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MSI MPG 321URXDE im Test: Kann der QD-OLED-Monitor mit UHD & 240 Hz überzeugen?

Der perfekte Gaming-Monitor?
MSI MPG 321URXDE Monitor in Studioumgebung auf Tisch

Gaming in 4K UHD mit 240 Hertz ist seit kurzer Zeit mit OLED-Technologie möglich und der MSI MPG 321URXDE zählt zu den wenigen Monitoren dieser Art. Ob sich der Kauf trotz des hohen Preisschildes lohnt, verraten wir euch in diesem Test.

Der MSI MPG 321URXDE QD-OLED ist ein heißer Anwärter auf den Titel des besten Gaming-Monitors. Mit seinem QD-OLED-Display der dritten Generation verspricht er ein erstklassiges Gaming-Erlebnis. Er löst in UHD auf und erreicht eine Bildwiederholrate von 240 Hertz, was ihn ideal für anspruchsvolle Spieler macht.

Anfang 2024 hat MSI die neuen OLED-Monitore zur CES vorgestellt und kurz danach auf den Markt gebracht. Sie richten sich an Gamer, die das Beste aus ihrem Setup herausholen wollen. Während das kürzlich getestete 27-Zoll-Modell, MPG 271QRXDE (Test), aktuell 999 Euro kostet, fällt der größere MPG 321URXDE mit einem Preis von rund 1.400 Euro deutlich teurer aus. OLED-Modelle sind generell kostspieliger als viele andere Gaming-Monitore, aber sie bieten dafür auch einige herausragende Eigenschaften.

Der Monitor tritt gegen Modelle wie den Asus ROG Swift PG32UCDM (Test) an, welcher jedoch teurer ist. Günstiger sind in diesem Segment zum Testzeitpunkt der Gigabyte Aorus FO32U2 (1.329 Euro) sowie der Dell Alienware AW3225QF für 1.119 Euro – diese Konkurrenten verwenden wie MSI das gleiche QD-OLED-Panel von Samsung.

Design

Das Design entspricht haargenau dem 27-Zoll-Modell: dünne Randbereiche und farblich schlicht. Die Rückseite beherbergt den Kühlkörper, wohlgemerkt ohne Lüfter, und einen kleinen RGB-Streifen mit MSI-Schriftzug. Der Monitor steht stabil auf einem flachen Standfuß und hat auf der Rückseite eine Öffnung für die Kabelführung. Apropos Kabel: Das Netzteil ist bereits integriert.

Ergonomie & Anschlüsse

Für ein 32-Zoll-Modell fällt die Ergonomie gut aus. Der Bildschirm lässt sich um 110 Millimeter in der Höhe verstellen, um je 30 Grad nach links sowie rechts drehen, und um 15 Grad nach hinten oder um 5 Grad nach vorne neigen. Aufgrund der Bildschirmgröße ist eine Rotation für den Hochformat-Einsatz (Pivot) nicht möglich. Natürlich lässt sich der Standfuß auch VESA-konform austauschen.

Der Monitor ist mit einer Vielzahl von Anschlüssen ausgestattet, darunter ein DisplayPort 1.4, zwei HDMI-2.1-Anschlüsse und ein USB-C-Port, der DisplayPort-Alt-Mode und Power Delivery mit 90 Watt unterstützt. Zusätzlich gibt es zweimal USB 2.0, einen USB-2.0-Upstream und einen Kopfhöreranschluss. Trotz der umfassenden Anschlussmöglichkeiten enttäuscht es etwas, dass MSI auf USB 3.0 verzichtet hat und somit nur langsame Datenübertragungsraten bietet. Der integrierte KVM-Switch ermöglicht das einfache Umschalten von Maus und Tastatur zwischen angeschlossenen PCs.

MSI MPG 321URXDE Anschlüsse

Bildqualität & Helligkeit

Das 32 Zoll große Display mit Quantum-Dot-OLED löst mit 3840 × 2160 Pixeln auf und hat demnach 140 Pixel pro Zoll. Trotz antireflektiver Beschichtung kommt es bei direktem Lichteinfall zu Spiegelungen und einem leichten Grauschleier, was die Positionierung des Monitors im Raum wichtig macht. Die dritte Generation dieser Bildschirmtechnologie verbessert mittels einer angepassten Subpixelstruktur die Textklarheit, aber bei genauer Betrachtung sind weiterhin leichte Farbsäume erkennbar.

MSI wirbt mit einer Maximalhelligkeit von 1.000 Nits, was aber nur auf einen winzig kleinen HDR-Bereich zutrifft (etwa 1 % der Bildfläche) – das Testmodell schaffte 1.009 Nits. Bei 10 % HDR-Weißanteil konnte ich 453 Nits messen, bei Vollbildweiß höchstens 255 Nits. Im True-Black-400-Modus wird die Helligkeit auf rund 450 Nits limitiert. Im Alltag, also bei SDR-Nutzung, bleibt die Leuchtkraft also hinter guten LED-Monitoren zurück, ist aber noch ausreichend in hellen Umgebungen. Hinsichtlich OLED-Burn-in gibt es eine dreijährige Garantie sowie zahlreiche Schutzfunktionen.

Dank der OLED-Technologie liefert der Monitor tiefes Schwarz und lebendige Farben. Laut Herstellerangabe wird sRGB zu 138 % abgedeckt, DCI-P3 zu 99 % und Adobe RGB zu 97 %, was die Test-Messung bestätigt. In SDR sind die Farben ab Werk übersättigt, aber man kann die „Farbraum-Klemmen“ als Profil auswählen. Die Delta-E-Farbgenauigkeit soll unter 2 liegen, das Testmodell schafft in sRGB avg. Delta-E 1,7 und max. Delta-E 3,55. Verwendet wurde dafür Portrait Displays’ Calman Calibration Software.

Bildwiederholfrequenz & Reaktionszeit

Mit einer adaptiven Bildwiederholrate von bis zu 240 Hertz und rasanten Schaltzeiten ist der MSI MPG 321URXDE hervorragend für schnelle Action-Spiele geeignet. Wer dies bei nativer Auflösung auskosten möchte, muss allerdings einen sehr leistungsstarken PC anschließen.

Im Vergleich zu herkömmlichen LCD-Monitoren bietet OLED-Technologie hier klare Vorteile in Bezug auf Reaktionsgeschwindigkeit und Bildklarheit. Bei den aktuellen Alternativen mit WOLED-Technologie gibt es sogar die Option, von UHD auf Full-HD zu reduzieren und dann maximal 480 Hertz anzuzeigen.

Stromverbrauch & Bedienung

Bei Vollbildweiß genehmigt sich der Monitor maximal 130 Watt, im Normalbetrieb oder bei der Videowiedergabe rangiert der Stromverbrauch aber eher zwischen 50 und 60 Watt. Dazu kommen (sofern eingeschaltet) bis zu 90 Watt durch die USB-C-Ladefunktion.

SDR-Stromverbrauch:

Die Bedienung erfolgt intuitiv über einen Fünf-Wege-Joystick hinter dem Frontlogo, daneben sitzt eine konfigurierbare Makrotaste. Wie schon beim Test des MPG 271QRXDE gilt: hier gibt es wenig zu meckern. Lediglich die teils überflüssigen Modi darf MSI bei künftigen Modellen gerne streichen. Die Software-Steuerung via MSI Gaming Intelligence ist gut gelungen. Durch das Firmware-Update Mitte Mai kam übrigens als Zusatzfunktion ein Modus hinzu, der bei Bedarf die Anzeige virtuell auf 27 oder 24,5 Zoll schrumpft – dies kann bei kompetitiven Spielen für mehr Übersicht sorgen.

Fazit

Dank des aktuellen QD-OLED-Displays ist auch der MSI MPG 321URXDE ein herausragender Gaming-Monitor mit Top-Bildqualität, hoher Bildwiederholrate und schnellen Reaktionszeiten. Trotz kleinerer Mängel wie den USB-2.0-Anschlüssen und den QD-OLED-Nachteilen bei Umgebungslicht bietet er ein gutes Gesamtpaket für anspruchsvolle Gamer. Mit einem Preis von rund 1.400 Euro ist er allerdings sehr teuer, was für die gleich großen OLED-Alternativen ebenso gilt.

Monitore
Allround-PC.com Award
06/2024
MSI MPG 321URXDE
Empfehlung

Pro

  • hochauflösend und farbstark
  • rasante Reaktionszeiten und 240 Hertz
  • gute HDR-Helligkeit
  • dreijährige Burn-in-Garantie und 90 W PD

Contra

  • nur USB 2.0
  • relativ geringe Vollbildhelligkeit
  • leichter Grauschleier und Spiegelungen bei Umgebungslicht

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Foto von Tim Metzger Tim Metzger Redakteur

Schreibt seit 2020 für Allround-PC zu Technik aller Art und hat schon in jedem Ressort Artikel verfasst. Abseits des Redakteur-Jobs studiert Tim Technikjournalismus an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg.

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung männlicher, weiblicher und diverser Sprachformen (m/w/d) verzichtet. Alle Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für alle Geschlechter.

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