Corsair wagt sich auf bislang unerforschtes Terrain und veröffentlicht mit der K83 Wireless erstmals eine für den Einsatz im Wohnzimmer ausgelegte kabellose Entertainment-Tastatur. Wir haben getestet, wieviel die K83 von ihren Corsair Gaming-Brüdern erbt und verraten euch das Ergebnis.

Übersicht

Der amerikanische Hersteller Corsair hat sich als Hersteller von leistungsfähigem DRAM einen Namen gemacht und ist inzwischen im gesamten Bereich der Gaming-Komponenten und -Peripherie breit aufgestellt. Insbesondere die hochwertigen Gaming-Tastaturen spielen seit jeher in der Oberliga mit und ritten beim ersten Aufkommen von RGB-Beleuchtung ganz oben auf der Regenbogen-Hypewelle. Nun expandiert Corsair erneut, diesmal soll es allerdings etwas gemächlicher zugehen: Die kabellose Couchtastatur Corsair K83 Wireless erfüllt zumindest optisch den Qualitätsanspruch an ihre Herkunft. Doch wieviel Corsair Gaming steckt in der edlen Wohnzimmertastatur?

Lieferumfang

  • Corsair K83 Wireless
  • USB-Dongle
  • Micro USB Ladekabel
  • Bedienungsanleitung

Design & Verarbeitung

Angesichts des hochwertigen – und hochpreisigen – Portfolio an Gaming-Tastaturen haben wir entsprechend hohe Erwartungen an die Corsair K83 Wireless. Zumal die kompakte Wohnzimmer-Tastatur mit einer UVP von 129,90 Euro sicher nicht in das Einsteiger- oder gar Mittelklasse-Segment eingeordnet werden kann. Corsair hüllt die Tastatur in ein leichtes Kunststoff-Gehäuse, bedeckt die Oberseite jedoch mit einer hochwertigen Platte aus gebürstetem Aluminium. So bringt die K83 nicht einmal ein halbes Kilo auf die Waage, ohne dabei minderwertig zu wirken. Auf der Unterseite gibt es zwei Gummistreifen, damit die K83 auf dem Tisch nicht verrutscht.

Edle Wireless-Tastatur zum Zocken auf dem Sofa

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Das Gehäuse der Tastatur ist knapp zugeschnitten und bietet nicht allzu viel Fläche jenseits des beleuchteten Tastenfeldes. Die Pfeiltasten wurden unter die rechte Umschalttaste gerückt, einen Nummernblock gibt es nicht. An dessen üblicher Position befindet sich ein kreisrundes Touchpad mit einem Durchmesser von rund sechseinhalb Zentimetern, die dazugehörigen Aluminium-Maustasten befinden sich darunter. Oberhalb des Touchpads hat Corsair einen gummierten Joystick, eine schicke Lautstärke-Rolle aus Metall und eine Beleuchtungs- sowie F-Lock-Taste platziert. Letztere funktioniert ähnlich der bekannten „Game Mode“ oder Windows-Sperrtaste, deaktiviert zum Spielen allerdings auch die Hotkey-Belegung der Funktionstasten (F1-F12).

Eigenschaften

Das Trackpad der Corsair K83 Wireless unterstützt Windows 10 Gestensteuerungen, es kann also mit mehreren Fingern gescrollt, gezoomt und gedreht werden. Die Steuerung verhält sich allerdings ein wenig schwergängig, zumindest beim Scrollen mit beiden Fingern sind wir etwa auf Smartphone und Tablet flüssigere Reaktionen gewohnt. Ähnlich verhält es sich mit dem Joystick: Der Zeiger zuckt bei kleinsten Bewegungen nervös über den Bildschirm, präzises Ansteuern kleiner Schaltflächen wird damit zur Herausforderung. Glücklicherweise lässt sich sowohl die Joystick-Sensibilität als auch die Dead Zone und Max Zone, also die Punkte, ab denen Bewegungen umgesetzt werden, in der Software anpassen.

Dennoch disqualifiziert sich die K83 Wireless für schnelle Spiele, diese werden allerdings ohnehin nicht auf der Couch oder wenn doch, dann eher mit Controller gespielt. Gemächlichere Genres wie nicht-kompetitive Aufbaustrategie, Simulationen oder auch das eine oder andere MMO lassen sich mit der handlichen Tastatur dagegen ganz gemütlich vom Sofa aus spielen. Insbesondere die F-Lock Funktion stellt sich hier als recht praktisch heraus, da so die Funktionstasten zur Aktivierung von Skills oder anderen Befehlen im Spiel genutzt werden können.

K83 iCUE Touchpad KonfigurationIn der iCUE Software lassen sich sehr umfangreiche Anpassungen an nahezu sämtlichen Funktionen der Tastatur vornehmen

Die Corsair K83 Wireless wird, wie die meisten aktuellen Corsair-Produkte, bei der Nutzung am PC mit der Software iCUE konfiguriert. Hier können Tastenbelegung, Beleuchtungseinstellungen und sogar die Gestensteuerungsfunktionen des Touchpads angepasst werden, außerdem lassen sich Makro-Befehle programmieren. Auch sehen wir hier die verbleibende Akkulaufzeit, welche Corsair mit bis zu 40 Stunden angibt. Zum Aufladen wird ein MicroUSB Flachband-Kabel angeschlossen, welches mit 1,8 Metern Länge auch eine kabelgebundene Nutzung der Tastatur erlaubt. Wir haben die Corsair K83 Wireless für unseren Test mit einem PC verbunden, allerdings lässt sich die Tastatur auch am Apple Mac (mindestens macOS 10.8 vorausgesetzt) sowie mit Amazon Fire TV, NVIDIA Shield TV, Apple TV, Samsung Smart TV (Tizen OS 2016 oder neuer vorausgesetzt) und weiteren Smart TVs mit Android TV OS verwenden. Auch die Anbindung an Tablets mit iOS 8 oder Android 5.0 ist möglich.

Fazit

Mit der K83 Wireless erweitert Corsair sein Portfolio auf die Entertainment-Sparte, lässt seine Gaming-Hintergründe dabei aber nicht gänzlich zurück. Die Tastatur gehört zu den hochwertigeren Vertretern der „Couch-Tastaturen“ und bringt zahlreiche Features mit, welche die Einsatzmöglichkeiten trotz der kompakten Abmessungen maximieren. Mit dem Joystick und den Schultertasten bietet die Tastatur deutlich mehr Gaming-Möglichkeiten als die meisten Konkurrenzprodukte. In schnelleren oder gar kompetitiven Spielen kann die K83 jedoch nicht mit einem Controller oder Maus-Tastatur-Setup mithalten. Alles in allem gehört die Corsair K83 Wireless zu den hochwertigsten und umfangreichsten Vertretern ihrer Art, erwartungsgemäß kommt die gewohnte Corsair-Qualität allerdings auch zum üblichen Corsair-Preis: Rund 130 Euro verlangt der amerikanische Hersteller und richtet sich damit an Hobbygamer, die sich mehr als nur einen Abend im Monat mit der Edeltastatur auf dem Sofa zurücklehnen wollen.

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Pro

  • hochwertige Verarbeitung
  • beleuchtete Tasten
  • Touchpad mit Gestensteuerung
  • praktische Gaming-Funktionen
  • Akkulaufzeit
  • umfangreiche Software-Unterstützung

Contra

  • Touchpad und Joystick ein wenig ungenau

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2 Kommentare

  • Thomy

    Coole Tasta. Aber die 4min Lesezeit sind schon optimistisch. Würde eher sagen 40min. Das nächste Mal vllt mehr auf das wesentliche konzentrieren. Ein, zwei Bilder und ebenso viele Sätze sollten eigentlich reichen.

    • Leonardo Ziaja

      Die 4 Minuten sind auch eine automatische Angabe, damit der Leser ungefähr die Länge einschätzen kann. 40 Minuten sind aber etwas sehr lange ehrlich gesagt, denn wir haben uns schon auf das Wesentliche konzentriert und wollen immer die richtige Mischung aus Details und Kompaktheit schaffen – wir brauchen ca. 10 Minuten zum Lesen.

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