Glas-Disk soll Daten unendlich lange speichern

Einmal auf einen optischen Datenträger gebrannt und als sicher befunden ins Regal gestellt. So oder so ähnlich dürfte es Millionen von digitalen Fotos in den letzten Jahren ergangen sein. Dabei sind die herkömmlichen, auf Polykarbonat basierenden optischen Datenträger eigentlich gar nicht für die Archivierung von Daten geeignet. Ein neuartiger Datenträger verwendet Glas als Trägermaterial und soll Daten theoretisch unendlich lange vorhalten.

Dazu werden die digitalen Informationen mithilfe eines modulierte Lasers in die Oberfläche der "Glas-Disk" geschrieben. Der Laser verändert dazu die molekulare Struktur der Glasoberfläche. Sogenannte Voxel, dreidimensionale Pixel, werden in das Glas geschrieben und ermöglichen, dass moduliertes Licht sich verschieden an diesen Stellen bricht. Mit dieser Technik haben es die Forscher der Universität Southampton geschafft, auf einer kleinen Scheibe mit nur wenigen Zentimetern im Durchmesser bis zu 50 GB an Daten abzuspeichern.

Ob und wann die Technik Marktreife erlangt, ist aber noch unklar. Im Consumer-Bereich dürfte die Glas-Disk aber vor allem aufgrund ihres Preises vorerst scheitern. Im professionellen Segment hingegen gibt es durchaus interessierte Institutionen, die auf ein Medium mit hoher Langlebigkeit zur Archivierung wichtiger Daten warten.

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Quelle: pressetext
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