Teufel Rockster Air im Test: Party-Box im luftigen XL-Format

Doppelte Lautsprecher-Gaudi für dicke Partys!
Teufel  / Leonardo Ziaja

So ein Bluetooth-Lautsprecher kann für gute Stimmung auf eurer Party sorgen. Doch wenn die Veranstaltung mal etwas größer ausfallen sollte oder ihr so richtig abfeiern wollt, braucht es einfach etwas mehr Power. Vom deutschen Audio-Spezialisten Teufel gibt es beispielsweise die Rockster Air, welche als etwas „luftigeres“ Geschwistermodell den Spagat aus üppigem Sound und halbwegs kompakten Maßen versucht. Wir haben uns den XL-Bluetooth-Speaker mal etwas näher für euch angesehen.

Teufel bietet den Rockster Air zum Preis von 599,99 Euro UVP an, allerdings ist der Lautsprecher immer wieder mal im Angebot und dann für 500-550 Euro zu haben. Wer allerdings Bock auf ein Stereo-Set hat, kann direkt zum gleichnamigen Paket mit zwei Teufel Rockster Air greifen, welches es aktuell für 1.098,99 Euro statt 1.199 Euro im Teufel Online-Store zu kaufen gibt.

Im Lieferumfang des Lautsprechers befinden sich ein Stromkabel mit Kaltgeräteanschluss (2-polig, C17-Stecker) sowie ein Tragegurt mit Karabinerhaken und dazugehörigen Ringschrauben (2x Stück). Der Akku ist bereits ab Werk verbaut, sollte vor der erstmaligen Benutzung jedoch vollständig aufgeladen werden. Solltet ihr euch für das Stereo-Set entschieden haben, gibt es noch ein XLR-Kabel zum Verbinden der beiden Rockster Air dazu.

Design: Massiv und dennoch (halbwegs) mobil

Obwohl der Teufel Rockster Air mit einer Höhe von fast 50 Zentimetern zu den größeren Bluetooth-Lautsprechern gehört, so wird sie vom originalen Teufel Rockster mit fast 90 Zentimetern nochmal deutlich übertrumpft. Mit einem Gewicht von 14,5 Kilogramm und Abmessungen von 46 x 38 x 28,5 cm (Höhe x Breite x Tiefe) zählt dieser jedoch auch nicht wirklich zu den mobilsten Modellen.

Wer den wuchtigen Lautsprecher dennoch transportieren möchte, kann zwei Ösen in den Seiten einschrauben und den beiliegenden Tragegurt mit Karabinern befestigen. Dann lässt sich der Rockster Air trotz eher unhandlichem Format ganz gut über die Schulter hängen und so beispielsweise vom Parkplatz zum See tragen.

Für den professionellen und eher statischen Einsatz gibt es allerdings auch die Möglichkeit, den Lautsprecher auf ein Boxenstativ zu bringen. Dann entpuppen sich die Qualitäten als PA-Speaker („Public Adress“), also eine Musik- oder Beschallungsanlage für größere Flächen, beispielsweise ein kleineres Konzert oder eine Präsentation an Schule und Universität. Teufel bietet im eigenen Online-Shop beispielsweise ein Bundle mit dem K&M Boxenstativ 21476 für 100 Euro Aufpreis an.

Robustes Gehäuse mit verstärkten Stoßkanten

Das Design der Teufel Rockster Air ist auf den ersten Blick sehr wuchtig, hinterlässt aber einen robusten Eindruck. Auch die Verarbeitung kann uns überzeugen. Teufel setzt auf Kunststoff und ein MDF-Gehäuse, die Front wird von einem Lochblech mit großem Teufel-T geziert. Darüber hinaus gibt es verstärkte Stoßkanten und einen feuchtigkeitsabweisenden Boden, auf der Oberseite befindet sich eine Klappe als Witterungsschutz für das Bedienfeld.

Was wir hingegen noch gewünscht hätten: Eine IPX-Zertifizierung zum Schutz vor Wasser. Zwar tun dem Rockster Air ein paar Regentropfen nicht weh und auch ein etwas feuchterer Boden ist kein Problem, doch mit einem offiziellen Zertifikat ließe sich der Lautsprecher mit einem besseren Gewissen auch bei Nieselregen nutzen.

Features: Bedienung und Anschlüsse

Der Teufel Rockster Air bietet ein großes Bedienfeld mit 4-Kanal-Mixer auf der Oberseite. Dort könnt ihr die vier Inputs für Bluetooth 4.0 (mit aptX), Klinke (Aux), ein Instrument sowie Line-In (Mikrofon) durch eigene Regler steuern und dessen Pegel anpassen. Ganz groß in der Mitte und eher schwer zu übersehen ist der Lautstärkeregler, welcher gleichzeitig auch als Powerbutton fungiert. Links und rechts daneben gibt es des Weiteren noch Regler für Bass (Tiefen) und Treble (Höhen). Alternativ kann auch die beiliegende Fernbedienung genutzt werden, um den Lautsprecher ein- und auszuschalten sowie die Lautstärke zu regeln.

Im unteren Bereich, versteckt hinter einer Aluminiumplatte und sechs Schrauben, sitzt der Blei-Vlies-Akku (auch AGM, Absorbent Glass Matt, genannt) mit 12 Volt und bis zu 30 Stunden Laufzeit. Die Rockster Air lässt sich also nicht nur an der Steckdose nutzen, sondern auch unterwegs – so wie eine klassische Bluetooth-Box eben. Sollte sich der Akku irgendwann einmal verabschieden, könnt ihr ihn mit wenigen Handgriffen austauschen. Entsprechenden Ersatz gibt es natürlich im Teufel Online-Store.

Anschlüsse auf der Rückseite:

  • Instrument über große Klinke alias 6,3-mm-Monobuchse (z.B. E-Gitarre)
  • Aux-In über kleine 3,5 mm Klinke
  • XLR Line-In/Mic-In/Link-In
  • XLR Line-Out/Link-Out mit Operating-Mode (Links, Rechts, Mono)
  • Stereo-Setup mit zweitem Rockster Air oder einem Rockster „normalo“
  • USB Typ-A mit max. 5W Ausgangsleistung
  • Micro-USB für Service

Durch den USB Typ-A Anschluss lässt sich die Rockster Air übrigens auch als Powerbank und somit zum Laden von Smartphone, Tablet & Co nutzen. Zur eigenen Stromversorgung dient ein C17-Kaltgerätestecker (2-polig). Direkt mittig sitzend befindet sich zudem eine Akkustandsanzeige in Form von vier LEDs.

Praxischeck

Mit insgesamt vier Bassreflex-Kanälen, einem 25 mm Horn-Hochtöner (der sonst eher im Profibereich zu finden ist) und dem 250 mm Tieftöner inklusive Schwingspule lässt der Rockster Air so gut wie jeden Bluetooth-Lautsprecher alt aussehen. Im Endeffekt kreiert der Teufel Rockster Air damit einen 1.1-Sound mit einem Frequenzbereich von 50 Hz bis 20 kHz.

Der Schallpegel liegt laut Herstellerangaben bei bis zu 112 dB/1 m (!), womit der Lautsprecher auch große Räume und Flächen ohne Anstrengung beschallen kann. Im Inneren arbeitet ein Class-D Verstärker mit zwei Kanälen, die Gesamtausgangsleistung liegt laut Teufel bei satten 72 Watt (RMS).

Klang: Die Party eures Lebens

In der Praxis kann der Teufel Rockster Air nicht nur mit vielversprechenden Spezifikationen beeindrucken, sondern auch mit einem kraftvollen Sound überzeugen. Das Klangbild ist insgesamt sehr ausgewogen, lässt sich aber hinsichtlich Bass und Treble noch etwas auf den persönlichen Geschmack anpassen. Durch das Bassreflex-Gehäuse kommen Tiefen sehr klar und vibrationsarm zur Geltung, Mitten und Höhen werden dabei aber nicht zu stark übertüncht.

Auch bei hoher Lautstärke verliert der Rockster Air nicht stark an Qualität. Nur die Höhen werden dann ein wenig „spitz“, was sich durch den Treble-Regler jedoch etwas mindern lässt. Allerdings müssen wir auch ehrlich sagen: Der Lautsprecher ist so laut, dass das maximale Level so gut wie nie nötig war bzw. erreicht wurde.

Doch wem ein Rockster Air nicht genug ist, kann sich jederzeit einen zweiten dazu kaufen und beide Lautsprecher per XLR-Kabel miteinander verbinden. Über einen Schalter lässt sich das Duo dann entweder im Stereo- oder Mono-Verbund nutzen. Jede Rockster Air hat hierfür einen Link-In und Link-Out Anschluss. Ob es dann gleich zweimal die Power des Rockster Air braucht, ist euch überlassen. Aber eines sei gesagt: Je mehr Musik, desto besser die Party. 😎

Als sehr praktisch erweisen sich vor allem die Allrounder-Qualitäten durch den 4-Kanal-Mixer. So verwandelt sich der Teufel Rockster Air schnell mal vom reinen Bluetooth-Lautsprecher zur Karaoke-Box, kann aber auch in Kombination mit einem Instrument für Straßenauftritte oder kleinere Konzerte genutzt werden.

Die Akkulaufzeit von bis zu 30 Stunden lässt sich natürlich nicht ganz so einfach testen, wird von Teufel jedoch bei „mittlerer Lautstärke“ angegeben (was aber immer noch vergleichsweise laut ist). Mit voller Leistung wird der Akku wohl für 6-8 Stunden durchhalten, ehe das Kabel eingesteckt werden muss. Eine volle Ladung dauert dann in etwa sechs Stunden.

Fazit

Die Teufel Rockster Air entpuppt sich als wahres All-in-One-System mit vielseitigem 4-Kanal-Mixer, integriertem Akku und robustem Gehäuse. Dabei kann nicht nur der ausgewogene Sound mit ausgeprägtem Bass hervorstechen, sondern auch die einfache und unkomplizierte Handhabung. Mit den massiven Abmessungen und einem Gewicht von 14,5 Kilogramm gehört der Lautsprecher sicherlich nicht zu den portabelsten Modellen, lässt sich durch den Tragegurt aber dennoch schnell mal über die Schulter hängen. Wir hätten uns jedoch, vor allem für den Außeneinsatz, noch eine IPX-Zertifizierung gewünscht.

Zum Preis von 500 bis 600 Euro ist die Teufel Rockster Air ein gelungener Allrounder für Partys oder etwas größere Veranstaltungen. Durch den XLR-Anschluss lässt sich der Lautsprecher jederzeit zu einem Stereo-Setup erweitern, oder ihr greift direkt zum Rockster-Air-Duo für knapp 1.100 Euro. Erhältlich ist die Rockster Air unter anderem im Teufel Online-Store.

Lautsprecher
Allround-PC.com Award
02/2022
Teufel Rockster Air
Empfehlung

Pro

  • robustes Design mit hochwertiger Verarbeitung
  • 4-Kanal-Mixer mit Beleuchtung
  • Tragegute für unterwegs
  • knackiger Sound mit kraftvollem Bass
  • vielseitig einsetzbar
  • wird mit zweitem Rockster Air zum Stereo-Paar

Contra

  • Keine IPX-Zertifizierung (Schutz vor Wasser)

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