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Sharkoon Rebel C20 RGB im Test: Schlichtes ITX-Case setzt komplett auf Mesh

Mit Platz für eine 360-Millimeter-Wasserkühlung!
Sharkoon Rebel C20 Mini-ITX-Gehaeuse

Das ITX-Portfolio von Sharkoon ist inzwischen etwas in die Jahre gekommen. Mit dem Rebel C20 RGB hat der Hersteller jedoch endlich ein neues ITX-Gehäuse auf den Markt gebracht, das auch mit High-End-Komponenten kompatibel sein soll. Wir haben das kompakte Case für euch getestet.

Aktuell gibt es das Sharkoon Rebel C20 RGB ab 149 Euro, was nicht unbedingt günstig ist. Neben der RGB-Variante gibt es auch ein Black-Modell, die ohne Beleuchtung auskommt. Allerdings kostet das unbeleuchtete Gehäuse gerade einmal 10 Euro weniger und wird ohne Lüfter ausgeliefert – hier solltet ihr also nicht unbedingt „geizen“.

Schlichtes Design mit ordentlich Mesh

Beim Sharkoon Rebel C20 handelt es sich um ein extrem schlichtes Gehäuse, das äußerlich ohne Schnickschnack auskommt. Der Hersteller setzt hier ausschließlich auf Mesh-Seitenteile, die sehr leicht abgenommen werden können. Die Seitenteile sind wie beim Rebel C50 RGB (Test) durch kleine „Köpfe“ fixiert, die am Gehäuse einrasten.

Eine kleine Besonderheit hat das Gehäuse jedoch zu bieten, denn es kann auf zwei verschiedene Arten aufgestellt werden: Entweder in Form eines klassischen Desktop-Gehäuses oder aufgestelltwie ein Turm. Falls ihr das Case als Turm nutzen möchtet, müsst ihr die Standfüße, das I/O-Panel und das Netzteil-Verlängerungskabel lösen und umplatzieren. Wir haben das Rebel C20 RGB für unseren Test als normalen Tower genutzt.

Bilder: Sharkoon

Das I/O-Panel lässt sich in beiden Fällen an der Unterseite finden. Es umfasst einen USB 3.2 Gen 2 Typ-C Anschluss, 2x USB 3.0 Typ-A Ports und einen HD-Audio-Anschluss. Insgesamt kommt das Gehäuse auf eine Größe von 471 x 208 x 301 Millimeter und erreicht somit ein Volumen von knapp 30 Litern. Von einem „super kompakten“ ITX-Case kann man hier zwar nicht sprechen, dafür bietet es aber Platz für größere Komponenten.

Sharkoon Rebel C20 Mini-ITX-Gehaeuse I/O-Panel

Innenraum: Viel Platz für Komponenten trotz ITX

Immerhin lassen sich hier relativ große Grafikkarten und CPU-Kühler unterbringen. GPUs dürfen bis zu 365 Millimeter lang und theoretisch bis zu vier Slots breit sein. Praktisch solltet ihr euch aber auf eine 3-Slot-GPU beschränken, da sonst das Kabelmanagement schwierig wird. Falls ihr zusätzliche Lüfter im Boden anbringen wollt, sind nur Grafikkarten mit 2-Slot-Kühler kompatibel.

Zahlen & Fakten

Für CPU-Kühler stehen maximal 175 Millimeter zur Verfügung, vorausgesetzt es werden keine zusätzlichen Lüfter oder Radiatoren an der Seitenwand installiert. Zudem bietet das Rebel C20 genügend Platz für Speicherlaufwerke. Ihr könnt entweder bis zu 5x 2,5 Zoll SSDs installieren oder 1x 3,5 Zoll Laufwerk mit 3x 2,5 Zoll Platten kombinieren – schon ordentlich für ein ITX-Gehäuse.

Für das Kabelmanagement steht wiederum nicht allzu viel Platz bereit. Hinter dem Mainboard-Tray lassen sich eigentlich nur PWM- und RGB-Kabel verlegen, alle anderen Kabel müssen in der eigentlichen Hardware-Kammer bleiben.

Kühlung

Out-of-the-Box wird das Gehäuse mit drei Sharkoon SilentStorm 120 RGB Lüftern ausgeliefert, die mit bis zu 1.400 RPM arbeiten. Per PWM-Steuerung können die Lüfter aber auf bis zu 400 RPM heruntergeregelt werden. Maximal erzeugen die Lüfter laut Hersteller einen Luftdruck von 1,91 mmH2O sowie einen Volumenstrom von 93,6 m³/h. Alle drei SilentStorm-Lüfter finden im Deckel Platz und pusten die warme Luft standardmäßig nach außen.

Kühlungsoptionen

Optional können bis zu sechs weitere 120 Millimeter Lüfter installiert werden. Dabei lassen sich Lüfter an der Unterseite, drei am Radiator-Bracket und einer an der Front anbringen. Alternativ lässt sich hier ein 360 Millimeter Radiator montieren, dessen Montage aber etwas frickelig sein kann.

Hardware-Einbau: Typisch ITX-Case

Für den Praxistest haben wir unser Gehäuse-Testsystem in das Sharkoon Rebel C20 RGB eingebaut. Hierfür setzen wir auf einen AMD Ryzen 7 7700X, dessen acht Kerne auf einen festen Takt von 4,5 GHz limitiert wurden, um eine bessere Vergleichbarkeit zu ermöglichen. Kombiniert wird der Prozessor mit einem MSI B650 Edge und einem be quiet! Pure Rock 2 FX.

Dazu gesellt sich eine KFA² GeForce RTX 4080 SG sowie Kingston Fury Beast RGB DDR5-4800 32 GB Arbeitsspeicher. Als Hauptspeicher kommt eine Seagate Firecuda 530 PCIe Gen4 SSD zum Einsatz.

Wenig Platz zum Hantieren

Bei der Hardware-Installation gerät man platztechnisch schnell an die Grenzen des Rebel C20. Zwar lässt sich die Hardware leicht in das Gehäuse einsetzen, die Verkabelung stellt jedoch eine Herausforderung dar. Besonders zwischen Mainboard und Oberseite ist nicht gerade viel Platz, wodurch Kabel leicht in die Lüfterblätter hineingeraten können.

Sharkoon Rebel C20 Mini-ITX-Gehaeuse

Entsprechend solltet ihr für das Kabelmanagement etwas mehr Zeit einplanen, um ein ordentliches Ergebnis zu erzielen. Eine kleine Empfehlung am Rande: Nutzt unbedingt ein SFX-Netzteil mit gesleevten Kabeln. Diese lassen sich nämlich aufgrund ihrer Flexibilität deutlich leichter verlegen.

Auch der Einbau einer Wasserkühlung ist nicht gerade leicht. Zumindest lässt sich die Radiator-Halterung entfernen, wodurch der Wärmetauscher außerhalb des Gehäuses angebracht werden kann. Beim Wiedereinsetzen müsst ihr allerdings etwas Kraft aufwenden, da die Schläuche der Wasserkühlung die Halterung wieder herausdrücken.

Temperaturen

Natürlich dürfen wir bei einem ITX-Case nicht mit den besten Temperaturen rechnen. Bei reduzierter Lüftergeschwindigkeit (1.000 rpm) erreicht der Prozessor unter Volllast (Prime 95 + Furmark) 95 °C. Ohne zusätzliche GPU-Last heizt sich die CPU auf 84 °C auf. Sobald die Lüfter mit voller Kraft drehen dürfen, sinken die Temperaturen deutlich. Dabei heizt sich die CPU auf maximal 89 °C auf, während die GPU 57 °C erreicht. Bei reiner CPU-Last liegt der Prozessor bei 74 °C.

Zusatztest: Sharkoon S90 RGB White AiO-Wasserkühlung

Nachdem wir uns im letzten Abschnitt mit unserem normalen Testparcours beschäftigt haben, folgt nun ein kleiner Zusatztest. Wir haben uns zusätzlich angeschaut, wie das Gehäuse in Kombination mit einer AiO-Wasserkühlung abschneidet. Hierfür haben wir die Sharkoon S90 (Test) in der White Edition mit 360 mm Radiator verbaut.

Sharkoon S90 RGB AiO-Wasserkuehlung Test Review
Sharkoon S90 RGB als schwarze Farbversion

Unter Volllast mit maximaler Drehzahl kühlt die Wasserkühlung die CPU auf angenehme 67 °C herunter. Bei reduzierter Geschwindigkeit lag die Temperatur bei 77 °C, in Kombination mit einer Wasserkühlung ermöglicht selbst das C20 ordentliche Temperaturen. Somit empfiehlt es sich hier eigentlich, auf eine AiO-Kühlung zu setzen, um die maximale Leistung aus der CPU herauszukitzeln. Zudem ist hiermit ein angenehm ruhiger Betrieb bei niedrigen Drehzahlen möglich.

Fazit

Das Sharkoon Rebel C20 RGB ist vor allem dann interessant, wenn ihr auf der Suche nach einem schlichten ITX-Case seid. Das Gehäuse überzeugt besonders durch sein Platzangebot für große Komponenten und durch die offene Mesh-Bauweise, welche für eine ordentliche Frischluftzufuhr sorgt.

Mit einem Preis von ca. 140 Euro fällt das Gehäuse zwar nicht unbedingt günstig aus, es gibt allerdings kaum ITX-Modelle, die ähnlich viel Platz für Komponenten bieten. Vor allem die Möglichkeit einen 360-Millimeter-Radiator unterzubringen ist in diesem Gehäuse-Bereich fast schon ein Novum.

Gehäuse & Netzteile
Allround-PC.com Award
06/2024
Sharkoon Rebel C20 RGB
Empfehlung

Pro

  • Platz für 360 Millimeter Radiator
  • Mesh-Design mit hoher Frischluftzufuhr
  • 3x vorinstallierte RGB-Lüfter
  • integrierter ARGB-Controller

Contra

  • frickelige Radiator-Montage
  • offenes Heck/Boden lässt Staub leichter ins Gehäuse

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Arian Krasniqi Profilbild Arian Krasniqi Redakteur

Seit 2021 schreibt er News und Artikel für Allround-PC und kommt ursprünglich aus dem Bereich der Hardware-Komponenten. Inzwischen berichtet er aber auch über verschiedene Gadgets, Smartphones sowie Tablets und informiert als ehemaliger Umwelt­ingenieursstudent über Neuheiten im Bereich der PV-Technik.

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