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Samsung Galaxy Z Flip 5 vs. Motorola Razr 40 Ultra im Test: Wer flippt besser?

Endlich mit gro├čem Au├čendisplay!
Allround-PC
Samsung Galaxy Z Flip 5 und Motorola Razr 40 Ultra leicht aufgeklappt auf einem schwarzen Tisch stehen mit eingeschaltetem Au├čendisplay.

Wer baut das bessere Klapphandy: Samsung mit dem Galaxy Z Flip 5 oder doch Motorola mit dem Razr 40 Ultra? Eine Sache ist schon jetzt klar: Das deutlich größere Außendisplay bei beiden ist der Gamechanger, denn dadurch könnt ihr die Foldables endlich auch zusammengeklappt sinnvoll nutzen. Ich habe die beiden Klapp-Smartphones im Alltag getestet und verrate euch, welches mehr überzeugen kann – denn ich glaube, in diesem Jahr ist es spannender denn je.

Beide Smartphones liegen in einem sehr ähnlichen Preisbereich. Das Samsung Galaxy Z Flip 5 gibt es mit 256 GB Speicher ab 1.199 Euro. Die Variante mit 512 GB Speicher kostet aktuell 1.319 Euro. Motorola bietet sein Razr 40 Ultra hingegen nur mit 256 GB Speicher an, verfügbar ist das Moto-Klapphandy ab 1.179 Euro.

Während Samsung das Flip 5 lediglich mit einem USB-C-Kabel und etwas Papierkram ausliefert, erwarten euch beim Motorola Razr 40 Ultra dazu noch ein 33 Watt starkes USB-A-Netzteil sowie eine zweiteilige Schutzhülle.

Video: Das beste Klapp-Smartphone?

Coverdisplay: Endlich groß genug!

Das sogenannte Clamshell-Format wurde vor allem von Samsungs Flip-Serie geprägt, denn mit dem Flip 5 halte ich hier bereits die fünfte Generation des Foldables in der Hand – also, wenn ich die 5G-Variante des ersten Flips mal als eigene Generation ansehe. Der Vorteil dieses Formats: Aufgeklappt habt ihr ein großes Display wie bei einem „normalen“ Smartphone, doch zusammengeklappt ist das Gerät richtig schön kompakt.

Sowohl Samsung als auch Motorola haben das Außendisplay in diesem Jahr deutlich vergrößert, was für mich persönlich alles verändert. Denn erst jetzt könnt ihr Flip und Razr auch gefaltet vernünftig nutzen und müsst sie nicht immer wieder aufklappen, um Nachrichten zu beantworten, eine eingegangene Mail zu checken oder euch in Google Maps navigieren zu lassen. Ich könnte mir daher erst jetzt vorstellen, solch ein Foldable auch als mein eigenes Smartphone zu nutzen.

Links: Flip 5, rechts: Razr 40 Ultra

Während ihr beim Motorola automatisch jede installierte Android-App auf dem Coverdisplay ausführen könnt, ist das beim Samsung nur über einen Umweg möglich. Und auch, wenn die Funktion in Samsung Labs aktiviert ist, werden nur von Samsung freigegebene Apps nutzbar – dazu zählen aktuell zumindest Maps, WhatsApp, YouTube und Netflix. Erst mit der Good Lock App können dann auch andere Apps gestartet werden – ein kleiner Dämpfer, dass Samsung hier nicht direkt von Beginn an alle Apps erlaubt. Was aber bei beiden jetzt noch besser geht: Selfies mit der Dual-Kamera – doch dazu nachher mehr Eindrücke.

Welches Coverdisplay-Design gefällt euch mehr?

Während Samsung das Display elegant um die beiden Kameralinsen herumführt, hat Motorola sich für ein nahezu vollflächiges Display entschieden und die beiden Kameras einfach hineingesetzt. Das führt dazu, dass sich Apps auf dem Razr etwas größer darstellen lassen. Mit einer Halte-Geste könnt ihr dann ganz easy zwischen angepasster und vollflächiger Ansicht wechseln.

Das Coverdisplay im Razr 40 Ultra ist 3,6 Zoll groß und bietet eine Bildrate von bis zu 144 Hz – was schon mal eine Ansage ist. Samsung setzt hingegen auf ein 3,4 Zoll großes OLED-Panel mit 60 Hz. Der Unterschied ist nicht riesig, doch die flüssigere Darstellung des Motorola macht sich durchaus bemerkbar. Das Samsung kann hingegen mit einer leicht höheren Helligkeit punkten und erreicht bei einer Vollbildweißdarstellung bis zu 920 nits gegenüber maximal 750 nits im Razr 40 Ultra. Trotzdem lassen sich beide Außendisplays auch bei direkter Sonneneinstrahlung wunderbar nutzen.

Design & Verarbeitung

Das Design der beiden Smartphones kann sich sehen lassen, genauso wie die Verarbeitungsqualität. Obwohl ich grundsätzlich eher einen kantigen Look bevorzuge, gefällt mir das Razr mit den leicht gewölbten Seiten des Coverdisplays in Kombination mit dem abgerundeten Rahmen tatsächlich besser. Das Flip muss sich da aber keineswegs verstecken, vor allem, da es nun endlich flach schließt und somit etwas dünner geworden ist.

In der Hand liegen beide sehr gut, sowohl gefaltet als auch aufgeklappt. Der Powerbutton mit Fingerabdrucksensor, welcher bei beiden schnell und präzise entsperrt, sowie die Lautstärketasten sind aber etwas weit oben platziert, was nicht immer ganz so komfortabel – aber eben der Bauweise geschuldet ist. Mit einer Hand aufklappen gleicht übrigens einem Kunststück und geht bei beiden nur so semi gut.

Links: Flip 5, rechts: Razr 40 Ultra

Und obwohl beide nahezu gleich dünn sind und ähnlich viel auf die Waage bringen, wirkt das Motorola etwas schlanker und leichter. Ganz konkret reden wir hier von knapp 190 Gramm und einer Dicke von 7 mm aufgeklappt beziehungsweise 15 mm geschlossen.

Das Scharnier ist bei beiden sehr ähnlich aufgebaut, wie JerryRigEverything in seinem Teardown zeigt. Und dennoch gibt es bei der Nutzung ein unterschiedliches Erlebnis. Denn während sich das Flip 5 sehr stabil anfühlt und geschmeidig stufenlos einstellen lässt, ist das Razr 40 Ultra doch etwas „flippiger“. Es ermöglicht zwar ebenfalls eine stufenlose, aber nicht ganz so weiche Justierung. Gut gefällt mir hingegen, dass es im aufgeklappten Zustand die Position etwas stabiler hält und sich nicht so leicht umklappen lässt wie das Flip.

Auf der Rückseite sitzt beim Flip 5 ein glänzendes Glaselement, hier in der Farbe Mint. Samsung bietet aber noch viele, weitere Farben an – sogar welche mit schwarzem Rahmen exklusiv im Samsung-Onlineshop. Das Razr 40 Ultra ist hingegen in Glacier Blue, wie bei unserem Testmodell, sowie Schwarz mit einem matt-glitzernden Finish verfügbar. Wer es etwas auffälliger mag, kann auch zur Pantone-Edition in Viva Magenta greifen – dann übrigens mit Kunstlederrückseite.

Wasserdicht ist nur das Flip 5!

Während Motorola auf Gorilla Glass Victus setzt, verbaut Samsung das neuere Victus 2, welches wohl noch etwas widerstandsfähiger sein soll. Wer sich dennoch ohne Hülle nicht auf die Straße traut, wird sich beim Razr über das mitgelieferte Case freuen. Beide Geräte sind aber dennoch sehr anfällig für Fingerabdrücke, zudem sammelt sich besonders um die Kameralinsen schnell Schmutz an.

Übrigens ist nur das Samsung Galaxy Z Flip 5 nach IPX8 wasserdicht, ich habe mich aber dennoch nicht getraut das Phone ins Wasser einzutauchen. Das Motorola Razr 40 Ultra ist mit IP52 immerhin gegen Staub geschützt, dafür aber nur wasserabweisend. Ein paar Regentropfen dürfte es daher aushalten.

Auf der Unterseite befindet sich bei beiden ein USB-Typ-C Anschluss, der beim Samsung mit 3.2-Standard recht flotte Dateiübertragungen ermöglicht. Motorola hat sich leider für den langsameren USB 2.0 Standard entschieden.

Innendisplay: Hell & geschmeidig

Aufgeklappt könnt ihr dann bei beiden ein sehr gutes OLED-Display mit Full-HD+ Auflösung und lang gezogenem 22:9-Format genießen. Während das Flip 5 über eine Diagonale von 6,7 Zoll verfügt, so bietet das Razr mit 6,9 Zoll noch ein Stückchen mehr Displayfläche. Beide bieten mit der LTPO-Technologie eine adaptive Bildrate, doch mit bis zu 165 Hz ist das Motorola gegenüber 120 Hz beim Samsung noch etwas „smooother.“ 

Wo das Flip 5 aber wieder auftrumpfen kann, ist die Helligkeit des inneren Displays. Hier konnten wir bis zu 1.625 nits bei reduziertem Weißanteil messen, wohingegen das Motorola Razr 40 Ultra mit maximal 930 nits etwas alt aussieht. Bei einer Vollbildweißdarstellung ist das Motorola mit 760 nits aber gar nicht so weit weg vom Samsung mit 870 nits.

Die horizontale Displayfalte in der Mitte ist leider noch immer vorhanden, und wird vermutlich auch nie so richtig verschwinden. Mich persönlich hat sie während dem Test nicht großartig gestört, vor allem, da sie von vorne betrachtet eher weniger auffällt. Beim Samsung ist die sogenannte „crease“ aber im direkten Vergleich doch noch etwas tiefer. Trotz Kunststoffoberfläche, denn richtiges Glas kommt hier nicht zum Einsatz, fühlen sich beide Displays aber trotzdem recht robust an.

Leistung & Speicher

Unter der Haube arbeitet im Samsung Galaxy Z Flip 5 ein Snapdragon 8 Gen 2 SoC in der leicht höher taktenden „for Galaxy“-Ausführung. Dazu gibt es 8 Gigabyte Arbeitsspeicher mit wahlweise 256 oder 512 Gigabyte internem Speicher. Motorola stattet das Razr 40 Ultra hingegen mit einem Snapdragon 8+ Gen 1 SoC, 8 Gigabyte RAM und 256 GB Speicher aus.

Ja, der Chip im Razr ist nicht mehr der Neuste, er lässt euch dennoch durch die Software fliegen. Im Geekbench 6 bietet das Flip 5 zwar 17 % mehr Single-Core und 20 % mehr Multi-Core-Performance, doch im Alltag lässt sich dieses Leistungsplus nicht direkt spüren. Wer hingegen gern auf seinem Smartphone zockt, wird sich womöglich über knapp 40 % mehr Grafikleistung freuen, die das Flip 5 im 3D Mark Wild Life Extreme Benchmark gegenüber dem Razr 40 Ultra zu bieten hat.

Im Gegenzug bietet das Razr allerdings eine höhere Gesamtstabilität der Leistung, da das Flip im Stresstest merklich wärmer wurde und seine Performance schnell drosseln musste. Darüber hinaus bieten beide Smartphones eine topaktuelle Ausstattung mit Bluetooth 5.3, Wi-Fi 6E sowie NFC zum mobilen Bezahlen. Dual-SIM lässt sich sowohl beim Flip als auch Razr über eine Nano-SIM und eSIM realisieren.

Software & Updates

Ausgeliefert werden beide Smartphones mit Android 13. Während sich Motorola auf ein sehr cleanes Android-Erlebnis fokussiert und damit recht nah an den Pixel-Smartphones von Google ist, sorgt Samsung mit seiner One UI für ein eher stark angepasstes Design. Beide Geräte bieten jedoch ein paar Sonderfunktionen und kommen auch nicht ganz ohne Bloatware-Apps aus (die sich aber größtenteils deinstallieren lassen).

Hinsichtlich Updates stellt Samsung im Android-Bereich weiterhin die Spitze dar. Hier erwarten euch vier Jahre Android-Updates und fünf Jahre Sicherheitspatches – das ist schon sehr, sehr gut. Motorola will das Razr 40 Ultra aber auch mit drei Jahren Android-Updatres und vier Jahren Sicherheitspatches versorgen. Hier ist nur die Frage, wie gut dieser Update-Support in Zukunft aussieht, denn aktuell – und was man so hört – hinkt Motorola da noch etwas hinterher und verteilt Updates etwas langsam.

Übrigens hat Samsung beim Flip 5 auf DeX verzichtet, ihr könnt das Foldable also nicht direkt an einen Monitor anschließen. Beim Razr 40 Ultra gibt es hingegen mit der „Ready For“-Plattform die Möglichkeit, das Smartphone mit einem PC, Monitor oder Fernseher als Notebook-Ersatz zu verbinden.

Akku & Laden

Durch das kompakte Format haben beide Smartphones keinen wirklich üppigen Akku. Im Razr stecken 3.800 Milliamperestunden, das Flip verfügt über 3.700 Milliamperestunden. Das sorgte im PC Mark Battery Benchmark bei fixierten 300 nits Displayhelligkeit, adaptiver Bildrate und aktiviertem WLAN sowie GPS für eine Laufzeit von 8 Stunden und 50 Minuten beim Motorola sowie 8 Stunden und 20 Minuten beim Samsung – ehe noch 20 % Restkapazität im Akku waren.

Das sind keine Weltklasse-Ergebnisse, aber dennoch bringen euch beide Smartphones problemlos durch den Tag. Ich konnte immer knapp dreieinhalb bis viereinhalb Stunden Display-On-Time erreichen, doch dann ruft auch schnell die Steckdose. Für richtige Poweruser, und da zähle ich mich jetzt mal dazu, sind beide Foldables eher nichts – vor allem, da beide eher so „semi“ schnell aufladen.

Denn trotz eher kleiner Akkugröße brauchen beide Smartphones über eine Stunde, bis der Akku wieder voll ist. Das Razr 40 Ultra lässt sich mit bis zu 30 Watt betanken und ist in etwa 70 Minuten voll. Das Flip 5, und ihr könnt es euch vielleicht schon denken, kann maximal 25 Watt aufnehmen und braucht 80-90 Minuten für eine volle Ladung. 

Wer kabelloses Aufladen bevorzugt, sollte zum Samsung greifen, denn hier sind bis zu 15 Watt möglich. Das Motorola lässt sich wireless nur mit maximal 5 Watt laden. Das ist schon etwas wenig, aber immerhin. Ein Netzteil ist übrigens nur beim Motorola mit in der Box, Samsung verzichtet darauf. Ein USB-C-Kabel haben aber beide im Lieferumfang.

Kamera(s)

Während wir beim Flip erneut das 12 Megapixel Duo für Haupt- und Ultraweitwinkelkamera vorfinden, verbaut Motorola einmal 12 Megapixel und einmal 13 Megapixel. Die Auflösung der Hauptkamera ist zwar identisch, doch dafür ist der Sensor im Samsung etwas größer. Doch kann das Flip 5 dies für eine bessere Qualität auch nutzen? Schauen wir uns doch mal ein paar Fotos an.

Beispielfotos

Bei Tageslicht sorgen beide Kameras für sehr ansehnliche Fotos, die gut belichtet sind und eine knackige Farbgebung besitzen. Während das Flip die Bilder oftmals einen Tick kälter und etwas grünlicher einstellt, sorgt das Razr für eine leicht wärmere Einstellung. Durch ein insgesamt kontrastreicheres Foto beim Samsung kommen Farben jedoch oftmals besser zur Geltung als beim Razr.

Flip 5
Razr 40 Ultra

Bei Gegenlicht kann das Flip 5 mit einer besseren Dynamik punkten und mehr Details aus zu hellen oder zu dunklen Bereichen retten. Das Razr 40 Ultra ist da keinesfalls „schlecht“, kommt an Samsungs HDR aber nicht ganz heran.

Wenn wir einmal auf das Ultraweitwinkel schalten, seht ihr schon direkt, dass das Flip mit 123 Grad Sichtfeld deutlich mehr Bildinhalt einfangen kann als das Razr mit 108 Grad. Die Bilder sehen jedoch bei beiden schick aus, sind gut belichtet und farblich recht natürlich eingestellt.

Über eine Telefotokamera verfügen beide zwar nicht, doch digital könnt ihr das Bild natürlich trotzdem vergrößern. Während der 2-fache Zoom bei beiden Kameras noch für ein ansehnliches Ergebnis sorgt, beginnt spätestens ab der 4-fachen Vergrößerung der Pixelbrei. Auch die maximale Vergrößerung von 10-fach beim Flip und 8-fach beim Razr ist .. naja, gelinde gesagt, unschön und nicht mehr wirklich brauchbar.

Wer macht die besseren Nachtfotos?

Bei Nacht sorgt das Flip 5 meiner Meinung nach für die etwas besseren Fotos, wenn auch nicht immer. Samsung hellt das Bild insgesamt etwas künstlicher auf, dagegen wirken die Ergebnisse vom Motorola etwas natürlicher. Hinsichtlich Farben und Kontrast sind beide nahezu auf einem Level. Wenn es jedoch so richtig düster wird, kommt das Razr kaum mit und rauscht schnell ab. Hier sind beim Flip aber wiederum die Farben nicht ganz on point. Die Ultraweitwinkelkamera ist bei beiden zudem nicht unbedingt für Nachtfotos geeignet, vor allem das Moto geht hier unter. Der zweifach digitale Zoom dagegen ist echt gut für Nachtaufnahmen geeignet.

Porträtfotos können beide Kameras ganz gut. Das Samsung hat hier aber leicht die Nase vorn und kann das Objekt besser zum unscharfen Hintergrund trennen, wenn auch nicht perfekt. Der etwas seichtere Bokeh-Effekt beim Razr gefällt mir persönlich aber etwas besser.

Und wenn wir uns dann noch ein paar Selfies ansehen, zeigt sich gut, dass Megapixel nicht alles sind, denn die 10 MP Frontkamera im Flip macht das bessere Foto als die 32 MP Kamera im Razr. Das Bild ist zwar etwas überschärft, aber dafür besser belichtet auch, wenn ich etwas so aussehe, als käme ich direkt aus dem Urlaub. Wirklich vom Hocker hauen mich aber beide Sensoren nicht, daher solltet ihr Selfies lieber mit der äußeren Dual-Kamera über das Coverdisplay machen.

Hier werden die Bilder deutlich hochwertiger und sehen einfach besser aus. Das Flip neigt aber zu einer etwas grünlichen Farbgebung. Und beim Razr kickt trotz ausgeschaltetem Beauty-Filter der Weichzeichner etwas rein. Für Selfies mit mehreren Leuten eignet sich zudem die Ultraweitwinkelkamera.

Videoqualität

Zu guter Letzt dann noch ein paar Worte zur Videoqualität, denn beide Smartphones können mit bis zu 4K bei 60 fps filmen – das sorgt dann für crispy Videos, die sich bei beiden wirklich sehen lassen können. Die allgemeine Bildqualität hinsichtlich Schärfe und Farbgebung ist meiner Meinung nach beim Flip aber etwas besser. Auch die Stabilisierung arbeitet beim Samsung um einiges geschmeidiger, da gibt es beim Razr komische Verzerrungen beim Gehen.

Bei Nacht sind aber beide keine Spitzenklasse: Das Flip sorgt für ein ruhigeres Bild, beim Razr kann der Nachtvideomodus zumindest für ein helleres Bild sorgen. Bei voller Dunkelheit kann sich aber wiederum das Flip mit einem helleren Bild und der insgesamt bessere Qualität behaupten.

Fazit

Beide Smartphones können besonders mit ihrem dünnen, leichten Design und der kompakten Hosentaschen-Form überzeugen. Durch das deutlich angewachsene Außendisplay lassen sich die Foldables nun endlich auch zusammengefaltet vernünftig nutzen, um beispielsweise Nachrichten zu beantworten. Dazu gibt es eine starke Alltagsperformance und solide Akkulaufzeiten. Die Kameras sorgen vor allem bei Tageslicht für sehr ansehnliche Fotos.

Sowohl das Galaxy Z Flip 5 als auch das Razr 40 Ultra sind mit knapp 1.200 Euro keine Schnäppchen, das sollte euch bewusst sein. Beide Geräte haben ihre eigenen Vor- und Nachteile. Ich glaube dieses Jahr ist es für mich das erste Mal, dass ich dieses Format als sinnvolle Weiterentwicklung zu einem normalen Smartphone sehe und umsteigen würde. Wie seht ihr das? Und zu welchem der beiden würdet ihr greifen? Ich bin auf eure Kommentare gespannt.

Samsung Galaxy Z Flip 5

Das Samsung Galaxy Z Flip 5 kann vor allem durch das geschmeidigere Scharnier, den langjährigen Software-Support und die Wasserdichtigkeit nach IPX8 herausstechen. Auch die höhere Displayhelligkeit, der schnellere USB-Anschluss und das leicht schnellere Wireless Charging sind von Vorteil. Kabelgebunden lässt sich der Akku beim Flip 5 aber nur sehr langsam mit frischer Energie betanken. Ebenfalls ärgerlich: Der fehlende Support für Samsung DeX, zudem lassen sich ohne Umwege leider nicht alle Apps auf dem Außendisplay nutzen.

Pro

  • exzellente Displays
  • kompakte Hosentaschenform
  • starke Performance
  • solide Akkulaufzeit
  • gute Kamera bei Tag und Nacht
  • hochwertige Verarbeitung
  • wasserdicht nach IPX8
  • Scharnier seeehr geschmeidig

Contra

  • lädt vergleichsweise lahm
  • kein Samsung DeX
  • Apps auf Außendisplay nur über Umwege nutzbar

Motorola Razr 40 Ultra

Das Motorola Razr 40 Ultra bietet nicht nur eine cleane Software und eine hohe Displayhelligkeit, auch kann (fast) jede installierte App auf dem äußeren Display direkt genutzt werden. Mit seiner IP52-Zertifizierung ist das Moto im Vergleich zum Flip zwar im Nachteil, jedoch punktet der Hersteller mit einem größeren Coverdisplay und der leicht besseren Akkulaufzeit. Etwas Kritik, vor allem für diese Preisklasse, gibt es dann für den eher lahmen USB 2.0 Anschluss und das fehlende SoC-Upgrade – wobei der letztjährige Top-Chip auch noch schnell genug ist.

Pro

  • hochwertige Verarbeitung
  • gute Displays
  • kompakte Hosentaschenform
  • gute Performance
  • solide Akkulaufzeit
  • gute Hauptkamera bei Tag
  • „Ready For“-Plattform
  • Coverdisplay sehr effektiv nutzbar
  • IP52-zertifiziert

Contra

  • könnte etwas fixer laden
  • Scharnier etwas „flippig“
  • lahmer USB 2.0 Anschluss
Leonardo Ziaja Portrait Leonardo Ziaja

... ist vor allem f├╝r die Bereiche Smartphones und Mobile zust├Ąndig, testet aber auch andere Hardware-Highlights wie Geh├Ąuse, Prozessoren und Mainboards. Dar├╝ber hinaus sorgt er f├╝r hochwertige Bilder in unseren Testberichten.

Aus Gr├╝nden der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung m├Ąnnlicher, weiblicher und diverser Sprachformen (m/w/d) verzichtet. Alle Personenbezeichnungen gelten gleicherma├čen f├╝r alle Geschlechter.

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