Lesertest: Samsung Portable SSD T3

Drei Meinungen unserer Leser zu Samsungs mobilen SSD

Geschrieben von Niklas Ludwig am 04.07.2016.

Samsung Portable SSD T3 Lesertest Startbild

Drei unserer Leser hatten die Möglichkeit die Samsung Portable SSD T3 auf ihre Alltagstauglichkeit zu testen. Wie das portable Laufwerk bei unseren Lesern abgeschnitten hat und ob sich die Erfahrungen unserer Leser mit den unseren decken, das erfahrt ihr hier.

Lesertest von Max

Einleitung

Samsung hat bereits mit der Portable SSD T1 gezeigt, dass man schnellen Flash-Speicher nicht unbedingt als USB-Stick mitführen muss. Eine SSD ist mittlerweile fast schon ein fester Bestandteil eines modernen Computers, Grund genug Sie auch als externe Speichermöglichkeit anzubieten.

Samsung Portable SSD T3 - Lesertest Leo Verpackung

Während die erste Generation in Form der T1 noch auf einen Micro-USB 3.0 Stecker setzte, hat man bei der T3 den aktuellen Typ-C-Anschluss verbaut. Dieser soll um einiges mehr Leistung bieten und zeigt zudem eine höhere Kompatibilität, beispielsweise mit Smartphones. Schauen wir uns die SSD T3 etwas genauer an.

Das Äußere

Samsung verpackt den Speicher in einem Gehäuse, das sich vom Design her an der T1 orientiert – und doch ist das Aussehen etwas anders. Das Format in Kreditkartengröße bleibt, stattdessen ist die Form vom Querschnitt her nun nicht mehr oval, sondern eher etwas ausgefüllter und mit rundlichen Kanten. Das Gehäuse besteht aus Metall, der schwarze „Balken“ ist aus Kunststoff gefertigt. Eine „Soft-Touch“-ähnliche Oberfläche verleiht ihm jedoch eine tolle Haptik.



Samsung Portable SSD T3 - Lesertest Leo SSD aufgestellt Während auf der Oberseite der Samsung-Schriftzug prangt, zeigt sich auf der Unterseite der Modellname samt Kapazität. Auf der rechten Seite ist der USB Typ-C Anschluss platziert, Samsung legt hierzu ein USB Typ-A Adapterkabel bei. Sollte man einen Typ-C fähigen Rechner besitzen, kann man die SSD natürlich auch direkt an diesen Port anstecken, das passende Kabel vorausgesetzt.

Leistungs-Test

Nun wollen wir der Samsung Portable SSD T3 ein paar Leistungstests unterziehen. Hierfür verwenden wir einen aktuellen Desktop-Rechner mit Skylake-CPU und Z170-Mainboard. Dieser besitzt neben „normalen“ Typ-A USB 3.1-Anschlüssen auch einen USB 3.1 Typ-C-Port.

Samsung Portable SSD T3 - Lesertest Leo SSD mit Kabel

Besonders beim USB 3.1-Anschluss kommt die SSD voll auf Touren und erreicht im „Crystal Disk Mark“ eine sequentielle Schreibgeschwindigkeit von 441,2 MB/s. Beim Lesen kommt die T3 auf 440,8 MB/s. Auch im „AS SSD Benchmark“ zeigt sich die SSD von einer brillanten Seite: 422 MB/s im Lesen und 399 MB/s im Schreiben. An einem gewöhnlichen USB 3.0-Anschluss am Gehäuse-Frontpanel kommt die SSD im AS SSD Benchmark immerhin auf 42,23 MB/s im Lesen und 42,09 MB/s im Schreiben.

Fazit

Alles in Allem zeigt uns Samsung mit der Portable SSD T3 eine tolle externe SSD mit viel Speicher im kompakten Format. Neben Verarbeitungsqualität und Aufmachung stimmt vor allem die Leistung, die sich hinter dem USB Typ-C Anschluss verbirgt. Schnelle Übertragungen sind dadurch nicht mehr nur auf interne SSDs beschränkt, man kann die Datenautobahn nun auch als mobilen Speicher nutzen. Zum Preis von 70 EUR bekommt man eine tolle Möglichkeit 250 GB an Daten mit einem schnellen Anschluss mitnehmen zu können. Besonders als Ersatz für zu kleine USB-Sticks oder zu schwere externe Festplatten ist die T3 eine wunderbare Lösung. Leicht, hochwertig und mobil.

Lesertest von Nils

Auf dem Truppenübungsplatz – SSD im Härtetest

Samsungs neues, handliches Laufwerk ist seit der CES 2016 in aller Munde – und seit zwei Wochen in meinen Händen. Benchmarks und technische Berichte gibt es im Netz zur Genüge. Das ganze Wissen nützt Otto Normalverbraucher jedoch wenig. Was am Ende wirklich zählt, ist, wie sie sich im Alltag schlägt.

Germersheim, Anfang Juni. Es ist 6 Uhr morgens. Im Luftwaffenausbildungsbataillon herrscht schon reges Treiben. Ich bereite meine Ausrüstung für den Tag vor. Anstatt Gewehr bin ich heute mit diversen Kameras bewaffnet. Neben Akkus, diversen SD-Karten und meinem Macbook, landet auch Samsungs Portable SSD T3 mit 250GB Speicherplatz in meinem Rucksack.

Leistung im Feld

Ich begleite in dieser Woche eine Einsatzausbildung der Bundeswehr für meine Bachelorarbeit. Aus dem Material soll eine Video-Reportage entstehen. Leider habe ich am falschen Ende gespart; mein mickriges Macbook fasst nur 256GB an Daten. Das ist bei weitem zu wenig für die vielen Stunden Material von diversen Kameras. Eine externe Festplatte mit ins Feld zu nehmen, kommt nicht infrage. Mittlerweile sind normale HDDs auch auf Hosentaschengröße geschrumpft aber immer noch viel zu empfindlich für so einen Einsatz. Ich denke daran, als wir im Geländewagen über holprige Feldwege zur Ausbildung brettern. Ein wenig mulmig wird mir schon, schließlich habe ich die SSD nur schnell formatiert und lieblos in den Rucksack geworfen.

Samsung Portable SSD T3 - Lesertest Nils W. Im FeldBild: Nils

Doch alles geht gut. Die SSD ist zwar in den Tiefen der Tasche verschwunden, hat aber keinen Kratzer abbekommen. In der Pause zwischen zwei Ausbildungen laufe ich zum Kofferraum, verbinde die SSD mit dem Macbook und übertrage 32GB auf das mobile Laufwerk. Nur etwa eine Zigarettenlänge habe ich Zeit, dann geht die Ausbildung weiter. Da fällt mir schon der erste Pluspunkt auf: Das USB Type C Kabel. Kein lästiges Drehen und Wenden bis ich endlich die passende Ausrichtung finde. Reinstecken, fertig – alles sitzt, nichts wackelt. Soldatensicher.

Die Übertragung geht fix und ohne Probleme vonstatten. Ich hätte mir sogar selbst noch eine Zigarette anstecken können, wäre ich Raucher. Luxusprobleme, die im gemächlichen Büroalltag vielleicht nicht auftreten. In dieser Situation jedoch ein wahrer Segen. In den folgenden Stunden wiederholt sich die Prozedur einige Male. Die Übertragung läuft immer perfekt und wahnsinnig schnell. Die beworbene Übertragungsgeschwindigkeit von 450 MB pro Sekunde (zu den Allround-PC-Benchmarks) konnte ich mit den Anschlüssen meines Macbooks kaum ausreizen. Subjektiv betrachtet, ist es aber definitiv eine Steigerung zu meinen normalen HDDs.

Samsung Portable SSD T3 - Lesertest Nils W. RucksackBild: Nils

Am Abend sichte ich kurz mein Material und beginne direkt mit dem Schnitt. Für den Lesertest lege ich das Projekt mit Adobe Premiere direkt auf dem Laufwerk an. Der Import der Videodateien geht zügig voran, Bearbeitung und Vorschau laufen butterweich. Zumindest so lange bis ich die einzelnen Sequenzen spaßeshalber mit Effekten überlade, was vielleicht auch am Macbook liegt. Für Hollywood-Produktionen ist dieses Setup sicherlich nicht ausreichend.

Design und Verarbeitung

Ich merke, wie ich langsam eine Beziehung zu dem wirklich schönen Laufwerk aufbaue. Jedenfalls verstaue ich die SSD im dunkelgrauen Alu-Gehäuse am nächsten Morgen etwas sorgfältiger im Rucksack. Selbstverständlich habe ich ein Backup von den Daten angelegt, um Verluste mache ich mir keine Sorgen. Es wäre dennoch schade, dieses elegante Produkt unnötig zu zerkratzen.

Samsung Portable SSD T3 - Lesertest Nils W. Schwarzer HintergrundBild: Nils

Allgemein macht das scheckkartengroße Gerät einen angenehmen Eindruck. Die Verarbeitung ist makellos, das Design edel und das Gewicht mit 51 Gramm nicht aufdringlich. Einzig stört mich das Gesamtpaket: Die SSD wirkt trotz allem sehr zerbrechlich. Im Büro, auf Städtereisen oder einfach nur zuhause auf dem Schreibtisch ist das sicherlich kein Problem. Für den Truppenübungsplatz oder Fotoausflüge in die Berge wünsche ich mir dennoch ein etwas robusteres Design. Ich habe gutmütig darauf verzichtet, die beworbenen zwei Meter Fallhöhe im Sturztest zu überprüfen.

Fazit

Ich nörgele hier natürlich auf höchstem Niveau. Samsungs Datenträger hat in den letzten zwei Wochen wirklich beeindruckende Leistung gezeigt. Für den mobilen Einsatz als Arbeitsvolume oder Datengrab, kann ich die SSD bedenkenlos empfehlen. Ein schickes Kraftpaket, das wirklich bis zum Ende durchdacht wurde und auf allen Ebenen zu überzeugen weiß.

Lesertest von Felix

Als ich die SSD erhalten habe, war ich erstmal erstaunt über die „Größe“. Ich hätte sie mir nicht so handlich vorgestellt – ein absolutes Plus, passt überall rein. Die Geschwindigkeit ist im Vergleich zu meiner alten externen Platte sehr beeindruckend: so eine Lese- und Schreibgeschwindigkeit bin ich nicht gewohnt. (An meinem alten Laptop erreicht sie nicht ihre volle Leistung, was aber dem Laptop geschuldet ist und trotzdem ist sie noch unwahrscheinlich schnell.

Samsung Portable SSD T3

Das mitgelieferte USB-Kabel wäre an meinem PC etwas zu kurz geraten, für den Laptop aber absolut ausreichend (aus Zeitgründen konnte ich nur am Laptop mit der T3 arbeiten).
Das Verschlüsselungsprogramm, welches nach dem Anschließen automatisch startet, finde ich sehr praktisch, da ich die SSD hauptsächlich in meinem Rucksack aufbewahre, damit die wichtigsten Daten immer zur Hand sind.

Persönlich würde ich mir aber trotzdem die Nummer größer kaufen, da die frei verwendbaren 233 GB der 250-GB-Version doch schnell ausgereizt sind. Das Metallgehäuse macht einen edlen und soliden Eindruck.

Fazit:
– Schnell – hochwertig verarbeitet – klein – leicht – kann ich nur empfehlen –

Tags:,

Trackback von deiner Website.

Niklas Ludwig

Niklas Ludwig

...ist stellvertretender Chefredakteur und zeichnet sich insbesondere für die Tests der Hardwarekategorie verantwortlich und füttert den APC-YouTube Kanal mit neuen Videos zu allerlei Produkten. Stehen keine größeren Hardwaretests an, widmet er sich Produkten der Consumer Electronics-Welt und fühlt neuen Lautsprechern, Kopfhörern oder mobilen Geräten auf den Zahn.

Kommentieren

Alle Angaben OHNE Gewähr! Alle Produktbezeichnungen bzw. Herstellernamen sind Eigentum der jew. Firmen!
Allround-PC übernimmt keine Haftung für evtl. Schäden bzw. Informationen oder Links auf dieser Seite, bzw. der verlinkten Seiten!
© Allround-PC 2015 | Kontakt | Impressum | Datenschutzerklärung | Mediadaten