Lesertest: Fractal Design Define C

Lesertest von Daniel

Geschrieben von Niklas Ludwig am 19.04.2017.

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Vier unserer Leser hatten die Möglichkeit das Fractal Design Define C Gehäuse zu testen. Hier lest ihr den Erfahrungsbericht von Daniel.

Lesertest von Daniel L.

Heute testen wir das Fractal Design Define C, ein eleganter Zuwachs im Bereich der kompakten ATX-Gehäuse des schwedischen Herstellers – doch wird er punkten können?

Design & Verarbeitung

Das Fractal Design Define C soll in der Sparte der ATX Gehäuse mit seinen kompakten Maßen trumpfen und eine platzsparende Alternative zu anderen Gehäusen seiner Preisklasse sein.

Fractal Design Define C Lesertest Daniel (10)Das Design entspricht derselben Linie wie dessen Geschwister, dem Define R5, dem Define Mini C oder dem speziell für ITX-Mainboards gedachten Define Nano S. Das Define C ist zusammen mit dem Define Mini C auf dem Markt erschienen, bietet jedoch im Gegensatz zu explizit für M-ATX Mainboards entwickelten Gehäusen genügend Platz für den ATX-Formfaktor. Das Gehäuse punktet mit seiner kantigen, doch schlicht minimalistischen Form. Die Kunststofffront im Aluminium-Look wirkt sehr edel und weist eine qualitativ hochwertige Verarbeitung auf. Das Füllvolumen liegt hierbei zwischen dem Define R5 und dem Define Nano S und bietet eine gleiche bis ähnliche Ausstattung bei einem kompakteren Formfaktor.

Fractal Design Define C Lesertest Daniel (6)Auf dem Markt ist das Define C mit einer offenen Sichtscheibe aus Plexiglas oder mit geschlossenen, gedämmten Seitenteilen für einen ruhigen Betrieb erhältlich. Im Lieferumfang sind neben dem obligatorischen Montagematerial ebenfalls Kabelbinder und ein magnetischer Staubschutz für den Deckel enthalten. Der bei der Lieferung montierte Deckel besteht aus Kunstoff und ist farblich dem Rest des Gehäuses angepasst. Das auf der Gehäuseoberseite vorzufindende Front-Panel bietet zwei USB-3.0-Ports, einen Mikrofoneingang wie auch einen Kopfhörerausgang. Eine Lüftersteuerung ist nicht integriert. Ein kleiner Reset-Knopf ist vorhanden, welchen man stark betätigen muss, ehe die Eingabe registriert wird. Die Power-Led erstrahlt in einem hellen Blau und erstreckt sich rund um den Einschaltknopf, bis hin zur Gehäusefront und ist somit aus mehreren Positionen sichtbar.

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Anders als bei seinem Geschwistermodell, dem Define R5, sind keine Laufwerksschächte auf der vorderen Seite des Gehäuses verbaut. Eine Klappe zum Öffnen der Front existiert daher nicht. Die gesamte Kunststofffront kann durch zusammendrücken von Haken im Inneren des Gehäuses entfernt werden. Einmal entfernt, erkennt man, dass Fractal Design einen besonderen Wert auf Staubschutz gelegt hat – hier punkten der magnetische Staubschutz für den Deckel, der Staubschutz am Gehäuseboden und ein separat abnehmbarer Staubschutz für die Front, welche eine Staubansammlung im Gehäuseinneren minimieren.

Innenraum & Montage

Im Inneren des Gehäuses finden wir eine Netzteilabdeckung aus Kunststoff vor, welcher das Hersteller-Logo trägt. Das Netzteil wie auch die Festplattenschächte sind hier untergebracht. Besonders zu erwähnen ist, dass das Netzteil durch die Rückseite des Gehäuses eingeführt wird und nicht klassisch durch ein Seitenteil des Gehäuses. Durch diese Konstruktion konnte Fractal Design die Größe des Gehäuses reduzieren und hat eine einfache Möglichkeit geschaffen die Netzteilkabel ohne große Umstände zu montieren.

Fractal Design Define C Lesertest Daniel (1)Hinter dem Mainboardtray findet sich genügend Stauraum für ein ordentliches Kabelmanagement. Es gibt diverse Ausbuchtungen um mit Kabelbindern- oder –klemmen zu arbeiten und diese sinnvoll zu verlegen. Fractal Design möchte hierbei besonderes Augenmerk auf bereits vormontierte Kabelkletten im eigenen Design legen, welche aufgrund ihres hellen Grautons direkt ins Auge stechen. Diese sind in übersichtlicher Zahl sinnvoll untergebracht – bei der Montage des Mainboards bietet es sich direkt an, sperrige Kabel wie den 24-Pin ATX Stecker oder die Kabel des Front-Panels dort zu verlegen.

Fractal Design Define C Lesertest Daniel (2)Die zwei in weiß gehaltenen Festplattenschächte für 3,5-Zoll-Festplatten sind ab Werk entkoppelt und sind in einem herausnehmbaren Festplattenkäfig montiert. Eine weitere, im oberen Teil des Gehäuses zu findene abnehmbare Halterung, bietet genug Platz für bis zu drei 2,5-Zoll-Festplatten. Fractal Design möchte auch hier mit kleinen Details punkten und hat sowohl die einzelnen Festplattenschächte, wie auch die Halterung mit dem eigenen Logo versehen.

Fractal Design Define C Lesertest Daniel (4)Durch das intelligente Design des Define C, die Festplattenschächte, wie auch das Netzteil durch die Abdeckung aufzutrennen, ist es möglich, einen hervorragenden Luftstrom zu erzeugen, um die Hardware optimal zu kühlen, ohne dass Verwirbelungen entstehen. Kühlung ist auch gerade bei solchen gedämmten Gehäusen wichtig, da die im Inneren des Gehäuses entstehende Abwärme im Verhältnis zu nicht gedämmten Gehäusen schwieriger entweicht und sich dadurch staut.

Fractal Design Define C Lesertest Daniel (7)Die zwei mitgelieferten Dynamic X2 GP-12 120 mm Lüfter im eigenen Design zeichnen sich durch ihre geringe Lautstärke aus und sind farblich den Slotblenden in weiß angepasst. Diese runden das Gesamtpaket im Inneren ab.

Fazit

Fractal Design hat mit dem Define C ein stimmiges Gehäuse auf den Markt gebracht, welches nicht nur durch den nahezu lautlosen Betrieb in jedes Wohnzimmer passt, sondern aufgrund des zeitlosen Designs ebenfalls Gamer anspricht, die ein Gehäuse mit einem ordentlichen Airflow suchen.

Lediglich die hell leuchtende Power-LED kann hierbei störend wirken, da diese über mehr als eine Gehäuseseite sichtbar ist, wie auch die relativ weichen Gummis in den Kabelschächten – aber das ist Geschmackssache.

Der in vielen Punkten bedachte Aufbau des Gehäuses hinterlässt einen positiven Eindruck und wird durch eine hochwertige Verarbeitung vollendet. Ob vormontierte Schrauben in den Seitenteilen, oder aber Gummies für die Kabelschächte – das Fractal Design Define C wirkt sehr stimmig und bietet für den gebotenen Preis ein faires Preis-/Leistungsverhältnis und wird von uns daher empfohlen.

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Niklas Ludwig

Niklas Ludwig

…ist stellvertretender Chefredakteur und zeichnet sich insbesondere für die Tests der Hardwarekategorie verantwortlich und füttert den APC-YouTube Kanal mit neuen Videos zu allerlei Produkten. Stehen keine größeren Hardwaretests an, widmet er sich Produkten der Consumer Electronics-Welt und fühlt neuen Lautsprechern, Kopfhörern oder mobilen Geräten auf den Zahn.

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