In Sachen Ladegeschwindigkeit kann das kabellose Qi-Ladegerät Anker PowerWave Sense Pad Alloy nicht unbedingt mit flotten kabelgebundenen Quick-Chargern mithalten. Wir verraten euch in diesem Kurz-Test allerdings, wie das kleine Ladepad dennoch enorm zum Komfort in der alltäglichen Handynutzung beitragen kann.

Übersicht

Kabellose Ladepads mögen auf den ersten Gedanken womöglich ein wenig unsinnig wirken. Warum das Smartphone auf einer vergleichsweise langsamen Ladestation ablegen, wenn aktuelle Schnellladegeräte einen über 4.000 mAh Akku mit bis zu 65 Watt in nur 40 Minuten (wie bei unserem Test zum Oppo Find X2 Pro) voll aufladen können?

Zwar werden auch die Ladegeschwindigkeiten von Qi-Ladepads nach und nach schneller, werden aber wohl niemals voll und ganz an die kabelgebundene Effizienz heranreichen. Allerdings sind die kleinen Qi-Ladepads dagegen für spontane Ladungen nebenher wirklich praktisch. Ich persönlich nutze ein solches Ladepad inzwischen fast öfter als das mitgelieferte Quick-Charge-Ladegerät meines Smartphones.

Schickes Ladepad für das Laden zwischendurch

Das Anker PowerWave Sense Pad Alloy misst gerade einmal 90 x 90 Millimeter und lässt sich somit problemlos auch auf dem vollgepacktesten Schreibtisch unterbringen. Hilfreich ist dabei auch das 1,50 Meter lange USB-A-zu-C-Kabel, welches sich auch hinter dem Tisch an einen freien USB-Port am PC oder zur Steckdosenleiste führen lässt.

Mit 105 Gramm liegt es ungewöhnlich schwer auf und verrutscht nicht allzu schnell. Hier leistet auch eine ringförmige Gummi-Rutschsicherung auf der Unterseite ihren Beitrag. Ein solcher Ring befindet sich auch auf der Oberseite, die allerdings mittig konvex gewölbt ist. So wird die ohnehin nicht allzu große Auflagefläche für das Smartphone leider zusätzlich verringert.

Die Oberseite des PowerWave Sense Pad Alloy ist mit einem schwarz-grauen Textilbezug versehen, der das kompakte Ladepad optisch sowie haptisch ein wenig aufwertet. Am etwa einen Zentimeter hohen Seitenrand des robusten Metallgehäuses befindet sich eine kleine LED. Diese informiert über den Ladezustand oder etwaige Probleme.

Kabelloses Qi-Laden mit bis zu 11 Watt

Das Anker PowerWave Sense Pad Alloy lädt Smartphones und andere Qi-fähige Geräte mit maximal 11 Watt auf, was in etwa der durchschnittlichen Ausgangsleistung der meisten handelsüblichen Qi-Charger entspricht. Dabei gilt allerdings zu beachten, dass nicht jedes Smartphone auch diese Laderaten unterstützen. Aktuelle Apple-Smartphones ab dem iPhone 8 unterstützen beispielsweise nur kabelloses Laden mit bis zu 7,5 Watt. Nutzer eines Google Pixel 4 (Test) dürfen sich über bis zu 11 Watt freuen. Ein OnePlus 8 Pro (Test) oder Huawei P40 Pro (Test) würde aus rein technischer Sicht sogar deutlich mehr Leistung schaffen.

Wir haben für unseren Test das LG G7 ThinQ (Test) mit einem 3.000 mAh starken Akku verwendet, der bei Testbeginn zu 46 Prozent geladen war. In weniger als zehn Minuten konnten wir das Smartphone mit dem Anker-Ladepad um weitere zehn Prozent aufladen, nach etwas mehr als einer Stunde erreichten wir die 100 Prozent. Wer kurz vor dem Verlassen des Hauses noch schnell das Smartphone für die Bahnfahrt laden möchte, greift also eher zum schnellen Ladekabel.

Für solch leistungsstarke Ladungen ist das Qi-Pad allerdings auch nicht ausgelegt. Vielmehr kann das Anker PowerWave Sense Pad seine Stärken ausspielen, wenn man gerade am Schreibtisch sitzt. Dann kann das Smartphone gemächlich laden, hin und wieder jedoch auch aktiv genutzt werden. So muss nicht erst ein Ladekabel hervorgekramt, angeschlossen und bei jeder Nutzung wieder entfernt werden. Smartphone kurz vom Pad nehmen, einen Anruf tätigen, es wieder aufs Pad legen und ohne große Workflow-Unterbrechung weiterarbeiten.

Übrigens sehr praktisch: das Ladepad kann mit vielen beliebigen Ladegeräten und Kabeln verwendet werden. Das Netzteil, USB-C-Kabel und Ladepad sind drei separate Komponenten, der Nutzer kann also beispielsweise auch nur das 1,5-Meter-Kabel gegen ein kürzeres oder längeres USB-C PD Kabel austauschen.

Fazit

Anker erfindet mit dem PowerWave Sense Pad Alloy nicht das Rad neu, macht jedoch fast alles richtig, was sich bei einem Qi-Ladepad richtig machen lässt. So haut die Ladegeschwindigkeit nach wie vor niemanden vom Hocker, reicht aber für den Anwendungsbereich der kabellosen Ladegeräte völlig aus.

Sehr komfortabel ist die Möglichkeit, Netzteil und USB-Kabel durch kompatible Alternativen auszutauschen. Das Produktdesign sticht mit seinem robusten Metallkorpus, Gummi-Rutschsicherungen und dem Stoffbezug aus der Masse an rein schwarzen Kunststoff-Ladepads hervor. Auch preislich hebt sich das Anker Pad mit rund 40 Euro von den meisten günstigen Varianten ab, liefert jedoch in dieser Hinsicht auch einen gewissen Mehrwert.


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