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IP-Schutzklassen: Bedeutung von IP44, IP54, IP68 & Co. einfach erklärt

Mit der richtigen IP-Zertifizierung mehr Schutz vor Wasser oder Staub
Mit IP66 ist der Segway Rasenroboter vor Regen geschützt
Der Segway Navimow i108e ist mit IP66 zertifiziert

Ob Smartphone, Beleuchtung, Elektroroller oder Mähroboter – auf den Verpackungen dieser Geräte findet man immer wieder IP-Zertifizierungen. Was genau dahintersteckt, lässt sich jedoch nicht auf den ersten Blick erkennen. Deswegen möchten wir euch im Folgenden alle relevanten Informationen einmal zusammentragen.

Die IP-Zertifizierung, auch „International Protection“ genannt, ist eine Klassifizierung, die angibt, wie leicht Fremdkörper wie Staub und Wasser in ein Gehäuse eindringen können. Dabei wird zwischen festen Fremdkörpern wie Staub und Schmutz und Feuchtigkeit, also Wasser, unterschieden. Die IP-Zertifizierung gibt deswegen auch die Sicherheit, ob ein Gerät für seinen Einsatzzweck sicher geeignet ist und worauf man als Besitzer achten sollte.

Was bedeuten die IP-Zahlen, und wie setzen sie sich zusammen?

Der sogenannte IP-Code, im unteren Bild IP66, lässt sich für ein besseres Verständnis in zwei Teile unterteilen. Die 1. Ziffer hinter dem Kürzel IP, beschreibt die Resistenz gegen feste Fremdkörper, also Staub und Schmutz. Je höher die Zahl, desto höher ist auch der Schutz.

IP-Zertifizierung Codes erklärt
Die zwei Ziffern des IP-Codes geben Auskunft über den Schutz

Die 2. Ziffer zeigt dir an, wie gut der Schutz gegen Wasser ist. Auch hier versichert eine hohe Zahl einen besseren Schutz. Nehmen wir zum Beispiel IP44. Damit ist eine Gartenlampe ausreichend geschützt, denn somit ist gewährleistet, dass weder Staub bzw. Schmutz oder auch Regenwasser in das Lampengehäuse gelangen kann.

Eine Zertifizierung ist übrigens für einen Hersteller mit Kosten verbunden. Die Zertifizierung führt dabei die Internationale Elektrotechnische Kommission (IEC) durch. Daher kann nicht pauschal davon ausgegangen werden, dass nicht zertifizierte Geräte grundsätzlich schlechter sind. Der IP-Code kann aber ein Hinweis darauf sein, dass sich der Hersteller ernsthafte Gedanken über den Schutz des Gerätes gemacht hat.

Die wichtigsten IP-Schutzklassen in der Übersicht

Erste ZifferSchutz gegen feste Fremdkörper
IP0xKein Schutz
IP1xGeschützt vor größeren Fremdkörpern (Durchmesser ≥ 50 mm) und großflächigen Berührungen
IP2xGeschützt vor mittelgroßen Fremdkörpern (Durchmesser ≥ 12 mm) und Berührung mit den Fingern
IP3xGeschützt vor kleinen Fremdkörpern (Durchmesser ≥ 2,5 mm) und Berührung mit Werkzeugen (Durchmesser ≥ 2,5 mm)
IP4xGeschützt vor kleinen Fremdkörpern (Durchmesser ≥ 1 mm) und Berührung mit Werkzeugen (Durchmesser ≥ 1 mm)
IP5xSchutz gegen Berührung und Schutz gegen Staubablagerungen (innen)
IP6xVollständiger Schutz gegen Berührung
Vollständiger Schutz vor Staubeintritt (staubdicht)
Zweite ZifferSchutz gegen Wasser
IPx0Kein Wasserschutz
IPx1Schutz gegen senkrecht laufende Wassertropfen
IPx2Schutz gegen senkrecht laufende Wassertropfen aus beliebigen Winkeln bis 15° aus der Senkrechten
IPx3Schutz gegen senkrecht laufende Wassertropfen aus beliebigen Winkeln bis 60° aus der Senkrechten
IPx4Spritzwasser
IPx5Wasserstrahl
IPx6Wassereindringen bei kurzzeitiger Überflutung/Überschütten
IPx7Wassereindringen bei kurzzeitigem Untertauchen
IPx8Wassereindringen bei dauerhaftem Untertauchen
IPx9Wasser unter Hochdruck-/Dampfstrahlreinigung

Was bedeutet IP44?

Signify Lampen im Haus
Bild: Signify

Findet man häufig bei Lampen für Badezimmer und Küche. Mit IP44 liegt ein ausreichender Schutz gegen feinen Staub und Spritzwasser vor.

Solltet ihr jedoch in direkter Badewannen- oder Dusch-Nähe z.B. Lampen anbringen, so braucht Ihr mindestens IP67 (Schutz gegen kurzzeitiges Untertauchen), da in der Regel dort eine hohe Luftfeuchtigkeit herrscht.

Was bedeutet IP54?

Philips Radii Solarleuchte im Garten.
Bild: Signify

Unter IP54 ist ein Produkt gegen Staubablagerungen im Inneren, sowie Spritzwasser geschützt. Meistens kommt dieser Schutz bei Kabeltrommeln für den Außeneinsatz oder Lampen für Badezimmer oder Terrasse zum Einsatz.

Was bedeutet IP67?

Samsung Galaxy S24 Ultra und Apple iPhone 15 Pro Max in der Hand gehalten.
Bild: Allround-PC

Besonders höherpreisige Smartphones besitzen eine IP67 Bewertung.

Gehäuse und Anbauteile werden für einen möglichst guten Schutz vor Wasser und einen vollständigen Schutz gegen Staub verklebt.

Das Untertauchen in Wasser ist zudem möglich, jedoch nur in Süßwasser und nur unter begrenzter Dauer und Tiefe.

Was bedeutet IP68?

Aiper Poolroboter
Poolroboter von Aiper

Ein optimaler Schutz gegen dauerhaftes Eintauchen in Wasser ist nur ab IP68 möglich. Geräte wie beispielsweise ein Poolroboter oder eine Gartenpumpe können so dauerhaft im Wasser betrieben werden.

Smartphones mit IP68 Standard unterliegen ebenfalls in der Regel weiteren Einschränkungen in Dauer und Tiefe beim Eintauchen in Süßwasser.

Wann sollte man auf welche IP-Zertifizierungen achten?

Bei Outdoor, Camping & Garten kommt es darauf an

Wenn ihr Lampen im Garten aufstellen wollt, reicht meistens schon ein Schutzgrad von mindestens IP54 aus. Bewegliche Gegenstände, die auch gerne einmal ins Wasser fallen können, sollten besser mindestens IP66 geschützt sein. Darunter fallen häufig Rasenmähroboter oder auch Taschenlampen.

Smartphones mit IP-Schutz

Inzwischen werden immer mehr Smartphones als wassergeschützt beworben. Hier macht ein Blick auf eine IP-Zertifizierung Sinn, da nicht jeder Hersteller die Kosten für eine Zertifizierung aufbringt und der Schutzgrad stark variieren kann. Bei Smartphones mit IP68 Zertifizierung wird zum Beispiel das Gehäuse verklebt, um gegen Staub und vor Untertauchen in Wasser geschützt zu sein. Ein kurzer Kontakt mit Wasser sollte eurem Smartphone also nichts anhaben.

Da Klebstoffe mit der Zeit altern oder auch ein Display-Tausch die Dichtigkeit schwächen können, kann man bei älteren Geräten von einem verschlechterten Schutz ausgehen. Einen Kontakt mit Wasser sollte man besonders dann nicht provozieren.

Auch wenn euer Smartphone IP68 zertifiziert ist, solltet ihr nochmal in das Kleingedruckte schauen. Die allermeisten Hersteller limitieren trotz IP-Code den tatsächlichen Schutz. Damit wird die Aussagekraft einer solchen Zertifizierung geschmälert. Seht eine IP-Zertifizierung bei Smartphones nicht als 100%-Garantie gegen Wasser, sondern viel mehr als einen weiteren Schutz, den Ihr hoffentlich nicht benötigen werdet.

Lukas Jankord

Badezimmer & Küche

Auch im Haus kann bei hoher Luftfeuchtigkeit oder Spritzwassergefahr eine IP-Zertifizierung sinnvoll sein. Achtet deswegen auf mindestens einen IP44 Schutzgrad. In unmittelbarer Nähe zu Dusche oder Badewanne ist IP67 Pflicht.

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Lukas Jankord Lukas Jankord Entwickler & Redakteur

Als Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung ist er neben der Software-Entwicklung auf Allround-PC auch für die Themen-Bereiche Haus & Garten, Mobile, sowie neuste Technik-Deals mit verantwortlich.

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung männlicher, weiblicher und diverser Sprachformen (m/w/d) verzichtet. Alle Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für alle Geschlechter.

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