Mit einem deutlich größeren Gehäuse, neuer LED-Beleuchtung und KI-Funktionen soll der Xtreme 5 noch einmal frischen Wind in das Bluetooth-Speaker-Lineup von JBL bringen. Erstmals ist der Speaker zudem per Auracast abwärtskompatibel und kann mit seinem Vorgänger sowie vielen anderen Speakern gekoppelt werden. Reicht das, um erneut 350 Euro für die fünfte Xtreme-Generation zu rechtfertigen?
Der lange Zeit größte und leistungsstärkste Bluetooth-Speaker von JBL geht in die nächste Runde: In mittlerweile fünfter Generation tritt der Xtreme diesmal noch größer, schwerer und lauter auf, behält aber viele Stärken der Serie bei. Neben einem deutlich angewachsenen Gehäuse hat der Xtreme 5 außerdem leistungsstärkere Treiber und neue KI-Funktionen zu bieten, mit denen JBL ein insgesamt großes Klang-Upgrade verspricht.
Preislich bleibt die Serie bei 350 Euro UVP, die auch zum Marktstart des Xtreme 4 (Test) abgerufen wurde. Inzwischen sind Restbestände der letzten Generation von 2024 aber schon ab 200 Euro erhältlich.
Design & Verarbeitung
Auf den ersten Blick erscheint der Xtreme 5 wie die logische bessere Wahl gegenüber seinem Vorgänger – zumindest wenn man sich am deutlich größeren und modernisierten Gehäuse orientiert. Der Xtreme 5 wird nicht mehr rundum in ein Stoffnetz gehüllt, sondern bietet etwas optische Abwechslung durch geschlossene Flächen. Besonders die neuen LED-Streifen unterstreichen den dezent futuristischen Look.
Geblieben sind das große Logo, gummierte Seiten und der ausgeprägte Standfuß, in dem sich zudem wieder eine mit zwei Schrauben gesicherte Klappe für den entnehmbaren Akku befindet. Es kommt der gleiche “Akku 400” von JBL wie beim Xtreme 4 zum Einsatz, der sich mit einem Handgriff wechseln lässt. Ein Tausch wird vom Hersteller zwar nur im Falle eines Defekts empfohlen – Pluspunkte für die Langlebigkeit gibt es trotzdem.
Der Xtreme 5 ist fast fünf Zentimeter länger als der Xtreme 4 und passt nur noch gerade so in den Rucksack, zudem steigt das Gewicht um knapp 800 Gramm. Das macht sich beim längeren Transport durchaus bemerkbar, aber ohne den Vergleich zum Vorgänger wirkt der Xtreme – angesichts der wuchtigen Ausmaße – dennoch überraschend leicht.
Wieder mit Flaschenöffner-Tragegurt!
Unhandlich ist der große Bluetooth-Speakerin der fünften Ausführung weiterhin nicht, auch dank eines mitgelieferten Tragegurts. Natürlich ist dieser wieder mit einem praktischen Flaschenöffner ausgestattet.
JBL gönnt der Xtreme-Serie nun auch endlich ein Upgrade auf die Schutzklasse IP68: Diese schon wurde bei der letzten Generation fast allen Lautstprecher-Modellen spendiert und sorgt für erhöhte Wasserdichtigkeit. Der Xtreme 4 tanzte unter den größeren Modellen unerklärlicherweise aus der Reihe und war damit automatisch ein Stück weniger attraktiv für den Outdoor-Musikgenuss.
Video: JBL Bluetooth-Speaker-Vergleich
Konnektivität: Auracast und Lossless Audio per USB-C
Auch wenn alle Beteiligten artig ihre Geräte zuhause geladen haben, kann der wasserdichte USB-C-Anschluss des Xtreme 5 glänzen: Durch eine Tastenkombination lässt sich die verlustfreie Audiowiedergabe aktivieren, bei der entsprechende Inhalte vom Smartphone, Tablet oder Notebook mit besserer Qualität abgespielt werden.

Zu guter Letzt gibt es positive Neuigkeiten für alle Besitzer der letzten JBL-Generation: Die Zeiten ewig neuer Verbindungsmodi ohne Abwärtskompatibilität scheinen vorbei zu sein, denn auch der Xtreme 5 unterstützt wieder die Kopplung mehrerer Speaker per Auracast. Ein kurzer Druck auf die entsprechenden Tasten beim Xtreme 4 und 5 schließt beide zur simultanen Wiedergabe zusammen, womit nach langer Zeit wieder zwei JBL-Modelle unterschiedlicher Generationen miteinander gekoppelt werden können.
Klangqualität
Auch unter der Haube hat sich einiges getan: Statt der zwei 30-Watt-RMS-Tieftöner des Vorgängers kommt nun ein einzelner 90-Watt-Tieftöner zum Einsatz, ergänzt durch das bewährte Paar 20-Watt-Hochtöner. So klingt der Xtreme 5 insgesamt etwas wuchtiger und basslastiger, was je nach Musikgenre Fluch und Segen sein kann.

Im direkten Vergleich wirkt der Xtreme 4 bei niedriger bis mittlerer Lautstärke etwas ausgewogener, da die Bässe des Xtreme 5 schnell das gesamte Klangbild überlagern – ein häufiges Problem der Bluetooth-Speaker von JBL. Bei höheren Lautstärken hingegen überzeugt der Xtreme 5 mit einem runderen, voluminösen Klangbild, während der Xtreme 4 ohne das wuchtige Bassfundament etwas blecherner klingt.
Die AI Sound Boost-Funktion, die bereits beim Xtreme 4 debütierte, läuft weiterhin im Hintergrund und soll den Klang je nach Quelle und Lautstärke optimieren. Wie bei vielen frühen KI-Implementationen bleibt der eigentliche Mehrwert schwer greifbar, da die Funktion nicht manuell ein- oder ausschaltbar ist. Auch mit dem Xtreme 5 wird das Feature nicht wirklich transparenter: Ein neuer Smart EQ-Modus soll die Klangkurve automatisch an das Musikgenre anpassen – erneut ohne unser Zutun oder Einverständnis.
Akkulaufzeit
Hinsichtlich der Akkulaufzeit scheint JBL das Potenzial bereits mit der letzten Generation ausgeschöpft zu haben: Wie schon sein Vorgänger hält der Xtreme 5 bei mittlerer Lautstärke bis zu 24 Stunden lang durch, die sich per Playtime-Boost um vier weitere Stunden verlängern lassen.
Diese Funktion schmälert die Klangqualität ein wenig und bescherte dem Xtreme 4 sogar noch zwei Stunden mehr – so oder so erreichen beide Speaker aber ordentliche Laufzeiten. Dass hier keine Fortschritte gemacht werden, ist wiederum ein Nachteil des Akku-Recyclings.
Voll geladen wird der Xtreme 5 in knapp 3,5 Stunden. Dieser längere Boxenstopp am nicht mitgelieferten (!) USB-C-Kabel lohnt sich auch bei Veranstaltungen, die nicht volle 24 Stunden dauern: Erneut bietet der Bluetooth-Speaker eine Powerbank-Funktion, mit der sich Geräte wie das Smartphone über ein USB-Kabel an der Akkukapazität des Xtreme bedienen dürfen.
Fazit
Mit seinem riesigen Gehäuse und dem höheren Gewicht wird der neue Xtreme manche vielleicht eher zum kleineren Charge greifen lassen, doch wer schon zuvor nur Augen für die Xtreme-Serie hatte, wird auch hier glücklich: Besserer IP68-Schutz gegen Wasser, eine überarbeitete Treiber-Konfiguration mit spürbar stärkeren Bässen und die wiederkehrenden Features wie Auracast-Kompatibilität sowie austauschbarer Akkus. Diese Ausstattung macht den Xtreme 5 in vielerlei Hinsicht zum besten „gerade noch bequem tragbaren“ JBL-Speaker.
Wer sich außerhalb der Marke JBL umsieht, findet viele Alternativen mit weniger bassdominierten, ausgewogeneren Klangbildern. Doch für den Xtreme spricht auch das große Produktportfolio von JBL, dessen zahlreiche Speaker für verschiedene Anwendungsbereiche sich per Auracast-Unterstützung zu einem praktischen Multi-Room-Ökosystem zusammenfügen lassen.
Mit 350 Euro UVP bewegt sich der JBL Xtreme 5 preislich exakt auf dem Niveau seines Vorgängers, hat aber einige mehr oder weniger bedeutende Neuerungen vorzuweisen. Wer etwas Geld sparen will, kann (solange der Vorrat noch reicht) zum Vorgänger (ab 220€) greifen.
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Alles schön und gut,aber abwärts und aufwärts kompatibel ist nun Mal nur der x-treme 4.Er lässt sich z.B. mit einer Boombox 2 über Party Together und über Auracast mit den neuen Generationen von JBL verbinden.Das und ein Preis von 189€ war der Grund mir diese Box zu kaufen.