JBL präsentiert den nunmehr fünften Ableger der Flip-Reihe. Der JBL Flip 5 ist wie seine Vorgänger wasserdicht und sehr handlich, soll darüber hinaus aber auch durch ein neues „Racetrack“-Design eine deutlich gesteigerte Leistung bieten. Wir haben getestet, ob sich ein Upgrade für Flip-4-Besitzer lohnt!

Übersicht

Wer sich auf die Suche nach einem Bluetooth-Lautsprecher begibt, dürfte innerhalb kürzester Zeit auf den Namen JBL stoßen – und womöglich von deren lächerlich umfangreichen Sortiment förmlich erschlagen werden. Soviel vorab zur Orientierung: Die Flip-Familie (hier unser Test zum Flip 4) reiht sich in jeder Dimension im Mittelklasse-Segment an. Preislich zeigt sich so auch der Flip 5 deutlich gnädiger gegenüber unserem Portemonnaie als beispielsweise ein JBL Xtreme 2 (Test). Auch lässt er sich mit den Maßen einer 0,5er-Bierdose deutlich besser transportieren. Übrigens: es gibt den JBL Flip 5 in 11 verschiedenen Farbvarianten: Desert Sand, Mustard Yellow, Dusty Pink, Grey Stone, River Teal, Fiesta Red, Ocean Blue, Midnight Black, Steel White, Forest Green oder Squad (einige Farben sind ab September/Oktober erhältlich).

Lieferumfang

  • JBL Flip 5
  • USB-C-Ladekabel
  • Bedienungsanleitung

Design & Verarbeitung

Kennt man einen, kennt man sie alle – Diese Aussage fasst wohl am ehesten die Designvielfalt der JBL- oder sogar Bluetooth-Speaker im Allgemeinen zusammen. Zum x-ten Male verpackt JBL seine neueste Lautsprecher-Konfiguration in einem zylindrischen Gehäuse, dessen Mantelfläche von einem dichten Stoffmesh bedeckt ist und an dessen Enden die passiven Bassmembranen im Takt schwingen. Durch die unebenen Gummiränder lässt sich der Flip 5 auch rutschsicher hochkant aufstellen, ohne den ausdringenden Klang auf der unteren Seite dabei zu ersticken.

Das Design ist typisch im JBL-Look gehalten und im Endeffekt als kleinerer Xtreme 2 zu bezeichnen.
Direkt ins Auge sticht das JBL-Logo auf der Front.

Durch seine kompakten Abmessungen passt der handliche Lautsprecher zudem wunderbar in die meisten Flaschenhalter am Fahrrad und lässt sich Dank einer Schnürsenkel-Schlaufe an etwaigen Gegenständen oder dem Handgelenk befestigen. Nutzt man den Flip 5 als stationären Speaker, dient das „Control-Panel“ auf der Rückseite als eine Art Stütze. Hier finden wir die Bedienelemente vor, darunter je ein beleuchteter Power- und Bluetooth-Pairing-Button, eine Akku-LED und der USB-C-Ladeanschluss. Anders als beim Flip 4 liegt dieser frei, und von einem Klinkenanschluss fehlt jede Spur.

Auf der Rückseite ist eine "Schnürsenkel-Schlaufe" befestigt, die einen leichteren Transport des JBL Flip 5 ermöglichen soll.
Das Bedienfeld des JBL Flip 5 wird auch als liegender Standfuß genutzt, damit der Lautsprecher nicht wegrollt.

Letzteres ist besonders schade, wenn Musik von nicht-Bluetooth-fähigen Geräten wiedergegeben werden soll. So ist jedoch auch der Verzicht auf eine wasserdichte Abdeckung möglich, da der hier verwendete Ladeanschluss wasserdicht gemacht wurde. Vor dem Laden sollte vorsichtshalber dennoch darauf geachtet werden, dass die USB-C-Buchse trocken ist. Auch wird der Flip 5 zwar mit USB-C-Ladekabel, aber leider ohne Netzadapter geliefert.

Eigenschaften & Klangqualität

Bevor wir uns den charakteristischen Eigenschaften der Flip-Reihe zuwenden, wollen wir Besitzern des JBL Flip 4 (Testbericht) die Mühen ersparen und eine brennende Frage vorab beantworten: Was kann der neueste Flip, das meiner nicht kann? JBL führt an dieser Stelle in feinstem Marketing-Sprech die neuen „Racetrack-Treiber“ an, die eine gesteigerte Ausgangsleistung bewerkstelligen sollen.

Die seitlichen Passiv-Treiber sollen den tieferen Frequenzbereich und den Bass besser hervorheben.

Hinter diesem Begriff verbirgt sich ein vergrößerter Konus sowie ein gesteigertes Auslenkungsvermögen der Membran. JBL gibt hier keine genauen Werte an, jedoch wirkt sich diese Neuerung merklich auf das Hörerlebnis aus. Der JBL Flip 5 liefert, im Verhältnis zu seiner Größe gesehen, einen wirklich tollen Klang, der auch bei hohen Lautstärken und über größere Distanzen erst spät an Qualität einbüßt. Das Klangbild ist erstaunlich detailreich und punktet dennoch mit druckvollen Bässen. So hatten wir mit dem Flip 5 ebenso viel Freude an Akustik-Songs wie mit elektronischer Musik.

Auf der Rückseite zeigt er sich mit einem Schriftzug erkenntlich: Flip 5!
Neben Power- und Bluetooth-Button ist das Bedienfeld auch mit einer Akku-LED und einem wasserdichten USB Typ-C Anschluss bestückt.

Die zweite Neuerung dürfte nach aktuellem Stand gerade JBL-Fans allerdings eher übel aufstoßen: Das neue „PartyBoost“-System zum Zusammenschließen mehrerer Lautsprecher löst künftig Connect+ ab und ist nicht rückwärts kompatibel. Besitzer älterer JBL-Modelle können diese also vorerst nicht mit dem Neuling koppeln, allerdings soll PartyBoost eine robustere und weitreichendere Verbindung herstellen.

Nicht nur handlich, sondern höchst Outdoor-tauglich

Bei der geringen Größe liegt der Wunsch nahe, den Flip 5 mit in den Park oder an den Strand zu nehmen. Damit bei derlei Ausflügen nicht plötzlich die musikalische Untermalung abbricht, stattet JBL den Zylinder mit einem starken Akku aus, der je nach Nutzung bis zu 12 Stunden durchhalten soll. Bei unserem Test können wir einen ähnlichen Wert bestätigen. Interessant ist auch die Akkuanzeige, deren LED erst bei niedrigem Akkustand anfängt zu leuchten.

Der JBL Flip 5 ist nach IPX7 gegen Wasser und Staub geschützt, sehr praktisch!
Besonders eindrucksvoll zeigen sich die Passivmembranen, wenn sie kleine Wassertropfen zum Beat schwingen lassen.

Auch ist der JBL Flip 5 wieder, wie schon sein Vorgänger, nach der Schutzart IPX7 gegen zeitweiliges Eintauchen in Wasser geschützt. Dabei gilt der Schutz für 30-minütiges Eintauchen bis zu einem Meter Wassertiefe. Rutscht der Lautsprecher einmal unbeabsichtigt vom Beckenrand, sollte er also schleunigst geborgen werden, sonst heißt es früher oder später Abschied nehmen. Der Speaker schwimmt zwar für eine kurze Zeit, sinkt dann aber so langsam zu Grund.

Fazit

„Never change a running system“ denken sich wohl auch JBL, die regelmäßig nur augenscheinlich marginale Veränderungen an einer neuen Version ihrer zahlreichen Lautsprecher-Serien vornehmen. Brauchen zufriedene Besitzer des Flip 4 nun also dringend die neueste Version? Wohl kaum, zumal beide Modelle aufgrund des neuen PartyBoost-Systems nicht gekoppelt werden können. Ist der Flip 5 aber besser als sein Vorgänger? Durchaus! Denn die neuen Treiber stellen eine gelungene Erweiterung des ansonsten fast gleich gebliebenen Flip-Konzeptes dar und bereichern den Speaker mit zusätzlich verstärkter Ausgangsleistung.

Ein wasserdichter und offenliegender USB-C-Ladeanschluss ist ebenfalls eine komfortable Neuerung, allerdings schmerzt der Abschied vom guten alten Klinkenanschluss ein wenig. Alles in allem können wir auch dem neuesten Flip die Empfehlung unserer Redaktion aussprechen. Auch der Preis von 129 Euro (UVP) erscheint, gemessen an der Fülle von Funktionen, durchaus angemessen – der JBL Flip 5 ist auch bei Amazon.de* erhältlich!

Audio
Allround-PC.com
09/2019
JBL Flip 5
Empfehlung

Pro

  • hochwertige Verarbeitung
  • handliches Design samt Trageschlaufe
  • wasserfest nach IPX7
  • toller Sound, auch bei hohen Lautstärken und über größere Distanzen
  • wasserdichter USB-C-Anschluss zum Laden

Contra

  • kein Netzadapter im Lieferumfang
  • keine Freisprecheinrichtung
  • Partyboost nicht mit Connect+ kompatibel

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