Welche Gaming Tastatur ist die Beste? Diese Frage wollen wir mit Blick auf die neuesten Modelle versuchen zu beantworten. Mit dabei sind viele kompakte Modelle, aber auch High-End-Varianten mit neuen optischen Schaltern.

Wer seine Google-Suche einfach mit dem Schlagwort „Gaming-Tastatur“ füttert, erhält eine schier unendliche Liste an Tastaturen in allen Formen und Farben. Bei der Zusammenstellung dieses Artikels können wir zwar nicht alle Modelle berücksichtigen – womöglich ist euer Lieblingsmodell daher nicht in unserer Liste enthalten. Vielmehr stellen wir euch eine Zusammenstellung der unserer Meinung nach besten, aktuellen Gaming-Tastaturen vor.

Auch richtet sich diese Übersicht nicht an Hardcore-Fans von Custom-Keyboards, sondern fokussiert sich vor allem auf Modelle, die dem durchschnittlichen Nutzer frisch „aus der Box“ alles bieten, was er oder sie zum Spielen benötigt. Dabei berücksichtigen wir verschiedene Faktoren wie das Preis-Leistungs-Verhältnis und den Funktionsumfang. Eine gute Tastatur muss kein Vermögen kosten, doch wirkliche High-End-Modelle setzen in der Regel ein größeres Budget voraus.

Was ist eine Gaming Tastatur?

Eine Gaming-Tastatur unterscheidet sich von ihren Office-Verwandten durch eine Reihe von Faktoren. Mechanische Tastenschalter werden sowohl von Spieler*innen als auch Vielschreiber*innen geschätzt, und in beiden Gruppen wird es solche geben, die eine simple, aber langlebige Tastatur ohne Schnickschnack bevorzugen. Einige unserer Lieblingsmodelle des letzten und dieses Jahres kommen ohne zusätzliche Makro-Tasten oder ähnliche Spielereien aus, sondern bauen auf hochwertige Tastenschalter.

Gaming-Tastaturen - Viel RGB um nichts?

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Wer viel Zeit im Spiel verbringt, möchte das vor allem mit einer Tastatur tun, die nicht nach einem halben Jahr wieder ausgetauscht werden muss. Die beliebten Cherry MX-Tastenschalter halten inzwischen 100 Millionen Tastenanschläge (Herstellerangabe) aus und erlauben präzise und schnelle Aktionen. Doch warum eine mechanische Tastatur?

Mechanische (Gaming-)Tastaturen kosten deutlich mehr als ihre günstigen Rubberdome-Pendants, leisten dafür jedoch länger und vor allem bessere Dienste. Das schwammige Tippgefühl der Gummidom-Tastaturen wird mit der Zeit sogar schlimmer. Die aufwändige Schaltermechanik einer mechanischen Taste bietet ein angenehmeres Tippgefühl, zudem lassen sich bei manchen Tastaturen defekte Schalter sogar austauschen.

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Ein recht günstiges, aber überzeugendes Modell bietet Sharkoon mit der Skiller SGK30 an. Schon für knapp 50 Euro* gibt es mechanische Tasten mit einer Lebenszeit von 50 Millionen Anschlägen und ähnlichen Eigenschaften wie die teuren Cherry-Varianten.

Gaming geht auch kabellos

Viele Gaming-Tastaturen bieten auch speziell auf Spieler zugeschnittene Funktionen wie die Razer Hypershift-Funktion, mit der durch eine Tastenkombination jede einzelne Taste an Tastatur und sogar Maus, eine zweite selbst festgelegte Funktion erfüllt. Andere Modelle verfügen gleich über einen dedizierten Makro-Tastenblock, dessen Funktionen sich auf verschiedenen Profilen abspeichern lassen. Inzwischen gibt es sogar viele kabellose Gaming-Tastaturen, die mit ihren kabelgebundenen Verwandten mithalten können.

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Ein besonders gelungenes Beispiel ist die Logitech G915 TKL. Mit knapp 200 Euro Straßenpreis* ist die kabellose TenKeyLess-Tastatur nach wie vor keineswegs günstig, bietet dafür jedoch ein üppiges Paket für ihr Geld. Alternativ per Bluetooth, Lightspeed-Dongle oder USB-Kabel verbunden, tippt es sich auf den sehr flachen, mechanischen GL-Tasten sehr angenehm.

Die Wahl des richtigen Schalters

Beim Kauf einer Tastatur muss der/die Kund*in zudem oft aus einer Vielzahl von Tastenschaltern wählen. Rot, Blau, Braun, Schwarz, Clear – Welche Switches sind die besten? Das liegt ganz an euren Vorlieben: Rote und schwarze Schalter sind wegen ihrer linearen Schaltcharakteristik vor allem bei kompetitiven Spielern beliebt, da sie schnelle Reaktionen ermöglichen. Braune Schalter bieten zusätzlich spür- und blauen sogar hörbares Feedback bei jedem Tastendruck.

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Eine Fehlentscheidung muss nicht final sein: Wer sich nicht für einen Schaltertyp entscheiden kann oder verschiedene Tasten mit unterschiedlichen Schaltcharakteristiken bevorzugt, kann immer noch zu Modellen wie der Glorious GMMK* greifen. Die Barebone-Tastatur ist im 75-Prozent-Design gehalten und ab Werk mit einem programmierbaren Drehregler sowie RGB-LEDs ausgestattet. Die blanken Schaltersockel werden beim Kauf oder im Nachhinein per Hot-Swap-Funktion nach Belieben mit kompatiblen Schaltern bestückt.

Die gängigsten mechanischen Schaltertypen am Beispiel der Cherry-Varianten:

  • Red: linear, wenig Auslösekraft nötig
  • Black: linear, mehr Auslösekraft nötig
  • Blue: taktil, spür- und hörbares Feedback
  • Brown: taktil, spür-, aber nicht hörbares Feedback

HyperX präsentierte zur CES 2020 die ersten hauseigenen „Aqua“-Switches, welche trotz taktiler Schaltcharakteristik (mit Widerstand) einen geringen Aktivierungsdruck von 45g und eine Lebenserwartung von 80 Millionen Anschlägen bieten. Erste Anwendung finden diese Schalter in der hochwertigen HyperX Alloy Origins, die es auch als Alloy Origins Core ohne Ziffernblock gibt. Kürzlich haben wir zudem die Alloy Origins 60 getestet, die das Tastenfeld auf ein handliches 60-Prozent-Format reduziert.

Alloy Origins

Bild: HyperX

Ein besonders abwechslungsreiches Design präsentiert Roccat mit der neuen Vulcan TKL (Pro)*: Extraflache Tastenkappen sitzen auf den regulär großen, sehr präzisen Titan-Tastenschaltern. Die Pro-Version kommt für einen Aufpreis mit optischen Schaltern, aktuell liegt der Straßenpreis beider Modelle sogar gleichauf.

Aber Moment – optische Schalter? Seit 2020 erfreut sich dieser Schaltertyp besonderer Beliebtheit. Hier werden Tastendrücke nicht durch einen mechanischen Kontaktpunkt registriert, sondern per Infrarot-Lichtstrahl. So sind deutlich kürzere Auslösewege möglich, zumal die Entprellzeit wegfällt.

Optische Tastaturen sind die Zukunft

Gleich unser erstes optisches Testmodell konnte uns umhauen. Kein Wunder, schließlich handelt es sich bei der Corsair K100 RGB (Test) um ein Flaggschiff-Modell in jeder Hinsicht – auch im Preis. Die opto-mechanischen OPX-Schalter lösen schon nach 1,0 Millimetern Hubweg bei gewohnten 45 Gramm Betätigungskraft aus. Hinzu kommt eine schnelle Abtastrate von 4.000 Hertz, ein programmierbares Multimedia-Drehrad und und und.. Wer die vollen 250 Euro* für dieses Luxusmodell ausgibt, sucht das volle Rundum-Sorglos-Paket.

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Eine „günstige“ Alternative für knapp 140 Euro* stellt die Asus ROG Strix Scope RX dar. Jede einzelne der optisch-mechanischen Tasten wird von speziellen Stabilisatoren geführt, um Tastenwackeln zu reduzieren. Auf sonstige Spielereien wird weitestgehend verzichtet – die omnipräsente RGB-Beleuchtung einmal außen vor gelassen -, dafür ist die Tastatur hochwertig verarbeitet.

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Den innovativsten Ansatz liefert aktuell Razer mit der Huntsman V2 Analog (Test). Die Tastatur setzt auf das grundlegende Design der hervorragenden Huntsman Elite oder der Blackwidow Elite, verwendet jedoch keine mechanischen, sondern „analoge“ Tastenschalter. Dabei handelt es sich im Grunde um optische Infrarot-Schalter, die jedoch in der Menge des durchgelassenen Lichts unterscheiden können. So kann die Tastatur unterschiedlich stark gedrückte Tasten erkennen und sensible Steuerung wie mit dem Analog-Stick eines Controllers ermöglichen. Diese Gaming-Tastatur ist mit knapp 270 Euro* aber auch nicht gerade günstig.

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Welches Gaming-Keyboard gehört zu euren Favoriten bzw. für welche Tastatur würdet ihr euch aktuell entscheiden? Hinterlasst dazu doch einmal einen Kommentar. Wir werden versuchen diese Übersicht nach und nach für euch zu aktualisieren! Eine Übersicht an Gaming-Tastaturen, die wir bereits für euch getestet haben findet ihr hier auf unserer Eingabegeräte-Übersichtsseite.

Unsere letzten Testberichte zu Gaming-Tastaturen:


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