Test: Ikea Symfonisk Tischleuchte mit Sonos-Speaker (2. Gen.)

Unauffälliger WLAN-Lautsprecher

Seit 2019 bietet Ikea in Kooperation mit Sonos WLAN-Lautsprecher an, die im Wohnraum möglichst unauffällig bleiben sollen. Von der Symfonisk-Tischleuchte gibt es inzwischen eine zweite Generation, auf die wir im Testbericht näher eingehen.

Preis und Einordnung

Ikea hat im November 2021 die erste Symfonisk-Tischleuchte (Test) durch ein neues Modell abgelöst. Anders als zuvor lässt sich die Haupteinheit ohne Lampenschirm kaufen, da verschiedene Schirmoptionen zur Auswahl stehen. So kann inzwischen neben einem Stoffschirm und einem Glasschirm auch ein Bambusschirm erworben werden. Die Haupteinheit, den Stoff- sowie den Glasschirm bietet Ikea jeweils in Schwarz (transparent) und Weiß (Milchglasoptik) an.

Für 149 Euro gibt es die Haupteinheit, für 20 Euro den Stoffschirm und für je 40 Euro die anderen Lampenschirme. Uns wurde für den Test von Ikea die weiße Haupteinheit mit schwarzem Glasschirm (insgesamt 189 Euro) zur Verfügung gestellt. Ebenfalls zur Symfonisk-Serie gehören ein Regallautsprecher (89 Euro) und ein Bilderrahmen (Test), welcher 199 Euro kostet. Aus dem Sonos-Portfolio kommt der Tischleuchte der Sonos One SL für 169 Euro am nächsten. Bekanntermaßen ist jeder Symfonisk-Lautsprecher einzig mit dem Sonos-Ökosystem kompatibel.

Design

Im Vergleich zur ersten Generation wurde das Design deutlich überarbeitet. Der Standfuß ist verschwunden und den Drehschalter für das Ein- und Ausschalten der Lampe hat Ikea durch eine kleine Taste auf der Vorderseite ersetzt. Zudem befindet sich nun der Ethernet-Anschluss unten neben dem Stromanschluss. Beim neuen Modell sitzen die Bedientasten für die Mediensteuerung (Lauter, Leiser, Start/Pause) auf der Rückseite. Ein merklicher Unterschied ist die bessere Verarbeitung des Stoffüberzugs (Haupteinheit), die gleichzeitig unauffälliger als zuvor wirkt. Die Haupteinheit erinnert optisch etwas an Apples großen HomePod, hat einen Durchmesser von 16 Zentimetern und ist 20 Zentimeter hoch. Dazu gibt es ein zwei Meter langes Stromkabel samt Stoffummantelung.

Neuerdings passen in den Sockel Leuchtmittel des gängigeren Typs E27 und E26, während zuvor lediglich E14- und E12-Lampen kompatibel waren. Leider liegt im Lieferumfang kein Leuchtmittel bei, stattdessen muss es separat angeschafft werden. Hier empfiehlt sich eine smarte Lampe mit anpassbarer Lichttemperatur und Dimmfunktion. Übrigens scheint der Sockel kompatibel zu anderen Lampenschirmen zu sein, die Ikea anbietet. Zusammengefasst ist die Symfonisk-Lampe gut verarbeitet, aber eben nicht perfekt – Sonos-Lautsprecher fallen eine Ecke hochwertiger aus.

Funktionen

Über die Sonos-App lässt sich die Lautsprecherlampe einrichten. Angenehmerweise geht der Setup-Prozess schnell und einfach vonstatten – eine ausführliche Anleitung findet ihr im verlinkten Beitrag. Falls ihr gleich zwei Symfonisk-Lampen besorgt habt, könnt ihr sie direkt nach der Einrichtung als Stereopaar koppeln. Es muss sich dabei jedoch um das gleiche Modell handeln. Wer schon eine Sonos-Soundbar besitzt, hat die Möglichkeit, zwei Tischleuchten als Surround-Rückkanäle zu nutzen. Ikea gibt für den Stromverbrauch übrigens bis zu 14 Watt an, zusätzlich kann sich das Leuchtmittel maximal 15 Watt genehmigen.

Sowohl AirPlay 2 als auch Spotify Connect unterstützt der WLAN-Lautsprecher und über die App lassen sich alle möglichen Streamingdienste sowie Online-Radiostationen hinzufügen. Auch der Google Assistant und Amazon Alexa lassen sich dort einrichten, allerdings beinhaltet die Lampe kein eigenes Mikrofon. Einen Klinkenanschluss oder Bluetooth-Unterstützung sucht man ebenfalls vergebens. Mittels iPhone oder iPad lässt sich eine Trueplay-Kalibrierung durchführen, um den Klang zu verbessern. Dabei spielt der Lautsprecher ab und das Mikrofon des iOS-Geräts fängt diese auf, während man sich im Raum umherbewegt. Somit wird der Sound auf die Raumakustik abgestimmt.

Klang

Wie bei den anderen Symfonisk-Speakern, gibt es einen Woofer und einen Tweeter, doch zu den genauen Eigenschaften des Lautsprechers schweigt der Hersteller. Bei der Vorstellung hieß es, dass der Klang für einen breiteren Sound angepasst wurde. Konkret nutzt Sonos einen sogenannten Waveguide, der den Klang in einem Radius von 180 Grad verteilt. Das Vorgängermodell strahlte Musik nur nach vorn ab. 

Ab Werk klingt der Speaker ziemlich flach, allerdings hilft eine Anpassung der Tiefen im App-Equalizer. Symfonisk-typisch fällt ein leichtes Grundrauschen auf, wenn man dem Lautsprecher sehr nah ist und er sich nicht im Standby-Modus befindet. Auch dieses Modell entfaltet die volle Dynamik nur bei höheren Lautstärken. HiFi-Sound bietet es nicht, was angesichts des Preises aber verständlich ist. Mit einer Equalizer-Anpassung und Trueplay-Tuning lässt sich der Klang auf ein gutes Niveau heben, die Werkseinstellung wirkt jedoch recht unbeeindruckend. 

Generell ist der Lautsprecher vergleichbar mit dem Symfonisk-Regallautsprecher: als Hintergrund-Speaker oder als Ergänzung zu anderen Sonos-Geräten solide, aber er ist nicht sonderlich als Hauptlautsprecher für Partys geeignet. Ob euch der Sound zusagt, hängt letztlich von den persönlichen Ansprüchen ab. Man sollte im Hinterkopf behalten, dass der Preis nicht nur den Lautsprecher, sondern auch die Lampenfunktion und das unauffällige Design beinhaltet. 

Fazit

Die zweite Generation der Symfonisk-Tischleuchte bietet ein paar sinnvolle Verbesserungen. So wirkt das Ikea-Design nun noch unauffälliger und dürfte einer breiteren Masse gefallen, zudem bringen die austauschbaren Lampenschirme Personalisierbarkeit ins Spiel. Weiterhin erweist sich der 2-in-1-Faktor als ziemlich einzigartig und praktisch. Nach der Feinabstimmung klingt der verbaute Lautsprecher ordentlich und die Sonos-Kompatibilität ist ein starker Vorteil. Mit anderen Symfonisk- oder Sonos-Modellen lässt sich zudem unkompliziert ein Raumklang- oder ein Multiroom-Audiosystem zusammenstellen. 

Wem es nur auf den Sonos-Speaker ankommt, kann mit dem Regallautsprecher Geld sparen, doch die Lampe mag als Möbelstück im Schlafzimmer oder Wohnzimmer vorteilhafter sein. Aus unserer Sicht wirken der Preis von 149 Euro für die Basiseinheit sowie die Preise der Lampenschirme fair. Eine App-Steuerung für die Lampenfunktion oder ein beiliegendes Leuchtmittel sowie Bluetooth-Unterstützung wären allerdings nett gewesen. 

WLAN-Speaker
Allround-PC.com Award
11/2022
Ikea Symfonisk Tischleuchte Gen2
Empfehlung

Pro

  • unauffälliges Design
  • austauschbare Lampenschirme
  • Sonos-Kompatibilität
  • solider Lautsprecher

Contra

  • Licht nur ein- und ausschaltbar per Taste
  • keine Bluetooth-Unterstützung
  • Leuchtmittel muss separat gekauft werden

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Tim Metzger

1 Kommentar

  • corn holio

    Wer sowas für sein Wohnzimmer als Hauptlautsprecher kauft hat jegliche Kontrolle über alles verloren…

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