Ich eröffne einen neuen Thread zum Thread „Testballon“, der Titel ist:
Der Opteron, AMD’s Zukunft? , dies ist wohl ein besserer Titel als „Testballon“.
Dieses will ich mit einer düsteren Prognose hier einleiten.
Damit nicht nur hübsche in rosarote gefärbte Zukunftsaussichten diskutiert werden, möchte ich einen dunklen Gegenentwurf liefern. DIES IST NICHT MAL EIN GERÜCHT, SONDERN PURE FANTASIE!!! ES BASIERT AUF NEGATIVEN PROJEKTIONEN!!
Gegenentwurf, der Schwarze Tag des X-Bar-Controllers
Nach 18 Monaten Opteron- Start
AMD konnte tatsächlich nicht wachsen, nach 18 Monaten sind die Hoffnungen ziemlich zusammengestutzt worden. Der Notplan B ist auch nicht rechtzeitig gestartet worden.
Der Gleichstand konnte nur im Billigsektor gehalten werden. Marginale Marktzuwächse konnten im Low-End-Sektor der Bladeserver/Workstations erreicht werden. Auch der Notebooksektor war eine kleine Bank. Aber dies lag auch an Intel selber, da nur wenige Verbraucher verstanden weshalb der PentiumM trotz niedriger MHz dennoch leistungsfähig war. AMD kartete sogar an 2 Fronten nach, sie hatten einen Barton mit viel MHz und einen Opteron Low-Power mit wenigen MHz aber den 64-Bit, so konnte auch ein
JOE SIXPACK verstehen warum AMD’s so leistungsfähig sind. Intel hatte sich gleichsam wieder einmal selbst in’s Knie geschossen.
Der fette Profimarkt brach aber weg, SOHO- Anwender nehmen zwar immer noch gerne AMD-Lösungen, da der Athlon einen guten Ruf besaß und zur Zeit Athlon- und Hammer-Systemen besonders billig sind, aber das Pendel zeigt nun eindeutig in Richtung Intel.
Aber wie konnte so etwas geschehen?
Neuer Markt
Der Server/Workstation-Markt war anfangs begeistert, sehr schnell wurden viele Multiprozessorsysteme verkauft, auch Hardcoreschrauber kauften den Opteron, Die ersten Hammer-Notebocks wurden den Händlern schon von der Lieferwagenfläche aus den Händen gerissen, aber die Hoffnungen wurden jäh unterbrochen als IBM und Sun bekannt geben mussten, dass Multiprozessorsysteme nach gewissen Arbeitsstunden und bestimmten Anwendungen immer wieder merkwürdige Fehler produzierten. Das schlimme war, das der Fehler nicht die Einzel- und ganz selten die Dualkonfigurationen-Konfigurationen betraf. Verschleiert wurde der Fehler durch die Fehlerkorrektur der Speicherriegel. Untersuchungen deuteten dann immer mehr auf die Kernkomponente des Hammers
DIE X-BAR-Brücke!
Die Schuldfrage
Dies war fatal, denn der gewinnträchtigste Markt konnte auf einen Schlag nicht bedient werden!
Der Fehler konnte etwas kaschiert werden, da die Opterons für den Profimarkt umgelabelt wurden. Aber zugleich war dies auch ein weiterer Fehler, der Fehler wurde nicht sofort bekannt gegeben und die Gerüchte wurden immer dubioser.
Beim Schwarzen- Peter-Spiel brachen die engen Kontakte zu IBM und Sun weg!
Noch schlimmer wog es, dass die Massenfertigung nicht klappte, das IBM Verfahren des SOI war doch zu unterschiedlich und zog während der Umrüstung immer wieder neue Probleme nach sich. Nun kann zwar SOI zuverlässig genutzt werden, aber mit einer deutlichen Verzögerung. Da AMD auf sich alleine gestellt war, musste auch das Shrinking auf 0,09µm verschoben werden. Zur Zeit ist AMD in der Lage sehr viel stromsparende Prozessoren zu backen, aber die Performance Krone ging eindeutig verloren. Intel konnte unerklärlicherweise eine vergleichbare SOI-Technik extrem schnell in ihre Verfahren integrieren. Es sind zwar nur wenige Fab’s , aber diese backen die
MEGAHERZMONSTER die halbwegs sparsam sind.
Notplan B
Der MP-Barton wurde nach dem Marktstart extrem vernachlässigt, er bekam kein SOI und es gab auch keinen Ausweichplan, falls der Hammer versagt. So konnte der nun erhältliche Barton mit SSE2-Einheit erst sehr spät eingeführt werden, es gab auch heftige interne Auseinandersetzungen, denn es gab 2 Lager. Lager 1 wollte SSE2 nur anflanschen an den Barton-Kern, Lager 2 wollte den Hammerkern nehmen demnach gleichsam den Speicherkontroller und die X-Bar heraus operieren und die alte IO- Einheiten implantieren.
Man entschied sich für die Lösung von Lager 1, sie ist zwar zuverlässig aber ist kein Geschwindigkeitskönig und nun eindeutig am Geschwindigkeitsende.
Viel zu spät wurde dann auch die MP-Chipsatzfamilie des MP- Athlons renoviert, da alles auf den Hammer gesetzt wurde, erst seit jüngster Zeit sind Lösungen mit einem FSB von 2x233MHz auf dem Markt, mit dem DDRII- Speicher sind sie auch kein Renner, da die Latenzen sich stark bemerkbar machen.
Konsumer Hammer
Es sind am Anfang nicht viel geliefert worden, da die Ausbeute zu schlecht war, man hatte sich auch nur auf die Exemplare mit 1MB L2-Cache konzentriert, anstatt die raumsparenden Clawhammer mit 256KB-L2Cache anzubieten. Kurzfristig entspannte sich die Lage, da die mangelhaften Profihammer in die Konsumerhammer umgelabelt wurden. Aber langfristig war der Ruf verdorben. Durch den Fehler wurden auch zu viele produzierte CPU’s zu lange zurückgehalten, so konnten nur die schlechteren Speedgrades verkauft werden. Der Mobile-Markt war und ist der Rettungsanker, es werden dort zwar relativ wenig Hammer- CPU’s verkauft aber diese haben doch noch eine gute Marge, denn dort kaufen Profis die teuren Schlepptops wegen der 64-Bit Fähigkeiten. Der Low-Power- Barton ist jedoch ideal für JOE SIXPACK.
DDR2
Zitat:
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Neue Hammer werden sicherlich auch für DDR2 vorbereitet sein, ich spekuliere, dass dies ohne Änderung des Sockels geschehen wird, denn der Hammer hat elendig viele Erdungs-/Stromversorgungs-Pins inklusiver einiger reservierter Pins, da müsste es doch mit dem Teufel zugehen, wenn in 18 Monaten ein neuer Sockel eingeführt wird. Bisher basierte das AMD-Marketing auf Beibehaltung eines Sockels!
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Es ging mit dem Teufel zu! Es steht nun eine Sockeländerung für den DDR-Speicher an, das integrierte Speicherinterface war doch nicht so flexibel. Durch die X-Bar.Katastrophe gingen die Hersteller dazu über generell die 64-Bit Speicherinterfacelösung zu verbauen. Erst jetzt ist man bereit 128-Bit breite Speicherinterfaces einzubauen, diese basieren nun aber vorrangig auf DDR2 um sich von DDR1 abzugrenzen!
So ich beende diese Horrorgeschichte, Pleite gehen wollte ich nicht zulassen!
Wir wissen, dass AMD nur noch begrenzte Reserven hat, aber ich bin mir nach diesem
„Schlechtesten Fallbeispiel“ ziemlich sicher, dass das Speicherinterface flexibel ist. Zumindest was die Ausstattung mit den notwendigen Pins angeht. Ich bin überzeugt davon, dass DDR2 in die Planungen zum Sockel für den Opteron und Athlon 64 bereits eingeflossen sind. 8)
Und ich vermute, dass zumindest noch ein Low-Voltage Barton irgendwo in den Labors herumschwitzt, vielleicht sogar mit einer angeflanschten SSE2 Einheit , da Intel und AMD ja ein Patentaustauschabkommen abgeschlossen haben. Mittlerweile ist ja auch eine gewisse Verzögerung, wie beim Palomino und SSE1, eingetreten.
AMD muss sich jetzt schon entschieden wie der Notplan B aussieht ,
eventuell schwitzen ja auch Hammerkerne ohne Speicherinterface und X-Bar im Sockel A. 8)
Aber AMD ist daran interessiert, sich so viel wie möglich auf eigene Technologie zu Stützen, deswegen ist ein „Buswechsel“ geradezu zwingend notwendig.
Und ein Sockel A Hammer klingt für Sockel A Besitzer echt sexy , damit kann AMD aber keine großen Stückzahlen an echten Hämmern verkaufen! Und bleiben auf dem nun Intel Ev6 Protokoll kleben
Zur Illustration füge ich noch 3 Prinzipskizzen zur Hammerfamilie ein.
Die Lage und Funktion der X-Bar:

http://sledgehammers.gmxhome.de/stuff/xbar.jpg
Schematische Außenanbindung des Opteron:
http://www.amd.com/de-de/Processors...96_8804,00.html
Schematische Außenanbindung des Athlon64 („Duron64“?):
http://www.amd.com/de-de/Processors...%5E4703,00.html