Asus ROG Moonlight White Serie: Mondweiße Gaming-Peripherie im Test

Gaming in the Moonlight
Asus  / Robin Cromberg

Asus legt ausgewählte Produkte der ROG Gaming-Familie als schneeweiße Moonlight White Sondereditionen neu auf. In diesem Artikel haben wir ein vollständiges Peripherie-Set getestet, bestehend aus der Gaming-Tastatur ROG Strix Scope NX TKL, der Gaming-Maus ROG Strix Impact II und dem Gaming-Headset ROG Strix Go Core.

Übersicht

Die ROG Moonlight White-Serie bricht mit der Tradition schwarzer oder zumindest dunkel gehaltener Gaming-Peripherie: Einzelne Produkte verschiedener Kategorien werden stattdessen weiß-silbern gefärbt – als Set beispielsweise das perfekte Match für weiße Eigenbau-PCs wie beispielsweise unserem ersten Gaming PC Build dieses Jahres.

Bild: Asus

Zu den umlackierten Sondereditionen der ROG Moonlight White Serie gehören die Gaming-Tastatur ROG Strix Scope NX TKL, die Gaming-Maus ROG Strix Impact II, das Gaming-Headset ROG Strix Go Core, die Gaming-Monitore ROG Strix XG16AHP-W und XG16AHPE-W, das Mainboard ROG Strix Z590-A Gaming Wifi, die aktuelle ROG Strix Geforce RTX 3000er-Serie und streng genommen auch die White Edition des ROG Delta sowie das ROG Phone 5. Wir haben uns ein mondscheinweißes Periphieset – bestehend aus Tastatur, Maus und Headset – geschnappt und teilen unsere Eindrücke mit euch.

Asus ROG Strix Scope NX TKL

  • TKL: TenKeyLess-Formfaktor ohne Ziffernblock
  • Aluminium-Oberplatte
  • Mechanische ROG NX Switches: Rot (linear), Braun (taktil) oder Blau (clicky und taktil)
  • Anpassbare RGB-Beleuchtung
  • Vergrößerte L-Strg-Taste
  • N-Key-Rollover
  • 1000 Hz Polling
  • Kabelllänge: 1,8 m
  • Abmessungen (BxTxH): 356 x 136,2 x 39,7 mm
  • Gewicht: 880 g

Wir beginnen diesen Test mit der womöglich eindrucksvollsten Umsetzung des Moonlight White-Designkonzepts: Die ROG Strix Scope NX TKL Moonlight White setzt nicht auf einen durch und durch strahlend weißen Look, sondern ist eher als silberweiß zu beschreiben. Die Oberfläche ist aus Aluminium gefertigt, wobei etwa ein Drittel durch eine recht grobe, aber damit umso cooler wirkende, sandgestrahlte und gebürstete Bearbeitung auffällt. Diese gebürstete Ecke der Tastatur glänzt und funkelt metallisch, doch auch die matte Seite reflektiert die kräftige RGB-Beleuchtung.

Die LEDs der ROG NX-Schalter sitzen am oberen Rand, wodurch der untere Teil der Tastenkappe nicht ganz ausgeleuchtet wird. Die seitlichen Beschriftungen an einigen Tastenkappen, darunter der Pfeil- und Sechsertasten, werden von diesem LED-Schein kaum erreicht und lassen sich nur mit Mühe ablesen.

Unter den weißen und grauen Tastenkappen sitzen mechanische ROG NX Schalter – nicht zu verwechseln mit den optisch-mechanischen ROG RX Schaltern, über die ihr beispielsweise in unserem Test zur ROG Strix Scope RX mehr erfahren könnt. Die NX-Schalter sind in Rot, Braun und Blau verfügbar und erinnern in vielerlei Hinsicht an die wohl bekanntesten mechanischen Schalter der Cherry MX Serie.

Die Farbbezeichnung spiegelt auch die üblichen Schaltcharakteristiken wider, wobei Rot für linear, Braun für taktil und Blau für klickend steht. Unser Modell verwendet die linearen roten ROG NX Schalter, mit denen flotte, ungebremste Tastenanschläge möglich sind. Der Auslösepunkt wird nach 1,8 mm erreicht, der benötigte Anfangskraft liegt mit 40 g minimal über den roten Cherry-Pendants.

In der Praxis konnten die Schalter durchaus überzeugen, allerdings wurde ich in Star Wars Battlefront 2 mehrmals versehentlich auf den Desktop geworfen, weil ich anstelle der Alt-Taste für Ausweichrollen die Windows-Taste erwischte. Diese liegt aufgrund der deutlich verlängerten L-Strg-Taste in einer Linie mit der Y-Taste und wird aufgrund der zuvor genannten Schaltereigenschaften schnell mitgedrückt. Eine Windows-Sperrfunktion per Tastenkombination löst dieses Problem zum Glück.

An der Unterseite ist die Scope NX TKL mit zahlreichen Rutschsicherungen versehen und sitzt bombenfest auf verschiedenen Oberflächen. Das stoffummantelte USB-C-Kabel kann abgenommen und mit einem praktischen Kabelbinder für den Transport vorbereitet werden.

Mit einem Preis von aktuell 158,90 Euro ist die Asus ROG Strix Scope NX TKL Moonlight White allerdings deutlich teurer als die originale, schwarze Variante. Diese ist inzwischen bereits für 99 Euro bei Caseking zu haben.

Eingabegeräte
Allround-PC.com Award
03/2022
Asus ROG Strix Scope NX TKL Moonlight
Empfehlung

Pro

  • schicke Optik
  • schnelle ROG NX-Schalter
  • LED-Leiste am Rand
  • abnehmbares USB-C-Kabel

Contra

  • Preis
  • teilweise unzureichend ausgeleuchtete Tastenbeschriftung

Asus ROG Strix Impact II

  • Optischer Sensor
  • 6.200 dpi (in vier Stufen verstellbar)
  • bis zu 220 ips Maximalgeschwindigkeit
  • Push-Fit-Schalterdesign
  • Anpassbare RGB-Beleuchtung
  • Abmessungen (BxTxH): 62,5 x 120 x 39,5 mm
  • Gewicht: 79 g

Die ROG Strix Impact II eignet sich mit ihren besonders schnell auslösenden Tastenschaltern bestens für Shooter oder andere kompetitive Spiele, die schnelle Reflexe belohnen. Mit einem Gewicht von 79 Gramm fällt sie noch in den Rahmen der Lightweight-Mäuse, auch wenn sie ohne extra-flexibles Kabel auskommt. In Kombination mit den griffigen Seitenflächen und geschmeidigen PTFE-Gleitfüßen huscht die Impact II dennoch schnell, aber kontrolliert über das Mauspad.

Unter den beiden Haupttasten sitzen langlebige Omron-Schalter mit bis zu 50 Millionen Anschlägen, die sich bei Bedarf sogar austauschen lassen. Dazu wird einfach der Mausrücken durch Entfernen vierer Schrauben an der Unterseite abgenommen, die verbauten Schalter herausgezogen und die neuen eingesteckt – fertig.

Auch die Seitentasten können überzeugen: Diese sind zwar nur auf der linken Seite zu finden, womit die als beidhändige Maus beworbene Impact II nur bedingt für Linkshänder geeignet ist. Dafür bleibt unterhalb der Tasten ausreichend Platz für den Daumen und auch der Auslösepunkt ist gerade empfindlich genug für schnelle, aber nicht versehentliche Aktionen.

Das gummierte Mausrad ist von zwei LED-Ringen umgeben, deren Beleuchtung, sowie die des ROG-Logos auf dem Mausrücken und der LED-besetzten Vorderseite, sich wie gehabt mittels der Armoury Crate Software anpassen lassen. Anstelle einzelner Zonen gibt es hier jedoch nur eine universelle Farboption für alle LEDs. Weitere Software-Optionen beinhalten die Tastenbelegung und DPI-Profile, die über eine Taste an der Unterseite durchgeschaltet und mit dem Aufleuchten einer zugewiesenen Farbe signalisiert werden.

Die Asus ROG Strix Impact II Moonlight Edition ist schon für 60 Euro zu haben, was angesichts der gebotenen Funktionen ein durchaus angemessener Preis in diesem Marktsegment ist.

Pro

  • geringes Gewicht
  • gute Gleitfähigkeit
  • griffige Seitenflächen
  • unkomplizierter Schaltertausch

Contra

  • keine individuellen Farboptionen für drei Leuchtzonen

Asus ROG Strix Go Core

  • Kabelgebunden, 3,5-mm-Klinkenstecker
  • Faltbares Design
  • Lautstärkerad und Stummschalter am Gerät
  • 40mm Asus-Essence-Treiber
  • Abnehmbarer Mikrofonarm
  • Unterstützt PC, Mac, Smartphones, PlayStation 5, Xbox Series X|S und Nintendo Switch
  • Gewicht: 252 g

Das ROG Strix Go Core wird per 3,5-mm-Klinkenkabel angeschlossen, womit es neben dem PC und Mac auch am Smartphone, der Playstation, Xbox oder Switch genutzt werden kann. Das fest montierte Audiokabel fällt für den PC etwas kurz, für das Smartphone in der Tasche dagegen genau richtig lang aus. Im Lieferumfang ist ein Y-Splitterkabel enthalten, mit dem rückseitige Anschlüsse problemlos erreicht werden.

Auch das unidirektionale Mikrofon ist abnehmbar und biegsam. Stumm geschaltet wird es direkt an der Ohrmuschel über einen Schieberegler, gleich darüber befindet sich ein praktisches Lautstärkerad. Die Mikrofonqualität reicht für die einfache Kommunikation mit Freunden über Discord und dergleichen völlig aus: Unsere Stimme wird ausreichend klar wiedergegeben, Störgeräusche wie Tastaturengeklapper vermag das abnehmbare Mikrofon alleine dagegen nicht vollständig auszublenden.

Die Audioqualität ist für ein Gaming-Headsets unter 100 Euro angemessen, wenn auch nicht allzu Aufsehen erregend. In den meisten Spielen kann das Klangbild überzeugen, beim Musikhören und selbst in einigen Ingame-Dialogen nehmen jedoch die dumpfen Bässe ein wenig Überhand. Aufgrund der Klinkenverbindung steht uns hier kein Equalizer zum Ausgleich per Software zur Seite.

Einer der größten Vorteile des Strix Go Core ist allerdings sein erstaunlich geringes Gewicht von nur 246 Gramm. Auch nach stundenlangem Gebrauch fällt das Headset nicht durch schmerzende Ohren störend auf, sondern wird mit gerade ausreichend Anpressdruck sicher an Ort und Stelle gehalten. Die Verarbeitungsqualität wird trotz der leichten Bauweise einem recht hohen Qualitätsstandard gerecht, besonders der Kunstleder-ummantelte Kopfbügel und die mattweißen Ohrmuscheln vermitteln einen hochwertigen Eindruck. Für den einfachen Transport können letztere eingeklappt oder bei einer kurzen Pause gedreht und um den Hals getragen werden.

Für rund 99 Euro hat das Asus ROG Strix Go Core einen hohen Tragekomfort mit angenehm geringen Gewicht und weichen Polstern, hohe Verarbeitungsqualität und ein brauchbares Mikrofon zu bieten. Das verlängerbare oder am Smartphone nutzbare Klinkenkabel sowie die falt- und drehbaren Ohrmuscheln verleihen dem Kopfhörer ein gewisses Maß an Flexibilität. Die Klangqualität reicht hingegen nicht über ein gutes Mittelmaß hinaus.

Pro

  • abnehmbares, gutes Mikrofon
  • Verarbeitungsqualität
  • leichte, komfortable Konstruktion

Contra

  • dominierende Tieftöner


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