Patriot bietet mit der Viper Steel-Serie bis zu 4.400 Megahertz schnellen DDR4-Arbeitsspeicher an. Wir haben ein 16-Gigabyte-Kit mit einer Taktfrequenz von 4.000 MHz durch unseren Benchmark-Parcours gejagt.

Übersicht & Technische Daten

Der Viper Steel DDR4-Arbeitsspeicher verzichtet auf optische Spielereien wie eine RGB-Beleuchtung, stattdessen liegt der Fokus auf der Geschwindigkeit, denn selbst das langsamste Modul der Serie taktet bereits mit 3.000 MHz. Das von uns getestete Kit läuft mit maximal 4.000 MHz, wenn das entsprechende XMP-Profil im BIOS geladen wird.

Patriot Viper Steel DDR4Ein Aluminium-Kühlkörper kühlt die Speicherchips des Patriot Viper Steel Arbeitsspeichers.

Die Timings betragen bei dieser Taktfrequenz CL 19-19-19-39. Es ist zudem ein zweites Profil integriert, das eine Taktfrequenz von 3.866 MHz aktiviert. Die Spannung beläuft sich auf für DDR4-Arbeitsspeicher übliche 1,35 Volt.

Patriot Viper Steel DDR4 Benchtable 1Auf dem Asus ROG Maximus X Hero lief der Arbeitsspeicher problemlos mit 4.000 MHz.

Patriot verwendet beim Viper Steel Arbeitsspeicher ein schwarzes PCB und kühlt die Speicherchips mit einem Kühlkörper aus Aluminium. Das Viper-Logo in Form einer Schlange ist mittig mit einer geriffelten Textur auf dem Kühler aufgebracht. An der oberen Kante ist ein schwarzer Kunststoffstreifen mit Finnen integriert worden. Das Modul besitzt Abmessungen von 135,7 x 44,4 x 7 Millimetern und ist damit ein gutes Stück niedriger als einige Arbeitsspeicher mit RGB-Beleuchtung, beispielsweise der GeiL Evo X.

Leistungstest

Um die Leistung des Arbeitsspeichers zu ermitteln, haben wir ihn mit unterschiedlichen Benchmarks getestet. Der Testvorgang wurde mit aktiviertem XM-Profil (4.000 MHz) durchgeführt und die Ergebnisse in Diagrammen zusammengefasst.

Testsystem

  • Prozessor: Intel Core i7-8700K 3,7 GHz (Coffee Lake), Turbo Boost aktiv, Hyperthreading aktiviert
  • Mainboard: Asus ROG Maximus X Hero
  • Kühler: Noctua NH-U14S
  • RAM: Adata XPG Spectrix D41 16 GB
  • Systemlaufwerk: Crucial MX 500
  • Grafikkarte: KFA2 GeForce GTX 1070 Ti EX
  • Betriebssystem: Windows 10 Professional x64
  • Netzteil: Thortech Thunderbolt 650 Watt

Verwendete Software

  • AIDA64 Extreme
  • SiSoftware Sandra
  • The Witcher 3

Erklärung zu den Diagrammen: Wenn ihr die Maus auf einen Balken bewegt, wird euch der Produktname und die erreichte Punktzahl angezeigt. Um die Ansicht übersichtlicher zu gestalten, könnt ihr für euch uninteressante Produkte mit einem Klick auf den Produktnamen unterhalb des Diagramms ausblenden.

Die hohe Taktfrequenz macht sich in allen Benchmarks positiv bemerkbar. Der Viper Steel DDR4-Arbeitsspeicher liegt in jedem Aida 64-Benchmark weit vor der Konkurrenz, die im Testfeld mit maximal 3.200 MHz taktet. Lediglich im Cinebench scheitert er als einziger RAM an der 1.400-Punkte-Marke, allerdings fällt der Unterschied sehr gering aus.

In den SiSoftware Sandra-Benchmarks kann sich der Viper Steel ebenfalls behaupten, der Vorsprung ist allerdings geringer als bei den Aida-Tests. Zudem muss er sich bei Cache- und Speicherzugriff geschlagen geben und scheint nicht von der hohen Geschwindigkeit profitieren zu können.

Patriot Viper Steel DDR4 Wärmebild 2
Patriot Viper Steel DDR4 Wärmebild

Beim Spieletest in Form von „The Witcher 3“ klettert die durchschnittliche Bildrate auf 151 fps, was ein Plus von über 5 fps gegenüber der Konkurrenz mit 3.200 MHz darstellt. Die minimale Framerate verbessert sich mit 124 fps hingegen nicht. Ein anderes Bild zeigt sich in "Battlefield V", wo der Arbeitsspeicher von Patriot 1 fps langsamer ist als der GeiL Arbeitsspeicher mit 3.200 MHz (zum Testbericht). Dafür fällt die Bildrate mit dem Viper Steel Arbeitsspeicher nur auf 86,4 fps und ist somit deutlich stabiler als beim 3.200-MHz-Modul, bei dem sie zwischenzeitlich auf 80,3 fps sinkt.

Fazit

Der Viper Steel DDR4-Arbeitsspeicher von Patriot trumpft mit einer hohen Speichertaktgeschwindigkeit von 4.000 MHz auf, die ihn an die Spitze der meisten von uns verwendeten Benchmarks katapultiert. In "The Witcher 3" führt die hohe Taktfrequenz zu einem Leistungsplus von über fünf Bildern pro Sekunde im Vergleich mit 3.200 MHz schnellen DDR4-Arbeitsspeicher. In "Battlefield V" ist der Viper Steel zwar minimal langsamer, die minimale Bildrate ist allerdings deutlich höher als bei der Konkurrenz.

Mit dem von uns verwendeten Asus Maximus X Hero Mainboard ließ sich die hohe Taktfrequenz ohne Probleme einstellen und stabil verwenden. Der Patriot Viper Steel DDR4-Arbeitsspeicher kostet als 4.000 MHz schnelles DDR4-Kit 209 Euro. Falls ihr auf der Suche nach einem RGB-Arbeitsspeicher seid, empfehlen wir euch unsere Tests zum Corsair Vengeance Pro RGB und Adata XPG Spectre D41.

Patriot-Viper-Steel-Award

Pro

  • hohe Leistung
  • zwei schnelle XM-Profile hinterlegt
  • gute Verarbeitung

Contra

  • -

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