Die heißen Sommermonate sind endlich vorbei und besonders die Gamer unter uns, die bei heißen Temperaturen unter dem Dach zocken müssen, dürften sich auf die etwas kühleren Tage freuen. Auch bei uns in der Redaktion staut sich immer wieder die Hitze, besonders unser Videostudio erinnert dann schnell an eine Sauna. Damit wir jedoch auch im Sommer genug Videos für euch produzieren können, hat uns De’Longhi ein Pinguino PAC EX100 Silent Klimagerät zur Verfügung gestellt. Damit konnten wir die Temperaturen auf einem deutlich angenehmeren Level halten und nach der Arbeit auch mal das ein oder andere Spiel zocken.

Übersicht

Das Unternehmen De’Longhi kennen wir, und ihr vermutlich auch, vor allem durch Kaffeemaschinen. Wir hatten mit der Maestosa bereits einen smarten Kaffeevollautomat inklusive App-Steuerung im Test. Der italienische Hersteller hat jedoch auch Küchengeräte und Produkte im „Klima Comfort“-Bereich anzubieten. Die mobilen Klimageräte führt De’Longhi unter der Bezeichnung „Pinguino“ und hat einige Modelle im Portfolio. Unser Testgerät, das De’Longhi Pinguino PAC EX100 SILENT, liegt preislich bei etwa 700-800 Euro und ist beispielsweise bei Amazon* erhältlich.

Lieferumfang

  • mobiles Klimagerät
  • Abluftschlauch + Saugkopf
  • verlängerbarer Querträger
  • Abluftdüse für Fenster
  • Fernbedienung
  • Laufrollensicherung
  • Bedienungsanleitung

Design und Verarbeitung

Das mobile Klimagerät misst rund 44,5 x 39 x 80,5 cm (BxHxT) und ist mit etwa 30 Kilogramm sicherlich kein Leichtgewicht. Durch die vier Rollen auf der Unterseite lässt es sich aber dennoch sehr flexibel platzieren. Die äußere Hülle ist aus weißem Kunststoff gefertigt und erhält durch einen schwarzen Zierstreifen auf der Front einen recht modernen Look. Sehr unscheinbar sitzt dort auch das LED-Display, welches sich wirklich angenehm in das Design einfügt. Direkt rechts daneben sind insgesamt fünf Bedienelemente platziert, darunter unter anderem der Powerbutton. Weitere Details zur Bedienung finden sich weiter unten im Bereich „Einrichtung und Bedienung“.

Bilder: De’Longhi

Auf der Oberseite ist ein Fach für die Fernbedienung sowie die Öffnung zur Luftabgabe. Diese fährt beim Einschalten heraus und kann in verschiedenen Winkeln eingestellt werden. Rückseitig zeigen sich das Lufteinlassgitter, die Einstecköffnung für den Abluftschlauch (130 mm im Durchmesser, 1200 mm lang) und ein Drainageschlauch mit zwei Verschlüssen. Hinter dem Einlassgitter sitzt noch ein Luftfilter, der Staub, Pollen und kleine Schmutzpartikel einfängt. Eine Reinigung wird nach einer Betriebswoche empfohlen, entweder per Staubsauger (leichte Verschmutzung) oder mit lauwarmem Wasser (eher starke Verschmutzung).

Im Lieferumfang befinden sich einige Zubehörteile, darunter der Abluftschlauch + Saugkopf, ein verlängerbarer Querträger für die Fenstermontage sowie eine Laufrollensicherung. Damit lässt sich die De’Longhi Pinguino PAC EX100 SILENT recht flexibel und für verschiedene Einsatzorte und Fensterarten einsetzen. Die Verarbeitung der mobilen Klimaanlage kann insgesamt überzeugen, lediglich die Befestigung des Abluftschlauchs ist nicht robust genug. Der Schlauch hält hier nur durch zwei kleine Haken und ist uns dabei immer wieder abgerutscht.

Technik und Features

Die Pinguino PAC EX100 SILENT kühlt laut Herstellerangabe besonders in Räumen bis zu einer Größe von 110 Kubikmetern zuver­läs­sig und effizient. Das wäre beispielsweise ein Zimmer mit den Abmessungen: 7 x 6 x 2,70 m (Länge x Breite x Höhe) – also 42 Quadratmeter, einfach mal zur Orientierung. Unser Videostudio, mit einer Größe von ca. 50 Kubikmeter (4 x 4,5 x 2,7 m, 18 m²), ist also eine passende Größe. Für eine leicht größere Kühl-Herausforderung haben wir die mobile Klimaanlage jedoch auch in unserem Redaktionszimmer mit knapp 100 Kubikmeter (ca. 37 m²) ausprobiert.

Bild: De’Longhi

De’Longhi nutzt das Kühlmittel R290 (auch bekannt als Propan), welches als natürliches Gas weder dem Mensch noch der Umwelt schaden soll. Das Kältemittel wird dann über ein Luft-Luft-System durch ein Expansionsventil in den Verdampfer gespritzt – dadurch wird die einströmende Luft gekühlt. Die gekühlte Luft wird anschließend über ein Gebläse im Raum verteilt, entstandenes Kondenswasser wird zusätzlich zur Kühlung des Verflüssigers genutzt. Der restliche Wasserdampf wird über den Abluftschlauch auf der Rückseite nach außen abgeführt.

Eine Besonderheit der Pinguino PAC EX100 SILENT soll die „Real Feel“-Technologie sein. Durch sie soll neben der Temperatur auch die Luftfeuchtigkeit im Raum automatisch auf einem angenehmen Niveau gehalten werden. Die typisch „trockene Klimaanlagen-Luft“ gehört hier also der Vergangenheit an. Alternativ lässt sich die Klimaanlage jedoch auch separat als Ventilator zur Luftzirkulation oder als Entfeuchter einsetzen. De’Longhi gibt eine Entfeuchtungsleistung von 32 Liter pro Stunde an, die nominale Kühlleistung liegt bei 2.500 Watt.

Einrichtung und Bedienung

Es gibt verschiedene Einsatzmöglichkeiten, mit denen die De’Longhi Pinguino PAC EX100 SILENT genutzt werden kann. Die Klimaanlage lässt sich sowohl ohne Festinstallation mit Schiebefenstern und Doppelflügelfenstern als auch mit Festinstallation, beispielsweise in der Fensterscheibe, in einem Holzsockel oder in einer Wand nutzen. Weitere Details zur Montage befinden sich ausführlich und gut erklärt in der Bedienungsanleitung.

In unserem Büro haben wir klassische Flügelfenster, weswegen wir die beiliegende Abluftdüse auf den Abluftschlauch montiert haben. Damit durch das offene Fenster keine warme Luft eindringen kann, haben wir uns aus Styrodur eine Platte gebaut, die einerseits eine Öffnung für die Abluft besitzt und zudem perfekt in die Fensteröffnung passt. Alternativ gibt es noch separat erhältliche Fensterabdichtungen für mobile Klimaanlagen – beispielsweise bei Amazon*.

Bild: De’Longhi

Wenn die mobile Klimaanlage dann ihren Platz gefunden hat, kann es mit der Abkühlung auch schon losgehen. Stecker in die Dose, Powerbutton betätigen und die gewünschten Modi einstellen. Das Display zeigt neben der Temperatur auch die aktuelle Ventilationsgeschwindigkeit (3 Stufen), den gewählten Modus (Klimatisierung, Entfeuchtung, Belüftung) sowie die Einstellungen des „Schwingers“ (Luftabgabe auf der Oberseite). Darüber hinaus kann die Klimaanlage über einen Timer gesteuert werden, der ein automatisiertes Ein- und Ausschalten ermöglicht.

Die Real-Feel-Funktion kann über die Fernbedienung aktiviert werden, dann prüft die Klimaanlage die Umgebungsluft für eine Minute. Anschließend versucht die Pinguino PAC EX100 SILENT die Luft in Hinsicht auf Temperatur und Luftfeuchtigkeit angenehmer zu machen. Ein Smiley im Display zeigt dabei an, wie gut die „Wohlfühl“-Bedingungen im Moment sind. Und zu guter Letzt gibt es noch den „Silent“-Modus, der ebenfalls über die Fernbedienung angewählt werden kann. Allerdings ist der leise Betrieb nur in Kombination mit der reinen Klimatisierung möglich. Doch wie performant und leise ist die De’Longhi Pinguino PAC EX100 SILENT nun?

Die Pinguino PAC EX100 SILENT im Praxiseinsatz

Sowohl im Videostudio als auch dem Redaktionszimmer sorgt die mobile Klimaanlage für eine wirklich angenehme Raumluft. Sie kühlt die Umgebung angenehm herunter und sorgt dennoch für eine komfortable Luftfeuchtigkeit. Besonders an heißen Tagen hat sie uns damit den ein oder anderen Videodreh deutlich erleichtert. Recht positiv ist auch die Energieef­fizien­zk­lasse A++, die für einen vergleichsweise wirklich akzeptablen Stromverbrauch sorgt. Wir haben die Pinguino PAC EX100 SILENT für 7,5 Stunden laufen lassen und dabei einen Verbrauch von etwa 5,5 kWh festgestellt. Der Maximalverbrauch (bei aktiver Kühlung) lag bei rund 725 Watt, während der reinen Luftumwälzung verbrauchte die Klimaanlage maximal 28 Watt.

Bild: De’Longhi

Durch die Fernbedienung und das LED-Display lässt sich die Klimaanlage einfach und intuitiv bedienen. Die verschiedenen Modi sind einfach zu verstehen, bei Bedarf erklärt das Handbuch die einzelnen Funktionen sehr verständlich. Als Technik-Enthusiasten hätten wir uns natürlich noch eine „Smart Home“-Integration per Bluetooth, WLAN oder App gewünscht – doch unbedingt notwendig ist das nicht.

Und als kleines i-Tüpfelchen haben wir die Klimaanlage auch mal als „Kühlungsverstärker“ für einen Gaming-PC genutzt, um eine bessere Leistung beim Zocken zu erhalten. Hier könnt ihr unsere Story dazu sehen, die wir damals auf unserem Instagram-Kanal geteilt haben.


Die Lautstärke liegt laut Hersteller bei 49-53 Dezibel (je nach Modus), was wir unseren Erfahrungen zufolge durchaus bestätigen können. Natürlich macht sich die Klimaanlage während der Nutzung bemerkbar, wird dabei aber nicht zum Störfaktor während der Arbeit. Für unser Redaktionszimmer haben wir uns jedoch stets für den Silent-Modus entschieden, eine gute Kombination aus verringerter Lautstärke und angenehmer Kühlung.

Fazit

Die Pinguino PAC EX100 SILENT von De’Longhi kann nicht nur mit einer guten Kühlleistung überzeugen, auch die gute Energieeffizienzklasse sowie das doch recht schicke Design sind Pluspunkte. Dazu gibt es mit der „Real Feel“-Funktion eine gute Kombination aus aktiver Kühlung und dennoch angenehmer Luftfeuchtigkeit. Mit einer maximalen Lautstärke von 53 dB ist die mobile Klimaanlage sicherlich nicht mit einem Silent-PC zu vergleichbar, wird aber dennoch nicht zum Störfaktor. Alternativ gibt es den dedizierten Silent-Modus, der den Lautstärkepegel nochmal deutlich verringert.

Positiv ist besonders die einfache Handhabung aufgefallen, die entweder über die Fernbedienung oder die Buttons neben dem Display realisiert wird. Auch die separate Entfeuchtung ist eine praktische Funktion. Kritik gibt es nur für die etwas instabile Montage des Abluftschlauchs auf der Rückseite der Klimaanlage. Preislich liegt die De’Longhi Pinguino PAC EX100 SILENT bei etwa 700-800 Euro, erhältlich beispielsweise bei Amazon*.

Gadgets
Allround-PC.com
10/2020
De'Longhi Pinguino PAC EX100 SILENT
Empfehlung

Pro

  • einfache Handhabung
  • gute Kühlleistung
  • Energieeffizienzklasse A++
  • klimafreundliches Kühlmittel
  • Temperatur- und Feuchtigkeitsregelung
  • separate Entfeuchtungsfunktion

Contra

  • Montage für den Abluftschlauch

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