Über Frauen
Es ist nicht etwa so, dass ich Frauen nicht leiden könnte, oh nein, ich denke eher, dass ich sie zu sehr mag. Und zwar alle. Jede Emanze, die sich die Witzeseite meiner Homepage durchliest, wird bestätigen können, dass ich kein großer Macho bin, sondern ein kleines Würstchen, dass nur nie zum Schuss kommt. Das wird es wohl sein.
Dabei versuche ich doch manchmal tatsächlich, sie zu verstehen, wie putzig. Letztendlich brauche ich dann doch immer ein klärendes Gespräch, in dem mir eine Frau dann sagt, dass a) entweder wir Männer selber an allem Schuld sind, oder ich in diesem Fall nun wirklich echt absolut gar nichts dafür kann (dass ich mal wieder am Ars** bin), aber die Umstände, oh Gott, ja, die Umstände sind wirklich „Bitte, bitte, bitte, ich hoffe, du verstehst mich !“. Und dann wollen sie es einem tatsächlich auch noch erklären, als ob wir Männer nicht wüssten, dass Eva und Tochter kurz nach dem Rausschmiss aus dem Paradies ein Fass Tequila gelehrt hätten und unter brüllendem Gelächter einen heiligen Eid ablegten, die Männer nicht mit ihrem Handeln sondern mit ihren Erklärungen dafür in die Inkontinenz zu treiben.
Es gibt ja immer noch Männer, die den Satz „Lass uns doch Freunde sein!“, vielleicht sogar noch um den Tiefschlag „ [...] - das ist mir wirklich so wichtig !“ erweitert, für die mieseste aller Abfuhren halten. O.K., es ist nicht von der Hand zu weisen, dass wir diesen Satz nur aus dem Mund von Frauen kennen, aber das hat bestimmt nichts mit weiblichem Sadismus zu tun, nein, sondern mit der Schwanzgesteuertheit von Männern, oh ja, denen Freundschaften schlichtweg egal sind. Das wird es wohl sein. Ich gebe auch zu, dass es gerade dieser Satz ist, nach dessen Genuss die meisten Männer ihr Gesicht in den Screensaver-Mode schalten und innerlich ein Selbstmordszenario das andere an Kreativität in den Schatten stellt (falls sie sich nicht direkt nach dem Kopf der Angebeteten in einer Fleischpresse sehnen).
Bei mir jedenfalls rangiert dieser Satz nur knapp auf dem dritten Platz. , Frauen entwickeln sich weiter und sie wissen, was sie Eva schuldig sind. Auf Platz zwei kommt bei mir: „Ich bin im Moment scheinbar nicht beziehungsfähig !“ Diese Unverschämtheit hört man eigentlich immer dann, wenn Frauen in der jüngsten Vergangenheit gerade eine langjährige Beziehung storniert haben. Nicht wenn sie zum Teufel gejagt wurden, dann haben sie nach einer Phase der Verwünschung das Bedürfnis, ihren Markwert ermitteln, nur dass sie diesmal viel sorgfältiger wählen wollen, so zumindest die lautstarke Litanei. Da kannst du als Mann monatelange Aufbauarbeit leisten, damit die Frau dann doch nicht mehr ins Kloster will, wie zunächst behauptet, du quillst über vor Verständnis und Sorgsamkeit, du kannst dich profilieren, bis sie dir bestätigen, dass du der tollste Mensch bist, den sie kennt. Eines ist sicher: Obwohl ihr das perfekte Paar seid, wird sie noch an diesem Abend mit dem erstbesten wildfremden Kerl auf einer Party rumknutschen: „Wollen wir nicht einfach Freunde bleiben, dass ist mir echt so wichtig !“
Aber wir waren ja bei dem anderen Typ Frau, der, der eine lange Beziehung geführt hat und aus Erfolg oder Misserfolg der selben Konsequenzen ziehen konnte und nun einen reichen Quell von Erfahrungen einbringen könnte. Nicht mal Ehepaare sind beziehungsfähiger als diese Frauen. Ich weiß nicht, mit wie vielen Mädchen mich eine sehr tiefe Freundschaft verbindet, es sind jedenfalls ein paar. Aber scheinbar hat man sich damit noch keine Lorbeeren verdient. Nicht, dass ich mit all diesen Mädels zusammen sein wollte, da sei Gott davor. Ich halte es damit wie ein reudiger Straßenköter: ich warte lange, such mir die richtige aus, und zeige dann endlose Geduld. Nicht, dass das irgendwas bringen würde, für das schwache Geschlecht wird man durch Integrität eher zur Witzfigur. Aber selbst diese triefende Ehrlichkeit hindert die Angebete nicht daran, das Schlimmste überhaupt zu versuchen, nämlich: dich nicht zu verletzen. Dabei denkt sie wohl: ‚Der arme Kerl. Ich hab den so lieb. Eigentlich wär ich auch super gern mit dem glücklich zusammen. Hmm, dafür gibt es aber keine hunderttausendprozentige Garantie. Und was ist, wenn in 65 Jahren dann unsere Beziehung nicht mehr laufen sollte? Dann ist womöglich unsere Freundschaft auch kaputt. Och nö, das will ich aber nich, die ist mir doch so wichtig! Aber wenn ich ihm das jetzt sage, dann wartet er vielleicht nicht noch einmal weitere drei Jahre, bis ich locker genug bin, dass normalste von der Welt zu tun und einfach mal eine Beziehung zu versuchen. Aber ich will ihn auch nicht verletzen. Na dann lüg ich ihm einfach die Hucke voll:‘ „Ich glaube, ich bin im Moment einfach nicht beziehungsfähig !“ Oh, echt ? na dann, konnte ja keiner ahnen, aber jetzt geht es mir besser, danke !
Aber das absolut schärfste, und ich spreche da jetzt aus mehrfacher Erfahrung, die Nummer Eins, der Chartbreaker, die Creme-de-la-Creme, dass absolut geilste ist für mich: „Ich weiß doch noch gar nicht, was ich vom Leben will...“. Frauen wissen, was sie den Tag über vor haben, die nächsten paar Tage, die Woche, bis zum Abitur, nach dem Abitur, in welchem Land sie in welchem Beruf welche Karriere planen, sie wissen, dass sie Spaß wollen, Geld, Sex, und zwar guten, die letzten drei Punkte hängen manchmal sogar zusammen, ist ja auch egal, aber wenn ich den Typen erwische, der den Frauen eingeredet hat, dass eine einfache Beziehung mit einem verliebten jungen Mann die Reflexion der nächsten paar Jahrhunderte voraussetzt, also dem hau ich den Arsch voll.
Aber wie gesagt, ich spreche hier ja nicht, weil das etwa die Story meines Lebens ist, sondern, weil Männer immer nur dumm rumstänkern, nicht wahr? Aber jetzt weiß ich endlich, woran das alles liegt: An MIR ! Das wird es wohl sein. An dieser Stelle Grüße an J.S., die erst zufrieden war, als wir unter der Sonne Israels in einem fünfstündigen Gespräch festgestellt hatten, dass ich an all der Schuld dafür, dass sie eine Woche lang nicht mit mir sprechen wollte, bloß weil ich sie ein einziges mal morgens erst nach 2 Minuten gegrüßt hatte, zu 100% Anteil hatte, an C.D., die mir hinterher (wonach wohl ?) erzählt hat, dass sie einen Freund hat, an J.B., die mit mir Schluss gemacht hat, weil sie mich „zu sehr liebte“, an A.T. die nicht mir zusammen sein wollte, weil sie mich zu sehr liebte, an ...
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