Druckerkaufberatung. Darauf sollten Sie achten

Geschrieben von Marcel Schreiter am 02.03.2017.

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Das Problem beim Druckerkauf ist: Es muss meist sehr schnell gehen, denn die Gerätschaften stellen meist ganz ohne Ankündigung und von heute auf morgen ihre Dienste auf. Da kaum ein Nutzer lange Zeit auf den Drucker verzichten kann – der vielfach auch als Kopierer, Fax und Scanner dient – werden wichtige Entscheidungskriterien häufig übersehen.

Schnell landet durch einen Spontankauf ein überdimensionierter Drucker auf dem Tisch, oder, was noch schlimmer ist, ein Gerät, das den Anforderungen nicht genügt. Damit das künftig nicht mehr passiert, sollen diese Last-Minute-Drucker-Kauf-Tipps helfen. 

  • Nutzungsfrequenz ist entscheidendes Kriterium

Wer auf der Suche nach einem Drucker ist, muss im Vorfeld bereits wissen, wie häufig gedruckt wird. Die meisten Hersteller weisen ein monatliches Druckervolumen aus. Vergleichbar ist der Blick auf die Nutzungsfrequenz mit dem Autokauf: Ein Dieselfahrzeug rentiert sich heute nur noch für absolute Vielfahrer; ein leistungsstarker Drucker, der mehrere Zehntausend Seiten monatlich drucken kann, sollte folglich auch dementsprechend genutzt werden. Denn die Anschaffungskosten sind nicht die einzige Position, die kräftig aufs Portmonee schlagen. Auch die laufenden Kosten für Tinte oder Toner müssen berücksichtigt werden und können mitunter ganz schön hoch ausfallen. Außerdem sollten Nutzer die Geschäftsentwicklung im Auge behalten: Wer sich zu einem papierlosen Büro entwickelt, senkt den Papierdurchsatz und braucht ein entsprechend passendes Gerät.

Brother HL-L8250CDN - Vorderseite Brother HL-L8250CDN - Papierausgabe

Brother HL-L8250CDN

  • Tinte oder Toner?

In den letzten zehn Jahren haben sich die Druckkosten für den Text- und Fotodruck mit einem Tinten- oder einem Laserdrucker angepasst. Das heißt: Schien der Druck mit dem Tintendrucker im Jahr 2004 noch schier unerschwinglich, so lag er im Jahr 2014 preislich mit dem Ausdruck eines Laserdruckers gleich auf bzw. ist nun sogar günstiger. Stiftung Warentest fasst das Ergebnis in diese Worte: „Erst­mals kostet die gedruckte Text­seite bei Tintengeräten mit 3,0 Cent im Schnitt weniger als bei Laser­druckern mit 3,5 Cent. Ähnliches gilt auch für die A4-Fotos. Bereits in den vergangenen Tests hatte sich dieser Trend abgezeichnet.“ Der Verbrauchertest liefert direkt noch eine Erklärung dazu: Teure Anbieter sind verschwunden, Patronen werden günstiger, Einzelfarbtanks werden zunehmend häufiger angeboten. In einem gut sortierten Online Shop sind sie rasch bestellt und können schon bald ihren Dienst im Drucker tun.

  • Funktionen nach Verwendung wählen

Gerade in kleinen Büros scheint die Option verlockend, ein All-in-one-Gerät zu kaufen, das letztlich Platz spart. So könnte ein Multifunktionsgerät, das Scanner, Fax, Kopierer und Drucker vereint, für mächtig viel Platz sorgen, wenn die Einzelgeräte dafür weichen. Doch auch hier gilt es zu unterschieden: Werden Tintenstrahldrucker regelmäßig verwendet, verbrauchen sie weniger Energie als Lasergeräte. Diese hingegen kosten weniger Unterhalt. Wer das eigene Nutzungsverhältnis genau kennt, kann entsprechend profitieren, denn: Wer häufig Fotos druckt, ist mit einem Tintenstrahl-Gerät besser beraten.

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  • Nützliche Zusatzfeatures

Wer Spezialaufträge an den Drucker schickt, wie etwa kleine Kataloge, der sollte auf sinnvolle Zusatzfeatures achten. Ein sogenannter Sorter könnte beispielsweise die manuelle Arbeit des Zusammentragens von umfangreichen Druckaufträgen übernehmen. Hat ein Drucker einen Sorter, wartet dieser meist auch mit mehreren Papier-Ablagefächern auf, in die die Ausdrucke sortiert ausgesteuert werden. Der Nachteil: Diese Geräte brauchen deutlich mehr Platz.

  • Druckerspeicher erspart lange Wartezeiten

Der Druckerspeicher wird meist unterschätzt. Die Folge: Es dauert lange, bis der Druckauftrag ausgeführt ist. Beim Laserdrucker wird das Problem noch deutlicher, denn dieser startet erst dann, wenn das Dokument komplett in den Druckerspeicher übertragen wurde. Handelt es sich beim Druckauftrag um ein Bild, kann der Druckstart sich deutlich hinauszögern.

  • Die Größe des Papierschachts ist bei mehreren Nutzern ausschlaggebend

Steht der Drucker so zentral und ist entsprechend vernetzt, dass gleich mehrere Parteien darauf zugreifen, ist der Papierschacht bzw. dessen Größe von entscheidender Bedeutung. Ideal ist ein Gerät, das mit mehreren Papierschächten ausgestattet und so gesteuert ist, dass der Drucker automatisch auf das nächste, noch volle Fach zugreift, wenn in einem Papier fehlt.

Mehrere Papierschächte sind im Übrigen auch dann von Vorteil, wenn regelmäßig auf mehreren Formularen gedruckt wird. So kann beispielsweise das Briefpapier im Fach 1 bleiben, während im Fach 2 immer die Rechnungsvorlage zu finden ist. Auch gibt es die Möglichkeit, in verschiedenen Fächern verschiedene Papier-Grammaturen unterzubringen. Die Papierzufuhr sollte so geregelt sein, dass der Drucker nicht eigenständig aus einem anderen Fach Papier zum Druck nutzen darf, sonst sind die Geschäftsdrucksachen schneller verbraucht, als dem Einkauf liebt ist.

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Marcel Schreiter

Marcel Schreiter

…ist Gründer und Chefredakteur von Allround-PC.com. Als Dipl. Medienwirt beschäftigt er sich neben dem Journalismus auch mit Marketingthemen im Sportbereich. Der Triathlonsport ist seine Leidenschaft.

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