Gaming-Headset ist nicht gleich Gaming-Headset. In dieser Übersicht haben wir unsere Favoriten aus den aktuellen Testberichten herausgepickt und teilen sie in Kategorien ein, unter denen jeder das Modell findet, das zu ihm passt. Neben günstigen Einsteiger-Optionen findet ihr hier auch High-End-Modelle mit Features für jeden Geschmack.
Unsere Favoriten in fünf Kategorien
Die Wahl des Gaming-Headsets hängt ganz von euren individuellen Anforderungen und Vorlieben ab. In diesem Ratgeber vergleichen wir sehr unterschiedliche Modelle aus verschiedenen Preisklassen, die vom 80-Euro-Modell für Puristen bis hin zur Wunschlos-Glücklich-Lösung für 400 Euro reichen.
Durch diese Preisdifferenz und unterschiedliche Zielgruppen ist ein fairer Vergleich natürlich nur schwer zu ziehen. Denn während das Astro A50 X theoretisch gleich in mehreren Kategorien abräumen könnte, werden sich viele von seinem hohen Preis und dem Fokus auf Multi-Plattform-Kompatibilität nur wenig angesprochen fühlen.
- Preis-Tipp: MSI Immerse GH50
- Bester Game-Sound: Alienware Pro
- Bestes Mikrofon: Astro A50 X
- Bester Allrounder: Asus ROG Delta II
- Bestes Kabel-Headset: Asus ROG Kithara
Preis-Tipp: MSI Immerse GH50 Wireless
Falls ihr bei der Suche nach eurem nächsten Gaming-Headset etwas aufs Budget achten möchtet, ist das Immerse GH50 Wireless von MSI durchaus einen Blick wert. Für unter 100 Euro hat das kabellose Headset zwar viel Kunststoff, dafür aber auch satten Sound mit Bassverstärkung zu bieten. Beim Musikhören fällt der Klang dadurch weniger ausgewogen aus.
Das Mikrofon überträgt die Stimme zwar gut verständlich, aber nicht sehr klar. Für den geforderten Preis geht das abnehmbare Mikrofon in Ordnung. Multi-Plattform-Kompatibilität ist in Form eines USB-C-Adapters und eines AUX-Kabels vorhanden, auf Bluetooth wird dagegen verzichtet. Die Akkulaufzeit fällt mit 22 Stunden allenfalls durchschnittlich aus.
Pro
- satter Sound für Gaming
- brauchbares Mikrofon
- Preis-Leistungs-Verhältnis
- Multi-Plattform-Kompatibilität
- faltbar für den Transport
Contra
- viel Kunststoff
- ungenaue Akkustandsanzeige
HyperX Cloud Jet
Ein heißer Anwärter für unseren Preis-Tipp ist dieses Jahr auch das HyperX Cloud Jet, welches für knapp 60 Euro – und je nach Shop und Angebotslage auch darunter – einen großen Mehrwert zu bieten hat: Auch hierbei handelt es sich um ein kabelloses Headset, welches seinem Rivalen von MSI sogar eine zusätzliche Bluetooth-Option voraus hat.
Einen Haken gibt es bei diesem attraktiven Geheimtipp: Die Mikrofonqualität kann dem etwas teureren GH50 Wireless nicht das Wasser reichen und stört Teamkollegen in Discord und Co. mit einer dumpfen, mitunter schwer verständlichen Stimmwiedergabe. Wer überwiegend solo spielt, oder ein dediziertes Mikrofon verwendet, kann über diesen Kritikpunkt hinwegsehen.
Pro
- Preis/Leistungs-Verhältnis
- Tragekomfort
- Bluetooth-Option für Mobilgeräte, Konsolen und Co.
- räumliche Klangbühne
Contra
- schwache Bässe
- dumpf klingendes Mikrofon
Immersiver Sound: Alienware Pro Gaming-Headset
Auch das Alienware Pro hat mit knapp 24 Stunden eine brauchbare, aber nicht rekordverdächtige Akkulaufzeit zu bieten. Dafür trumpft das in höheren Preisregionen (knapp 190 Euro) angesiedelte Headset mit sehr weichen Ohrpolstern und 50-mm-Graphen-Treibern, die einen fantastischen Ingame-Sound abliefern. So ist es unsere erste Wahl, wenn wir voll in atmosphärische Singleplayer-Spiele abtauchen wollen. Audiophilen könnten die überbetonten Bässe dagegen beim Musikhören etwas zu stark ausfallen.
Wer sich allein auf immersive Einzelspieler-Erlebnisse konzentriert, wird vom Mikrofon womöglich nur selten Gebrauch machen. Für regelmäßige gemeinsame Runden mit Freunden solltet ihr jedoch lieber ein separates Mikrofon mitbringen, denn das abnehmbare Mikrofon des Alienware Pro überträgt die Stimme nur sehr verrauscht. Mit 2,4-GHz-Dongle und Bluetooth lässt es sich sowohl an PC und Konsole als auch am Smartphone verwenden, aber nicht gleichzeitig. Ohne ein AUX-Kabel entfällt auch die Kompatibilität zu Xbox-Konsolen.
Pro
- Klangqualität
- leichte Konstruktion, hoher Komfort
- optionaler Bluetooth-Modus
- Aktive Geräuschunterdrückung mit Transparenzmodus
- Dolby Atmos for Headphones
Contra
- überbetonte Bässe
- keine Play/Pause-Taste am Headset
- Mikrofon
Der Favorit eurer Discord-Freunde: Logitech Astro A50 X
Wo die bisherigen Modelle Kompromisse machen, fährt das Astro A50 X schwere Geschütze auf: Das Premium-Modell wird kabellos mit einer praktischen Ladestation verbunden, die wiederum per HDMI direkt an PC, Playstation und Xbox angeschlossen wird. Auf Knopfdruck wechselt das A50 X so zwischen der aktiven Quelle, was es zur besten Option für alle macht, die ihre Konsolen neben dem PC stehen haben.
Logitechs Pro-G Graphen-Treiber erzeugen im Spiel und beim Musikhören erstklassigen Sound, und auch das umklappbare Mikrofon schlägt im direkten Vergleich alle anderen Vertreter mit seiner klaren, natürlichen Stimmwiedergabe. Die Laufzeit liegt zwar auch hier “nur” bei knapp 24 Stunden, durch ständiges Laden auf der Station nähert sich der Akkustand jedoch nie wirklich dem kritischen Bereich. Der Haken: Mit fast 400 Euro ist das Astro A50 X mit großem Abstand das teuerste Modell in dieser Liste.
Pro
- toller Sound mit gutem Raumklang
- praktischer Game/Chat-Regler mit Signalton
- komfortable Ladestation schafft Akkuprobleme aus der Welt
- sehr gutes Mikrofon
- guter Tragekomfort
Contra
- kein HDMI-2.1-Kabel mitgeliefert
- App-Abstürze bei Equalizer-Auswahl
Gutes Mikro muss nicht teuer sein: Logitech G522
Hat euch der hohe Preis des Astro A50 die Überraschung beim Mikrotest vermiest? Keine Sorge, es geht auch günstiger. Wer auf einige der Premium-Features von Astro verzichten kann, wird im Sortiment des Mutterkonzerns fündig: Das Logitech G522 fühlt sich mit seinem luftig-leichten Design wie der Gegenpol des wuchtigen A50 an, bietet aber mit 2,4 GHz, Bluetooth und Kabel nicht wenige Verbindungsoptionen.
Die Mikrofonqualität kann nicht ganz mit dem 400-Euro-Modell mithalten, lässt sich aber durch umfangreiche Filter und Blue-Vo!ce-Einstellungen in der Software genau an die eigenen Vorstellungen anpassen. Wer besonders das Zusammenspiel von Bluetooth- und 2,4-GHz-Verbindungen ins Auge gefasst hat, findet in der folgenden Kategorie ein Modell, das die kabellosen Verbindungsoptionen sogar noch besser gelöst hat.
Pro
- leichtes Gewicht und hoher Tragekomfort
- Laden und Audio per USB-Kabel
- 2,4 GHz, Bluetooth und Kabel
- klarer, räumlicher Sound
- gutes Mikrofon
- vielfältige Software-Optionen für Audio und Mikrofon
- lange Akkulaufzeit
Contra
- Ohrmuscheln liegen nicht perfekt auf
- Bluetooth und 2,4 GHz nicht simultan nutzbar
- störrische Software
Der Alleskönner: Asus ROG Delta II
Mit dem Asus ROG Delta II für knapp 200 Euro kehren wir wieder in einen gemäßigten, wenn auch nicht ganz günstigen Preisbereich zurück. Das kabellose Headset ist der perfekte Allrounder für alle, die gerne beim Spielen an PC oder Konsole nebenbei Musik oder ihren Discord-Voicechat über das Smartphone hören. Die simultane Wiedergabe von Bluetooth- und 2,4-GHz-Quellen ist zwar an sich nichts Neues, wird hier aber in Perfektion umgesetzt, inklusive je einem Set Bedienelemente samt Lautstärkerad für beide Quellen am Gerät.
Die Akkulaufzeit liegt hier ebenfalls bei 24 Stunden, lässt sich durch das Deaktivieren der – bei einem Headset weniger benötigten – LED-Beleuchtung auf satte 110 Stunden verlängern, womit sich das Delta II den Akku-Thron mit dem Astro A50 X teilt. In Sachen Mikrofonqualität belegt es Platz 2 hinter dem Astro-Schwergewicht. Die Stimmwiedergabe des Delta II ist minimal dumpfer, aber immer noch klarer als bei 90 Prozent aller Gaming-Headsets, die sonst auf meinem Schreibtisch landen.
Pro
- simultane Wiedergabe per Bluetooth und 2,4 GHz
- separate Lautstärkeräder für Bluetooth und 2,4 GHz
- gutes Mikrofon
- räumlicher Klang
Contra
- Kopfbügel drückt nach längerem Tragen
- kurze Akkulaufzeit mit Beleuchtung
Das Gaming-Headset für Audiophile: Asus ROG Kithara
Wer bis hierher gelesen hat, wird feststellen, dass auch im Jahr 2026 ein deutlicher Trend in Richtung kabelloser Gaming-Headsets erkennbar ist. Das kabelgebundene Asus ROG Kithara ist nicht nur in dieser Hinsicht ein Sonderfall, denn das schlicht gestaltete Gaming-Headset setzt mit seiner offenen Bauweise und planar-magnetischen Treibern einen starken Fokus auf Hi-Fi-Sound für audiophile Gamer*innen.
Mit einer extrem weiträumigen, neutralen Klangbühne ohne besonders überbetonte Frequenzbereiche ziehen euch orchestrale Soundtracks förmlich ins Spielgeschehen, während Soundeffekte wie Spielerso deutlich wie selten zuvor zu verorten sind. Mit einer ganzen Handvoll Adapter für verschiedene Klinkenstecker und einem mitgelieferten USB-C-DAC für alle, die keinen dedizierten Kopfhörerverstärker besitzen, ist das ROG Kithara besser ausgestattet als die meisten kabelgebundenen Headsets. Mit einer UVP von knapp 320 Euro ist das Hi-Fi-Headset kostspieliger als die meisten Vertreter dieser Liste, aber wiederum nicht ganz so teuer, wie man bei der Featureliste erwarten könnte.
Pro
- detailierter, sehr räumlicher Klang
- Komfortable Polster und leichtes Gewicht
- offene Bauweise
- mehrere, austauschbare Kabeladapter
- USB-C-DAC mitgeliefert
- sehr gute Mikrofonqualität
Contra
- hoher Preis
- lockerer Sitz auf dem Kopf
Klassisch Kabelgebunden: Teufel Zola
Auch das kabelgebundene Teufel Zola tanzt mit mehr als seinen begrenzten Verbindungsoptionen aus der Reihe, denn das schlichte Headset verzichtet auf viel Schnickschnack, der bei einigen Konkurrenzmodellen den Preis in die Höhe drückt.
Toller Klang mit DTS Headphone:X 2.0 und ein brauchbares, wenn auch nicht einwandfreies Mikrofon bilden ein solides Grundgerüst für Gaming und Musikgenuss. Neben dem Mikrofonarm lassen sich auch die Seitenschalen und Ohrpolster abnehmen und durch eine große Auswahl bunter oder schlichter Alternativen austauschen. Neben dem hohen Preis für dieses Zubehör bietet das Zola nur wenig Raum für Kritik. Zudem ist es seit wenigen Monaten für deutlich unter 100 Euro zu haben und damit eine günstige Option für Puristen, die auf Extra-Features verzichten können und sich am Kabel nicht stören.
Pro
- detailierter, sehr räumlicher Klang
- Komfortable Polster und leichtes Gewicht
- offene Bauweise
- mehrere, austauschbare Kabeladapter
- USB-C-DAC mitgeliefert
- sehr gute Mikrofonqualität
Contra
- hoher Preis
Mit * oder markierte Links sind „Affiliate-Links“. Mit dem Kauf über diesen Link erhalten wir eine Verkaufsprovision, ohne dass du mehr bezahlst.






































Hey, ich finde euren Headset-Test echt absolut klasse, für mich persönlich in der heutigen Zeit bei Unmengen von AI-Websites und YT-Kanälen unvergleichlich gut. Ich habe allerdings eine Frage. Das „Zola“ ist absolut verrückt von der Preis/Leistung her, dennoch gibt es einen riesigen Haken: Es ist nicht wireless, was mich vom Kauf abhält.
Meine Frage ist: Habt ihr auch das „Cage Pro“ oder „Cage“ von Teufel getestet? Wenn ja, wie schneidet es im Vergleich zum „Zola“ ab? Und reicht es, wenn ich über eure Website auf das Zola gehe und dann zum „Cage Pro“ wechsle, um es zu kaufen, dass euer Affiliate-Link trotzdem funktioniert, sollte es eigentlich, oder? Ich würde die Arbeit wahnsinnig gerne indirekt über den Link unterstützen.
Hey Maximilian,
vielen Dank für die netten Worte! Zu deiner Frage: Wir haben beide Cage-Versionen getestet, für dich würde als kabelloses Headset dann eher das Cage Pro in Frage kommen.
Preislich sind wir da trotz Sale deutlich über dem Zola, dafür gibt es auch deutlich mehr Features. Auch der Klang hat mir im Test damals sehr gefallen, einen direkten Vergleich zum Zola kann ich dir aber leider gerade nicht geben. Falls du dich für das Cage Pro entscheidest, würde ich dir außerdem empfehlen, das eher mäßige Mikro (bei Wireless leider keine Seltenheit) langfristig durch ein separates USB-Standmikrofon auszutauschen. Eine Hörprobe gibt es im Testbericht. Ich nutze privat zb. das Elgato Wave:1 zu meinem kabellosen Headset.
Leider funktioniert der Affiliate-Link beim Seitenwechsel häufig nicht mehr richtig, hier hast du Links für das Cage und das Cage Pro :)