Die Festival- & Camping-Saison steht vor der Tür und dafür braucht es die passende Powerstation! Die DJI Power 1000 Mini möchte als kompakte Lösung mit 1 kWh Akku, einer starken Ladeleistung und vielen Anschlüssen überzeugen. Im Folgenden wollen wir herausfinden, was der Energiespeicher des Drohnen-Giganten auf dem Kasten hat.
Eigentlich ist DJI vor allem aus dem Drohnen-Sektor bekannt, doch der Hersteller bietet ebenfalls seit geraumer Zeit Powerstations an. Mit der DJI Power 1000 Mini bringt das Unternehmen nun ein neues Modell auf den Markt, das mit 579 Euro UVP zu Buche schlägt. Zum Lieferumfang gehören neben der Powerstation noch ein Kaltgerätekabel sowie eine Anleitung.
Design: Kompakt und leicht
Die DJI Power 1000 Mini setzt auf ein schlichtes, hochwertiges Gehäuse mit abgerundeten Kanten und praktischen Griffmulden an den Seiten. Das zentrale Display liefert alle wichtigen Statuswerte auf einen Blick, während die Anschlüsse für AC, USB und das spezielle SDC-System für Drohnen übersichtlich daneben platziert sind.
Eine LED-Leiste an der Unterseite dient als integrierte Lichtquelle für unterwegs. Mit 314 x 212 x 216 Millimetern fällt die Powerstation vergleichsweise kompakt aus. Zudem bringt sie rund 11,5 Kilogramm auf die Waage, womit sie durchaus leicht transportabel ist.
Technik: 1-kWh-Akku mit 10 Jahren Lebenszeit
Herzstück der DJI Power 1000 Mini ist ein 1.008 Wh LFP-Akku, dessen Lebenszeit mit 10 Jahren angegeben wird. Die Akkuzellen sollen nach 4.000 Zyklen noch mindestens 80% Restleistung besitzen. Des Weiteren integriert DJI verschiedene Sicherheitsmaßnahmen, um einen sicheren Betrieb zu gewährleisten.
Hierzu zählt etwa ein intelligentes Batteriemanagementsystem, das beim Laden und Entladen vor Überladung, Tiefentladung, extremen Temperaturen und Auslaufen schützen soll. Dazu kommt ein gekapseltes Wechselrichter-Design, das bei Regen, Kondensation oder in einer salzhaltigen Umgebung (etwa am Meer) Schutz bietet. Eine offizielle IP-Zertifizierung gibt es allerdings nicht.
Anschlüsse: 2 × Schuko trifft auf mehrere USB-Ausgänge
Die Powerstation verfügt über mehrere Anschlüsse: 2x Schuko-Steckdosen mit bis zu 1.000 Watt kombinierter AC-Leistung, einen USB-C-Port mit 100 Watt und 2x USB-A-Anschlüsse mit je 12 Watt. Mein persönliches Highlight ist jedoch das herausziehbare USB-C-Kabel mit 0,8 Metern Länge, über das ebenfalls bis zu 100 Watt ausgegeben werden können. Das Kabelmodul ist sogar modular und kann relativ einfach ausgetauscht werden, falls das Kabel nach längerer Nutzung defekt sein sollte.
Die Powerstation lässt sich hierfür leicht öffnen – alle Komponenten nutzen den gleichen Schraubentyp. Wir haben die Powerstation für euch einmal aufgeschraubt, um einen Blick auf die Technik zu werfen. Wir warnen allerdings dringlichst davor, einen solchen Energiespeicher ohne Fachkenntnisse zu öffnen.

USV-Funktion schaltet in unter 10 ms
Ebenfalls praktisch ist die integrierte USV-Funktion, mit der eine unterbrechungsfreie Stromversorgung ermöglicht wird. Die Powerstation wird dafür etwa zwischen PC und Steckdose geschaltet – innerhalb von 10 ms nach einem Stromausfall wird die Versorgung auf den Batteriespeicher umgestellt. Im Test mit einem Gaming-PC unter Volllast inklusive Monitor funktionierte die Umschaltung absolut reibungslos.
Praxisbetrieb
Apropos Gaming-PC: Den konnte die Powerstation samt Monitor (etwa 600 Watt Verbrauch) für rund 90 Minuten mit Strom versorgen. Energieintensive Geräte lassen sich wiederum nicht an der DJI Power 1000 Mini betreiben, da sowohl die Dauerlast als auch die Peak-Last zu niedrig ausfallen. Falls ihr einen Wasserkocher oder einen Heizlüfter (etwa von Dreo) anschließt, schaltet sich die Powerstation automatisch ab.
Dafür eignet sich die Powerstation für Projektoren, Mixer, Waschmaschinen oder auch für mobile Herdplatten. Ihr solltet dennoch immer vorher checken, dass der Maximalverbrauch des jeweiligen Geräts tatsächlich unter 1.200 Watt liegt. Vor allem bei einem Oudoor-Einsatz der DJI Power 1000 Mini wäre es ärgerlich, wenn euer Wunschgerät doch nicht funktioniert.

Laden: In 80 Minuten voll
Sobald der Akku leer ist, kann er per AC mit 1.000 Watt wieder aufgeladen werden. Ein Ladevorgang (0 auf 100%) dauert knapp 80 Minuten, wobei 80% bereits nach rund einer Stunde erreicht sind. Zusätzlich könnt ihr die DJI per Solar mit bis zu 400 Watt aufladen, das passende MC4-Adapterkabel müsst ihr allerdings dazu bestellen.
Zudem muss ausreichend Sonne vorhanden sein, um die Anlaufspannung zu erreichen. An einem ziemlich bewölkten Tag wurden wir stets von einer Error-Nachricht begrüßt. Genauso könnt ihr auch mit dem Auto-Batterie-Ladekabel laden. Das Laden per USB-C mit 100 Watt ist ebenfalls möglich, nimmt aber rund 11 Stunden in Anspruch.
In Kombination mit dem separat erhältlichen DJI Power Drohnen-Schnellladekabel steht die DJI Power SDC-Schnellladefunktion für ausgewählte DJI-Drohnenakkus zur Verfügung. So lässt sich beispielsweise ein Akku der DJI Air 3 Serie über die Powerstation in rund 30 Minuten von 10 auf 95 Prozent aufladen.
Lautstärke beim Laden hält sich in Grenzen
DJI integriert einen kleinen Lüfter, damit die Technik im Inneren bei Last einen kühlen Kopf bewahrt. Beim Laden wird die Powerstation leicht hörbar. Aus meiner Sicht wurde der Lüfter zwar nicht störend laut; mein Kollege fühlte sich durch den Lärmpegel jedoch etwas gestört. Laut DJI wird beim Laden eine maximale Lautstärke von 26 dB(A) erreicht.

DJI Home App nur als APK verfügbar
Die DJI Power 1000 Mini kann zudem mit der DJI Home App gekoppelt werden, die unter Android allerdings nur als APK-Datei verfügbar ist. In der App selbst könnt ihr sehen, wie viel Leistung über die einzelnen Anschlüsse ausgegeben oder wie viel Power in den Akku gespeist wird. Genauso lässt sich der aktuelle Ladestand und die Temperatur des Akkus einsehen.
Fazit
Die DJI Power 1000 Mini überzeugt: Das kompakte, hochwertige Gehäuse, die vielseitigen Anschlüsse samt herausziehbarem USB-C-Kabel und die USV-Funktion machen sie zu einer perfekten Powerstation für Alltag, Reisen und Festivals. Abgerundet wird sie durch allerlei Ladeoptionen samt Schnelllade-Feature. Einschränkungen gibt es nur bei der Leistung für besonders stromhungrige Geräte, der Wasserkocher muss also anderweitig betrieben werden.
Wer eine gut ausgestattete Powerstation sucht, bekommt hier ein stimmiges Gesamtpaket. Die Powerstation ist ab 579 Euro verfügbar und unterscheidet sich preislich nicht von ähnlichen Lösungen.
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