Für diesen Beitrag haben wir ein Mittelklasse-Peripherie-Bundle aus Asus TUF Gaming H3 Headset, M3 Maus und K3 Tastatur getestet. Ob das TUF-Lineup eine echte Alternative zur hochpreisigen Konkurrenz sein kann, erfahrt ihr im Folgenden.

Übersicht

Die Preise für Gaming-Peripherie sind über die letzten Jahre in die Höhe geschossen. Was wir heute für ein taugliches Gaming-Headset hinblättern, zahlten die meisten vor rund 10 Jahren wohl für ein ganzes Set bestehend aus Tastatur, Maus und Headset. Für diesen Beitrag verlassen wir daher die Gefilde der hochpreisigen Flaggschiff-Produkte. Stattdessen prüfen wir, ob auch sparsame Spieler mit Peripherie von ASUS Mittelklasse-Marke TUF Gaming Spaß haben können.

TUF Gaming H3 Gaming-Headset

Design & Tragekomfort

Das TUF Gaming H3 macht den Anfang in diesem Bundle-Kurztest, da es die wohl größte Überraschung bietet. Zugegeben, auf den ersten Blick weckt das Headset keine allzu großen Erwartungen: Zwar ist der Bügel aus Aluminium gefertigt, doch die übrige Aufmachung und Verarbeitungsqualität ist nicht über die Maßen ansprechend. Die Kunststoff-Außenseiten in geschliffener Metall-Optik und Details, wie der klapprige Mute-Button, hinterlassen keinen sehr wertigen Eindruck.

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Hinter der schmucklosen Optik verbirgt sich ein brauchbares Gaming-Headset

Doch abseits des groben Äußeren weiß das Gaming-Headset durchaus zu gefallen – gerade in dieser Preisklasse (60 Euro). Das H3 bietet einen hohen Tragekomfort, da es nicht allzu viel Gewicht auf die Waage bringt und angenehm gepolstert ist. Lediglich der Kopfbügel könnte nach längerem Tragen ein wenig auf den Kopf drücken. Leider lassen sich die Ohrmuscheln nicht drehen, sodass wir es beim abnehmen um den Hals legen könnten. Auch das Mikrofon ist nicht abnehmbar und muss erst zurecht gebogen werden.

Eigenschaften & Klangqualität

Das TUF Gaming H3 wird via Klinkenkabel angebunden und kann damit auch an Konsolen verwendet werden. Das eigentliche Kabel fällt mit 1,3 Metern relativ kurz aus, kann mit dem beiliegenden Splitter-Kabel jedoch auf insgesamt 2,6 Meter verlängert werden.

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Das TUF Gaming H3 sitzt sehr bequem, leider lässt sich das Mikrofon nicht abnehmen

Durch den Verzicht auf USB fehlt dem Headset auch jegliche Software-Unterstützung, das H3 kann nach dem Plug&Play-Prinzip einfach angeschlossen und sogleich verwendet werden. Die einzigen Bedienelemente sind ein schmales Lautstärkerad und der erwähnte Mute-Knopf an der linken Ohrmuschel.

Eine positive Überraschung stellt die Soundqualität dar. Beim Musikhören können die verbauten 50-mm-Treiber mit einem angenehm klaren Klangbild überzeugen. Hier hatte ich persönlich bei einem Gaming-Headset im mittleren Preissegment deutlich überbetonte Bässe erwartet, dies ist jedoch nicht der Fall. Natürlich kommt die Audioqualität nicht an höherwertige Konkurrenten wie das JBL Quantum One (hier zum Test) heran, doch hierbei muss auch der Preisunterschied von immerhin 200 Euro bedacht werden. Im Spiel kann das TUF Gaming H3 mit virtuellen 7.1 Surround-Sound (per Windows Sonic) aufwarten. Das entfernte Rauschen vorbeifliegender Kampfjets können wir ebenso präzise orten, wie die näher kommenden Fußschritte des Gegners im Nebenraum.

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Die Aufnahmequalität des Mikrofons ist für Discord, TS3 und dergleichen absolut ausreichend, insbesondere hinsichtlich des Preises. Unsere Mitspieler konnten uns problemlos verstehen. Wer zum Streaming ein besseres Mikrofon benötigt, greift lieber zu einem anderen Modell, da sich der Mikrofonarm in diesem Fall nicht abnehmen lässt.

Fazit

Das TUF Gaming H3 überzeugt mit einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Für die vergleichsweise niedrige Summe von rund 60 Euro erhalten wir ein komfortables, puristisches Gaming-Headset mit guter Soundqualität und ordentlichem Mikrofon. Kompromisse werden lediglich bei der allgemeinen Verarbeitungsqualität gemacht.

Headsets
Allround-PC.com
09/2020
ASUS TUF Gaming H3
Preis-Leistung

TUF Gaming M3 Gaming-Maus

Mit gerade einmal 30 Euro positioniert sich die TUF Gaming M3 weit unter dem Preisspektrum, das die meisten Gaming-Mäuse ansteuern. Luxusmodelle wie die kabellose Razer Basilisk Ultimate gehen auf die 200 Euro zu und selbst minimalistische Mäuse wie die Sharkoon Light² 200 oder die HyperX Pulsefire Raid gehen nicht unter 50 Euro (UVP) über die Ladentheke.

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Die TUF Gaming M3 liegt gut in der Hand und kann für 30 Euro durchaus überzeugen

Für den Preis verzichtet die TUF-Variante selbstredend auf bekannte Marken beim Sensor oder die bewährten Omron-Tastenschalter der Konkurrenz. Dennoch sollen die hauseigenen Lösungen ähnliche Ergebnisse vorweisen können. So verspricht auch Asus eine Lebensdauer von 20 Millionen Klicks und eine hohe Sensor-Auflösung von 7.000 DPI. Um welchen optischen Sensor es sich hierbei handelt, wird nicht verraten, im Test stellte er sich aber als durchaus zuverlässig heraus.

Die Form ist flach gehalten, durch ihre Länge kann sie auch im Palm-Grip verwendet werden. Da die Daumentasten nur auf einer Seite gelegen und die Grundform nicht symmetrisch gestaltet ist, eignet sich die M3 jedoch nicht für Linkshänder. Das Mausrad ist gummiert und klickbar.

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Über zwei DPI-Tasten wird zwischen vier Auflösungs-Stufen gewechselt. Diese Stufen lassen sich über die Armoury-Software selbst festlegen, hier werden auch weitere Optionen wie die Tastenbelegung und die Beleuchtung angepasst. Die Beleuchtung fällt ausreichend kräftig aus, beschränkt sich jedoch lediglich auf das Logo am Mausrücken.

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Die Software-Einstellungen werden auf dem integrierten Speicher hinterlegt und an neuen Systemen sofort übernommen. Negativ fielen vor allem die teilweise sehr langen Ladezeiten der Software auf.

Für den Test der M3 Gaming-Maus verwendeten wir das passende Asus TUF Gaming P3 Mauspad. Dieses ist mit einer glatten Stoffoberfläche versehen und bietet ausreichend Platz für ausladende Mausbewegungen.

Fazit

Auch die Gaming-Maus im Sortiment verfolgt das Prinzip, optische Feinheiten zugunsten eines niedrigen Preises zu opfern. Unterm Strich kann die TUF Gaming M3 Spieler mit knappem Budget und ohne allzu hohe Qualitätsansprüche zufriedenstellen.

TUF Gaming K3 Gaming-Tastatur

Die Gaming-Tastatur TUF Gaming K3 kommt als drittes Peripherie-Produkt im Bunde mit einem deutlich höheren Preis daher. Für rund 105 Euro bietet Asus immerhin mechanische Tastenschalter und RGB-Beleuchtung, sogar eine Handballenauflage ist dabei.

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Ein Erklärungsansatz für den höheren Preis liegt in der Verarbeitungsqualität: Asus verpasst der Tastatur eine solide Aluminium-Backplate, welche die LED-Beleuchtung hübsch reflektiert. Im Lieferumfang ist eine sehr flache magnetische Handballenauflage enthalten, diese besteht allerdings aus Kunststoff. Auf der Unterseite gibt es mehrere Gummi-Rutschsicherungen, die der Tastatur mit oder ohne ausgeklappten Standfüßen einen sicheren Halt gewähren.

Die K3 bietet ein vollständiges Tastenfeld samt Ziffernblock, leider sind die Multimedia-Funktionen nur als Doppelbelegung der Funktionstasten (F6-F11) verfügbar. So bleiben die Abmessungen der Tastatur zwar sehr kompakt, für die Wiedergabesteuerung muss jedoch stets eine FN-Tastenkombination gedrückt werden.

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Das 1,8 Meter lange Kabel kommt – wie bei Maus und Headset auch – ohne Stoffsleeve aus. Anders als bei den beiden Budget-Modellen wirkt die schmucklose Variante bei über 100 Euro allerdings ein wenig geizig.

Die RGB-Beleuchtung enttäuscht in beleuchteten Umgebungen, da Tastenkappen mit Doppelfunktion nur zu Teilen und nicht hell genug ausgeleuchtet werden. Über die Armoury-Software kann jedoch eine Farbe ausgewählt werden, bei der dies weniger stark auffällt.

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Die magnetische Handballenauflage ist aus Kunststoff gefertigt und ist sehr flach gestaltet

Unter den Tastenkappen der TUF Gaming K3 sitzen mechanische „RGB Red“-Schalter aus Eigenproduktion. Zwar kommen keine Cherry MX oder ähnliche Markenswitches zum Einsatz, die Schaltcharakteristik ist jedoch vergleichbar mit anderen Red-Schaltern: Die linearen Schalter lassen sich ohne spür- oder hörbares Feedback beim Auslösen herunterdrücken, was besonders bei FPS-Spielern sehr gefragt ist.

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An der Oberseite ist ein USB-Passthrough gelegen

Leider fühlen sich die Tasten etwas schwammig an, als böte die Feder mehr Widerstand als bei vergleichbaren Modellen. Dadurch entstehen teilweise unpräzise Tastenanschläge, was bei der Textbearbeitung zum Problem werden könnte.

Auch die TUF Gaming K3 unterstützt die Armoury-Software, hier können Beleuchtungseffekte und Tastenbelegung angepasst werden. An der Oberseite der Tastatur gibt es einen USB-Passthrough-Slot, über den ein zusätzliches USB-Gerät oder ein Datenträger angebunden werden kann.

Fazit

Asus macht mit der TUF Gaming K3 Gaming-Tastatur nichts verkehrt, für eine UVP von 106,90 Euro aber auch nichts bemerkenswert besser als die Konkurrenz. Sparsame Spieler, die auf Marken-Switches verzichten können, schlagen zu, wenn der Straßenpreis in den zweistelligen Bereich gefallen ist.


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