Fossil stellt mit der Gen 5E eine günstigere Alternative zur eigenen Gen 5 Smartwatch vor, die erstmals auch als kleinere 42-mm-Version erhältlich ist. Die gehobenen Preisvorstellungen nehmen Abschied, zusammen mit ein paar Features. Wir haben geprüft, ob die abgespeckte Uhr weiterhin überzeugen kann.

Übersicht

Die Fossil Gen 5E fällt ein ganzes Stück günstiger aus, als die im Sommer 2019 vorgestellte Carlyle HR (hier kommt ihr zum Testbericht). Statt 299 Euro ruft der Uhrenhersteller nun 229 Euro UVP für seine Smartwatch auf, die dafür jedoch auch mit einem schlankeren Funktionsumfang aufwartet. Im Lieferumfang liegen der Uhr eines der drei gewählten Armbänder, sowie ein USB-Ladegerät zum induktiven Laden bei. Dieses wird via USB-A mit einer Stromquelle verbunden, ein Netzadapter ist nicht vorhanden.

Design

Die Fossil Gen 5E ähnelt dem Vorjahresmodell wie ein Ei dem anderen. Doch das muss nicht negativ sein, denn das sehr schlichte Design dürfte einer großen Schnittmenge der Uhrenträger zusagen. Beim Kauf besteht die Wahl aus drei Edelstahl-Uhren mit Leder-, Silikon- oder Edelstahl-Armband. Für unseren Test haben wir die Variante mit schwarzem Silkon-Armband erhalten.

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Neu ist eine Option mit kleinerem Gehäuse: Die Damenversion ist mit einer Gehäusebreite von 42 Millimetern auch für schmalere Handgelenke geeignet. Auch das Armband fällt mit 18 mm deutlich schlanker aus. Bei den Herrenuhren liegt eine Gehäusebreite von 44 mm und eine Bandbreite von 22 mm vor.

Ungeachtet der Gehäusemaße bleiben die Displayabmessungen mit jeweils 1,19 Zoll gleich. Das AMOLED-Display löst in 390 x 390 Pixeln auf und bietet somit etwas weniger Pixel als bei der 5. Generation, stellt Inhalte aber genauso scharf und in knackigen Farben dar. So setzen sich die bunten Bildinhalte stets gut vom schwarzen Hintergrund ab und lassen sich gut ablesen, auch die maximale Helligkeitseinstellung ist vollkommen ausreichend für helle Umgebungen. Das eigentliche Display wird durch einen wenige Millimeter breiten, schwarzen Rand vom Gehäuse getrennt. Ob dieser als unschön empfunden wird, ist Geschmackssache – im Alltag stört er nicht.

Schlichte Uhr mit 1,19 Zoll

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Die zwei Druckknöpfe samt drehbarer Krone des Vorgängers sind dem Rotstift zum Opfer gefallen. Statt den programmierbaren Tasten, die viele persönliche Gestaltungsmöglichkeiten boten, bleibt auf der rechten Seite ein einsamer Button. Dieser lässt sich nur als App-Drawer nutzen und ist nicht weiter anpassbar.

Fossil-Gen-5e-Smartwatch-Test-3Unter den gestrichenen Features dürften die fehlenden Knöpfe sowie die drehbare Krone zu den ärgerlichsten zählen

Die Fossil Gen 5E ist nach wie vor wasserdicht, allerdings gibt Fossil nur eine Wasserdichtigkeit von 3 ATM an. Schwimmer müssen die Gen 5E also vor dem Training ablegen, auch beim Händewaschen sollte sie lieber nicht in den Wasserstrahl getaucht werden. Bereits zum Vorgänger Carlyle gab Fossil an, diese sei „schwimmsicher“, dürfe aber nicht untergetaucht werden. Den Schwimmstil würden wir gerne mal sehen. Ansonsten ist die Uhr sehr gut verarbeitet und hinterlässt einen hochwertigen Eindruck.

Eigenschaften

Die Akkukapazität der Fossil Gen 5E liegt laut Hersteller bei rund 24 Stunden im normalen Betrieb, lässt sich jedoch über verschiedene Akkumodi auf mehrere Tage anheben. Bei den Modi „Täglich“, „Erweitert“, „Nur Zeit“ und „Individuell“ wird eine eingeschränkte Zahl Funktionen zugunsten von mehr Akkulaufzeit angeboten. Der Ladevorgang geht äußerst schnell vonstatten, innerhalb knapp einer Stunde ist die Fossil Gen 5E wieder vollständig aufgeladen.

Fossil-Gen-5e-Smartwatch-Test-10In rund einer Stunde ist die Uhr wieder fast voll geladen

Zu den Smart-Funktionen der Uhr gehören kontaktloses Zahlen per NFC und die Sprachsteuerung von Google Smarthome-Geräten. Integrierte Lautsprecher und Mikrofone erlauben die Anrufannahme ganz ohne Smartphone, wobei die Audio-Qualität von Lautsprechern und Mikrofon nicht überragend, aber für einfache Anrufe vollkommen ausreichend ist. Auch Textnachrichten können eingesehen und beantwortet werden. Schlaf- und Sport-Tracking samt Pulsmessung sind ebenfalls möglich.

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Soweit so bekannt: Die genannten Funktionen kennen Besitzer der Fossil Gen 5 bereits. Ähnlich vertraut ist der verbaute Prozessor, denn im Inneren arbeitet mit dem Snapdragon Wear 3100 der gleiche SoC wie im Vorgänger. Bereits Anfang Juli hatte Qualcomm den neuen Snapdragon Wear 4100 vorgestellt, doch das aktuelle Modell hat es offensichtlich nicht mehr in Fossils neue Smartwatch geschafft.

Rückschritte macht Fossil hingegen bei der sonstigen Ausstattung: Das GPS-Modul entfällt, effizientes Fitness-Tracking beim Laufen ist damit nicht mehr ohne Smartphone in der Tasche möglich. Auch der Höhenmesser, der Kompass und der Umgebungslichtsensor sind verschwunden. Selbst der Speicher wurde von acht auf vier Gigabyte reduziert.

Preisvergleich

Fazit

Auch in der Version Gen 5E liegt die neueste Fossil-Smartwatch sehr schick um das Handgelenk, die Versionen mit schwarzem Silikon, braunem Leder, grauem Edelstahl und auch als roségoldene Damenuhr sind allesamt für 229 Euro erhältlich. Ohne GPS und mit vielen weiteren Einbußen, die wohl zugunsten des Preises gemacht wurden, wirkt die Gen 5E allerdings eher wie ein Rückschritt. Selbst die Bedienelemente wurden eingestampft, der verbleibende Knopf lässt sich nicht einmal mehr frei belegen.

Inzwischen ist die ältere und besser ausgestattete Fossil Gen 5 „Carlyle“ je nach Anbieter hingegen sogar schon für 200 Euro und darunter erhältlich. Wer ein ähnliches Angebot findet, hat aktuell nur wenig Grund, zum neuesten Gen-5E-Ableger zu greifen – schmale Handgelenke hin oder her.

Pro

  • UVP günstiger als der Vorgänger
  • Farbenfrohes und scharfes AMOLED-Display
  • Akkuschonende Batterie-Modi
  • Sprachsteuerung und integrierte Lautsprecher
  • elegantes Design mit hochwertiger Verarbeitung
  • wasserdicht

Contra

  • Kein GPS mehr
  • Weniger Knöpfe

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