Der Corsair iCUE Nexus Companion Touchscreen bietet eine umfangreich anpassbare Touch-Oberfläche, mit denen Streamer und ambitionierte Hobby-Gamer ihr gesamtes Setup steuern sollen. Wir haben den kleinen Bildschirm getestet und verraten euch unseren Eindruck.

Übersicht

Vor rund 10 Jahren waren kleine Displays am oberen Rand der Tastatur schwer in Mode, heute sieht man die kleinen Bildschirme zur Musikwiedergabe und dergleichen kaum noch. Corsair möchte Nostalgikern nun offenbar eine Freude machen und bringt mit dem iCUE Nexus Companion Touchscreen ein solches Display zurück, das aber weit mehr kann, als nur das aktuelle Lied anzuzeigen.

Design & Verarbeitung

Der Corsair iCUE Nexus Companion Touchscreen misst (ohne Basis) gerade einmal 154 x 356 x 16 Millimeter, wobei ein Großteil dieser Fläche von einer Glasscheibe eingenommen wird. Anders als bei den zuvor beschriebenen Tastaturanzeigen, handelt es sich hierbei um ein 5 Zoll Touch-Display, das auch als Eingabegerät genutzt werden kann. Leider fällt die tatsächliche Anzeigefläche mit nicht einmal einem Zentimeter Höhe deutlich kleiner als erwartet aus und lässt das iCUE Nexus mit dicken, schwarzen Bildrändern dastehen.

Zudem ist der Bildschirm äußerst anfällig für Finderabdrücke. Das Gehäuse ist gänzlich aus Kunststoff gefertigt, ein Kontrast zu den hochwertigen Aluminium-Gehäusen der kompatiblen Corsair K95 RGB Platinum (zum Test) und K70 RGB MK.2 (zum Test) Tastaturen. Zwar kann die Verarbeitungsqualität überzeugen, für knapp 100 Euro darf der Käufer jedoch ruhig mehr erwarten.

Standalone oder mit Tastatur-Aufsatz

Für die beiden genannten Tastaturmodelle liegen im Lieferumfang passende Aufsätze bei, mit denen sich der iCUE Nexus unkompliziert an der Tastatur befestigen und mit dem USB-Passthrough-Port verbinden lässt. Das Ergebnis sieht recht schick aus, als gehöre das Display zum Design der Tastatur. Wer keine der beiden Tastaturen besitzt, greift auf die Standalone-Basis zurück, die ganzflächig mit Gummi-Rutschsicherungen versehen ist. Dank eines regulären 1,8-Meter-Kabels kann die Basis zudem frei auf dem Schreibtisch platziert werden.

Eigenschaften & Software

Das kleine Display bietet eine überschaubare Auflösung von 640 x 48 Pixel, was für die Anwendungsbereiche völlig ausreichend ist. Der Touchscreen erkennt sowohl Drücken einzelner Schaltflächen als auch Wischbewegungen zum Wechsel zwischen den eingestellten Bildschirmen. Diese Einstellungen werden natürlich in der namensgebenden iCUE-Softwarelösung von Corsair vorgenommen, welche daher auch zwingend zur Nutzung des Bildschirms benötigt wird.

Der iCUE Nexus kann im Grunde als Abkürzung für die äußerst umfangreichen Funktionen der Software gesehen werden. Wer also generell viel Zeit mit den vielfältigen Anpassungsmöglichkeiten seiner Corsair-Produkte in iCUE verbringt, kann einige häufig genutzte Funktionen im Nexus hinterlegen und dort schneller anwählen.

Im Laufe der Jahre hat Corsair das Portfolio an iCUE-kompatiblen Produkten umfangreich erweitert. So können wir über den kleinen Bildschirm beispielsweise Equalizer-Einstellungen an Headsets wie dem Corsair Virtuoso RGB Wireless (zum Test), oder schnelle Profilanpassungen anderer Eingabegeräte vornehmen. Auch für den Nexus selbst können eigene Makrobefehle festgelegt werden, ähnlich wie bei den beliebten Elgato Streamdecks.

Die iCUE Software bietet in Kombination mit dem iCUE Nexus zahlreiche Personalisierungs-Optionen. So können nicht nur Felder variabler Länge zur Anzeige der Uhrzeit oder von Systeminformationen wie der CPU-Auslastung, sondern auch eigene Bilder als Hintergrund verwendet werden.

Zum jetzigen Zeitpunkt sind die Widget-Optionen noch etwas mager, können jedoch in Zukunft per iCUE-Software-Update erweitert werden. Denkbar sind auch eigene Schnellstart-Profile für bestimmte Spiele, die dem Gamer beispielsweise die wichtigsten In-Game-Funktionen auf das iCUE Nexus laden.

Fazit

Das Corsair iCUE Nexus erscheint wie der nächste logische Schritt in der Entwicklung der hauseigenen iCUE-Software zu sein. Wir konnten die übersichtliche und zugleich äußerst umfangreiche Software bislang bei jedem Peripherie-Test nur loben, nun kann der Spieler seine wichtigsten Funktionen auf ein externes Touch-Display verlagern.

Der 5-Zoll-Bildschirm lässt sich unkompliziert mit dem Finger bedienen und bietet softwareseitig schier endlose Möglichkeiten zur Gestaltung. Würde das Display jedoch die gesamte Fläche ausfüllen, wäre es um ein Vielfaches ansprechender. So schrammt es nur knapp an der Grenze zum Attribut „klobig“ vorbei, doch gerade zur stolzen UVP von 99,99 Euro hätte es gerne mehr sein dürfen.

So werden auch die eingangs angesprochenen Nostalgiker von Tastaturen-Displays gut staunen, denn der kleine Bildschirm alleine kostet nun mehr, als sie damals für Tastatur und Maus zusammen ausgegeben hätten.

Pro

  • Gute Touch-Bedienung
  • Tolle Anwendungsmöglichkeiten mit iCUE
  • Intuitive Einrichtung
  • Beiliegende Aufsätze für kompatible Tastaturen

Contra

  • Preis
  • Display sehr schmal mit dicken Rändern
  • nicht Blickwinkelstabil

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