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Balkonkraftwerke: Für wen lohnt sich ein Solarspeicher?

Wir teilen unsere Erfahrung!

Die Beliebtheit von Balkonkraftwerken hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Allein im letzten Jahr wurden laut Statista knapp 275.000 Anlagen in Deutschland in Betrieb genommen – mehr als dreimal so viele wie im Vorjahr. Allerdings haben die Kleinanlagen eine Limitierung: Erzeugter Strom, der nicht verbraucht wird, wird unvergütet in das öffentliche Netz eingespeist. Solarspeicher versprechen hier Abhilfe – doch lohnen sich die Akkuspeicher überhaupt?

Im vergangenen Jahr haben die ersten Hersteller Speicheranlagen auf den Markt gebracht, die man in Kombination mit einem Balkonkraftwerk (BKW) nutzen kann. Solarspeicher sind zwar nicht neu, aber bisher waren sie eher kompliziert, groß und für PV-Dachanlagen konzipiert. Mit dem Zendure SolarFlow (Test), der Anker Solix Solarbank (Test) und dem EcoFlow Powerstream (Test) sind 2023 dann die ersten Systeme auf den Markt gekommen, mit der überschüssige Energie eines BKW auch nach Sonnenuntergang genutzt werden kann. 

Solarspeicher: Ein teurer Spaß

Entsprechende Systeme sind aber nicht unbedingt günstig in der Anschaffung. Ein SolarFlow Speicher mit AB1000 Batterie und PVHub kostet etwa mindestens 647 Euro (hier kaufen), während ein AIO 2400 1.175 Euro (hier kaufen) kostet. Eine Anker Solix Solarbank 2 Pro mit integriertem Wechselrichter wandert wiederum für 1.099 Euro (hier kaufen) über die Ladentheke. Ein Speicher steigert die Kosten für ein Balkonkraftwerk also immens. Deshalb stellt sich die Frage, ob und für wen sich ein Solarspeicher lohnt.

Zendure SolarFlow PVHub 1200

Für wen lohnt sich ein Solarspeicher?

Letztlich ist die Wirtschaftlichkeit vom individuellen Verbrauchsverhalten abhängig. Ein Speicher rechnet sich etwa für Personen, bei denen die Hauptverbrauchszeiten in den Abendstunden liegen. In diesem Fall wird der tagsüber produzierte Strom gespeichert und nicht unvergütet ins Netz eingespeist. Abends kann diese Energie dann abgerufen werden. Alternativ ist auch die Nutzung an weniger sonnigen Tagen möglich.

Interessant wird es erst mit großen PV-Anlagen

Ein Speicher ist ebenfalls interessant, wenn ihr ein besonders großes BKW mit über 1.000 Watt PV-Leistung installiert habt. Immerhin könnt ihr aktuell nur 800 Watt über euren Wechselrichter in das Netz einspeisen. Alles, was darüber hinaus geht, lässt sich dann speichern. Falls ihr also eine Anlage mit 2.160 Watt (4x 540 Watt) im Einsatz habt, könnt ihr theoretisch 800 Watt ins Netz einspeisen und den Akku mit bis zu 1.360 Watt laden – vorausgesetzt, der Speicher unterstützt eine so hohe Ladegeschwindigkeit.

Ein Zendure AIO 2400 (Test) kann etwa „nur“ mit 1.200 Watt geladen werden. Eine Anker Solix Solarbank E1600 (Test) unterstützt sogar nur 800 Watt. Der Zendure SolarFlow Hyper unterstützt wiederum eine MPPT-Leistung von bis zu 1.800 Watt, während bei der Anker Solix Solarbank 2 Pro sogar 2.400 Watt möglich sind.

Die Solarbank neben den notwendigen Kabel von vorne fotografiert

Wann solltet ihr auf einen Speicher verzichten?

Wer tagsüber zu Hause ist und nur eine kleinere Anlage besitzt, wird wiederum weniger von einem Solarspeicher profitieren. Der produzierte Strom wird in diesem Fall wahrscheinlich schon vollständig verbraucht, sodass keine Energie unvergütet eingespeist wird. 

Haushalte, die über einen analogen Stromzähler verfügen, können ebenfalls getrost auf die Anschaffung verzichten. Hierbei ist es egal, ob der Strom verbraucht oder einfach ins Netz eingespeist wird. Falls der Stromverbrauch geringer ist als die Einspeiseleistung, dreht sich der Zähler einfach rückwärts – und das mittlerweile sogar legal.

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Eigene Erfahrung: Auf die Größe kommt es an

Wir haben bereits seit März 2024 einen Zendure AIO 2400 (Test) Solarspeicher im Einsatz, der zusammen mit einem 630 Watt (3x 210 Wp) starken Balkonkraftwerk betrieben wird. Da unsere Anlage nicht gerade leistungsstark ausfällt, speisen wir stetig nur 100 Watt in unser Hausnetz ein und speichern die restliche Energie. Nachts und in den Morgenstunden wird der Speicher dann entladen, nachmittags wird dann wieder Solarstrom getankt. 

Wir haben damit zwar eine gleichmäßige Einspeiseleistung, einen großen Vorteil bringt uns der Speicher allerdings nicht. Da wir weit unter der Grenze von 800 Watt liegen, könnten wir den gesamten Strom ohne Probleme einspeisen. Dieser würde dann auch direkt von uns verbraucht werden, da die Hauptverbrauchszeiten tagsüber sind. 

Zendure AIO 2400 vor Wand

Folgende Daten konnten wir aus der Zendure App auswerten (Stand Ende Juni 2024): 

Wann wird der Break-Even-Point erreicht?

Zum Schluss wollen wir noch ausrechnen, wie lange es in unserem Fall dauern würde, bis sich Balkonkraftwerk + Speicher amortisiert haben. Die Gesamtkosten für das System liegen bei 1.744 Euro, wobei wir einen Strompreis von 35 Cent pro kWh annehmen. Gehen wir davon aus, dass die Anlage eine Jahresproduktion von geschätzten 450 kWh (konservativ) aufweist, wäre der Break-Even-Point nach etwa 11 Jahren erreicht. Letztlich können wir also sagen: In unserem Fall macht ein Solarspeicher definitiv keinen Sinn.

Je höher die Solarleistung, desto schneller rechnet sich ein Speicher

Deutlich besser sieht das Ganze mit einer größeren Anlage mit optimaler Ausrichtung aus. Ein 2.080 Watt Balkonkraftwerk (4x 520 Watt) kann am Tag etwa 6 kWh Strom erzeugen, was sich im Jahr auf 2.190 kWh summiert. Angenommen, die Gesamtkosten des Systems liegen bei knapp 2.000 Euro (Balkonkraftwerk + AIO 2400), wäre der Break-Even-Point bereits nach etwa 2,6 Jahren erreicht – eine Anschaffung würde sich also lohnen.

Habt ihr bereits ein Balkonkraftwerk samt Solarspeicher im Einsatz? Dann teilt doch gerne eure Erfahrungen mit uns in den Kommentaren! 😊

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Arian Krasniqi Profilbild Arian Krasniqi Redakteur

Seit 2021 schreibt er News und Artikel für Allround-PC und kommt ursprünglich aus dem Bereich der Hardware-Komponenten. Inzwischen berichtet er aber auch über verschiedene Gadgets, Smartphones sowie Tablets und informiert als ehemaliger Umwelt­ingenieursstudent über Neuheiten im Bereich der PV-Technik.

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung männlicher, weiblicher und diverser Sprachformen (m/w/d) verzichtet. Alle Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für alle Geschlechter.

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