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Nothing Phone (2a) im Test: Harte Galaxy-A55-Konkurrenz?

Das Gesamtpaket überzeugt!
Nothing Phone 2a auf Ledercouch.

Die Smartphone-Mittelklasse ist hart umkämpft: In Deutschland führt Samsung mit seiner Galaxy A-Reihe das Feld an, doch mit dem Phone (2a) strebt nun auch Nothing danach, den etablierten Marken gehörig Konkurrenz zu machen. Doch wie gut schlägt sich das knapp 320 Euro teure Smartphone im Alltag? Wir haben das Nothing Phone (2a) getestet.

Nothing bietet das Phone (2a) in Deutschland mit 8 oder 12 Gigabyte Arbeitsspeicher und 128 oder 256 Gigabyte internen Speicher an. Die unverbindliche Preisempfehlung liegt dabei bei 329 bzw. 379 Euro. Im Lieferumfang befindet sich neben dem Smartphone ein USB-C-zu-USB-C-Ladekabel, ein SIM-Karten-Werkzeug und eine Bedienungsanleitung.

Erfreulicherweise ist auf der Vorderseite des Phone (2a) bereits ab Werk eine Kunststoff-Schutzfolie vorinstalliert. Auf weiteres Zubehör, wie etwa eine Schutzhülle oder einen Ladeadapter, verzichtet Nothing hingegen.

Design & Verarbeitung

Bereits beim ersten Blick auf die Rückseite des Smartphones bemerkt man sehr schnell, dass Nothing auf kein “traditionelles” Smartphone-Design setzt, sondern dem Gerät einen semi-transparenten Look spendiert hat, den man ähnlich auch schon vom Phone (1) und dem Phone (2) (Test) kennt.

Fehlen darf natürlich auch nicht die Glyph-Beleuchtung, die beim Phone (2a) deutlich abgespeckter ist und daher weniger LEDs besitzt. Sie lässt sich jedoch weiterhin für eingehende Benachrichtigungen, das Lautstärkelevel, als Timer oder auch als Videolicht sowie Taschenlampe nutzen.

Im Glyph Composer lässt sich sogar ein eigener Klingelton mit entsprechendem Lichtmuster erstellen. Das ist eine nette Spielerei, aber die Standard-Klingeltöne sind auch okay – und wenn man so wenig Talent hat wie ich, hört sich der eigene Klingelton einfach nur schrecklich an.

Rahmen & Rückseite aus Kunststoff: Zu „billig“?

Was das Nothing Phone (2a) beispielsweise vom Galaxy A55 (Test) unterscheidet, ist die Wahl der verbauten Materialien. Sowohl der Rahmen als auch die Rückseite sind aus Kunststoff gefertigt. Das hört sich schnell billig an, so anfühlen tut es sich aber nicht. Abgesehen von der charakteristischen Kühle und dem Fehlen von Antennenstreifen würde man nur bei genauerem Hinsehen bemerken, dass der Rahmen nicht aus Metall gefertigt ist.

Nothing Phone 2a mit Nothing Kopfhörern auf einer Decke

Durch die abgerundeten Kanten der Rückseite liegt das Smartphone jedenfalls sehr angenehm in der Hand. Da die Rückseite glänzend ist, machen sich aber Fingerabdrücke sehr schnell bemerkbar. Doch möchte man unbedingt eine Hülle auf das Phone (2a) packen? Vermutlich eher nicht. Dann kann es jedoch passieren, dass die Rückseite schnell mit Kratzern übersehen ist.

Nothing spendiert dem Phone (2a) darüber hinaus auch eine IP54-Zertifizierung, die das Gerät vor Spritzwasser schützt. Zur weiteren Ausstattung gehören Stereo-Lautsprecher, die mit einem ordentlichen Klang punkten können. Der USB-Typ-C-Anschluss auf der Unterseite ist nutzt aber leider den 2.0-Standard und ist deshalb nicht besonders schnell.

Display

Auf der Vorderseite des Smartphones sitzt ein 6,7 Zoll großes AMOLED-Display mit 1.084 x 2.412 Pixeln, einer guten Farbwiedergabe und einer adaptiven Bildwiederholrate von 30 bis 120 Hertz. Wirklich stark sind aber vor allem die vergleichsweise superdünnen Seitenränder, die sich in der Form sonst nur in deutlich höherpreisigen Modellen wiederfinden. Geschützt wird der Bildschirm von Corning Gorilla Glass 5.

Laut Herstellerangaben liegt die absolute Spitzenhelligkeit bei 1.300 Nits. In unserem Test konnten wir unter Verwendung eines Display Profilers (X-rite i1) eine maximale Helligkeit von 1.035 Nits bei einer Vollbildweißdarstellung (100 % APL) ermitteln. Bei reduziertem Weißanteil (10 % APL) war hingegen eine maximale Helligkeit von 1.200 Nits möglich. Das sind wirklich ordentliche Werte für ein Smartphone dieser Preisklasse. Das Ablesen bei direktem Sonnenlicht stellt daher keine Probleme dar.

Entsperrt werden kann das Smartphone durch einen optischen Fingerabdrucksensor, der relativ weit unten auf dem Display sitzt. Während der ersten zwei Tage ist es dadurch häufiger vorgekommen, dass das Entsperren zwei bis drei Versuche benötigt hat. Nach einiger Zeit übernimmt jedoch das Muskel-Gedächtnis und das Entsperren funktioniert einwandfrei. Alternativ gibt es auch noch die Möglichkeit die (weniger sichere) 2D-Gesichtserkennung zu nutzen.

Leistung & Speicher

Nothing stattet das Phone (2a) mit dem MediaTek Dimensity 7200 Pro aus, welcher mit 8 oder 12 GB LPDDR5 RAM und 128 oder 256 GB UFS 3.1 Flashspeicher kombiniert wird. Eine Speichererweiterung, wie etwa beim Samsung Galaxy A55, gibt es allerdings nicht. Wenn ihr viele Fotos und Videos aufzeichnet, solltet ihr also bestenfalls direkt zum größeren Speichermodell greifen.

Im alltäglichen Gebrauch kann das Nothing Phone (2a) mit einer wirklich soliden Performance überzeugen. Das Scrollen durch Social Media, Schreiben von Nachrichten, Aufnehmen von Fotos oder Zocken funktioniert ohne besondere Auffälligkeiten. Lediglich beim Nutzen von grafikintensiven Anwendungen bzw. Spielen kommt es schneller mal zu Rucklern.

Bei Geekbench 6 kann das Nothing Phone 2a im Single-Core-Bereich zumindest mit dem Galaxy A55 mithalten. Im Multi-Core-Bereich hat hingegen der Exynos-Chip im Galaxy einen satten Vorsprung von etwa 32%.

Anders sieht das schon wieder im 3D Mark Wild Life Extreme Grafiktest aus. Hier kann das Nothing Phone (2a) mit einer 26% besseren Leistung im Vergleich zum Samsung Galaxy A55 überzeugen und hat daher etwas mehr Puste zum Spielen.

Darüber hinaus unterstützt das Nothing Phone (2a) neben Wi-Fi 6 und Bluetooth 5.3 auch NFC für mobiles Bezahlen und möglicherweise bald auch für das kabellose Aufladen von Wearables. Passend für den Urlaub oder die Arbeit unterstützt das Gerät auch Dual-SIM.

Software: Nothing OS mit ChatGPT

Ausgeliefert wird das Nothing Phone (2a) ab Werk mit Android 14 und der hauseigenen Benutzeroberfläche Nothing OS 2.5. Diese orientiert sich sehr stark an reinem “Vanilla Android”, kann aber auch mit einem speziellen monochromen Themepack überzogen werden. Besonders hervorzuheben sind die optisch ansprechenden Widgets, die sich sogar auf dem Sperrbildschirm platzieren lassen. Nervige Bloatware-Apps sind zum Glück überhaupt nicht vorhanden.

Nothing Phone 2a Display

Künstliche Intelligenz ist mittlerweile überall vertreten und macht auch bei diesem Smartphone keinen halt. Neben dem Erstellen von KI-Hintergrundbildern hat Nothing mit dem Software-Update auf NothingOS 2.5.5 auch einige ChatGPT-Funktionen integriert. So lässt sich die KI direkt über ein Widget starten oder kann beim Aufnehmen von Screenshots den Bildschirminhalt direkt analysieren. Wer zudem auch ein Paar Nothing-Kopfhörer besitzt, der kann den ChatGPT-Sprachassistenten auch direkt darüber nutzen.

Akku & Laden

Das Nothing Phone (2a) beeindruckt mit einer hervorragenden Akkulaufzeit. Ausgestattet mit einer Akkukapazität von 5.000 Milliamperestunden zeigt es im PCMark-Akkutest mit 300 nits fixierter Helligkeit, adaptiven 120 Hz und aktiviertem WLAN + GPS eine bemerkenswerte Ausdauer. Das Smartphone hält dabei 13 Stunden und 30 Minuten durch, bevor der Akku noch 20 % Restladung aufweist. Diese Leistung ist beachtlich und positioniert das Phone (2a) klar vor vielen Konkurrenten in der Mittelklasse.

Beim Thema Ladegeschwindigkeit kann das Nothing ebenfalls punkten. Mit einer Ladeleistung von bis zu 45 Watt braucht das Phone (2a) weniger als 60 Minuten und lässt sich daher schneller wieder aufladen als viele andere Modelle in dieser Preisklasse. Ein kleiner Wermutstropfen ist aber das fehlende kabellose Laden. Diese Funktion wird im Mittelklassesegment zwar selten angeboten, wäre aber ein nettes Extra gewesen.

Kamera

Die Hauptkamera des Nothing Phone (2a) bietet eine Auflösung von 50 Megapixeln (f/1.9, 1/1.56″, PDAF, OIS) und wird von einer ebenso hochauflösenden 50 MP Ultraweitwinkelkamera (f/2.2, 1/2.76″, 114˚) ergänzt. Für Selfies steht eine 32-Megapixel-Frontkamera (f/2.2) zur Verfügung, die sich im oberen Bereich des Punchhole-Displays befindet.

Die Hauptkamera des Phone (2a) liefert bei Tageslicht sehr gute Ergebnisse. Die Fotos überzeugen durch einen hohen Kontrast, lebendige Farben und einen hohen Detailgrad. Im Vergleich zu vielen anderen Smartphones in dieser Preisklasse, einschließlich des Samsung Galaxy A35, fallen die Bilder des Phone (2a) überraschend farbenfroher aus. Allerdings neigt die Kamera dazu Farben bei bestimmten Motiven, wie Blumen, etwas zu übersättigen.

Fotos der Hauptkamera

Die Ultraweitwinkelkamera liefert mit ihren 50 Megapixeln ebenfalls starke Ergebnisse. Die Bilder sind detailreich und scharf, zudem ist die Farbwiedergabe konsistent zur Hauptkamera. Der große Blickwinkel von 114° ermöglicht es, mehr Bildinhalt zu erfassen, was besonders bei Landschaftsaufnahmen oder großen Gebäuden von Vorteil ist.

Fotos der Ultraweitwinkelkamera

Bei Nachtaufnahmen zeigt das Phone (2a) eine solide Leistung. Die Bilder sind insgesamt heller, aber manchmal mit einem leichten Grünstich versehen. Trotz dieser kleinen Schwäche überzeugen die Nachtaufnahmen durch gute Detailgenauigkeit und relativ geringes Bildrauschen. Auch die Ultraweitwinkellinse kann hier durch ihre hohe Auflösung überzeugen.

Das Gerät verfügt über eine digitale Zoom-Funktion. Der 2-fache digitale Zoom liefert überraschend gute Ergebnisse, allerdings nimmt die Bildqualität ab dem 5-fachen Zoom deutlich ab. Hier neigt die Hauptkamera dazu, Bilder künstlich zu überschärfen, was zu einem Verlust an Natürlichkeit führt.

Die 32-Megapixel-Frontkamera des Phone (2a) eignet sich hervorragend für Selfies. Die Bilder sind scharf und natürlich abgestimmt. Vor der Aufnahme sollte jedoch die Retuschierfunktion deaktiviert werden, um die besten Ergebnisse zu erzielen.

Videos können in bis zu 4K bei 30 fps aufgenommen werden. Die elektronische Bildstabilisierung (EIS) hilft dabei, ruhige Aufnahmen zu erzeugen, aber bei schnellen Bewegungen können leichte Wackler auftreten.

Fazit

Das Nothing Phone (2a) überzeugt als starkes Mittelklasse-Smartphone mit innovativem Design und guter Leistung. Besonders hervorzuheben sind das semi-transparente Gehäuse mit Glyph-Beleuchtung, das helle 6,7 Zoll AMOLED-Display und die hervorragende Akkulaufzeit. Auch die Kameras liefern detailreiche und farbenfrohe Bilder, während die 32-MP-Frontkamera für scharfe Selfies sorgt.

Im Gegenzug dafür hat Nothing jedoch etwas beim Material gespart und Rahmen sowie Rückseite aus Kunststoff gefertigt. Das Smartphone ist zwar solide verarbeitet und nach IP54 gegen Spritzwasser geschützt, doch ein Galaxy A55 mit gebürstetem Aluminiumrahmen wirkt da Welten edler.

Meiner Meinung nach kann das Nothing Phone (2a) durch seine beeindruckende Akkulaufzeit, die guten Kameras und das einzigartige Design durchaus mit den Platzhirschen in der Mittelklasse konkurrieren. Das Gesamtpaket überzeugt und hat das Potenzial, sich gegen etablierte Marken zu behaupten.

Mit einem Preis von 329 bis 379 Euro bietet das Phone (2a) ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Als mögliche Alternativen gibt es das Samsung Galaxy A55 (ab 330 Euro), das Poco X6 Pro (ab 300 Euro) oder auch das Redmi Note 13 Pro+ (ab 389 Euro).

Smartphones
Allround-PC.com Award
05/2024
Nothing Phone (2a)
Empfehlung

Pro

  • hervorragendes Display
  • ansprechendes Design
  • gute Haupt- und Ultraweitwinkelkamera
  • hervorragende Akkulaufzeit
  • schnelles Laden mit 45 Watt

Contra

  • kein erweiterbarer Speicher
  • langsamer USB-C 2.0 Anschluss
  • Haptik nicht ganz so hochwertig

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Max Jambor @ Allround-PC Max Jambor Redakteur

Als angehender Technikjournalist, ist er hauptsächlich für die Bereiche Mobile und Wearables zuständig und kümmert sich um News sowie Testberichte von Smartphones, Tablets, Smartwatches und Kopfhörern. In seiner Freizeit verfolgt er die neuesten Entwicklungen im Bereich Consumer Electronics und Künstlicher Intelligenz. Ist er mal nicht am PC, dann ist er entweder im Fitnessstudio oder zieht mit Freunden von Feier zu Feier.

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung männlicher, weiblicher und diverser Sprachformen (m/w/d) verzichtet. Alle Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für alle Geschlechter.

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