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Asus ROG Falcata im Test: Was kann die 400€-Split-Tastatur?

Innovation oder teures Experiment, gute Frage!
asus rog falcata keyboard geteilt von oben betrachtet

Die Asus ROG Falcata setzt auf ein radikales Split-Design, High-End-Magnetschalter und Funktionen, die vor allem Enthusiasten ansprechen. Doch rechtfertigt das außergewöhnliche Konzept wirklich den Premiumpreis? Und, wofür ist das geteilte Design überhaupt gut? Wir haben das kabellose Gaming-Keyboard für euch getestet.

Die Asus ROG Falcata ist mit Magnetschaltern, Rapid Trigger und 8.000-Hz-Abtastrate auf dem neuesten Stand der Technik. Doch all das gab es schon in zehnfacher Ausführung – nicht nur von anderen Herstellern, auch von Asus selbst in allen möglichen Formfaktoren. Und ist das richtige Format einmal gefunden, lässt sich dank verbreiteter Hot-Swap-Funktionalität mit dem richtigen Tastaturen-Grundgerüst meistens mit einigen Modifikationen das Keyboard der Träume basteln. Aber was, wenn ihr von einer Tastatur abseits der üblichen Formate träumt?

Split-Keyboards sind für viele Nutzerinnen und Nutzer noch immer weitgehend unbekanntes Terrain, beliebt vor allem in Enthusiastenkreisen. Ähnlich verhielt es sich einst mit hochwertigen mechanischen Schaltern, dämpfenden Schichten, Gasket-Mounts und anderen Features, die heute längst zum Standard vieler Gaming-Tastaturen von Asus, Corsair & Co. gehören. Vielleicht halten also auch geteilte Tastaturen bald Einzug in den Mainstream-Markt?

Eins steht jedenfalls fest: Mit einer UVP von 399,90 Euro übertrifft sich Asus diesmal nicht nur selbst, sondern dürfte es auch schwer haben, das unkonventionelle Format einer breiten Masse schmackhaft zu machen. Bei Amazon ist das Keyboard aktuell ab 360 Euro bestellbar.

Design: 75%-Layout, geteiltes Format & besondere Füße

Bevor wir uns dem offensichtlichen Elefanten im Raum zuwenden, sei so viel gesagt: Abseits des Split-Designs setzt die Falcata auf ein übliches 75-Prozent-Format, das den gleichen Tastenumfang wie TKL (Tenkeyless, also ohne Ziffernblock) bietet, diesen aber auf eine deutlich kleinere Fläche zusammenrückt. Ich persönlich empfinde dieses Format als etwas unübersichtlich, da es oft keine trennenden Abstände zwischen den Tastenblöcken gibt.

Tastaturen mit solchen Abständen und zusätzlichem Platz für Lautstärkeräder und Co. werden weiterhin als “75%” bezeichnet, weil sich diese Bezeichnung allein auf die Tastenzahl bezieht. Wer es wie ich etwas aufgeräumter mag oder bestimmte Tasten vermisst, muss sich seine Split-Tastatur also – aktuell – noch bei einem anderen Hersteller suchen.

Mediensteuerung mit Scrollrad und LED-Anzeige

Das Argument des eingesparten Platzes zieht bei der ROG Falcata aber nicht ganz, denn links neben dem Tastenfeld befindet sich eine recht breite Leiste für die Mediensteuerung und eine LED-Anzeige. Diese Position ist ungewöhnlich, da die linke Hand im Spiel meistens auf den Bewegungstasten ruht und viele Spieler*innen gewohnheitsmäßig die rechte Hand zum Betätigen von Tasten oder Rädern am rechten oberen Rand verwenden. Da sich die Falcata allerdings in ein linkes “Hauptelement” und ein rechtes, optionales Element aufteilen lässt, ist die übliche Position der Medientasten nicht ohne Einschränkungen möglich.

Das Lautstärkerad ist leicht eingelassen und wird so weniger versehentlich betätigt. Zudem gibt die LED-Anzeige, je nach Einstellung, eine akkurate Darstellung der veränderten Einstellungen wieder. Am oberen Ende der Medien-Leiste sitzt der Rapid-Trigger-Schalter, den wir bereits von der Falchion Ace HFX (Test) kennen und der mit einem sehr befriedigenden, magnetischen Klacken einschnappt.

Split-Design: Umgewöhnung mit ergonomischen Vorteilen

Das Split-Design der ROG Falcata erfordert zunächst eine gewisse Umgewöhnung beim Tippen, insbesondere für Nutzerinnen und Nutzer, die nicht streng nach dem 10-Finger-System schreiben. Wer dieses System beherrscht, profitiert jedoch schnell von der natürlich symmetrischen Aufteilung der Tasten und der entspannteren Handhaltung durch den angepassten Winkel der Tastaturhälften.

Als deutlich angenehmer empfinde ich die Variante, die Tastaturhälften zusammen, aber mittig erhöht aufzustellen. So kann ich mich auf mein gewohntes Tippverhalten verlassen, genieße aber eine ergonomische Haltung der weniger verdrehten Handgelenke, ähnlich wie bei Geräten wie der Logitech MX Vertical Maus.

Hierzu werden einfach die verschieden hohen Standfüße an den entsprechenden Stellen unter der Tastatur festgeschraubt. Auch die großen Handballenauflagen werden direkt mit der Tastatur verschraubt und können so bei jeder Aufstell-Methode genutzt werden.

Praktisch ist zudem, dass sich die linke Hälfte auch allein verwenden lässt. Per Software kann dabei die Windows-Taste zur Fn-Taste umfunktioniert werden, um Zugriff auf zahlreiche Hotkeys beizubehalten. Für viele Spiele – etwa Shooter oder MOBAs – reicht das völlig aus und schafft gleichzeitig mehr Platz für die Maus. In der Praxis wird man die Maus allerdings selten direkt neben die linke Hand ziehen, da einer der Hauptvorteile eines Split-Keyboards gerade darin liegt, dass die Hände beim Tippen weiter auseinander und damit entspannter sind.

Der Lieferumfang fällt entsprechend der verschiedenen Möglichkeiten sehr üppig aus: Zwei verschieden lange Link-Kabel zum Verbinden der beiden Tastatur-Hälften ermöglichen trotz der vielen Extras eine einigermaßen aufgeräumte Optik. Das USB-C-Ladekabel kann mit einem Adapter auf USB-A umgerüstet werden, zudem ist auch wieder der Omni-Adapter samt Staufach an der Tastatur und Verlängerungs-Adapter enthalten.

Technik: Switches, Konnektivität & Extras

Auf technischer Seite bietet die ROG Falcata viele Features, die vor allem im High-End-Bereich mehr oder weniger etabliert sind. Ohne Tri-Mode-Konnektivität verlässt inzwischen kaum noch eine ROG-Tastatur die Fabrik. Auch das Split-Modell kann demnach per Kabel, 2,4-GHz-Empfänger oder Bluetooth genutzt werden.

Letztere Option unterstützt bis zu fünf Geräte gleichzeitig, was in der Praxis wohl selten voll ausgenutzt werden wird. Beim USB-Empfänger handelt es sich um den Omni-Dongle, mit dem mehrere kompatible Asus-Geräte verbunden werden können – beispielsweise die Gaming-Maus ROG Harpe II Ace (Test).

asus rog falcata gaming tastatur usb c anschlüsse und rapid trigger

Nur per USB-Empfänger oder -Kabel wird eine Abtastrate von bis zu 8.000 Hz erreicht. Dieser Wert wird ebenfalls gerne im High-End-Bereich eingesetzt und verspricht Eingabeverzögerungen von verschwindend geringen 0,125 Sekunden – hat aber kaum spürbare Vorteile.

Magnet-Tasten: ROG HFX V2 Switches

Unter den langlebigen PBT-Doubleshot-Tastenkappen sitzen die neuen ROG HFX V2 Magnetic Switches mit integriertem ROG Hall Sensor, der elektrische Störungen minimiert und die Präzision verbessern soll. Gegenüber den HFX V1 Schaltern, die beispielsweise in der ROG Falchion Ace HFX zum Einsatz kommen, reagiert die zweite Generation sogar noch feinfühliger und erlaubt die Anpassung von Auslösewegen zwischen 0,1 bis 3,5 mm in 0,01-mm-Schritten.

In der Praxis wird man selten derart präzise Justierungen vornehmen, doch ROG zieht hier mit anderen modernen Hall-Effekt-Tastaturen gleich – etwa der deutlich günstigeren Epomaker G84 HE (Test).

Für ein leiseres und angenehmeres Tippgefühl sorgt eine vierlagige Dämpfungsstruktur, die interne Ping-Geräusche effektiv absorbiert. Das Tippgefühl fühlt sich dank schnell auslösender Magnetschalter sehr direkt an, während der Klang – anders als bei den beliebten, dumpfen “thocky” Schaltern – insgesamt eher “clacky”, also deutlich hörbar und satt ist.

asus rog falcata gaming tastatur rapid trigger

Über den magnetischen Kippschalter lässt sich die Rapid Trigger Funktion einschalten, mit der eine schnellere Tastenreaktion und Rücksetzung aktiviert wird. Diese Funktion ermöglicht es, dass eine Taste bereits beim geringsten Loslassen erneut auslöst, was besonders in schnellen Spielen einen spürbaren Vorteil bringen kann.

YouTube: Enthüllung zur Computex 2025

Eine positive Neuerung, die sich durch die gesamte neue ROG-Produktlinie zieht, ist die Einführung von “Gear Link”, einer rein browserbasierten Softwarelösung. So bleibt Nutzer*innen Download, Installation und Herumschlagen mit der zuweilen störrischen Armoury Crate Software erspart.

rog falcata gearlink

Die Web-Übersicht bietet alle gewohnten sowie neuen Funktionen und funktionierte in unserem Test einwandfrei. Die geteilte Leertaste wird als zwei separate Tasten dargestellt und lässt dementsprechend auch unterschiedliche Belegungen für die linke und rechte Hälfte zu.

Darüber hinaus lassen sich Auslösepunkte und Totzonen individuell anpassen. Die Rapid-Trigger-Funktion ist standardmäßig auf WASD aktiviert, kann aber beliebig auf andere Tasten übertragen werden. Ebenso unterstützt die Tastatur Dual Key Stroke (DKS), Mod-Tap sowie Toggle Trigger, wodurch sich komplexe Eingaben und Mehrfachfunktionen auch ohne Makros realisieren lassen.

Die Web-Ansicht ist bereits sehr zugänglich, doch einige Funktionen können auch über das Multifunktionsrad und die dazugehörige Taste bedient werden. Darunter fallen Auslösepunkt, Empfindlichkeit des Rapid Trigger, Lautstärke, Medientasten und Tastaturbeleuchtung.

Fazit zur Asus ROG Falcata

Hinter der Maske einer teuren Marken-Tastatur verbirgt sich ein guter Versuch, ungewöhnliche, aber ergonomische Designs in den Mainstream einzuführen. Wer sich auf das Konzept einlässt oder bereits ein sauberes 10-Finger-System nutzt, profitiert von einer entspannten Handhaltung, flexiblen Aufstellmöglichkeiten und stark anpassbarer Technik. Die hochwertigen Magnetschalter, Tri-Mode-Konnektivität sowie die browserbasierte Gear-Link-Software runden das Premium-Paket überzeugend ab.

Gleichzeitig ist die Falcata aber ein sehr spezielles Produkt, das zu einem extrem hohen Preis (knapp 400 Euro) angeboten wird und in Layout wie Bedienung klare Eingewöhnungszeit erfordert. Die Platzierung der Medienleiste und das kompakte 75%-Format werden nicht allen gefallen, und viele ihrer technischen Vorteile bleiben in der Praxis marginal.

Für Enthusiasten und experimentierfreudige Nutzer ist die Falcata dennoch ein spannendes, ergonomisch starkes Modell – für den Mainstream dürfte sie jedoch ein Nischenprodukt bleiben.

Eingabegeräte
Allround-PC.com Award
11/2025
Asus ROG Falcata
Empfehlung

Pro

  • vielseitige ergonomische Aufstellmöglichkeiten
  • moderne Magnetschalter mit fein einstellbarem Auslöseweg und Rapid Trigger
  • Tri-Mode-Konnektivität
  • browserbasierte Gear-Link-Software
  • hochwertiges & flexibles Design

Contra

  • Medienleiste links nicht ideal positioniert
  • sehr hoher Preis (UVP)

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Redakteur Robin im grünen Pulli Robin Cromberg Redakteur

Robin ist seit über 10 Jahren bei Allround-PC tätig und Experte für Eingabegeräte und Audiogeräte. Er verfasst regelmäßig News und Artikel in diesen Bereichen, berichtet aber auch über Produktneuheiten aus zahlreichen anderen Technikkategorien. Für unsere YouTube-, TikTok- und Instagram-Kanäle schneidet er regelmäßig Videos und steht gelegentlich auch selbst vor der Kamera.

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