich simpel. In der Version mit Router muss dieser lediglich so konfiguriert werden, dass er die Online-Verbindung per DHCP herstellt. Schließt man das Modem direkt an einen Computer an, muss dieser ebenfalls auf DHCP eingestellt werden. Sobald das Modem Verbindung mit dem Satelliten aufgenommen hat weißt es der entsprechenden Schnittstelle (WAN-Port / Netzwerkkarte) eine IP-Adresse zu und das Online-Vergnügen kann beginnen. Zugangsdaten müssen in keinem der Fälle eingetragen werden, da diese im Modem selber gespeichert sind.

 

Störungen & Probleme

Das Modem verfügt über LEDs, die Auskunft über den Zustand der Verbindung geben. Treten Probleme auf, fehlt z.B. der Rückkanal oder ist die Verbindung komplett zusammengebrochen, kann man sich über das Webinterface (Standard: http://192.168.1.1) nähere Informationen verschaffen. Je nach Menüpunkt erhält man dort Auskunft über die verwendete Software des Modems, MAC-Adressen und viele weitere mehr oder weniger nützliche Einstellungen. Der nützlichste und für die meisten User interessanteste Punkt im Falle von Problemen ist „Status“. Hier „beschwert“ sich das Modem, wenn irgendetwas nicht stimmt (gekennzeichnet durch rote Statusleuchten) oder gibt „grünes Licht“ wenn alles in Ordnung ist.

Das Modem gibt grünes Licht...


...und schon sind wir online

Treten Fehler auf, so kann man mit Hilfe des Webinterfaces der Fehler ermittelt und anschließend im Handbuch in einer Tabelle nachschlagen werden. Dort finden sich dann auch Vorschläge, anhand derer man sich dann an die Beseitigung der Probleme machen kann.
Die einzige Möglichkeit (einen Defekt ausgeschlossen) für einen Verbindungzusammenbruch ist „schlechtes Wetter“. Vorhin wurde bereits in diesem Zusammenhang die Wichtigkeit einer möglichst optimalen Ausrichtung der Satellitenschüssel erwähnt. Und das nicht ohne Grund: Je sauberer das Signal vom Satelliten empfangen (und natürlich auch zurückgesendet) werden kann, desto stabiler ist die Verbindung. Kommt es zu einem Gewitter, stört die geladene Luft und Regen zwischen Satellit und Satellitenschüssel die Verbindung. Je optimaler die Schüssel nun ausgerichtet ist, desto länger kann die Verbindung aufrecht erhalten bleiben. Aber keine Sorge: Um die Verbindung zu unterbrechen müsste bei optimaler Ausrichtung und entsprechend befestigtem Antennenmast jedoch schon der sprichwörtliche Weltuntergang kurz bevor stehen.


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