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Asus ROG Strix LC IV LCD im Test: Wasserkühlung mit Riesen-Display braucht keine Kabel!

Zumindest in Kombi mit bestimmten Mainboards!
asus rog strix lc iv lcd argb wasserkühlung 563

Größeres Display, elegantere Optik und ein cleveres Kabelkonzept: Mit der ROG Strix LC IV LCD ARGB liefert Asus ein optisches wie technisches Statement ab. Doch rechtfertigt der edle Look samt praktischem AiO-Q-Connector auch den stolzen Preis? Wir haben die High-End-Wasserkühlung durch unseren Parcours gejagt und geprüft, wie viel Leistung hinter der schicken Fassade steckt.

Asus kann neue Hardware nicht nur teurer, sondern tatsächlich auch günstiger machen. Die Asus ROG Strix LC IV LCD ARGB ging im Juni für 239,90 Euro UVP an den Start, womit sie einige Euro günstiger war als ihr Vorgänger. Inzwischen kann die Wasserkühlung für rund 197 Euro bestellt werden, womit sie aber weiterhin dem hochpreisigen Preisspektrum angehört. Wer die weiße Version kaufen möchte, zahlt aktuell ca. 216 Euro.

Trotz des hohen Preises fällt der Lieferumfang eher spärlich aus. Nebst Wasserkühlung lassen sich lediglich Montagesets für AMD- und Intel-Sockel in der Verpackung finden. Eine zusätzliche Tube Wärmeleitpaste, eine Ersatzflasche mit Kühlflüssigkeit oder andere praktische Extras fehlen. Zumindest gibt es in der Box eine Führung für die Schläuche.

asus rog strix lc iv lcd argb wasserkühlung 563

Asus ROG Strix LC IV LCD ARGB

4 von 5 Sternen

Vorteile

  • ausgezeichnete Kühlleistung
  • schickes AMOLED-Display mit Personalisierungsoptionen
  • einfache Montage
  • AiO-Q-Connector für bestimmte Asus-Mainboards

Nachteile

  • hohe Lautstärke bei voller Drehzahl
  • hohe UVP
  • Frame-Lüfter muss bei Defekt vollständig ausgetauscht werden
  • Kupferbodenplate

Design: Auffällig ist ein Understatement

Das Besondere an der Asus ROG Strix LC IV 360 ARGB LCD: Das markante, großflächige Display! Asus stattet die Wasserkühlung mit einem 5,08 Zoll großen LCD-Bildschirm aus, der mit 720 × 720 Pixeln auflöst. Über das Display lassen sich wichtige Systemdaten wie die CPU-Temperatur, Spannungen oder die Lüfterdrehzahl übersichtlich in Echtzeit anzeigen. Der Display-Inhalt lässt sich über den Asus InfoHub anpassen.

Beim Befestigungskonzept geht Asus durchdachte Wege: Die Displayeinheit wird einfach auf den Pumpenblock gesetzt, magnetisch fixiert und stellt die Verbindung direkt über praktische Pogo-Pins her. Für die Montage des Kühlers lässt sich das Display im Handumdrehen abnehmen, um einen unkomplizierten Zugriff auf die Befestigungsschrauben zu gewähren.

Genauso auffällig wie die Pumpeneinheit mit Riesen-Display ist der Radiator, der nicht im schnöden Schwarz daherkommt. Asus verpasst dem Wärmetauscher eine auffällige, seitlich angebrachte ARGB-Beleuchtung bestehend aus ROG-Logo, Schriftzug und Koordinaten. Dabei handelt es sich jedoch nicht um einen zufälligen Ort, sondern um die Koordinaten des Asus-Hauptsitzes im Geschäftsviertel Guandu in Taipei, Taiwan.

Technik: Pumpe versteckt sich unter dem Display

Unter dem Display versteckt sich dann der eigentliche Kühlblock mit Pumpe, die über eine neue Mikrokanal-Kupferplatte verfügt. Leider ist die Bodenplatte allerdings nicht vernickelt – Flüssigmetall-Wärmeleitpaste lässt sich also nicht nutzen. Hier ist die Konkurrenz von be quiet! besser aufgestellt, auch wenn es sich nur um einen speziellen Use-Case handelt. Ein nettes Detail ist die bereits aufgetragene Wärmeleitpaste in Form des ROG-Logos.

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Pumpe wird über USB oder AiO-Q angeschlossen

Angebunden wird die Pumpe über ein Pumpenkabel und einen USB-2.0-Stecker, über welchen das Display angesteuert wird. Das Kabel ist jedoch über einen USB-C-Stecker mit der Pumpe verbunden und lässt sich schnell gegen den neuen AiO-Q-Connector austauschen. Hierüber kommunizieren Pumpe, Display und Lüfter mit dem Mainboard. Bisher lässt sich der Anschluss aber nur auf dem ROG Crosshair X870E Glacial und Dark Hero finden.

Lüfter: Drei Lüfter in einem Frame

Über 250 Millimeter lange Schläuche ist die Pumpe mit dem 360-Millimeter-Radiator verbunden, auf dem bereits Lüfter vorinstalliert sind. Hierbei handelt es sich um einen Lüfterrahmen, in den drei 120-Millimeter-Lüfter eingelassen sind. Dadurch wirkt die Konstruktion zwar deutlich eleganter, bei einem Defekt muss allerdings direkt der komplette Frame getauscht werden.

Die Lüfter drehen mit 800 bis 2.500 RPM und erzeugen einen Luftstrom von 82,57 CFM sowie einen statischen Druck von 4,36 mmH2O. Regulär lassen sich die Lüfter über einen 4-Pin-PWM- und einen 3-Pin-ARGB-Stecker ansteuern. Falls der AiO-Q-Connector zum Einsatz kommt, entfallen diese Kabel.

Montage

Die Asus ROG Strix LC IV LCD ARGB ist mit allen aktuellen Sockeln kompatibel, darunter LGA 1851, 1700 sowie die AMD-Sockel AM4 und AM5. Asus setzt in allen Fällen auf ein sehr simples und leicht verständliches Montagesystem, das wir bereits in dieser Form von der ROG Ryuo IV kennen.

Bei AMD müssen die Standard-Montagebrücken entfernt und gegen die Asus-Brücken getauscht werden, während bei Intel eine Backplate eingesetzt und mit vier Plastikhülsen befestigt werden muss. Anschließend wird der Kühlblock mit vier Schrauben festgezogen, angeschlossen und die Displayeinheit eingesetzt.

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AiO-Q-Connector sorgt für mehr Ordnung

Im Vergleich zur Ryuo wurde die Strix jedoch um ein spannendes Feature ergänzt: den bereits erwähnten AiO-Q-Connector. Dieser vereinfacht die Montage nochmals und sorgt für deutlich weniger Kabelsalat im Gehäuse – immerhin müssen keine lästigen Kabel zum Mainboard geführt werden.

Falls ihr also ein passendes Mainboard besitzt oder kaufen wollt, findet ihr höchstwahrscheinlich keine Wasserkühlung mit noch einfacherer Montage. Zudem wirkt der PC hiermit nochmals deutlich aufgeräumter – jetzt fehlen nur noch passende BTF-Mainboards für den „perfekten“ Look.

asus rog crosshair x870e hero btf mainboard mit am5 sockel

Praxistest

Um eine möglichst große Vergleichbarkeit zu ermöglichen, wird die Raumtemperatur während des Tests über eine Klimaanlage bei 21 °C gehalten. Nach einer rund 20-minütigen Aufwärmphase startet die eigentliche Belastungsprobe. Hierfür wird die CPU mittels Prime95 (Small FFT-Test) unter Last gesetzt.

Anschließend werden die Temperaturen in einem Zeitraum von 30 Minuten bei fixierten 1.000 RPM Lüfterdrehzahl und maximaler Lüfterdrehzahl gemessen. Letztlich wird dann der Median aus den Werten gebildet. Abschließend wird der jeweilige Maximalwert ausgewertet. Zum Auslesen der Temperaturwerte verwendeten wir HWiNFO.

Bei 1.000 RPM platziert sich die ROG Strix LC IV LCD in unserer Top-Liga: Der Intel Core i7-13700K heizt sich in diesem Szenario auf 63 °C auf, womit die Wasserkühlung mit ihrem Vorgänger (Test: ROG Strix LC III 360) und der Silent Loop 3 420 gleichzieht. Lediglich die Noctua NL-LC1 hat hier noch einen leichten Vorsprung. Sobald die Wasserkühlung voll aufdrehen darf, sinkt die Temperatur auf 57 °C.

Bei niedrigen Umdrehungen punktet das Kühlsystem durchaus mit einer angenehm ruhigen Geräuschkulisse. Höhere Drehzahlen machen sich hingegen deutlich bemerkbar und unter Volllast wirkt die Lautstärke beinahe störend. Ich würde einen Betriebsbereich von 1.000 bis 1.500 U/min empfehlen, um den idealen Mittelweg zwischen Kühlleistung und Akustik zu treffen.

Fazit

Die Asus ROG Strix LC IV LCD ARGB macht optisch wie technisch eine hervorragende Figur. Das scharfe 5-Zoll-Display setzt das System gekonnt in Szene, während der praktische AiO-Q-Connector den Kabelsalat im Gehäuse auf ein Minimum reduziert. Auch bei der Kühlleistung spielt die All-in-One-Wasserkühlung ganz oben mit und überzeugt selbst bei niedrigen Drehzahlen, wenngleich die Lüfter unter Volllast deutlich zu laut werden.

Ein kleiner Wermutstropfen bleibt: der recht magere Lieferumfang sowie die fehlende Vernickelung der Kupferplatte. Dennoch ist sie im Vergleich zum extrem teuren Flaggschiff ROG Ryuo IV preislich deutlich attraktiver aufgestellt und bietet für rund 200 Euro ein starkes Gesamtpaket aus Optik und hoher Performance.

Kühlung
Allround-PC.com Award
09/2026
Asus ROG Strix LV IV LCD
Empfehlung

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Arian Krasniqi Profilbild Arian Krasniqi Redakteur

Seit 2021 schreibt er News und Artikel für Allround-PC und beschäftigt sich bereits seit vielen Jahren mit verschiedenen Hardware-Komponenten. Bei APC ist er unter anderem Experte für Gehäuse, Luft- und Wasserkühlungen, bringt aber auch Expertise für CPUs und GPUs mit.

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