Mit der Corsair Ironclaw RGB Wireless und der Corsair Glaive RGB Pro überarbeitet der Hersteller zwei seiner beliebtesten Gaming-Mäuse. Wir haben getestet, was die neuen Versionen von ihren Vorgängern unterscheidet.

Übersicht

Weder Ironclaw noch Glaive sind völlig neue Namen im Corsair-Sortiment. Die originale Corsair Glaive RGB erwies sich in unserem Test 2017 als hochwertige Gaming-Maus für Freunde des zügigen FPS-Geballers, während die Corsair Ironclaw RGB noch gar nicht allzu lange auf dem Markt ist. Beide Mäuse wurden optisch nur im Detail verbessert, teilweise jedoch um praktische Funktionen erweitert.

Corsair Ironclaw RGB Wireless

Lieferumfang

  • Corsair Ironclaw RGB Wireless
  • USB Wireless-Dongle
  • Ladekabel (Micro-USB)
  • Nutzerhandbuch

Design & Verarbeitung

Üblicherweise werden Wireless-Versionen bereits existierender Produkte lediglich um die kabellose Verbindungsart ergänzt, während Design und Funktionsumfang weitestgehend unberührt bleiben. Die Corsair Ironclaw RGB Wireless verwendet zwar im Grunde das gleiche Design wie der kabelgebundene Vorgänger, bietet aber dennoch einige markante Unterschiede. Weiterhin fällt die Maus recht hoch aus und füllt beim Palmgrip die gesamte Handinnenfläche aus, während der Daumen auf einer geschwungenen, gummierten Fläche aufliegt.

Der beim Vorgänger als zu hoch und damit zu schnell auslösbar empfundene DPI-Schalter vor dem Mausrad bleibt erhalten. Wo die kabelgebundene Ironclaw RGB mit sieben programmierbaren Tasten bereits gut ausgestattet war, kommen bei dieser Version drei weitere Tasten hinzu.

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Die drei neuen Tasten werden in der Anleitung als DPI-Regler sowie „Optionstaste“ bezeichnet und sind entlang der linken Maustaste platziert. Somit bietet die Maus deutlich mehr Möglichkeiten zur Tastenprogrammierung, allerdings knäueln sich in der Daumenregion nun fünf nah beieinander gelegene Tasten. Spieler, die sich mit allzu vielen Tasten ohnehin schwertun, werden von der Tastenfülle womöglich überfordert sein.

Corsair Ironclaw RGB +Wireless +mehr Tasten

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Optisch weiß die Ironclaw RGB Wireless auf ganzer Linie zu überzeugen, zumal Corsair erneut verschiedene Oberflächen kombiniert und zu einem sehr hochwertig verarbeiteten Produkt zusammenfügt. Im Rahmen des optischen Upgrades wurde zudem die Anzahl der anpassbaren RGB-Beleuchtungszonen von zwei auf drei erhöht. An der Vorderseite wurden zusätzliche LEDs in die Schlitze gelassen, welche das Mauspad vor der Maus anstrahlen sollen, vom Spieler jedoch in den meisten Fällen gar nicht gesehen werden dürften.

Eigenschaften

Da das Vorgängermodell ohne kabellose Verbindung vor nicht allzu langer Zeit auf dem Markt kam, hat sich technisch – von der neuen Verbindungsmethode abgesehen – vergleichsweise wenig getan. Weiterhin sitzen unter beiden Maustasten Omron-Schalter, und auch beim Sensor handelt es sich nach wie vor um den optischen PixArt 3391. Dieser bietet eine maximale Auflösung von 18.000 DPI, die sich auf einen DPI genau anpassen und in drei Profilen des Onboard-Speichers hinterlegen lässt. Der Sensor kann zudem mittels iCUE Software eine Oberflächenkalibrierung vornehmen, um die Präzision an das jeweilige Mauspad oder die Unterlage anzugleichen. Im Einsatz konnte der Sensor mit höchster Präzision bei schnellen Bewegungen sowie einer Mausbeschleunigung von bis zu 50G punkten.

Hinzu kommt die Slipstream Wireless-Technologie, welche die Leistungsgrenzen zwischen kabellosen und kabelgebundenen Mäusen zusätzlich verwischt. In Gebrauch war kein Nachteil gegenüber der Standard-Version zu bemerken, abgesehen von der besseren Bewegungsfreiheit. Über die kabellose Verbindungsmethode samt USB-Dongle soll der Akku bei deaktivierter Beleuchtung bis zu 24 Stunden durchhalten, im weniger energiehungrigen Bluetooth-Modus (BT 4.2) sogar bis zu 50 Stunden.

Software

Die Corsair iCUE Software hat sich bereits bei einer Vielzahl von Corsair-Produkten bewährt und punktet immer wieder mit umfangreichen Funktionen, die zum Teil gänzlich auf das jeweilige Produkt angepasst sind. So etwa zuletzt bei der Corsair K83 Wireless Entertainment Tastatur, deren Touchpad-Gestensteuerung sich äußerst intuitiv und detailliert anpassen ließ. Bei der Ironclaw RGB Wireless gibt es neben der klassischen Makro-Programmierung und Beleuchtungseinstellung zusätzlich eine Option für die genannte Oberflächenkalibrierung.

Fazit

Die Corsair Ironclaw RGB Wireless ergänzt die Stärken der Standard-Version, darunter den hochpräzisen Sensor und die Verarbeitungsqualität, um eine ebenso präzise wie zuverlässige Wireless-Technologie. Das positive Fazit zu der kabelgebundenen Version bleibt also erhalten, allerdings sollte bedacht werden, dass es sich nicht einfach um eine kabellose Kopie der Ironclaw handelt. Die drei zusätzlichen Tasten im Daumenbereich können je nach Nutzerpräferenz sowohl positiv als auch negativ ausgelegt werden. Für den Preis von rund 80 Euro bietet Corsair jedoch eine Preis-Leistungs-starke Gaming-Maus mit etlichen Funktionen und hoher Verarbeitungsqualität.

Mäuse
Allround-PC.com
05/2019
Corsair Ironclaw RGB Wireless
Empfehlung

Pro

  • präziser Sensor
  • zuverlässige Wireless-Verbindung
  • Omron-Switches
  • gute Verarbeitung
  • umfangreiche Software
  • RGB-Beleuchtung in drei Zonen
  • zehn programmierbare Tasten

Contra

Corsair Glaive RGB Pro

Lieferumfang

  • Corsair Glaive RGB Pro
  • drei austauschbare Seitenteile
  • Nutzerhandbuch

Design & Verarbeitung

Die originale Glaive RGB hat zwar schon ein paar Jährchen auf dem Mausrücken, ist optisch jedoch gut gealtert und behält ihr Design größtenteils bei. Die Pro-Version ist durch den Verzicht auf Aluminium-Komponenten ein wenig leichter als ihr Vorgänger. Zwar fallen die Abmessungen üppig aus, im Gebrauch lässt sich die Maus jedoch leicht und schnell bewegen.

Corsair setzt wie auch bei der Ironclaw RGB Wireless auf verschieden beschichtete Kunststoffschichten. Mit Klavierlack-, Softtouch- und gummierten Oberflächen machen diese optisch einiges her und sorgen dafür, dass die Maus angenehm in der Hand liegt. Diese lässt sich im Palm-Grip nahezu mit der gesamten Fläche auf den Mausrücken legen. Die fünfstufige LED-Anzeige für die gewählte DPI-Stufe wird dann allerdings halb vom Zeigefinger bedeckt.

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Die DPI-Stufe wird nun über bis zu zwei Tasten vor dem Mausrad geregelt, beim Vorgänger gab es hier nur eine Taste. Die beiden in einer kleinen Nische eingelassenen Daumentasten scheinen dagegen baugleich zum Original zu sein. Sie lassen sich einfach und gezielt eindrücken, ohne dabei allzu empfindlich auf versehentliche Berührungen zu reagieren. Weitere optische Neuerungen liegen im Detail, etwa die ebenfalls auf drei Zonen aufgestockte RGB-Beleuchtung.

Wandlungsfähig und präzise

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Eines der Hauptmerkmale der Glaive-Reihe sind die austauschbaren Seitenteile, von denen nach wie vor drei an der Zahl vorhanden sind. Die Auswahl besteht wie bisher aus zwei verschieden geschwungenen sowie einer flach auslaufenden Seitenwange, die allesamt mit einer gummierten Grifffläche versehen sind.

Eigenschaften

Technisch wurde die Corsair Glaive RGB Pro auf den neuesten Stand gebracht und verwendet nun ebenso wie die kabellose Ironclaw den optischen PixArt 3391 Sensor. In Kombination mit dem geringen Gewicht und einer überschaubaren Zahl gut zu erfühlender Zusatztasten eignet sich die Glaive RGB Pro also einmal mehr für schnelle Shooter und Actiontitel, in denen hohe Präzision gefordert wird. Auch hier kommen die hochwertigen Omron-Switches zum Einsatz, ansonsten sind die technischen Features mit Fokus auf Übersichtlichkeit gewählt.

Software

Da die Corsair Glaive RGB Pro den gleichen Sensor wie die in diesem Doppeltest behandelte Ironclaw verwendet, sind dessen Spezifikationen, sowie die zugehörigen Funktionen der iCUE-Software größtenteils deckungsgleich. So lässt sich auch der Sensor der Glaive Pro auf die verwendete Oberfläche per Software-Kalibrierung anpassen. Die Tastenprogrammierung und Beleuchtungseinstellung sind im Grunde ebenfalls identisch.

Fazit

Die Corsair Glaive RGB Pro tritt mühelos in die Fußstapfen der ohnehin hervorragenden Corsair Glaive RGB aus dem Jahr 2017. Der Pro-Namenszusatz wird durch ausschließlich sinnvolle Updates in puncto Sensorleistung und leicht optimierter Seitenteile gerechtfertigt, ohne zu sehr vom bewährten Grundkonzept abzuweichen. Damals noch über die „Corsair Utility Engine“ verwaltet, ist die Pro-Variante nun in die aktuelle iCUE-Software eingebettet und bietet einfachere Anpassungsmöglichkeiten. Die UVP von knapp 80 Euro bleibt bestehen, womit auch einer Kaufempfehlung für die Glaive RGB Pro nichts im Wege steht.

Mäuse
Allround-PC.com
05/2019
Corsair Glaive RGB Pro
Empfehlung

Pro

  • präziser Sensor
  • gute Verarbeitung
  • Omron-Switches
  • umfangreiche Software
  • RGB-Beleuchtung in drei Zonen
  • sieben programmierbare Tasten
  • hochwertige, austauschbare Seitenstücke

Contra

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