Kingston FURY Impact im Test: Arbeitsspeicher für euer Gaming Notebook

SO-DIMM-Riegel für Laptops und Mini-PCs!
Kingston Fury  /  Anzeige

Euer Gaming-Notebook hat zwar einen leistungsstarken Prozessor und auch eine kraftvolle Grafikkarte unter der Haube, doch der Arbeitsspeicher ist immer am Limit? Dann könnte sich, sofern euer Notebook das unterstützt, ein RAM-Upgrade für Abhilfe sorgen. Von Kingston FURY schauen wir uns heute daher die Impact SO-DIMM-Riegel für Laptops oder Mini-PCs im Test etwas genauer für euch an.

Was Notebook heutzutage imstande sind zu leisten, ist schon sehr beeindruckend, oder? Blöd nur, wenn ihr viele Programme gleichzeitig offen habt und der Arbeitsspeicher sein Limit erreicht. Zwar sind 16 Gigabyte RAM mittlerweile zum Standard geworden, doch selbst mit wenigen Chrome-Tabs gelangen auch die schnell an ihre Kapazitätsgrenzen. Um nun euer Notebook, oder auch euren Mini-PC (z.B. ein Intel NUC – hier im Test) mit mehr Arbeitsspeicher zu versorgen, bieten sich unter anderem die Kingston FURY Impact DDR4 SO-DIMM-Riegel an.

RAM-Kits mit 8 GB bis 64 GB und bis zu 3.200 MHz

Die kompakten RAM-Module bekommt ihr in den verschiedensten Ausführungen und Kits. So startet ein 8 GB DDR4-2666 Single Kit bereits bei knapp 31 Euro, das Topmodell mit 64 GB DDR4-3200 im Dual-Kit gibt es für circa 267 Euro. Dazwischen tummeln sich diverse Varianten mit Modulgrößen von 8, 16 und 32 Gigabyte Kapazität und dementsprechend Kitgrößen von 8, 16, 32 sowie 64 Gigabyte. Für unseren Test haben wir ein 32 GB DDR4-3200 Kit bestehend aus zwei 16GB-Riegeln zum Preis von aktuell um die 137 Euro* erhalten – vermutlich DAS Kit, welches ein Großteil der Gamer*innen wohl derzeit für ein Upgrade verwenden würden.

Übrigens: Solltet ihr noch ein System mit DDR3-Arbeitsspeicher besitzen, ist das kein Problem – denn Kingston bietet die FURY Impact Riegel unter anderem auch mit dem älteren Standard in diversen Ausführungen an.

Design & technische Eigenschaften

Durch den SO-DIMM-Formfaktor besitzen die Module eine Größe von lediglich 69,6 x 30 mm (Breite x Länge). Dadurch sind die primär für den Einsatz in Notebooks gedacht, können aber auch in kompakten Mini-PCs Platz nehmen. Ihr solltet also nicht versuchen eure bereits vorhandenen DIMM-Riegel in den deutlich kleineren SO-DIMM-Slot zu quetschen. Zur Installation der Kingston FURY Impact kommen wir später noch kurz.

Bleiben wir noch kurz beim Design, denn hier hat sich Kingston für eine schwarze Platine entschieden. Die Speicherchips sitzen nur auf einer Seite und werden von einem schwarzen „Thermo-Etikett“ geschmückt. Dieser Sticker dient also nicht nur zum Verschönern, sondern erfüllt auch einen wichtigen Zweck: Wärmeableitung. Wie bei einer M.2-SSD können natürlich auch die Speicherchips auf Arbeitsspeichermodulen mit der Zeit warm werden. Solch ein Aufkleber kann die entstehende Wärme dann etwas effektiver verteilen und abführen.

Auf der anderen Seite gibt es noch zweite weitere Aufkleber, unter anderem mit der Modellnummer des Kits. Und wenn ihr euch nun fragt, warum es noch keinen SO-DIMM-RAM mit bunter RGB-Beleuchtung gibt? Nun ja, weil ihr die kompakten Module oftmals einfach nicht sehen könnt.

So, das wäre dann also auch geklärt – ab zur Installation der Kingston FURY Impact.

Wie installiere ich SO-DIMM-Arbeitsspeicher?

Im Vergleich zum Desktop-PC und dem dortigen DIMM-Standard werden SO-DIMM-Riegel (ausgeschrieben übrigens „Small Outline Dual Inline Memory Module„) etwas anders installiert. Bei DIMM-Arbeitsspeicher werden die Module vertikal zur Platine in die dafür vorgesehenen Bänke eingesetzt. Damit der RAM nun beim Notebook nicht aus dem Gehäuse herausguckt, wird SO-DIMM-Speicher horizontal auf dem Mainboard installiert.

Je nach Platine lassen sich entweder ein oder zwei Modul(e) einbauen. Teilweise wird das Duo dabei übereinander, manchmal jedoch auch, wie in unserem Fall, nebeneinander platziert. Um nun beispielsweise bereits installierte Module zu entfernen, müsst ihr zwei silberne Metallklammern an den Seiten der Module beiseiteschieben, diese halten das RAM-Modul im Slot fest. Im Anschluss sollte das „alte“ Modul sich leicht anheben und so herausnehmen lassen.

Bevor ihr nun die neuen Module einsetzt, solltet ihr checken, ob die Kerbe der Riegel zum Slots passt. Nur wenn beides auf selber Höhe ist, lässt sich der Arbeitsspeicher installieren. Wichtig ist hierbei auch: Arbeitsspeicher ist nicht abwärtskompatibel, ihr könnt ältere DDR3-Riegel also nicht in einen DDR4-Slots setzen – und umgekehrt.

Nimm nun das erste Modul, steckt es leicht schräg in den Slot, bis es fest drin sitzt. Drückt den RAM-Riegel dann mit beiden Händen gleichmäßig und vorsichtig nach unten, bis er in beiden Metallklammern einrastet und vollständig horizontal auf dem Mainboard sitzt. Wiederholt diesen Schritt auch beim zweiten Modul, sofern ihr ein Dual-Kit installiert. Achtet auch hier darauf, dass die Kerbe passen muss, ggf. müsst ihr das Modul einmal um 180° wenden.

Leistungstest

Ein schickes Design in Schwarz ist natürlich schön und gut, am Ende sollte aber natürlich auch die Leistung stimmen. Daher haben wir uns ein ASUS ROG Zephyrus G17 (G713Q) Gaming-Notebook mit AMD Ryzen 9 5900HX, GeForce RTX 3070 (8 GB) sowie 1 TB SSD geschnappt (auf Profil „Leistung“ eingestellt). Dieses stellt nicht nur zwei SO-DIMM-Slots zur Verfügung, sondern ermöglicht auch einen einfachen Austausch der RAM-Module durch die abnehmbare Unterseite. Ab Werk ist hier ein 16 GB DDR4-3200 Kit von Samsung mit 1,2 Volt, CL22-22-22-52 Timings (Command Rate 1T) und A-Dies vorinstalliert.

Die Kingston FURY Impact bieten „Plug and Play“, weswegen das Kit auch für Einsteiger geeignet ist. Der Speicher wird also automatisch mit Voreinstellungen und ohne manuelle Auswahl eines Profils übertaktet. So arbeitet unser 32 GB Kit direkt nach der Installation beispielsweise mit 3.200 MHz bei 1,2 Volt und CL20-22-22-42 Timings (Command Rate 1T). Die Geschwindigkeit ist gegenüber dem vorinstallierten Kit im ASUS-Notebook zwar identisch, die Timings sind jedoch niedriger, was in der Praxis zu besseren Latenzen führen dürfte.

Laut Kingston sind die FURY Impact Module jedoch auch XMP-zertifiziert, falls euer Notebook oder Mini-PC das unterstützt. Enthusiasten und Experten könnten das Kit zudem manuell übertakten, sofern der Computer bzw. dessen BIOS das zulässt. Wie ihr in unserem Fall zudem merken dürftet, sind die Arbeitsspeicherriegel auch Ryzen-ready und daher für AMD-Systeme ausgelegt.

Verwendete Software

  • AIDA64 Extreme
  • SiSoftware Sandra
  • UL Procyon Video Benchmark (Adobe Premiere Pro)
  • Total War: Three Kingdoms (Battle-Benchmark, 1.080p, Hohe/Ultra Detail-Presets)

Benchmarks

Bereits die AIDA64 Extreme Benchmarks zeigen sehr gut, dass das Notebook nicht nur von der höheren Kapazität, sondern auch von besseren Timings und den vermutlich hochwertigeren Speicherchips profitiert. In der Praxis sind das ca. 8,9 % mehr Lesedurchsatz, satte 31,5 % mehr Schreibdurchsatz und etwa 13 % mehr Kopierdurchsatz. Die Verzögerung sinkt immerhin um 7 %. Auch die Tests in SiSoftware Sandra zeigen ein ähnliches Bild. Etwa 8,6 % mehr Bandbreite, rund 8,9 % besserer Cache/Speicherzugriff und eine um 5,4 % niedrigere Latenzzeit.

Spiel

Zwar sind reine Zahlenwerte aus Benchmark-Ergebnissen immer gut für die Vergleichbarkeit, doch erst in Spielen zeigt sich eine Veränderung so richtig in der Praxis, ob nun besser oder schlechter. Wir haben daher auch mal den Battle-Benchmark in Total War: Three Kingdoms durchgeführt und konnten dort eine Leistungssteigerung von 5,3 % mit hohen Details verzeichnen. Mit knapp 1,3 % mehr Bildern pro Sekunde fällt das FPS-Plus bei Ultra-Details deutlich geringer aus. Doch hier ist einfach die restliche Hardware (CPU + GPU) am Limit, sodass der Arbeitsspeicher allgemein nicht mehr so ins Gewicht fällt.

Content Creation

Und da auf einem so leistungsfähigen Notebook nicht nur gezockt wird, sondern gern auch mal Bilder bearbeitet oder Videos geschnitten werden, haben wir abschließend noch den neuen UL Procyon Video-Benchmark durchlaufen lassen. Hierbei werden verschiedenste Videosequenzen und Projekte in Adobe Premiere Pro gerendert, wodurch ein doch sehr realistischer Einsatz simuliert wird. Am Ende erreicht das ASUS ROG Zephyrus G17 mit dem Kingston FURY Impact 32GB-Kit rund 14,8 % mehr Punkte.

Fazit

Für ein schnelles und unkompliziertes RAM-Upgrade für eure Notebook oder euren Mini-PC sind die Kingston FURY Impact DDR4-Riegel wunderbar geeignet. Es stehen nicht nur verschiedene Kits in unterschiedlichen Größen zur Auswahl, durch einfaches Plug’n’Play braucht ihr zudem keine manuellen Einstellungen vornehmen – RAM tauschen und loszocken.

Im Leistungstest konnte das 32 GB Kit mit 3.200 MHz zudem durch eine insgesamt höhere Performance und niedrigere Latenzen überzeugen. Dazu gibt es eine XMP-Zertifizierung und die Unterstützung für AMD Ryzen Prozessoren – so wie beispielsweise in unserem Fall beim ASUS ROG Zephyrus G17 mit Ryzen 9 5900HX. Es ist zwar nicht das günstigste Kit, dafür aber zum Preis von knapp 136 Euro* mit den besten CL-Timings in dieser Geschwindigkeitsklasse unterwegs.

CPU & RAM
Allround-PC.com Award
12/2021
Kingston FURY Impact DDR4 SO-DIMM
Empfehlung

Pro

  • gesteigerte Performance
  • bessere Latenzen
  • stabiler Betrieb
  • XMP-zertifiziert
  • Ryzen-ready

Contra


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Leonardo Ziaja ... ist vor allem für die Bereiche Smartphones und Mobile zuständig, testet aber auch andere Hardware-Highlights wie Gehäuse, Prozessoren und Mainboards. Darüber hinaus sorgt er für hochwertige Bilder in unseren Testberichten.

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