JBL Flip 6 im Test: Lohnt sich das Upgrade?

Trotz Detailverbesserungen eine gelungene Neuauflage
JBL

Der JBL Flip 6 gleicht seinem Vorgänger Flip 5 optisch fast wie ein Ei dem anderen. Wir klären, ob die neue Generation zumindest auf technischer Seite durch den geteilten Hoch- und Tieftöner ein Upgrade wert ist.

Die Flip-Reihe ist das exakte Mittelmaß im JBL-Angebot: Verglichen mit Smartphone-Serien entspricht der Flip dem Standardmodell, das die Balance zwischen günstigen Preisen von Light-Modellen und High-End Features höherpreisiger Plus/Ultra-Modelle hält. Im klassischen Zylinderformat liefert der problemlos in einer Hand oder im Flaschenhalter am Fahrrad transportierbare Flip kräftigen Sound, Wasser- und Staubschutz sowie ordentliche Akkulaufzeiten.

Die Flip-Modelle sind der archetypische Bluetooth-Lautsprecher im JBL-Sortiment

Diese Eigenschaften machen die Flip-Modelle zur ersten Wahl für jene, die „einfach nur“ einen klassischen Bluetooth-Lautsprecher suchen. Wer es etwas kleiner mag, greift zum Go oder Clip, etwas mehr Leistung bieten Xtreme oder Boombox. Der Charge lädt zusätzlich das Smartphone auf und der Pulse bringt stylische LED-Effekte mit.

Während die genannten anderen Produktfamilien jedoch von Generation zu Generation eine mit bloßem Auge nachvollziehbare Weiterentwicklung durchlaufen, scheint der Flip in dieser Hinsicht ein wenig auf der Stelle zu treten. Wie alle aktuellen JBL-Modelle erhält auch der Flip 6 ein Design-Update mit großem JBL-Schriftzug, die wirklichen Neuerungen sind jedoch unter der Haube zu finden.

Videotest

Technische Daten im direkten Vergleich

Modell
JBL Flip 6JBL Flip 5
MaterialKunststoff, Gummi, StoffmeshKunststoff, Gummi, Stoffmesh
Treiber
1x 45 x 80 mm Tieftöner
16 mm Hochtöner
2x passive Bassmembran
1x 44 x 80 mm Breitbandlautsprecher
2x passive Bassmembran
Frequenzbereich
63 Hz - 20 kHz65 Hz - 20 kHz
Leistung (Gesamt)
20 Watt RMS Tieftöner
10 Watt RMS Hochtöner
20 Watt RMS
max. Schalldruckpegel
>80 dB
>80 dB
Anschlüsse
USB CUSB C
Freisprecheinrichtung
NeinNein
Akkulaufzeitbis zu 12 Stunden (Herstellerangaben)bis zu 12 Stunden (Herstellerangaben)
Reichweite-50 m (eigene Messung)
Besonderheiten
wasser- und staubdicht gemäß Schutzklasse IP67, PartyBoost-Kopplung, Bluetooth 5.1wasserdicht gemäß Schutzklasse IPX7, PartyBoost-Kopplung, Bluetooth 4.2
Abmessungen (L x B x H)
178 x 68 x 72 mm181 x 69 x 74 mm
Gewicht
550 g540 g
Preis
139,00 Euro99,00 Euro

Wichtigste Neuerung des JBL Flip 6 ist seine Abkehr vom Breitbandlautsprecher. Dieser wird beim neuen Modell in einen Hoch- und einen Tieftöner aufgeteilt, womit die Höhenwiedergabe um einiges verbessert wird. Stimmen und einige Saiteninstrumente heben sich deutlicher vom restlichen Klangbild ab.

Ansonsten liegen beide Flip-Modelle in vielen Belangen gleichauf: Die Akkulaufzeit ist mit jeweils rund 12 Stunden identisch, das Gleiche gilt für die maximale Lautstärke. Beide Lautsprecher sind in etwa so groß wie eine Bierdose und wiegen fast gleich viel. Für den sicheren Transport sind beide mit einer Trageschlaufe versehen. Auch unterstützen sowohl Flip 5 und Flip 6 die PartyBoost-Kopplung, können also mit aktuellen JBL-Geräten und auch untereinander verbunden werden. Die Wiedergabe wird dabei lediglich synchronisiert, für ein Stereo-Setup werden zwei baugleiche Lautsprecher benötigt. In der dazugehörigen App steht allerdings nur Nutzer*innen des Flip 6 eine einfache, aber praktische Equalizer-Funktion zur Verfügung.

Trotz dezenter Verbesserungen hat der Flip 6 die Nase vorn

Mit Bluetooth Version 5.1 hält der Flip 6 eine potenziell stabilere Verbindung über große Distanzen zur Quelle aufrecht. Beide Lautsprecher spielten jedoch auch über mehr als 50 Meter noch störungsfrei Musik ab, sodass dieses Upgrade wohl den Wenigsten auffallen dürfte.

Auch ist der Flip 6 ist mit seiner IP67-Zertifizierung zwar rein formell besser gegen Staub geschützt als sein Vorgänger. In der Realität dürften sich die beiden Geräte aber in Sachen Staub- und Wasserdichtigkeit allerdings wenig nehmen.

Fazit – das ist neu


Robin Cromberg Robin Cromberg

... studiert Asienwissenschaften und Chinesisch an der Universität Bonn und ist als Redakteur hauptsächlich für die Ressorts Notebooks, Monitore und Audiogeräte bei Allround-PC.com zuständig, schreibt aber auch über Produktneuheiten aus vielen anderen Bereichen.

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