Lesertest: Teufel CAGE Gaming-Headset

Erfahrungsberichte von Lisa, Oliwer und Michel

Geschrieben von Niklas Schäfer am 14.09.2017.

Teufel Cage Startbild

In Kooperation mit Lautsprecher Teufel haben wir drei Lesern die Möglichkeit gegeben, das Teufel CAGE Gaming-Headset zu testen. Wie die Urteile von Lisa, Oliwer und Michel ausfallen, erfahrt ihr im Beitrag.Die drei Leser Lisa, Oliwer und Michel durften jeweils ein Teufel CAGE Gaming-Headset testen, das in unserem Test gut abgeschnitten hat. Nach einer ausgiebigen Testphase berichten die drei Mitglieder der Community von ihren Eindrücken mit dem ersten Gaming-Headset des deutschen Audiospezialisten.

Lesertest von Lisa B.

Als großer Fan von guter Peripherie beim Gaming war ich begeistert zu hören, dass Teufel nun erstmals ein Gaming Headset auf den Markt gebracht hat. Gerade mit Headsets habe ich eine lange Geschichte hinter mir, angefangen beim 5€-Billig-Headset, bis hinauf zur gehobenen Klasse. Zurzeit spiele ich parallel zwei Headsets: Das Sennheiser Game Zero sowie das PS4 2.0 Headset von Sony. Auf dieser Basis habe ich mich für den Lesertest von Allround-PC beworben und werde meine bisherigen Headsets für Vergleiche heranziehen. 

Der erste Eindruck fällt sehr positiv aus.

Der erste Eindruck

Bereits beim Auspacken fällt auf, dass der CAGE sich sehr hochwertig anfühlt. Nichts quietscht oder knarrt, keine lockeren Kleinteile, die Nähte am Polster sind sauber und nicht sichtbar. Das Headset kommt in einer schönen Kartonverpackung und liegt gut gepolstert, sodass beim Versand nichts kaputtgehen kann. Auch die Bedienungsmöglichkeiten am Headset selbst wirken stabil, das Rädchen für die Lautstärkeregelung und andere Buttons geben ausreichend Feedback und „eiern“ nicht. Lediglich die Polster könnten noch einen Tick weicher sein.

Der Teufel CAGE ist der neuste Schatz im Headset-Sortiment.

Der CAGE im Einsatz

Wenn man bedenkt, dass es sich beim CAGE um Teufels erstes Gaming Headset handelt, kann man für die erbrachte Leistung applaudieren. Dennoch sind ein paar Kinderkrankheiten vorhanden. Ich hatte erwartet, dass der Bass viel zu hochgeschraubt sein wird – und wurde bitter enttäuscht. Kristallklare, platte Töne – hier hat Teufel viel richtiggemacht, was einige Hersteller nach Jahren nicht hinbekommen. Die Höhen kommen gut durch und der Bass hat ausreichend Druck. In CS:GO bedeutet das: Jeder Schritt kann geortet werden, selbst wenn gleichzeitig eine Granate in der Nähe explodiert. Eine Schwäche im Sound sind die Mitten. Möchte man also Voice Chats wie Teamspeak oder Discord parallel zum Spielbetrieb nutzen, stellt man fest, dass Stimmen oft neben Ingame-Geräuschen untergehen. Bei sehr geringer Lautstärke und laufenden Anwendungen mit Audiowiedergabe gibt das Teufel CAGE ein deutlich hörbares Summen wieder. Dies wurde an verschiedenen Rechnern getestet und tritt nur über USB auf.

Teufel fokussiert nicht nur PC-Gamer, sondern denkt auch an die Konsolenspieler. 

Teufel hat außerdem auch an uns Konsolenliebhaber gedacht: Mit dem CAGE kann man die Discord- oder Teamspeak App und die Konsole über ein einziges Headset hören. USB Kabel in die Konsole, Klinke ins Handy/Tablet. Zuvor hatte ich Voice Chat beim Playstation Spielen vermieden. Nun ist es fast so bequem wie am Rechner. Was mir an dem Headset nicht so gut gefällt: Das Mikrofon. Zum einen, weil es – egal wie man es anschließt oder verbiegt – permanent im Gesicht oder zumindest Augenwinkel schwebt, zum anderen, weil der Klang etwas schwach ausfällt. In Testaufnahmen hört sich die eigene Stimme, verglichen zu meinen anderen Headsets, ziemlich dumpf an.

Die Ummantelung des Kabels hat nicht nur Vorteile. 

Das mitgelieferte USB-Kabel lässt sich nur fummelig mit dem Headset verbinden und ist äußerst starr. Auch wenn stoffummantelte Kabel ihre Daseinsberechtigung haben, scheuern sie an Kleidung und – sofern das Kabel damit in Berührung kommt – an klassischen Stoffmousepads, was sich wiederum geräuschvoll durch die Ohrmuschel überträgt. Um alles aus dem Headset zu holen, sollte man die Treibersoftware direkt von der Teufel CAGE Produktseite herunterladen.

In einer dunklen Umgebung weiß das Headset zu gefallen.

Verschiedene Soundeinstellungen lassen sich hier vornehmen. Sehr praktisch ist außerdem, dass man verschiedene Soundprofile speichern kann. Zugegeben, die Usability der Software könnte noch besser sein, insgesamt macht sie aber einen soliden Eindruck. Kleine Spielereien wie der Stimmenverzerrer sind zwar nett gemeint, werden euch jedoch im Voice Chat erfahrungsgemäß keine Freunde machen.

Fazit

Laut Herstellerseite soll das Headset 169,99€ kosten – und trotz einiger Mängel hat der CAGE diesen stolzen Preis durchaus verdient. Das Headset ist für jeden Spieler geeignet, der hohe Soundqualität schätzt. Mit der dazugehörigen Software lässt sich jede Menge aus dem Gerät herausholen. Bei soundempfindlichen Spielen wie CS:GO, bei dem neutraler, unspannender, platter Sound benötigt wird, hat meiner Meinung nach das Sennheiser Game Zero die Nase ein bisschen weiter vorne. Wer jedoch wie ich auch gerne Musik oder Streams über sein Headset hören oder andere Genres wie RPG’s spielen will, der wird am CAGE weitaus größere Freude haben.

ProNeutralContra
  • Mikrofon abnehm- und umsteckbar
  • Im Punkt Tragekomfort kann Teufel noch mehr aus den Polstern holen.
  • Mikrofon ist, wenn angesteckt, permanent im Sichtfeld
  • Konsolen- und Handyaudio gleichzeitig (Discord/Ts³!)
  • Für das Audiocenter gibt es keinerlei Bedienungshilfen
  • Stimmen (Teamspeak, Ingame ansagen, ect.) kommen mangels mitten nicht so stark durch.
  • Als Kopfhörer für unterwegs nutzbar (Klinke)
  • Bei CS:GO hat das Sennheiser nach wie vor die Nase vorn
  • USB Anschluss am Headset ist etwas fummelig
  • Viele Einstellungsmöglichkeiten im Audio Center
 
  • USB Kabel sehr starr (wenn auch schön lang) und scheuert an der Kleidung (Scheuergeräusche durch Ohrmuscheln hörbar)
  • Für ALLE Bereiche im Gaming geeignet
 
  • bei sehr geringer Lautstärke ist im USB-Betrieb ist ein deutliches Summen zu vernehmen, wenn Anwendungen mit Audiowiedergabe aktiv sind
  • Klang hat Druck, angenehme Höhen und Tiefen
  
  • Hochwertige Verarbeitung
  
  • Angenehm große Ohrmuscheln
  
  • Gute Größenverstellung mit Rastpunkten und genug Spielraum
  
  • Lautstärkeregelung angenehm zu bedienen und mit wenig Risiko versehentlicher Verstellung
  
  • Über einen Button am Headset lassen sich Anrufe annehmen, Musik weiterschalten oder Siri rufen
  
  • Insgesamt sehr gutes Allround-Headset, das in jedem Bereich glänzen kann
  

 

Lesertest von Oliwer K.

Ich besitze das Teufel CAGE Gaming-Headset nun seit 2 Wochen. Erhalten habe ich es von Allround-PC, wofür ich mich herzlich bedanke!

Erster Eindruck

Nun zum Headset oder eher gesagt der Verpackung. Der erste Eindruck war sehr positiv, die Verpackung war schlicht, jedoch sehr modern gehalten. Sie wirkt keineswegs billig und hat keine Bezeichnungen wie „Gaming Headset“, „7.1 Surround“ oder Sonstiges was meiner Meinung nach das ganze Produkt etwas seriöser und vor allem hochwertiger wirken lässt.

Teufel gestaltet die Verpackung sehr dezent, aber keineswegs langweilig.

Das Headset an sich macht einen sehr guten Eindruck. Die Aufhängung für die Ohrmuscheln, welche auch gleichzeitig der Eingang für Mikrofon und 3.5mm Klinke sind, besteht aus einem einzigen Aluminiumteil welches sehr stabil wirkt und auch bei größerer Krafteinwirkung nicht beschädigt wird. Am Kopfbügel sind an jeder Seite jeweils zwei Aluminiumteile aufzufinden, die dem ganzem noch etwas zusätzliche Stabilität geben. Der Bügel an sich besteht aus Aluminium, weshalb das Headset sehr biegsam an dieser Stelle ist. Für gewöhnlich ist dies eine Problemstelle bei anderen Herstellern, jedoch würde ich nicht davon ausgehen, dass beim Teufel Cage dort ein Bruch zustande kommen kann. Die Ohrmuscheln als auch der Bügel sind mit Leder bezogen. Ich bin kein großer Fan von Leder, da diese Pads sehr schnell warm werden und die Ohren unter ihnen anfangen zu schwitzen, jedoch ist es hier erstaunlicherweise anders.

Die klappbaren Ohrmuscheln beugen Kabelbrüchen vor.

Auch nach längerem Gebrauch (8 Stunden) konnte ich nicht feststellen, dass mir großartig warm wurde. Anfangs war es etwas gewöhnungsbedürftig es aufzuhaben, aber nach einiger Zeit gewöhnt man sich dran und merkt eigentlich, wie bequem es doch ist. Beim Absetzten eines kabelgebundenen Headsets hatte ich oft das Problem, dass sich das Kabel verdreht hat und somit auch schnell beschädigt wurde. Hier hat Teufel mitgedacht und die Ohrmuscheln 90° klappbar gemacht, dies sieht nicht nur gut aus, sondern vermeidet den oben erwähnten „Kabeldreher“.  Auch zu erwähnen, sind die beleuchteten Teufel Logos, die auf beiden Seiten aufzufinden sind, diese leuchten jedoch nicht, wenn man sie mit einer 3.5 Klinke benutzt, was meiner Meinung nach das Headset alltagstauglicher macht.

Teufel versieht das Cage Gaming-Headset mit einigen praktischen Bedienelementen.

Insgesamt haben wir drei Bedienelemente am Headset und ein Element am Mikrofon. An der unteren Seite befindet sich die Lautstärkeregelung, welche durch ein Rad bedient werden kann. An der Seite befindet sich ein Schalter welcher zwischen 3.5mm Klinke und Mikrofon wechselt. Dieser kann benutzt werden, wenn man am PC sitzt und gleichzeitig das Handy angeschlossen hat. Durch das Umlegen des Schalters kann man beispielsweise, die eigene Stimme nur an das Handy übermitteln. Ein weiterer Knopf befindet sich vorne beziehungsweise hinten (je nachdem wie man es trägt). Durch diesen können Anrufe, Lieder oder sonstige Sachen kontrolliert werden.

Klangqualität

Die Soundqualität ist sehr gut, jedoch erst dann, wenn man es richtig konfiguriert. Ich habe verschiedene Spiele ausprobiert und musste jedoch am Equalizer rumspielen, damit ich irgendwann den perfekten Ton erreicht habe. Wo ich jedoch stark enttäuscht bin, ist die 7.1-Funktion im Teufel Audio Center. Dort kann man angeblich Verbesserungen vornehmen, die das Klangerlebnis verbessern sollen. Jedoch war nicht alles davon eine Verbesserung. Beispielsweise – wie schon erwähnt – der 7.1 Sound, in Spielen, in denen man hinhören muss, um die Bewegungen des Gegners zu erkennen: Dort war es mir nur schwer bis zu gar nicht möglich genau zu sagen, wo ich jetzt den Schuss oder Schritt gehört habe. Ansonsten sind die weiteren Audioeinstellungen ganz nett, aber es war nichts dabei, wo ich sagen könnte, dass es meine Soundqualität verbessert hat. Im Endeffekt habe ich alle Audioeinstellungen außer dem Equalizer ausgestellt und kann perfekt sagen, aus welcher Richtung welcher Sound kommt.

Die Mikrofonaufnahmen sind rauschfrei und klingen gut.

Mikrofonqualität

Beim Mikrofon sind die Einstellungen wiederum hilfreich: Die Rauschunterdrückung und sonstigen Funktionen helfen dabei, die eigene Stimme so klar und rauschfrei wie möglich zu übermitteln. Ich habe mehrere Freunde gefragt, ob sie ein Rauschen oder sonstige Mängel feststellen konnten, jedoch war dies nicht der Fall. Auch bei „sch“ – und „tz“-Lauten hat das Programm gut mitgearbeitet und konnte dort einiges wieder rausholen. Eine ganz nützliche Funktion ist die Wiedergabe der eigenen Stimme, dies hat den Vorteil, dass man bei lauten Spielen einschätzen kann, wie laut man eigentlich grade spricht. Ohne diese Funktion passiert es sehr schnell, dass man anfängt etwas lauter zu werden oder sogar schreiend vor dem Computer sitzt.

Teufel hat mit seinem ersten Gaming-Headset vieles richtiggemacht.

Fazit

Mein Fazit: Insgesamt ein sehr gutes Headset mit einer noch verbesserungsfähigen Software. Ob man letztendlich den Preis von 169,99€ bezahlen will, ist jedem Selbst überlassen. Man erhält auf jeden Fall ein hochwertig verarbeitetes Headset, welches für jede Situation gewappnet ist. Egal, ob es zum Zocken oder gelegentlich im Alltag benutzt wird, das Teufel Cage ist ein Headset, das alles kann!

Lesertest von Michel E.

Den Test von Michel findet ihr auf Playerscorner.com

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Niklas Schäfer

... ist hauptsächlich für den Bereich "Gaming" zuständig und widmet sich den neusten Tastaturen, Headsets und Mäusen. Zusätzlich inspiziert er Consumer Electronics wie Audioprodukte, Smartphones und Speicherprodukte. Immer häufiger ist Niklas auch auf dem YouTube-Kanal von Allround-PC zu sehen.

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