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JBL Quantum 950 Wireless Gaming-Headset im Test: Nie wieder am Kabel laden

Wireless-Headset mit austauschbaren Akkus
jbl quantum 950 gaming headset auf tisch stehend

Das neue Flaggschiff im Gaming-Sortiment von JBL heißt Quantum 950 und wartet mit 50-mm-Treibern und überarbeitetem Design auf. Highlight ist aber der austauschbare Akku, dessen mitgelieferter Ersatz beim Spielen in einer praktischen Basisstation lädt. Ob das kabellose Gaming-Headset im Test überzeugen konnte, erfahrt ihr hier.

2020 überraschte Audio-Experte JBL mit seiner neuen Quantum Gaming-Reihe, die inzwischen mit etlichen Headsets und Mikrofonen alle Preisklassen und Anwendungszenarien abdeckt. Zur Gamescom 2025 zeigte JBL schließlich mit dem Quantum 250, 650 und 950 die drei neuesten Ableger: Gerade die beiden kabellosen Modelle Quantum 650 und Quantum 950 teilen sich viele Eigenschaften mit früheren Modellen wie dem Quantum 810 oder 910, darunter große 50-mm-Treiber und simultane Wiedergabe per Bluetooth und 2,4-GHz-Funk.

Den größten Unterschied, neben einem moderneren Design, machen wechselbare Akkus aus, von denen im Falle des Quantum 950 gleich zwei mitgeliefert und per Basisstation aufgeladen werden. Diese und weitere Neuerungen schlagen sich im Preis nieder: Mit knapp 350 Euro UVP ist das Quantum 950 mit großem Abstand das aktuell teuerste Gaming-Headset des Herstellers. Inzwischen ist das Headset ab ca. 300 Euro zu haben.

jbl quantum 950 gaming headset neben mikro und drehregler

Design & Tragekomfort: Für „Gaming“ eher dezent gehalten

Optisch geht das JBL Quantum 950 einen deutlichen Schritt weg vom klassischen „RGB-Gaming-Headset“. Auf Beleuchtung verzichtet JBL – bis auf einen LED-Ring an der Basisstation – beinahe komplett, trotzdem bleibt das Design Gaming-typisch verspielt: Selbst das schwarze Modell wirkt mit seinen lila und orangenen Akzenten noch auffallend bunt und erinnert etwas an die Designsprache der hauseigenen Bluetooth-Lautsprecher.

Im direkten Vergleich zu älteren Modellen wie dem Quantum 810 oder Quantum 910 wirkt das 950er aber insgesamt erwachsener und vor allem moderner. Auf den ersten Blick sehen sich die Modelle 650 und 950 zum Verwechseln ähnlich (so sehr, dass die beiden Modelle bei ihren jeweiligen Test-Fotoshootings beinahe vertauscht worden wären), beim genaueren Hinsehen legt das 950 aber in der Wertigkeit deutlich zu. Mehr Metallelemente, ein höheres Gewicht und der insgesamt robustere Aufbau vermitteln einen spürbar hochwertigeren Eindruck.

Angenehmer Tragekomfort dank weicher Polsterung

Trotz des extrem dünnen, elastischen Kopfbandes, bei dem man eigentlich Druckstellen erwarten könnte, sorgen die sehr weichen Ohrpolster zusammen mit dem angenehm ausbalancierten Gewicht dafür, dass das Headset auch nach mehreren Stunden nicht unangenehm auf den Kopf drückt.

Der Kopfbügel lässt sich zusätzlich manuell in der Größe anpassen und verstellt sich im Alltag nicht versehentlich, was gerade bei häufigem Auf- und Absetzen ein Pluspunkt ist. Ein großer Fortschritt gegenüber früheren Quantum-Modellen ist außerdem das Mikrofon-Design: Statt wie beim Quantum 910 einfach hochgeklappt zu werden, lässt sich der flexible Mikrofonarm nun vollständig abnehmen.

Auch die Basisstation reiht sich in den hochwertigen Eindruck ein: Sie bringt genügend Gewicht und einen Gummifuß mit, um rutschfest an Ort und Stelle zu verbleiben und ist mit einem großen Einstellrad ausgestattet, das sich sehr geschmeidig mit einem angenehmen Widerstand drehen lässt. Positiv hervorzuheben ist auch das Design aller mitgelieferter Kabel, die durch ihr buntes JBL-Orange deutlich im Kabelgewirr auszumachen sind.

Feature-Feuerwerk für Wireless-Fans

Der üppige Lieferumfang deutet bereits an, dass der Funktionsumfang wieder ähnlich umfangreich wie bei früheren JBL-Flaggschiffen ausfällt: Dem Gaming-Headset liegt eine Basisstation bei, die nicht nur als Bedieneinheit dient, sondern gleichzeitig den Job des üblichen USB-Funkempfängers übernimmt.

Über das mitgelieferte USB‑C-auf-USB‑C-Kabel wird sie mit dem PC verbunden und mit Strom versorgt – ein USB‑C-Port muss am Rechner also dennoch dauerhaft eingeplant werden. Dafür bekommt man im Gegenzug eine deutlich vielseitigere Lösung als bei üblichen USB-Dongles.

Das Highlight des Quantum 950 ist ohne Frage das Akku-Konzept: Im Headset steckt ein wechselbarer Akku, ein zweiter lädt parallel in der Basisstation. Geht der Akku zur Neige, wird einfach kurz getauscht und das Spiel geht ohne längere Unterbrechung weiter. Laut JBL soll ein Akku rund 25 Stunden halten und in etwa drei Stunden wieder voll geladen sein – praktisch bedeutet das, dass Akkuprobleme im Alltag so gut wie nicht mehr vorkommen und wir uns zu keiner Zeit ein Kabel ans Headset hängen müssen.

Als weiteres Highlight unterstützt das Quantum 950 wieder parallele Bluetooth- und 2,4‑GHz-Verbindungen, sodass sich etwa Sprachnachrichten oder Anrufe am Smartphone zwischendurch anhören lassen, ohne das Headset absetzen zu müssen.

Software: QuantumEngine

Auf Software-Seite bietet JBL zahlreiche Einstellmöglichkeiten, sowohl für das Headset als auch für die Basisstation. Praktisch ist auch ein einblendbares Overlay, dessen Größe, Transparenz und Position frei angepasst werden können und das etwa den Akkustand oder andere wichtige Informationen anzeigt.

Die Basisstation selbst lässt sich ebenfalls umfangreich konfigurieren: Drehen, kurzes Drücken, langes Drücken sowie Drücken und Drehen können jeweils mit unterschiedlichen Funktionen belegt werden, etwa zur Lautstärke-, Chat-Mix- oder EQ-Steuerung. Erwähnenswert sind die Noise-Cancelling-Optionen, mit denen Umgebungsgeräusche je nach Bedarf unterdrückt oder verstärkt werden.

Bassbetonter, aber beengter Klang

Im Inneren des Quantum 950 arbeiten 50‑mm‑Carbon-Dynamiktreiber, die für einen kräftigen, eher bassbetonten Grundcharakter sorgen. Der Sound wirkt zwar durchaus voll und druckvoll – was gerade bei Explosionen und actionreichen Effekten in Games gut zur Geltung kommt – ist für meinen Geschmack aber keine erste Wahl für anspruchsvolles Musikhören. Die räumliche Darstellung wirkt etwas beengt und die Klangbühne öffnet sich nicht so weit, wie man es sich in dieser Preisklasse wünschen würde.

Wie schon bei den ersten Gaming-Gehversuchen setzt JBL auch beim neuen Wireless-Flaggschiff zusätzlich auf eine Kalibrierung des Raumsounds mit einem kleinen Messmikrofon, das in die Mikrofonbuchse gesteckt und anschließend ins Ohr gesetzt wird. Nach der Vermessung des Gehörgangs wird der Raumklang entsprechend angepasst und klingt deutlich weiträumiger.

Zwar ist der virtuelle Raumgewinn klar hörbar, gleichzeitig wirkt der Klang aber – wie so oft bei virtuellen Surround-Optionen für Gaming-Headsets – auch unnatürlicher. Zwar kann die Surround-Option für manche Spiele oder Filme ihren Reiz haben, in den meisten Spielen oder gar bei Musik würde ich dieses Feature aber eher meiden.

Mikrofon: Geht besser, geht schlechter

Beim Mikrofon macht das Quantum 950 einen spürbaren Schritt nach vorne – insbesondere im Vergleich zum Quantum 650, dessen Sprachübertragung recht stark rauscht und insgesamt dünn wirkt. Das abnehmbare Mikrofon des 950 liefert eine brauchbare Sprachqualität mit relativ klarer und voluminöser Wiedergabe, die für den Voice-Chat völlig ausreicht.

Für ein 300‑Euro-Headset ist das Ergebnis zwar nicht spektakulär, erspart euch aber den Kauf eines separaten Mikrofons. Beim Vergleich mit ähnlichen oder sogar günstigeren Wireless-Konkurrenten, wie dem Logitech G522, zieht das Quantum 950 allerdings deutlich den Kürzeren.

Testaufnahmen zum Vergleich:

JBL Quantum 950
JBL Quantum 650
Logitech G522 mit Blue Vo!ce

Fazit zum JBL Quantum 950

Das Quantum 950 ist zweifellos der neue Star im Gaming-Angebot von JBL: Verarbeitung, Tragekomfort und Feature-Set wirken deutlich erwachsener als bei den Vorgängern, die Basisstation ist praxisnah umgesetzt und das Wechselakku-System mit zwei mitgelieferten Akkus ist im Alltag ein echter Gamechanger. Dazu kommen sinnvolle Software-Optionen inklusive Noise Cancelling und die parallele Nutzung von 2,4‑GHz-Funk und Bluetooth, was das Headset im Alltag flexibel einsetzbar macht.

Auf der anderen Seite stehen die Königsdisziplinen Klang und Mikrofon, in denen das Quantum 950 eher durchwachsene Ergebnisse vorzuweisen hat: Zwar bietet es kräftigen, bassbetonten Gaming-Sound und ein verbessertes Mikrofon, bleibt aber bei Räumlichkeit, Natürlichkeit und Sprachqualität hinter einigen ähnlich teuren oder sogar günstigeren Konkurrenten zurück.

Sinkt der aktuell noch sehr happige Preis von über 300 Euro in einen annehmbaren Bereich, kann das Gesamtpaket durchaus überzeugen – vor allem, wenn ihr in erster Linie Wert auf komfortables, kabelloses Gaming mit maximaler Akkufreiheit legt.

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Redakteur Robin im grünen Pulli Robin Cromberg Redakteur

Robin ist seit über 10 Jahren bei Allround-PC tätig und Experte für Eingabegeräte und Audiogeräte. Er verfasst regelmäßig News und Artikel in diesen Bereichen, berichtet aber auch über Produktneuheiten aus zahlreichen anderen Technikkategorien. Für unsere YouTube-, TikTok- und Instagram-Kanäle schneidet er regelmäßig Videos und steht gelegentlich auch selbst vor der Kamera.

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