CeBit 08 - Die grüne Stadt

  Verfasst 09. März 2008,  Autor: Nils Waldmann
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Mit dem Motto "Green IT" hat die diesjährige CeBit, im Namen des Klimaschutzes, vergangenen Dienstag ihre Pforten geöffnet. Riesige Plakate an Messehallen und Parkhäusern machten auf "Green IT Village" in Halle 9 aufmerksam. Natürlich waren auch wir einmal dort vor Ort, um uns ein eigenes Bild von der "Grünen Computer Stadt" zu machen. Doch leider schien das Motto an den meisten CeBit-Besuchern strikt vorbei gegangen zu sein. Denn als wir in die grüne Hälfte der Halle 9 vorgedrungen waren, offenbart sich uns eine gähnende Leere.

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In meinen Augen sehr schade, da die Möglichkeiten mit dem Computer Strom zu sparen doch recht vielfälltig sind. Den meisten Anwendern scheint bis dato aber immernoch die nötige Sensibilisierung für das Thema "Energiesparen mit dem Computer" zu fehlen. Zu mal es hierbei doch um viel mehr als die reine Einsparung von Strom geht. Natürlich ist ein finanzieller Vorteil ein großes Motiv, um auf die Leistungsaufnahme eines Computer zu achten. Allerdings bedeutet weniger Verlustleistung bei Computern auch eine bessere Kühlbarkeit und somit ein niedrigeren Geräuschpegel!

Viel los war hingegen bei den großen Herstellern von Grafikkarten, Mainboards und Netzteilen. Natürlich war auch dieses Jahr der Trend "schneller, größer, besser" erkennbar, auch wenn man sich mit Zertifikaten wie "80 Plus" brüstet. Das SLI- und Crossfire-Systeme (im Falle von SLI) mit bis zu drei Grafikkarten eher in die entgegengesetze Richtung von Green IT gehen, ist wohl nicht abzustreiten. Diverse Hersteller präsentierten zudem weitere Netzteile mit bis zu 2000 Watt Leistung.

Anstatt die Effizienz von aktuellen Prozessoren und ihre niedrige Verlustleistung zu präsentieren, machte man sich daran, diese bei Minusgraden auf das Maximum zu übertakten - der Energiefresser schlecht hin.

 

Natürlich ist es schön zu sehen, dass die Entwicklung im Bereich der Leistung immer weiter Schritte nach vorne macht, allerdings erscheint mir das Motto "Green IT" in diesem Zusammenhang eher unangebracht. Es bleibt abzuwarten, was man noch von der "Green IT Vilage" hören wird.