Ultrabook oder Notebook – welche Anschaffung ist zu empfehlen?

Geschrieben von Redaktion am 27.05.2013.

Acer LogoUltrabooks sind auf dem Vormarsch: Die kleinen und leichten Geräte versprechen eine hohe Akkulaufzeit und größtmögliche Mobilität. Damit werden sie zum perfekten Begleiter für unterwegs und stellen eine interessante Alternative zum herkömmlichen Notebook dar. Die Anschaffung lohnt sich allerdings nicht zwangsläufig. Vor dem Hintergrund der jeweiligen individuellen Anforderungen sind viele Anwender mit dem Kauf eines Standard-Laptops besser beraten.




Acer Aspire M5 Ultrabook

Das Acer Aspire M5 ist unter 600€ zu haben und gehört damit den günstigeren Ultrabooks

Typische Eigenschaften eines Ultrabooks

Als Ultrabook wird nicht nur die vom renommierten Chiphersteller Intel registrierte Marke, sondern auch eine besondere Produktkategorie bezeichnet. Zugehörige Modelle zeichnen sich durch spezifische Merkmale aus, die von Intel näher definiert werden.

Demnach dürfen Ultrabooks mit einer Displaygröße von bis zu 14 Zoll höchstens 18 Millimeter dick sein, während bei Geräte mit einem größeren Bildschirm eine maximale Dicke von 21 Millimetern erlaubt ist. Darüber hinaus zeichnet sich das Ultrabook durch sein geringes Gewicht und eine sehr hohe Akkulaufzeit aus: Bei geringer Auslastung kommt es dank seiner stromsparenden Eigenschaft in der Regel deutlich länger als fünf Stunden ohne Stromversorgung aus. Die Empfehlung des Chipherstellers liegt sogar bei acht Stunden. Ein wesentliches Merkmal des Ultrabooks ist auch der Preis. Einstiegsmodelle sollen schon zu vergleichsweis günstigen Konditionen erhältlich sein und dürfen nicht mehr als 1000 US-Dollar kosten. So sind zum Beispiel die beim Computer Online Händler Arlt verfügbaren Ultrabooks bei einfachster Ausstattung bereits ab 399 Euro zu haben und sind damit in der Anschaffung nicht wesentlich teurer als herkömmliche Subnotebooks und Laptops.

Von Bedeutung ist auch die Zeit, die das Gerät für das Aufwachen aus dem Schlaf- oder Standby-Modus benötigt: Dauert es länger als sieben Sekunden, bis die Tastatur anspricht und das System bereitsteht, darf das Produkt nicht als Ultrabook bezeichnet werden. Um diese Herausforderung zu meistern, setzen die meisten Hersteller auf den Einbau einer schnellen SSD. Bei günstigeren Modellen kommt es jedoch auch häufig zur Kombination einer kleinen SSD mit einer langsameren HDD. Welche zusätzlichen Kriterien erfüllt werden müssen, hängt mit der Auflage des jeweiligen Ultrabooks zusammen. War in der seit dem vierten Quartal 2011 geltenden Stufe Eins noch die Verarbeitung eines Intel Sandy Bridge Prozessors ausreichend, muss seit der Einführung der zweiten Stufe im vergangenen Jahr ein leistungsstärkere Ivy Bridge Prozessor verbaut werden. Darüber hinaus müssen nun auch USB 3.0 und PCI Express 3.0 an Bord sein. Die Einführung der dritten Stufe, welche voraussichtlich zu Jahresmitte hin in Angriff genommen werden soll, wird weitere Spezifikationen mit sich bringen. Im Gespräch ist dabei nicht nur ein neues Stromsparsystem, sondern auch die Nutzung von Wireless Display und Touchscreen.

Samsung 730U3E Ultrabook

Samsungs 730U3E kostet knapp 1300€ und wird vom Hersteller als „Premium Ultrabook“ geführt

Vorteile der Ultrabooks gegenüber klassischen Notebooks

Der größte Vorteil der Ultrabooks liegt in ihrer Mobilität: Dank der kompakten Bauweise und der verbauten Komponenten eignen sie sich hervorragend für den Einsatz auf Reisen. Sie sind wesentlich leichter als herkömmliche Modelle, fahren besonders schnell hoch und zeichnen sich in der Regel durch deutlich höhere Akkulaufzeiten aus. Darüber hinaus zeigen sich viele Ultrabooks dank der verbauten SSD Festplatte als absolut unempfindlich gegenüber von Erschütterungen.

Nachteile der Ultrabooks gegenüber klassischen Notebooks

Die niedrige Bauhöhe und das geringe Gewicht der Ultrabooks lassen sich in den meisten Fällen nur durch Abstriche im Hinblick auf die Ausstattung realisieren. So fehlen gerade bei den günstigen Modellen wichtige Anschlüsse: Mehr als zwei oder drei USB-Schnittstellen sind nur selten an Bord. Auch das optische Laufwerk findet beim schlanken Ultrabook keinen Platz. Darüber hinaus wird häufig auf eine interne Grafiklösung gesetzt. Diese reicht für einfache Büroanwendungen zwar aus, muss bei grafikaufwendigeren Anwendungen oder Spielen allerdings schnell kapitulieren. Ein weiterer Kritikpunkt ist die Nutzung eines fest verbauten Akkus. Geht diesem die Puste aus, kann er nicht einfach durch einen Zweit-Akku ersetzt werden.

Welches Gerät für welchen Bedarf?

Der Kauf eines Ultrabooks stellt nicht zwangsläufig die bessere Alternative zum Erwerb eines herkömmlichen Notebooks dar. Im Rahmen der Entscheidung sollten vielmehr die persönlichen Anforderungen und das individuelle Nutzungsverhalten des Anwenders berücksichtigt werden.

Grundsätzlich gilt: Wer das Gerät ausschließlich verwendet, um im Internet zu surfen oder Texte zu schreiben, ist mit der Anschaffung eines Ultrabooks gut beraten. Die kleinen Leichtgewichte benötigen nur wenig Platz und lassen sich äußerst komfortabel auch unterwegs nutzen. Dank der Stromsparenden Prozessoren reicht die Ladung des Akkus sehr weit. Sobald das Ultrabook jedoch auch für andere Anwendungen genutzt wird, ist es mit dem langen Atem vorbei. Eine anhaltende Rechenlast reduziert die Laufzeit des Akkus deutlich. Eine spürbare Verkürzung bewirken dabei schon die auf vielen Webseiten untergebrachten animierten Flash-Inhalte. Einen hilfreichen Artikel, auf dem mehrere Ultra- und Notebooks (auch in Bezug auf deren Akkulaufzeit) verglichen werden finden Sie z.B. hier. Wer zumindest gelegentlich auf CDs und DVDs zurückgreifen oder in ein Spiel abtauchen möchte, wird mit dem Erwerb eines herkömmlichen Notebooks glücklicher sein.

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