In der modernen Welt der Kommunikation gehören Webcams zur Grundausstattung. So wundert es auch nicht, dass Programme wie Skype oder der Windows Live Messenger, die schon längst nicht mehr nur zur textbasierten Kommunikation dienen, auch eine Unterstützung für Videounterhaltungen bieten.
Der Hersteller Genius präsentiert mit der Slim 1322AF eine Webcam mit Autofocus-Funktion und einem 1,3 Megapixel Sensor. Wie die Webcam in unserem Test abgeschnitten hat können Sie hier lesen.
Features
- Autofokus
- 1,3 MP Auflösung
- Software Bundle
- USB 2.0 Unterstützung
- Headset
Verpackung und Lieferumfang
Die Webcam wird in einem rot-silbern Karton geliefert, der vorab schon einen Blick auf das Produkt gewährt. Im Inneren befinden sich neben der Webcam noch eine Treiber-CD, eine Anleitung und ein Headset.
Verarbeitung und Design
Die Internetkamera ist komplett aus Kunststoff gefertigt und wirkt aufgrund ihrer Farbgebung in grau und schwarz sehr schlicht. Die Kamera des Gerätes sitzt auf einem Kugelgelenk und ist somit frei im angesteckten Fuß bewegbar. Die Linse ist von einem silbernen Rahmen umgeben und drei Leuchtdioden auf der Vorderseite weisen auf den Betrieb der Videoeinrichtung hin. Ein Knopf an der Oberseite erlaubt das schnelle und komfortable Aufnehmen von Schnappschüssen.
Betrachtet man nun den Ständer, fällt auf, dass dieser aus zwei Teilen zusammengesetzt ist und sich aufklappen lässt. Somit ist auch eine Montage am oberen Rand eines Flachbildschirms kein Problem. Die Verarbeitung des gesamten Gehäuses ist gut, scharfe Kanten sind nicht vorhanden. Der Knopf macht zudem einen soliden Eindruck, sodass man ihn gerne verwendet. Das mitgelieferte Headset bietet für die Audiokommunikation eine ausreichende Qualität und stellt eine nette Ergänzung des Paketes dar.
Konfiguration
Um die Kamera in Betrieb zu nehmen, muss diese mit einem freien USB-Port des Computers verbunden werden. Ist dieser Schritt getan, erkennt Windows XP/ Vista das neue Gerät automatisch und installiert die entsprechenden Treiber. Auf unserem Windows Vista Ultimate 32 Bit System verlief die Installation ohne Probleme, sodass die Kamera nach wenigen Sekunden in allen Videoanwendungen zur Verfügung stand. Wer bei der Installation Probleme hat, kann einen Blick in das übersichtliche Handbuch werfen. Die mitgelieferte Softwaresuite der „Crayz Talk Serie“ ist ein nettes Gimmick, wird jedoch im Alltag allerdings nicht allzu oft Verwendung finden. Es können hier zum Beispiel das eigene Gesicht durch verschiedene Figuren ersetzt oder Sound-Effekte eingefügt werden. Die Software liegt in der Vollversion bei, die benötigten Produktschlüssel sind auf der Oberseite der mitgelieferten CD abgedruckt.
Bildqualität
Die Bildqualität des 1,3 Megapixel starken Sensors ist bei Tageslicht sehr gut. Ist die Umgebung dunkler, so ist der Bildverlauf nicht mehr 100% flüssig und ein leichtes Bildrauschen wird erkennbar, allerdings ist das Bild dann immer noch verwendbar. Der Autofokus arbeitet unterdessen sehr sauber und sorgt immer für die optimale Schärfeeinstellung des erfassten Hauptobjektes. Einziges Manko hierbei ist die ständige Neufokurisierung bei stärkeren Bewegungen des Objektes vor der Linse. Der Autofokus lässt sich dank der mitgelieferten Software "WebCam Mate" aber auch ganz deaktivieren. Für die gelegentliche Anwendung zu Hause sollte die Qualität der Kamera allerdings gut ausreichen.
Fazit
Mit der Slim 1322AF hat Genius ein durchaus gelungenes Produkt in den Handel gebracht. Zwar scheint der Markt an Webcams schon sehr gut gefüllt zu sein. Die Nachfrage sollte in einer Zeit der multimedialen Ausbreitung allerdings eher steigen als stagnieren.
Das Produkt ist durchgehend sauber verarbeitet, scharfe Kanten sind nicht vorhanden. Die Möglichkeit die Kamera auf einem TFT-Monitor zu fixieren ist obendrein sehr praktisch. Bildqualität und Lieferumfang können ebenfalls überzeugen auch wenn die mitglieferte Software eher eine Spielerei darstellt. Löblich ist zudem, dass unter Windows XP/Vista keine zusätzlichen Treiber benötigt werden und die Webcam mit Bordmitteln betrieben werden kann – das spart Zeit und Ärger bei der Einrichtung des Gerätes. Der Preis von ca. 31,-€ erscheint in Anbetracht des zusätzlich mitgelieferten Headsets als angemessen.