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Unistellar eQuinox 2 im Kurztest: Der Blick zu den Sternen

So einfach kann's gehen!
Unistellar eQuinox 2 Intelligentes Automatikteleskop

Der Blick zu den Sternen übt eine ungemeine Faszination auf den Menschen aus. Wir blicken bei Nacht in einen schier endlosen Sternenhimmel, dessen Dimensionen für uns nicht begreifbar sind. Mit dem Unistellar eQuinox 2 soll das Beobachten von Sternen, Nebeln, Galaxien und auch Planeten sehr einfach möglich sein. Wir haben das smarte Teleskop für euch getestet.

Der französische Hersteller Unistellar bietet mit dem eQuinox 2 ein Automatikteleskop an, das besonders für Einsteiger interessant sein soll. So sollen ohne große Vorkenntnisse Beobachtungen am Nachthimmel inkl. der Aufnahme von Bildern über das Smartphone möglich sein. Mit einem Preis von 2.499 Euro fällt es im Vergleich zu anderen Modellen relativ günstig aus. Aktuell wird es schon für 2.099 Euro angeboten. Mit dem Unistellar Odyssey wurde außerdem schon ein weiteres im Rahmen der CES 2024 vorgestellt.

Minimalistisches Automatikteleskop

Das eQuinox 2 besticht durch ein modernes Design, das jedoch deutlich schlichter ausfällt als bei vergleichbaren Automatikteleskopen. Persönlich empfinde ich die minimalistische Optik als äußert gelungen, auch wenn der Charme eines „richtigen“ Teleskops etwas verloren geht. Die Teleskop-Einheit fällt mit 7 Kilogramm nicht unbedingt schwer aus. Zusammen mit dem Stativ bringt das eQuinox 2 rund 9 Kilogramm auf die Waage. Optional bietet der Hersteller für knapp 350 Euro (hier kaufen) eine Transporttasche an, mit der ihr das Teleskop auch an entlegene Orte mitnehmen könnt.

Aufbau: Simpler geht’s kaum

Das eQuinox 2 wird in einem großen Karton geliefert, in dem alle Teile sicher verpackt sind. Neben dem eigentlichen Teleskop lassen sich ein Stativ, Werkzeug, ein Netzteil und eine Karte mit QR-Code im Lieferumfang vorfinden. Der QR-Code leitet zu einem Quickstart Guide weiter, in dem alle wichtigen Informationen zusammengefasst sind. 

Im ersten Schritt muss das Stativ mit seinen drei ausziehbare Beinen aufgestellt werden. Die maximale Aufbauhöhe liegt bei 1,2 Metern, wobei die Höhe letztlich relativ egal ist. Schließlich findet die Beobachtung nicht direkt über das Teleskop statt – dazu aber später mehr. An der Oberseite des Stativs lässt sich eine Wasserwaagen-Libelle finden, mit der das Ganze in Waage gebracht wird.

Unistellar eQuinox 2 Intelligentes Automatikteleskop

Anschließend geht es auch schon an das eigentliche Teleskop: Zunächst müssen die beiden Schrauben am Stativkopf gelöst werden, damit die Bodenplatte des Teleskops eingesetzt werden kann. Nach dem Einsetzen werden die Schrauben wieder fixiert, um das Fernglas zu befestigen. Der ganze Aufbauprozess ist insgesamt sehr einfach und in wenigen Minuten abgeschlossen. Natürlich sollte man mit dem Teleskop vorsichtig umgehen, da es ein sehr empfindliches Gerät handelt.

Unistellar App: Das Tor zu den Sternen

Nachdem das Teleskop aufgebaut wurde, kann es auch schon per Knopfdruck eingeschaltet werden. Sobald der Ring um den Knopf rot leuchtet, ist das Teleskop aktiv. Im nächsten Schritt müsst ihr euer Smartphone mit dem WiFi Netzwerk des eQuinox verbinden und anschließend die Unistellar App öffnen. Die App benötigt den Zugriff auf Geolokalisierungsdaten, um herauszufinden, welche Himmelsobjekte sichtbar sind. 

Zudem müssen Höhen- und Azimuteinstellungen vorgenommen werden. Nach einer schnellen Sensorkalibrierung und einem Orientierungsscan ist die Einrichtung abgeschlossen. Am Ende muss noch die Bahtinov-Maske eingestellt werden. Für diesen Schritt, der nach jeder Neuaufstellung erfolgen soll, hat der Hersteller ein eigenes Anleitungsvideo bereitgestellt.

Nach der Einrichtung kann die Sternen- und Planetensuche beginnen. In der App wird ein Katalog bereitgestellt, in dem aktuell sichtbare Objekte aufgelistet werden. Über den „GoTo-Button“ könnt ihr ein Himmelsobjekt auswählen, auf das das eQuinox gerichtet werden soll. Bei der Suche nach einem Objekt könnt ihr verschiedenen Filter, darunter Planet, Asteroid, Galaxy oder Sternhaufen, anwenden. Die Suche nach Satelliten oder der Internationalen Raumstation ISS ist leider nicht möglich.

https://www.youtube.com/watch?v=wInOlBUcCJo&ab_channel=UNISTELLAR

Bilder per „Enhanced Vision“ aufhübschen

Nachdem das Teleskop ein Himmelsobjekt ins Visier genommen hat, kann ein Bild davon aufgenommen werden. Hierfür greift das eQuinox 2 auf einen 6,2-Megapixel-Sensor mit 450 mm Brennweite und f/4.0-Blende zurück. Auf Wunsch können auch Bilder mit Langzeitbelichtung erstellt werden, indem man den Modus „Enhanced Vision“ aktiviert. Hierbei werden jeweils 4 Sekunden lange Einzelbelichtungen angefertigt und übereinander gelegt. Das Ergebnis ist ein besseres und detailreicheres Bild.

Unistellar eQuinox 2 Intelligentes Automatikteleskop

Je nach Einstellung speichert das Teleskop ein oder zwei Bilder ab. Die Variante mit Okularansicht beinhaltet einige Zusatzinformationen wie den Objektnamen und die Belichtungszeit. Beim zweiten Bild handelt es sich wiederum um das reine Foto, ohne zusätzliche Informationen. Beide Varianten werden als PNG-Datei gespeichert.

Das Teleskop verfügt hierfür über ein 64 GB großen internen Speicher. Wer RAW-Dateien zum Bearbeiten nutzen möchte, muss diese erst in die Unistellar Cloud hochladen und anschließend lokal speichern. Allerdings muss der notwendige Downloadlink erst beim Kundensupport unter Angabe der Seriennummer angefragt werden.

Auch unterwegs einsetzbar

Ein großer Vorteil des Unistellar eQuinox 2 ist der integrierte Akku. Dadurch könnt ihr das Teleskop einfach in eine Transporttasche packen und damit in die freie Natur hinausfahren, um abseits der Stadt schöne Aufnahmen vom Nachthimmel anzufertigen. Leider gibt es keine offizielle Angaben zur Größe des Akkus, die Laufzeit gibt der Hersteller aber mit rund 11 Stunden an. Sobald das Ganze leer ist, kann es über den integrierten USB-C-Anschluss wieder aufladen werden. Dafür könnt ihr das Automatikteleskop einfach an eine Steckdose oder an eine Powerstation hängen. Über einen zusätzlichen USB-A-Port kann man außerdem sein Handy aufladen.

Unbedingt vor der Nutzung entfernen: Die Staubschutzkappe vorne am Teleskop

Planetenbeobachtung auf Knopfdruck

Wir haben das eQuinox 2 am Stadtrand von Köln aufgestellt, wo die Lichtverschmutzung nicht ganz so stark ist wie im Innenstadtbereich. In der Praxis überrascht das eQuinox 2 bei nahen Himmelsobjekten wie dem Mond mit schönen Aufnahmen. Auch Sternenbilder lassen sich hiermit wunderbar einfangen. 

Wer jedoch gestochen scharfe Aufnahmen von fernen Himmelskörpern erwartet, sollte seine Erwartungen zurückdrehen. Planeten wie Mars, Jupiter und Saturn sind auch durch das Teleskop eher schlecht zu erkennen und zudem recht klein. Für bessere Ergebnisse ist offensichtlich der Einsatz eines stärkeren Fernrohrs notwendig.

Unistellar eQuinox 2 Intelligentes Automatikteleskop

Trotzdem handelt es sich beim Unistellar eQuinox 2 um ein spannendes Teleskop, mit dem auch Anfänger nicht überfordert werden. Für die Nutzung sind keine größeren Vorkenntnisse vonnöten, da die Automatisierung die größten Arbeitsschritte übernimmt. Theoretisch könnt ihr euch gemütlich aufs Sofa setzen, während das Teleskop im Garten Bilder anfertigt. Wer also das nötige Kleingeld hat, kann getrost zum Unistellar eQuinox 2 oder zum inzwischen erhältlichen Nachfolger greifen. 

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Arian Krasniqi Profilbild Arian Krasniqi Redakteur

Seit 2021 schreibt er News und Artikel für Allround-PC und kommt ursprünglich aus dem Bereich der Hardware-Komponenten. Inzwischen berichtet er aber auch über verschiedene Gadgets, Smartphones sowie Tablets und informiert als ehemaliger Umwelt­ingenieursstudent über Neuheiten im Bereich der PV-Technik.

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