Test: Lioncast mit Low-Price-Headset LX 16

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Audio  / Luca Höveler

Heutzutage ist es keine Herausforderung mehr, ein Gaming-Headset fĂŒr weniger als 30 € zu finden. Doch wie es sich um die Verarbeitung, das Design und vor Allem die AudioqualitĂ€t eines entsprechenden Modells verhĂ€lt, lesen Sie auf den folgenden Seiten.

Technische Details

  • Frequenz: 50 Hz-15 kHz
  • Empfindlichkeit: -58 dB +- 3dB
  • Impedanz: 32 Ohm
  • Treiberdurchmesser: 40 mm
  • Mikrofonfrequenz: 50 Hz-15 kHz
  • KabellĂ€nge: 3,60 m
  • Anschluss: USB/ Stereo-Cinch

Lieferumfang

  • LX 16
  • Kurzanleitung

Design

Wird das Headset am Computer genutzt, so muss lediglich ein USB-Stecker angeschlossen werden und schon heißt es dank integrierter Soundkarte des LX 16: Plug’n‘Play. Doch auch Konsolen, wie die Playstation 3 und die XBOX 360, sind mit dem Gaming-Headset kompatibel: Auch hier wird der USB-Stecker verknĂŒpft, zusĂ€tzlich werden jedoch die beiden Cinchstecker, die ebenfalls von der Kabelfernbedienung ausgehen mit dem Fernseher und der Konsole verbunden. Der Controller erhĂ€lt ebenfalls eine „Leine“, welche in Form eines 2,6-mm-Steckers angeschlossen wird. Zur Kabelfernbedienung lĂ€sst sich anmerken, dass hier zwei separate Drehregler fĂŒr Spiel- und Chat-LautstĂ€rke angebracht sind. Außerdem befindet sich ein Schalter am Rand der runden Kunststoffbedienung, welcher das Umschalten zwischen XBOX- und PS3-Nutzung ermöglicht. Nicht zu vergessen ist jedoch die blaue LED, die im Betrieb nicht nur aufleuchtet, sondern bei Wiedergabe sogar mit schneller Frequenz aufblinkt. Hier mĂŒssen wir leider schon den ersten Minuspunkt vergeben, da es nichts Nervtötenderes gibt, als ein grelles Licht, welches dauerhaft im Augenwinkel wahrgenommen wird. Vor allem bei dunkler AtmosphĂ€re können wir dies keinesfalls gutheißen. Positiv ist jedoch, dass das Kabel mit einer LĂ€nge von ĂŒber drei Metern genĂŒgend Spielraum zum Anschluss lĂ€sst.

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Das Headset selbst ist eher unauffĂ€llig, wirkt jedoch keinesfalls monoton, da es an den Ă€ußeren Ohrmuscheln einige rote Akzente zum restlichen Schwarz aufweist. Das LX 16 ist vollstĂ€ndig aus Kunststoff gefertigt und wurde mit einem Kunstlederpolster am oberen KopfbĂŒgel verfeinert. Dieses sorgt fĂŒr einen bequemen Halt auf dem Kopf und wird auch nach mehrstĂŒndigem Tragen nicht zu schwer. Die Ohrmuscheln werden im Gegensatz hierzu schon nach einer Stunde unbequem, da diese zwar groß genug sind, um die Ohren zu umschließen, jedoch nicht genĂŒgend Spielraum zwischen Ohr und Treiber lassen. Der Treiber, beziehungsweise das Polster darĂŒber, drĂŒckt das Ohr an den Kopf, was zu einem Komfortverlust fĂŒhrt.

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An den einfachen Transport haben die Entwickler ebenfalls nicht gedacht, da das Headset weder faltbar ist, noch konnten wir der Verpackung eine SchutzhĂŒlle entnehmen. In Anbetracht des Budgets ist dies jedoch verstĂ€ndlich. DafĂŒr lĂ€sst sich ebenfalls feststellen, dass sich die BĂŒgel auch bei mehrfachem Biegen nicht brechen lassen und somit von flexibler Natur sind. Die gesamte Ausstattung ist zwar eher karg, deutet jedoch auf eine gute Verarbeitung hin. Auch das Mikrofon, welches sich an der linken Ohrmuschel befindet, ist sehr stabil. Doch hier ist ein stabiles Material nicht gleich von großem Vorteil, da sich das Mikrofon nicht biegen lĂ€sst und somit nicht flexibel angepasst werden kann. Wer jedoch gerne ohne Chat den Genuss der Videospiele erlebt, der kann den Mikro-Stick auch einklappen.

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SoundqualitÀt

Der Sound des LX 16 ist in erster Linie sehr basslastig. Dies zeigt sich nicht nur beim Genuss von Musik oder Spielen, sondern auch bei Filmen. Durch den vordergrĂŒndigen Bass ist die Höhenwiedergabe leider nicht sehr klar, was die SoundqualitĂ€t ein wenig einschrĂ€nkt. Beispielsweise wirkt der Klang einer leichten Maschinenpistole, wie der AK-74U, als handele es sich um ein schweres Sturmgewehr. Leider kommt dies beim Spieler nicht sehr realistisch an und wird auf die Dauer ein wenig anstrengend. Die 40-mm-Treiber sind hiermit ein wenig ĂŒber das Ziel hinausgeschossen, die Höhenwerte sind definitiv nachzubessern.

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Fazit

Das LX 16 wirft sowohl Schatten- als auch einige Sonnenseiten auf: Zum einen ist der Komfort aufgrund des kleinen Abstandes zwischen Ohr und Treiber eingeschrĂ€nkt, außerdem wird der Spieler durch die aufblinkende Fernbedienung auf visueller Ebene gestört. Ebenfalls anzumerken ist, dass der Sound fĂŒr unseren Geschmack deutlich zu basslastig ist. Andererseits sind wir von der Verarbeitung positiv ĂŒberrascht. Auch die KabellĂ€nge sowie die separaten LautstĂ€rkeregler auf der Fernbedienung konnten uns ĂŒberzeugen. Trotz der möglichen Verbesserungen können wir das Lioncast LX 16 zu einem Preis von ungefĂ€hr 25 € – als Headset fĂŒr Einsteiger – durchaus empfehlen.

Pro

  • Verarbeitung
  • KabellĂ€nge
  • Fernbedienung
  • Bass

Contra

  • schlecht definierte Höhen
  • störende LED
  • zu geringer Abstand zwischen Ohr und Treiber

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