Cloud-Server im Test: Welcher Speicherdienst liefert die beste Leistung?

Geschrieben von Marcel Schreiter am 06.09.2016.

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Immer häufiger stellt sich die Frage nach dem einfachsten und sichersten Weg der Datenspeicherung. Moderne Clouds scheinen dabei Hardware wie die externen Festplatten längst überholt zu haben – das zeigt allein die hohe Zahl an Cloud-Anbietern. Das amerikanische Analystenhaus Cloud Spectator hat diese jetzt in ihrem Benchmark-Test in puncto Performance und Preis-Leistungs-Verhältnis unter die Lupe genommen.

Clouds gelten bei Benutzern als sehr sicher, schnell und komfortabel. Das sind nur drei der Gründe, warum Cloud-Server sich so großer Beliebtheit erfreuen. Im Gegensatz zur Hardware wie externen Speichermedien nehmen Clouds zudem keinen Platz zu Hause oder im Büro in Anspruch, sondern hinterlegen die zu speichernden Daten einfach online in einer Datenbank. Die Attraktivität von Clouds wird noch dadurch gesteigert, dass der Nutzer von überall, wo er Internetzugriff hat, auf seine Daten zugreifen kann und ein Datenverlust so gut wie ausgeschlossen ist. Im Vergleich zum Heimcomputer sind die Daten viel besser vor Stromausfällen, Blitzeinschlägen und anderen Umwelteinflüssen geschützt. Selbst hinsichtlich Datenschutz sind Cloud-Server oftmals schon sicherer als lokale Server.

17 Cloud-Anbieter im Test

Cloud Spectator testete und beurteilte in seinem großen „Cloud Vendor Benchmark 2016“-Report 17 teils namhafte Cloud-Service-Anbieter nach den Kriterien Performance und Preis-Leistungs-Verhältnis. Darunter befinden sich u. a. Firmen wie Amazon Web Services, Microsoft Azure, 1&1, Google, Rackspace und IBM SoftLayer. Getestet wurde die relative Leistung der virtuellen Maschinen, bezogen auf die Komponenten Prozessor (vCPU), Memory und Disk Storage. Für den Report betrieb Cloud Spectator jeweils 12 Cloud-Server kontinuierlich über 24 Stunden. In der Performance konnten alleine unter den Top 10 Unterschiede von bis zu 350 % ermittelt werden. Kleinere Anbieter liefen in dieser Kategorie den großen teilweise den Rang ab. Außerdem konnten starke Leistungsschwankungen bei Tests über längere Zeiträume festgestellt werden.

 

Die Ergebnisse: 1&1 Testsieger, Amazon abgeschlagen

Die Ergebnisse des Tests sind auf den ersten Blick etwas überraschend: Von 17 Anbietern landet Amazon auf dem 16. Platz (zu sehen in dieser Grafik). Auch große Namen wie IBM auf dem 15. oder Microsoft auf dem 12. Platz sind weit abgeschlagen. Google ist mit seinem Cloud-Service deutlich weiter vorn platziert, auf dem 5. Platz. Das Treppchen teilen sich Ubiquity an dritter und ProfitBricks an zweiter Stelle. Als Testsieger geht 1&1 aus dem Report hervor. Überzeugen konnte der Anbieter mit seinen Cloud-Servern vor allem bei den Punkten CPU und Memory. Da keine Kosten für den Experten-Support oder Traffic anfallen, wurde auch das Preis-Leistungs-Verhältnis positiv bewertet. Es kann sich demnach lohnen, die unterschiedlichen Preise und Leistungen der Cloud-Service-Anbieter zu vergleichen. Vor allem Unternehmen können bei der sicheren Speicherung ihrer Daten bares Geld sparen.

Den kompletten „Cloud Vendor Benchmark 2016“-Report können Sie auf der Homepage von Cloud Spectator herunterladen.

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Marcel Schreiter

Marcel Schreiter

...ist Gründer und Chefredakteur von Allround-PC.com. Als Dipl. Medienwirt beschäftigt er sich neben dem Journalismus auch mit Marketingthemen im Sportbereich. Der Triathlonsport ist seine Leidenschaft.

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