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JBL Grip im Test: Zwischen Go 4 und Flip 7 – lohnt sich der neue Mittelklasse-Speaker?

Mini-Flip mit Lichtshow

Ein völlig neuer Bluetooth-Speaker ergänzt das etablierte Line-up von JBL. Doch warum solltet ihr zum neuen JBL Grip greifen, der dem klassischen Flip 7 zum Verwechseln ähnlich sieht und auch eine ganze Stange mehr als der kleine Go 4 kostet? Das versuchen wir in diesem Test herauszufinden.

Mit dem Grip führt JBL erstmals seit vielen Jahren eine völlig neue Variante seiner portablen Bluetooth-Lautsprecher ein. Der Neuling reiht sich in Sachen Größe, Preis und Leistung zwischen dem JBL Flip und den beiden Winzlingen JBL Go und Clip ein. Letztere sind in etwa auf einer Stufe zu sehen, da sie in den drei genannten Unterscheidungsmerkmalen nur geringfügige Abweichungen aufweisen. Bei 4,2 oder 7 Watt Ausgangsleistung ist schlussendlich das bevorzugte Gehäuse – quadratisch oder rundlich, mit großem Karabiner – entscheidend.

Der JBL Grip ist das kleinste Modell in Dosenform und bietet schon einen größeren Sprung auf 16 Watt – kann aber dem traditionellen Bierdosen-Titelverteidiger JBL Flip 7 (Test) mit 35W (RMS) nicht das Wasser reichen.

Unterschiede zwischen den Serien sind also noch vorhanden, auch wenn sie zunehmend verwischen. Wir klären, für wen sich der JBL Grip für knapp 100 Euro lohnt – und wer lieber zum Go/Clip für knapp die Hälfte oder den Flip 7 für nur ein bisschen mehr Geld greifen sollte.

Design: Liebling, ich habe den Flip geschrumpft

Nachdem Go und Clip mit ihren kompakten Formaten bereits das handliche To-Go-Spektrum voll ausschöpfen, hat sich JBL beim Grip wieder für eine altbekannte Silhouette entschieden: Als etwas kleinerer Zylinder passt der Speaker – ganz seinem Namen entsprechend – sogar noch besser in die Hand als der etwas größere Flip 7.

Eine geschrumpfte Kopie des Flip 7 ist der Grip dagegen auch nicht, denn von den typischen Passivradiatoren an den Seiten fehlt jede Spur. Hier sind nun Bedienelemente zu finden, die zusammen mit der Ausrichtung des JBL-Logos auf eine bevorzugt stehende Nutzung hinweisen. Beim Flip war der Unterschied stehend oder liegend deutlich hörbar, hier ist das nicht mehr der Fall.

jbl grip bluetooth lautsprecher stehend auf holzplanken

Genau wie der größere Flip 7 ist auch der JBL Grip nach IP68 staub- und wasserdicht, laut Hersteller außerdem äußerst stoßfest. Das empfindliche Innenleben ist rundum durch Gummi- oder Stoffummantelungen geschützt.

Mit knapp unter 400 Gramm hat der Grip ein gutes Gewicht für unterwegs – nicht ganz so leicht wie der fliegengewichtige Go 4 (ca. 200 Gramm), aber liegt auch auf Dauer nicht ganz so schwer im Rucksack wie der Flip 7 mit knapp 550 Gramm.

Kompakt, robust und bunt

Ein großer optischer Unterschied zu allen aktuell erhältlichen Bluetooth-Lautsprechern von JBL (seit der Einstellung der Pulse-Reihe) ist das LED-Leuchtelement auf der Rückseite. Dieses kann in verschiedenen, über die App personalisierbaren Farben und Effekten leuchten und kommt am besten als passive Beleuchtung vor einer Wand zur Geltung. Trotz dynamischer Leuchtmodi können die LEDs leider nicht mit dem Rhythmus der Musik synchronisiert werden, was wie eine vertane Chance wirkt. Positiv: Ausgeschaltet ist das Leuchtelement nicht mehr sichtbar, eine unbeleuchtete Fläche stört also nicht das Gesamtbild, wenn ihr den Akku schonen wollt.

Die allgemeine Verarbeitungsqualität scheint insgesamt überzeugend, Mängel oder allzu empfindliche Schwachpunkte sind uns nicht aufgefallen. Auch der aufgeklebte JBL-Schriftzug scheint sorgfältig aufgebracht und droht sich nicht so schnell zu lösen, wie wir es beispielsweise bei den Gummi-Standfüßen älterer Charge-Modelle erlebt haben.

Technik: Multi-Room-tauglich per Auracast

Lange mussten wir über jede neue JBL-Generation schimpfen, die ein vom Vorgänger etabliertes Kopplungs-System durch ein neues eintauschte. Für die Zukunft kann man offenbar vorsichtig optimistisch bleiben, denn der Hersteller hält nun bereits seit längerem an Auracast fest.

jbl grip bluetooth lautsprecher oberseite mit powertaste

Dank Auracast lassen sich mehrere Geräte koppeln und im Stereo- oder Multi-Speaker-Modus nutzen, solange sie das Feature unterstützen. JBL ist Vorreiter bei der Implementierung dieser Bluetooth-Funktion und bietet viele kompatible Modelle an, die Verbreitung bei Lautsprechern anderer Hersteller läuft dagegen langsam an.

Zwar handelt es sich bei Auracast um eine offene Spezifikation auf Basis von Bluetooth LE Audio, doch Reddit-User berichten, dass JBL-Lautsprecher bislang nur als Empfänger mit anderen JBL-Transmittern funktionieren – nicht aber mit Drittanbieter-Transmittern, ungeachtet der Auracast-Kompatibilität. Ob sich hier in Zukunft etwas ändern wird, ist unklar. Immerhin lässt sich inzwischen eine recht große Zahl aktueller JBL-Speaker per Auracast zu Mutli-Room-Setups zusammenschließen.

Anpassungsoptionen in der App

In der JBL Portable App ist diese Funktion unter “Party Together” zu finden, bei der verbundene Speaker ganz einfach zu einer Gruppe zusammengeführt werden. Die weiteren Funktionen fallen eher überschaubar aus: Neben einer nützlichen Akkustands-Anzeige gibt es eine Auswahl von fünf Leuchtmodi und gerade einmal vier Farboptionen, die mit Rot, Blau, Lila und anderes Lila nicht viel Gestaltungsfreiraum lassen, sowie einen 7-Band-Equalizer zum Anpassen des Sounds.

jbl grip screenshot lichtshow
jbl grip screenshot optionen
jbl grip screenshot party together

Die Akkulaufzeit fällt mit knapp 14 Stunden recht ordentlich aus, obwohl die letzten beiden Stunden nur mit aktivierter “Playtime Boost”-Funktion erreicht werden können. Diese Einschränkung teilen sich die anderen JBL-Modelle, bei denen der Modus jeweils knapp zwei zusätzliche Stunden Laufzeit zum Preis eines unausgeglichenen Klangbilds bietet. Anders als beim JBL Go 4 (Test) zeigt sich der Klang des Grip in diesem Modus deutlich ausgewogener. Erst bei sehr hohen Lautstärken kippt das Klangbild und wirkt leicht blechern und angestrengt.

Wie für einen Bluetooth-Speaker dieser Größe typisch, verzichtet der JBL Grip auf ein integriertes Mikrofon und bietet damit auch keine Freisprecheinrichtung. Übrigens verzichtet JBL inzwischen auf jegliche Kabel im Lieferumfang.

Sound: Allrounder mit Kompromissen

Im Klangbild präsentiert sich der JBL Grip deutlich ausgewogener als der kleinere Go 4: Während beim Go 4 komplexe Passagen schnell zu einer Masse verschmelzen, gelingt es dem Grip besser, Instrumente sauber voneinander zu trennen. Besonders im Bassbereich legt er ein solides Fundament, das sich klar von den Mitten absetzt und dem Sound mehr Tiefe und Struktur verleiht.

Im Vergleich zum größeren Flip 7 fällt der Grip dagegen etwas zurück. Der Flip erzeugt eine deutlich breitere Klangbühne und kräftigere Bässe, die dem Sound mehr Volumen verleihen, wirkt dabei aber auch weniger kontrolliert und die Bässe scheinen das restliche Klangbild sogar noch mehr zu überlagern als beim Grip.

Wechselt man zwischen den drei Modellen, entsteht je nach Song der Eindruck, mit jeder Stufe würde ein weiteres Instrument ins Spiel kommen: Aus dem undifferenzierten “Klangbrei” des Go 4 erhebt sich beim Grip ein eigenständiger Bass, während erst beim Flip 7 das Schlagzeug wirklich zur Geltung kommt.

Fazit

Bei unserem Test des JBL Flip 7 mussten wir feststellen, dass sich der Allrounder unter den Bluetooth-Speakern in einer Identitätskrise befindet. Sein kleiner Bruder erbt diese merkwürdige Position im Produktportfolio gewissermaßen: Wirklich guten Sound gibt es erst in höheren Preisklassen und für die Mitnahme sind die gelungenen Mini-Serien Go und Clip besser geeignet – zumal der Grip beinahe doppelt so viel kostet.

Wie bei den unzähligen Headset-Varianten der JBL Quantum-Reihe stellt der JBL Grip also eine weitere, feine Abstufung dar, die sich den Käufer*innen als Kompromiss zwischen dem kräftigeren Sound des Flip und der Handlichkeit des Go/Clip anbietet.

Die Preisvorstellung geht bei dieser Rechnung nicht ganz auf, da reicht auch das Gimmick der bunten Beleuchtung nicht aus: Den JBL Flip 7 gibt es mittlerweile fast schon zum gleichen Preis, daher lohnt es sich, einen ersten Sale für den JBL Grip abzuwarten.

Pro

  • handliche Form
  • robust und wasserdicht (IP68)
  • Multi‑Speaker‑Verbindung via Auracast
  • ordentlicher Klang im kompakten Format

Contra

  • Bass-Punch und Klangbühne ausbaufähig
  • hoher Preis

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Redakteur Robin im grünen Pulli Robin Cromberg Redakteur

Robin ist seit über 10 Jahren bei Allround-PC tätig und Experte für Eingabegeräte und Audiogeräte. Er verfasst regelmäßig News und Artikel in diesen Bereichen, berichtet aber auch über Produktneuheiten aus zahlreichen anderen Technikkategorien. Für unsere YouTube-, TikTok- und Instagram-Kanäle schneidet er regelmäßig Videos und steht gelegentlich auch selbst vor der Kamera.

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