Das Teufel Cage 2020 Gaming-Headset erhält nach über drei Jahren eine Neuauflage. Neben kleineren Anpassungen am Design soll auch die Klangqualität sowie das Mikrofon verbessert worden sein. Wir haben für euch den Test gemacht.

Übersicht

Knapp drei Jahre ist es bereits her, da haben wir die ursprüngliche Version des Teufel Cage (zum Testbericht) in der Redaktion ausgiebig testen können. Nun hat Teufel das Gaming-Headset neu aufgelegt und laut eigenen Aussagen mehrere Verbesserungen umgesetzt. Auf den ersten Blick unterscheiden sich die zwei Headsets rein äußerlich gar nicht mal so stark, doch hat sich vielleicht am Klang mehr gerändert? Wir haben das Teufel Cage (2020) für euch auf den Prüfstand gestellt und mit der 2017er-Version verglichen. Zu einem Preis von 169,99 Euro* kann das Teufel Cage 2020 ab sofort im Onlineshop von Teufel bestellt werden.

Lieferumfang

  • Teufel Cage
  • Bedienungsanleitung
  • Micro-USB-Kabel
  • 3,5-mm-Klinkenkabel

Design & Verarbeitung

Designtechnisch lehnt sich die Neuauflage des Teufel Cage sehr stark an das Original an, es wurden jedoch einige kleinere Anpassungen vorgenommen. Der Kopfhörer kommt weiterhin mit einem minimalistischen Design aus verschiedenen Schwarztönen daher. Lediglich das optional beleuchtete Teufel-Logo an beiden Ohrmuscheln sowie das leicht herausragende Audiokabel fallen im typischen Teufel-Rot ins Auge. Allerdings lässt sich jetzt auch die LED-Beleuchtung komplett ausschalten oder in verschiedenen Stufen einstellen, beim Vorgänger war diese dauerhaft aktiv. Somit werden auch jene zufrieden gestellt, denen ein auffälliger „Gaming-Look“ weniger zusagt.

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In Sachen Verarbeitung hat Teufel wie beim Vorgänger bereits sehr gute Arbeit geleistet. Der einstellbare Kopfbügel besteht aus Aluminium und passt sich ungeachtet des Kopfumfangs sofort perfekt an. Die Form ist im Vergleich zur ursprünglichen Variante etwas rundlicher geworden, der Tragekomfort ist jedoch ähnlich gut wie vorher. Auch das Scharnier besteht aus Aluminium und sorgt für eine hohe Beweglichkeit ohne Kompromisse in der Stabilität eingehen zu müssen.

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Die gesamte Verarbeitung fühlt sich getragen auf dem Kopf sowie in der Hand sehr hochwertig an, hier äußert sich auch der etwas höhere Preis gegenüber den üblichen Gaming-Headsets. Lediglich der etwas kräftigere Anpressdruck ist zu vermerken, wobei die Vorlieben diesbezüglich womöglich von Person zu Person variieren. Mit gerade einmal 340 Gramm ist das Teufel Cage außerdem sehr angenehm auf dem Kopf zu tragen und wird durch die üppige Polsterung am Bügel und den Ohrmuscheln auch nach mehreren Stunden nicht zur Last.

Eigenschaften & Klangqualität

Das Teufel Cage kann entweder mittels USB-Kabel oder aber per 3,5-mm-Klinkenkabel an jegliche Geräte wie beispielsweise PC, Konsole oder Smartphone angeschlossen werden. Während das Headset auf der Xbox One lediglich per Klinke angebunden werden kann, ist dies an der PlayStation 4 sowie PC auch über den USB-Anschluss möglich. Praktischerweise ist das Mikrofon abnehmbar und somit kann das Cage auch unterwegs als normaler Kopfhörer verwendet werden. Zusätzlich können die Ohrmuscheln eingeklappt werden, wodurch es durch einen geringeren Platzbedarf einfacher zu transportieren ist.

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Zwar verfügt das Teufel Cage nicht über eine Fernbedienung am Kabel, dafür finden sich am Kopfhörer selbst diverse Bedienelemente wieder. Neben der klassischen Mute-Taste für das Mikrofon sowie einem Lautstärkeregler, hat Teufel auch eine zusätzliche Taste verbaut, dessen Funktion der Nutzer selbst wählen kann.

7.1 Surround-Sound lediglich für Windows-Nutzer

Zusätzliche Einstellungsmöglichkeiten bietet der Hersteller dem Nutzer mit der kostenlosen Software „Teufel Audio Center“. Dort können weitere Soundeinstellungen in Form von vorgefertigten Presets oder einem anpassbaren Equalizer vorgenommen werden.

Des Weiteren bietet Teufel noch einen integrierten Stimmenverzerrer an, der uns beispielsweise mit tiefer Monsterstimme im Voice-Chat zu unseren Freunden sprechen lässt. Auch Funktionen wie der 7.1 Surround-Sound, die Umgebungsgeräusch-Unterdrückung oder die Xear Smart Volume Funktion zur automatischen Regulation der Lautstärke können in der Software aktiviert werden. Die eingangs erwähnte rote LED-Beleuchtung lässt sich ebenfalls in der App in drei Helligkeitsstufen anpassen, allerdings handelt  sich hierbei um keine RGB-Beleuchtung.

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Die Nutzung des 7.1 Surround-Sounds sowie die Verwendung der Software bleibt lediglich Windows-Nutzern vorbehalten. Apple-PCs sowie Konsolen wie beispielsweise die PlayStation 4 oder die Xbox One können mit dem Headset lediglich in Stereo-Klang genutzt werden.

Basslastiger Klang ideal fürs Gaming

Gaming-Headsets sind üblicherweise nicht unbedingt für ein ausgewogenes Klangbild bekannt, doch gerade beim Audiohersteller Teufel haben wir hier große Erwartungen. Genau wie das Teufel Cage aus dem Jahr 2017 verfügt die Neuauflage ebenfalls über einen Frequenzbereich von 20 Hz – 20.000 Hz sowie einen Widerstand von 32 Ohm. Auch klanglich unterscheiden sich die beiden Headsets nur minimal voneinander.

Das Klangbild ist dabei sehr gut für Spiele ausgelegt, Schritte und Feuergefechte werden sehr deutlich dargestellt und Gegner lassen sich somit gut orten. Durch den kräftigen Bass machen Singleplayer-Games mit vielen Explosionen enorm viel Spaß und auch Dialoge werden deutlich übertragen. Auch beim Musikhören fällt der kräftige Bass sehr stark ins Gewicht, dort ist er mir persönlich fast schon zu dominant. Insgesamt bietet das Teufel Cage (2020) also auch schon wie sein Vorgänger ein gutes Klangbild, was besonders in Spielen zur Geltung kommt. Auffällig ist jedoch das vergleichsweise laute Grundrauschen, welches bei Stille doch recht deutlich wahrnehmbar ist. Beim Spielen oder Musikhören in moderater Lautstärke ist dies aber nicht mehr hörbar.

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Genau wie beim Vorgänger setzt das Teufel Cage erneut auf eine geschlossene Bauweise sowie 7.1-Raumklang, der das Spielerlebnis immersiver wirken lässt. Ersteres sorgt außerdem dafür, dass Hintergrundgeräusche gut abgeschirmt werden, wodurch der Spieler noch tiefer in die Spielwelt eintauchen kann ohne gestört zu werden.

Neben der Klangqualität ist natürlich bei einem Gaming-Headset auch ein gutes Mikrofon für die reibungslose Kommunikation in Multiplayer-Spielen von essentieller Bedeutung. Im Gegensatz zum Vorgängermodell hat Teufel jetzt einen Popschutz beigefügt. Dieser sorgt dafür, dass störende Hintergrundgeräusche, wie zum Beispiel der Luftzug eines Ventilators, nicht mit aufgenommen wird.

Zwar ist der Mikrofonarm etwas kürzer geworden, trotzdem kann er weiterhin frei justiert werden. Während das Mikrofon jedoch beim alten Modell noch auf beiden Seiten angeschlossen werden konnte, ist dies bei der 2020-Version nicht mehr möglich. Die Mikrofonqualität konnte uns allerdings im Test weiterhin überzeugen. Das Gaming-Headset liefert in Spielen eine reibungslose Kommunikation ohne Störgeräusche und ist sogar noch ein Stück besser, als es bei der Variante aus 2017 der Fall war.

Fazit

Zu einem Preis von 169,99 Euro verkauft Teufel* das 2020 Cage Gaming-Headset aktuell 40 Euro über dem Preis des Vorgängers. Gerade durch die neuen Funktionen wie die selbst belegbare Funktionstaste, dem hinzugefügten Popschutz sowie dem leicht verbesserten Klang erscheint dieser Aufpreis durchaus gerechtfertigt. Für Besitzer der 2017er-Version lohnt sich ein Upgrade jedoch nur bedingt.

Leider setzt der Hersteller beim 2020er Modell aber nach wie vor auf die veraltete Micro-USB-Schnittstelle, USB Typ-C sollte im Jahr 2020 eigentlich zum Standard gehören!

Das neuee Mikrofon konnte zwar im Praxistest überzeugen, ist allerdings nicht mehr auf beiden Seiten verwendbar. Für einen Großteil der Nutzer wird dies aber sowieso nicht von großer Bedeutung sein. Nichtsdestotrotz ist das Teufel Cage ein gelungenes Gaming-Headset, das in allen wichtigen Punkten wie Klangqualität, Tragekomfort und Mikrofon überzeugen kann. Lediglich das doch recht laute Grundrauschen ist störend, gerade wenn der Nutzer die Kopfhörer ohne Sound abzuspielen auf den Kopf trägt.

Headsets
Allround-PC.com
05/2020
Teufel Cage (2020)
Empfehlung

Pro

  • angenehmer Tragekomfort
  • gute Soundqualität
  • klarer Mikrofonklang
  • wertige Verarbeitung
  • Verbesserung gegenüber Vorgängermodell aus 2017

Contra

  • hörbares Grundrauschen
  • veraltete Micro-USB-Schnittstelle

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