In diesem Kurztest haben wir uns gleich drei Bluetooth-Speaker, also das aktuelle Lineup des chinesischen Herstellers Tribit angesehen. Wir verraten euch, ob ihr auch weniger bekannten Marken jenseits von JBL, UE und Co. eine Chance geben solltet.

Übersicht

Der chinesische Hersteller Tribit möchte sich im umkämpften Bluetooth-Speaker-Markt einen Namen machen und setzt dabei auf bewährte Designs und niedrige Preise. Angesichts starker und etablierter Konkurrenten wie JBL und Ultimate Ears müssen allerdings darüber hinaus einige Features geboten werden. Zu diesem Zweck macht Tribit sein gesamtes Produktportfolio wasserdicht und stattet die Geräte mit praktischen Trageschlaufen aus, um besonders Interessenten anzusprechen, die einen tauglichen Outdoor-Speaker suchen. In diesem Test nehmen wir drei Lautsprecher verschiedener Preisklassen in Augenschein, darunter der Tribit XSound Go, der Tribit MAXSound Plus und der Tribit MAXBOOM.

Design & Verarbeitung

Optisch geht das Marketing-Team von Tribit keine Risiken ein und hält sich an bewährte Designs. So sind die Einsteiger- und Mittelpreis-Modelle XSound Go und MAXSound in Pillenform gehalten und lassen sich flach auf Oberflächen platzieren, von denen sie dann mit ihren frontgerichteten Lautsprechen in eine Richtung strahlen. Das Topmodell Tribit Maxboom orientiert sich dagegen am Erfolgsrezept der zylindrischen Bestseller wie der Flip- oder Charge-Reihen von JBL oder der Boom-Reihe von Ultimate Ears. Bei diesem Design wird die Musik im 360°-Winkel wiedergegeben und durch zwei passive Bassradiatoren an Ober- und Unterseite unterstützt.

Bewährte Designs zum Einsteigerpreis

Das Design der drei Modelle ist Geschmackssache. Zwar sollten die schlichten, schwarzen Gehäuse grundsätzlich eher weniger Streitpunkte bieten, mit Ausnahme vielleicht der großen, weißen Tasten des Maxboom. Allerdings zieht die Konkurrenz mit einer erschlagenden Auswahl an Designs, Farben und Mustern ins Feld, bei denen auch das kritischste Auge ein ansprechendes Modell findet.

Tribit MaxboomDas Topmodell Maxboom bietet orientiert sich an den üblichen Zylinder-Boxen und bietet einen größeren Funktionsumfang (Bild: Tribit)

Die Verarbeitungsqualität der drei Lautsprecher ist nicht zu beanstanden. Lediglich die Mantelbeschichtung des günstigsten Modells wirkt ein wenig grober als uns lieb ist. Praktisch: Alle drei Modelle sind mit einer Schlaufe für den sicheren Transport oder zum Befestigen ausgestattet. Beim Tribit XSound Go und Tribit MAXSound Plus handelt es sich dabei um schlichte Stoffschlaufen, der Tribit Maxboom dagegen ist mit einer wertigen, aber auch kleineren Gummischlaufe versehen. Minuspunkt für den Tribit-Zylinder: Ausgerechnet das Topmodell kommt als einziges ohne AUX-Kabel aus der Verpackung, die kleinen Geschwister sind beide mit eigenem 3,5-mm-Klinkenkabel ausgestattet.

Eigenschaften & Klangqualität

Angesichts des niedrigen Preises ist es wenig verwunderlich, dass die Tribit-Speaker mit einem eher spärlichen Funktionsaufgebot daherkommen. Der XSound Go  beschränkt sich auf das Wesentliche, jenseits der klassischen Bedienelemente gibt es keine Überraschungen. Der Tribit MAXSound Plus erweitert diese Ausstattung um eine „X-Bass“ Taste, mit welcher sich der Bass ordentlich anziehen lässt. Der Tribit Maxboom dagegen präsentiert allein die üblichen Tasten mit schicker LED-Beleuchtung und legt neben der X-Bass Taste noch eine Multifunktionstaste mit drauf, die mittels verschiedener Tastenfolgen eine Vielzahl an Funktionen zugänglich macht. „Zugänglich“ ist dabei allerdings relativ: Anstelle umständliche Tastenkombinationen à la Playstation-2-Cheatcodes einzugeben, hätte es auch je eine einfache Lied-vor/zurück-Taste getan.

Die Soundqualität der drei Bluetooth-Boxen kann durchaus überzeugen. Zwar schwächeln alle drei Modelle im unteren Frequenzbereich, für die überschaubare Größe bieten sie dafür über eine recht beachtliche Ausgangsleistung und machen ordentlich Lärm. Die Soundqualität nimmt mit dem Preis exponentiell zu, da mit zunehmender Abmessungen auch platzbedingte Einschränkungen im Treiberdesign wegfallen. Die X-Bass Funktion macht ihren Job, in den meisten Fällen haben wir uns jedoch für einen ausgeglicheneren Klang ohne Bass-Boost entschieden. Der Tribit Maxboom lässt sich außerdem mit einem zweiten Gerät koppeln und ermöglicht zu ein vergleichsweise günstiges Bluetooth Stereo-Setup.

Fazit

Tribit möchte sich mit den drei vorliegenden Bluetooth-Lautsprechern in einem Markt niederlassen, der mit gut etablierten Branchengrößen und unzähligen kleinen Marken nicht besonders aufnahmebereit für Neuankömmlinge ist. Gute Startbedingungen sind die bestechend niedrigen Preise, welche besonders in Anbetracht der guten Soundqualität ansprechen. Zwar schwächeln die Geräte im unteren Frequenzbereich gegenüber den meisten Konkurrenzprodukten, können aber mit ordentlichen maximalen Lautstärken punkten. Sowohl Tribit XSound Go für 33 Euro, als auch MAXSound Plus für 56 Euro und MAXBOOM für 70 Euro bieten ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Ein wirklich bahnbrechendes Topmodell, das in direkte Konkurrenz zu den Spitzenmodellen von JBL und Co. treten könnte, ist bislang jedoch noch nicht dabei.


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