Lesertest: Fractal Design Define C

Lesertest von Ahmet

Geschrieben von Niklas Ludwig am 19.04.2017.

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Vier unserer Leser hatten die Möglichkeit das Fractal Design Define C Gehäuse zu testen. Hier lest ihr den Erfahrungsbericht von Ahmet.

Lesertest von Ahmet G.

Das schwedische Unternehmen Fractal Design ist bekannt für seine Define Gehäuseserie. Im November 2016 erweiterte Fractal Design die Gehäuseserie mit dem Define C und dem Define C Mini. Ich hatte die Gelegenheit das Fractal Design Define C gründlich zu testen. Doch wie schlägt sich das neue Define C mit kompakteren Maßen im Gegensatz zu den anderen Define Gehäusen und bekommt man die gewohnte Qualität von Fractal Design? Finden wir es gemeinsam heraus…

Einleitung

Das schwedische Unternehmen Fractal Design ist bekannt für seine Define Gehäuseserie. Im November 2016 erweiterte Fractal Design die Gehäuseserie mit dem Define C und dem Define C Mini. Ich hatte die Gelegenheit das Fractal Design Define C gründlich zu testen. Doch wie schlägt sich das neue Define C mit kompakteren Maßen im Gegensatz zu den anderen Define Gehäusen und bekommt man die gewohnte Qualität von Fractal Design? Finden wir es gemeinsam heraus!

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Verpackung und Zubehör

Das Gehäuse kommt in einer 53cm x 30cm x 49cm großen Verpackung. Auf der Vorderseite des Kartons findet man eine Abbildung des Gehäuses und auf der Rückseite und den Seiten werden einem die wichtigsten Features und Spezifikationen aufgelistet.

Factal Design Define C Lesertest Ahmet (2)Nach dem Öffnen sehen wir das Gehäuse, welches in einer Nylonhülle umhüllt und zwischen 2 Styroporteilen geschützt ist.

Lieferumfang

– 1x Benutzerhandbuch
– 1x optionaler magnetischer Staubfilter für die Oberseite
– 4x Netzteilschrauben
– 8x Mainboardschrauben
– 8x Mainboard Abstandhalter
– 20x 2,5“ Laufwerkschrauben
– 8x 3,5“ Laufwerkschrauben
– 1x Standoff Werkzeug zum Eindrehen der Abstandhalter
– 6x Kabelbinder

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Design, Features & Verarbeitung

Das Design ist wie man es von Fractal Design kennt schlicht und elegant gehalten. Bis auf die Front besteht das Gehäuse aus Stahl. Der Front aus Kunststoff wurde ein „Alu-Look“ gegeben, was die Optik nochmals aufwertet. Seitlich an der Frontblende sind rund 2cm lange Schlitze angebracht. Dadurch können erst die Frontlüfter kalte Luft reinsaugen.

Factal Design Define C Lesertest Ahmet (5)Das Fractal Design Define C ist an beiden Seitenteilen, an der Front und optional oben gedämmt. Die Seitenteile sind sehr stabil und die rund 2mm dicken Dämmmatten an den Seiten stabilisieren diese zudem nochmal extra.

Factal Design Define C Lesertest Ahmet (9)An der Rückseite findet man außer den beiden Öffnungen für Netzteil und Mainboard I/O auch wabenförmige Öffnungen als Luftauslässe vor. Die Blenden wurden weiß lackiert und bringen zusammen mit den weißen Lüfterflügeln etwas Kontrast rein.

Factal Design Define C Lesertest Ahmet (28)Auf der Oberseite ist ein Deckel, genannte ModuVent-Modul. Dieses ist nicht magnetisch, sondern wird mit sechs Kunststoffnasen oben reingedrückt. Das Modul ist unterhalb mit einer Dämmmatte versehen. Wer jedoch oben Lüfter bzw. einen Radiator einbauen will oder gleich die Oberseite offen lassen will, für den hat Fractal Design einen magnetischen Staubfilter beigelegt.

Factal Design Define C Lesertest Ahmet (11)Auf der Unterseite befinden sich vier runde Füße mit Einkerbungen an der Innenseitig und mittig parallel zwei Führungsschienen für den großen Staubfilter. Dieser kann von vorne durch Ziehen am Griff rausgenommen und gereinigt werden.

Factal Design Define C Lesertest Ahmet (16)Mit leichtem Druck lässt sich die Front entfernen. Auch hinter der Front ist eine Dämmmatte vorhanden. Nachdem die Front entfernt ist, sieht man auch den nächsten Staubfilter, der mit zwei Klemmhaken befestigt ist. Ober-, Unter- und Frontseite verfügen somit über Staubfilter. Diese kann man mit Wasser oder mit dem Staubsauger reinigen.

Factal Design Define C Lesertest Ahmet (8)Als Frontanschlüsse sind nur zwei USB 3.0 Ports, zwei 3,5-mm-Klinkenbuchsen für Kopfhörer und Mikrofon und ein großer Ein/Aus-Knopf zusammen mit einem kleinen Reset-Button vorhanden. Das Betätigen der beiden Buttons verursacht dabei ein recht leises „Klicken“.

Factal Design Define C Lesertest Ahmet (12)Wer einen Blick auf das Innere wirft, sieht sofort das Zwei-Kammer-Design mit einer Abdeckung aus Stahl, welche Netzteil und den Festplattenkäfig versteckt. Dies dient nicht nur der Optik, sondern verbessert auch den Airflow im Gehäuse. Die Slot-Blenden für die 7 Erweiterungsplätze werden einzeln mit Rändelschrauben befestigt. Die Abdeckung verfügt oberhalb des Netzteils über Lufteinlässe. Rechts daneben ist Klappe, die man Entfernen kann, um den Festplattenkäfig zu entfernen oder je nach Vorhaben auch um längere Radiatoren oder mehr Lüfter einzubauen. Dazu muss man nur die beiden Schrauben an der Front rausdrehen, welche das Blech festhalten. Trotz der kompakteren Maße passen CPU Kühler bis zu einer Höhe von 170 mm und Grafikkarten bis zu einer Länge von 315mm in das Fractal Design Define C.

Factal Design Define C Lesertest Ahmet (21)Wenn man einen Blick auf die Hinterseite des Trays wirft, sieht man genügend Platz für Kabelmanagement. Links neben dem Mainboard verläuft ein 3 cm tiefer Kanal. Dort findet man auch drei Klettverschlüsse, welche die Kabel praktisch zusammenhalten. In diesem Bereich verlaufen auch die Kabel der Frontanschlüsse. Direkt hinter dem Mainboard beträgt der Platz jedoch nur 1,5 cm.

Die generelle Verarbeitung ist sehr hochwertig. Scharfe Kanten, Kratzer im Blech, fehlerhafte Gewinde oder Schrauben konnte ich nicht finden. Das Define C macht von der Qualität her einen sehr guten Eindruck.  

Einbau- & Montagemöglichkeiten

In das Define C kann mann ITX, mATX und ATX Mainboards einbauen. Je nach Mainboard muss man zuerst die Abstandhalter mit dem im Zubehör beigefügten Standoff-Werkzeug und einem Kreuzschraubenzieher an die erforderlichen Stellen eindrehen.

Factal Design Define C Lesertest Ahmet (34)Der 3,5-Zoll-Festplatten käfig ist modular und kann, wenn man einen 360-mm-Radiator oder einen zusätzlichen 120-mm-Lüfter einbauen will, weiter in die Mitte geschoben werden. Dazu muss man, nachdem man den unteren Staubfilter rausgenommen hat, nur die vier Schrauben unten am Gehäuse lösen. Der ganze Käfig ist natürlich auf Wunsch auch komplett entnehmbar. Dazu muss man nur den unteren Staubfilter entnehmen und die vier Schrauben lösen. Dann die Front, den Staubfilter und die beiden Schrauben für die Abdeckung entfernen und den HDD Käfig aus der Öffnung rausnehmen. Im HDD Käfig kann man nur zwei 3,5- Zoll beziehungsweise 2,5-Zoll-Laufwerke einbauen. Der Käfig hat zwei Laufwerksschienen aus Stahl, welche weiß lackiert sind. Die 3,5-Zoll-Laufwerke werden mit Gummiringen entkoppelt, wodurch weniger Vibrationen und Geräusche entstehen.

Factal Design Define C Lesertest Ahmet (23)Wer keine 3,5-Zoll-Laufwerke verwenden will oder den HDD-Käfig ausgebaut hat, der hat noch die Möglichkeit hinter dem Mainboardtray drei 2,5-Zoll-Laufwerke anzubringen. Dafür ist eine Halterung aus einem entnehmbaren Stahlblech vorhanden, welche auf einer Seite mit 2 Haken in Öffnungen an das Gehäuse reingesteckt und auf einer Seite mit einer Rändelschraube befestigt wird. SSDs werden mit vier Schrauben an die Halterung befestigt.

Der Einbau des Netzteils erfolgt durch die Rückseite. Dazu muss zuerst die Netzteilhalterung gelöst werden. Dies erfolgt durch das Rausdrehen der zwei Rändelschrauben. Die Halterung wird mit den vier mitgelieferten Netzteilschrauben an das Netzteilende befestigt. Das Netzteil wird dann mit den Kabeln voraus reingeschoben, wo es dann auf vier Gummipuffern sitzt. Anschließend muss man nur noch die beiden Rändelschrauben reindrehen um das Netzteil zu befestigen.

Factal Design Define C Lesertest Ahmet (13)Kommen wir zur Kühlung: Das Platzangebot für Lüfter ist der Größe des Gehäuses entsprechend recht gut. Hinten passt nur ein 120-mm-Lüfter rein, dabei ist die Höhe anpassbar. Hinten ist schon ein 120 mm Dynamic X2 GP-12 Lüfter vormontiert. Am Deckel ist Platz für zwei 120-mm- oder zwei 140-mm-Lüfter. In die Front passen im Normalfall zwei 140-mm-Lüfter oder, wenn das kleine Blechteil zwischen dem Mainboard- & dem Netzteilbereich entfernt worden ist, gleich drei 120-mm-Lüfter. Auch hier hat Fractal Design einen 120 mm Dynamic X2 GP-12 Lüfter vormontiert. Falls man dabei den HDD-Käfig rausnimmt, kann man am Boden einen zusätzlichen 120-mm-Lüfter einbauen.

Factal Design Define C Lesertest Ahmet (27)Durch das Platzangebot für Lüfter kann man auch schon erahnen, welche Optionen es für Radiatoren gibt. An der Rückseite kann ein 120-mm-Radiator Platz finden, wobei zu beachten ist, dass dieser nur 125 mm breit sein darf. Im Deckel kann man einen 120-mm- oder 240-mm-Radiator einbauen, sofern Komponenten wie RAM und Kühlkörper nicht mehr als 40mm hoch sind. In der Front passen 120-mm-, 140-mm-, 240-mm-, 280-mm- und 360-mm-Radiatoren rein. Dabei muss man natürlich auch kleinere Kompromisse in Kauf nehmen. Für große 280-mm- und 360-mm-Radiatoren müssen die kleine Haube und der HDD Käfig entfernt werden. Und bei 140-mm- und 280-mm-Radiatoren darf die Breite nur rund 14 cm betragen. Problematischer werden jedoch eher Komponenten wie die Grafikkarte: Zwischen meiner MSI GTX 1060 Gaming X 6G und der Gehäusefront waren nur 60 mm Platz. Längere Grafikkarten würden den Einbau von Radiatoren noch schwieriger machen.

Temperaturen & Lautstärke

Das Testsystem besteht aus:
– i3 6100 mit Intel Boxed Kühler
– 8GB HyperX DDR4 2133Mhz
– MSI Z170A MPower Gaming Titanium Board
– MSI GTX 1060 Gaming X 6G OC
– 240GB SanDisk Ultra II SSD
– Seasonic G550 80+Gold
– Fractal Design Define C

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Während des Tests waren beide Seitenteile und der obere Deckel geschlossen. Alle Komponenten liefen mit den von Werk aus eingestellten Taktfrequenzen. Verwendet wurde NZXT CAM als Monitoring Software. Für eine Volllast Situation wurde MSI Kombustor zusammen mit Prime 95 verwendet. Die Lautstärkemessung erfolgte 30cm links neben dem Gehäuse.

Fazit

Mit dem Define C liefert Fractal Design meiner Meinung nach ein top Gehäuse ab. Das Define C hat bei Markteinführung rund 85 Euro gekostet, ist aktuell jedoch bereits für rund 75 Euro erhältlich. Wer ein kompaktes, schlichtes, aber dennoch elegantes Gehäuse sucht, ist mit dem Define C gut bedient. Mit dem Gehäuse muss man auch Kompromisse eingehen: Mehr als zwei 3,5-Zoll-Festplatten sind nicht möglich und es ist keine Lüftersteuerung vorhanden. Außerdem wirkt der 120-mm-Lüfter an der Front etwas „mickrig und verloren“. Ich hätte mir gleich zwei 140-mm-Lüfter an der Front gewünscht. Wer eine Wasserkühlung einbauen will muss zudem auf die Maße dieser achten, da diese wegen den Gehäusemaßen oder auch von Komponenten wie GPU und RAM nicht passen könnte. Trotzdem würde ich das Fractal Design Define C jedem weiterempfehlen.

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Niklas Ludwig

Niklas Ludwig

...ist stellvertretender Chefredakteur und zeichnet sich insbesondere für die Tests der Hardwarekategorie verantwortlich und füttert den APC-YouTube Kanal mit neuen Videos zu allerlei Produkten. Stehen keine größeren Hardwaretests an, widmet er sich Produkten der Consumer Electronics-Welt und fühlt neuen Lautsprechern, Kopfhörern oder mobilen Geräten auf den Zahn.

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