Der Gaming-Stuhl Corsair T2 Road Warrior tritt in die Fußstapfen des ausgezeichneten T1 Race und soll mit einer breiten Sitzfläche ein komfortables Sitzgefühl über viele Stunden hinweg ermöglichen. Wir haben die Büroarbeit der letzten Wochen auf den Kunstlederpolstern des Halbschalen-Straßenkriegers erledigt und ziehen nun ein Fazit.

Übersicht

Vergangenes Jahr ist Corsair, sonst eher bekannt für hochwertige Gaming-Peripherie und RAM-Produkte, in den Bereich der Gaming-Stühle eingestiegen und konnte für sein Erstlingswerk, den T1 Race, gleich eine unserer Empfehlungen einfahren. Das in diesem Test behandelte zweite Modell ähnelt seinem Vorgänger bereits optisch sehr stark, greift jedoch auch funktionale Features auf.

Technische Daten

Material Basis

Metall

Material Sitzbezug

PU Leder, 3D PVC Leder

Maximalbelastung

bis zu 136 kg

Kippfunktion (Sitzfläche)

Ja

Größe Sitzpolster

50 x 56 cm

Größe Rückenlehne

50 x 88 cm

Preis

339,90 Euro

Zusammenbau & Design

Der Zusammenbau des Corsair T2 Road Warrior geht recht einfach von der Hand, was nicht zuletzt dem beiliegenden Werkzeug zu verdanken ist. Die Kombination aus Imbusschlüssel und Kreuzschlitz-Schraubendreher wird für sämtliche Schrauben verwendet, eigenes Werkzeug muss im Normalfall also nicht bereitgelegt werden. Ein Großteil der Komponenten wird werkzeuglos befestigt, das Werkzeug wird hauptsächlich zur Montage der Sitzlehne an den metallenen Haltern verwendet.

Corsair-T2-RoadWarrior Abdeckungen Corsair-T2-RoadWarrior Fußkreuz

Der Aufbau nimmt nicht allzu viel Zeit in Anspruch, da nur auf der Unterseite und an Halterungen für die Rückenlehne (links) geschraubt werden muss – Die Einzelteile des Fußkreuzes werden einfach ineinander gesteckt (rechts)

Wie schon sein Vorgänger, erinnert auch der Corsair T2 Road Warrior an den Sportsitz eines Rennwagen, inklusive vorstehender Seitenwangen. Anders als der nach oben plötzlich schmaler werdende T1 Race, verjüngt sich der T2 Road Warrior gleichmäßiger, zudem ist die gesamte Halbschalen-Rückenlehne nach innen gekrümmt. Corsair behält den Designkurs im Großen und Ganzen bei, zumindest was die Materialwahl angeht: ein buntes Zusammenspiel aus verschieden gemusterten und gefärbten PU- und PVC-Lederelementen, verbunden durch Ziernähte in der gewählten Farbe, bieten Abwechslung fürs Auge und machen einen hochwertigen Eindruck.

Corsair-T2-RoadWarrior

Fertig aufgebaut sieht der T2 Road Warrior sehr schick aus

Große Bereiche sind von einem perforierten und somit atmungsaktiven Sechseck-Kunstledermuster bedeckt, welche zudem einen klaren praktischen Nutzen haben. Gerade beim Aspekt der Farbe sind die Korsaren wiederum ein wenig zurückgerudert und mischen den dominanten schwarzen Grundton lediglich mit einem einzelnen, über Rückenlehne und Sitzfläche verlaufenden Längsstreifen, zwei Querstreifen an der Seite und mehreren Ziernähten jeweils in wahlweise Blau, Gelb, Rot, Weiß – oder ebenfalls Schwarz. Völlig schwarz ist das nun aus Metall gefertigte Fußkreuz, das deutlich wertiger wirkt als noch die teils gefärbte Kunststoff-Variante des Vorgängers.

Corsair-T2-RoadWarrior-5

Die Verarbeitungsqualität entspricht dem hohen Corsair-Standard, optische Details wie die blauen Ziernähte tragen zum schicken Gesamtbild bei

Der Corsair T2 Road Warrior steht auf fünf Inliner-Rollen, welche optisch um einiges ansprechender als die klassischen Kunststoff-Bürorollen sind und mit ihrer Gummibeschichtung auch weniger Kratzer auf empfindlichen Böden verursachen.

Sitzkomfort

Dem Corsair T2 Road Warrior liegt eine Konstruktion aus Stahlrohr zugrunde, die Kaltschaumpolster der Sitzfläche liegen auf zwei Stahlstreben und drei Elastikbändern auf. So wird verhindert, dass wir zu sehr in den Sitz einsinken, tatsächlich fällt die Polsterung insgesamt ein wenig hart aus, was allerdings keineswegs bedeutet, dass es sich unbequem auf dem Road Warrior sitzen lässt. Im Gegenteil ist das Sitzgefühl auch über lange Zeit sehr gemütlich, unter anderem durch die Seitenwangen an Sitz und Lehne, welche sich an Beine und Rücken schmiegen, ohne einzuengen.

Corsair-T2-RoadWarrior Sitzkomfort

Die Sitzfläche fällt angenehm tief aus, sodass auch Nutzer mit langen Beinen nicht in die Röhre schauen

Die Sitzfläche ist 56 Zentimeter tief und damit besonders bequem für längere Beine. So kann auch das optionale Lendenkissen mit Veloursbezug eingesetzt werden, ohne uns Platzprobleme auf der Sitzfläche zu bereiten. Auch das abnehmbare Kopf- beziehungsweise Nackenkissen ist mit dem flauschigen Bezug versehen.

Corsair-T2-Road-Warrior-Verstellbarkeit

„BUT CAN YOU DO THIS?“ – Ja, auch im T2 Road Warrior lässt es sich weit zurücklehnen (Bild: Corsair)

Die Sitzlehne lässt sich um bis zu 170° nach hinten verstellen, die Wippmechanik bietet zudem auf 17 Grad genug Spielraum für entspanntes Schaukelstuhl-Feeling. Weitere Verstellmöglichkeiten bieten sich ganz klassisch in der Höhenanpassung, hier kommt eine Klasse-4 Gasdruckfeder zum Einsatz. Auch die Armlehnen können vierdimensional angepasst und auf die optimale Position eingestellt werden, zudem geben die Stützen leicht nach und liegen nicht allzu hart unter den Armen.

Fazit

Mit ihrem ersten Gaming-Stuhl T1 Race haben Corsair bereits bewiesen, dass sie auch für Sitzgelegenheiten ein Händchen besitzen. Das zweite Modell baut auf diesen guten Eindruck auf und punktet mit einem wertigen Design, hohem Sitzkomfort und vielseitigen Verstellmöglichkeiten. Gegenüber dem Vorgänger hat sich Corsair auch ein Paar vor allem das Design betreffende Änderungen einfallen lassen. Der Preis liegt in der gleichen Preiskategorie wie der Vorgänger, für 339,90 Euro bekommen anspruchsvolle Gamer einen hochwertigen Gaming-Stuhl geboten.

award_empfehlung_Road_Warrior

ProContra
  • schickes Design
  • harte, aber komfortable Polster
 
  • Verstellmöglichkeiten für Arm- und Rückenlehne
 
  • Ausstattung
 
  • große Sitzfläche
 
  • Verarbeitung und einfacher Zusammenbau
 

 


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