Anker MagGo-Zubehör für iPhones im Test: Magneto-Power

Ladestation, Powerbank und mehr

Apple hat mit der Einführung von MagSafe die Tore für ein neues Zubehörsegment eröffnet. Auch Anker bietet mit der MagGo-Serie magnetische Produkte für die neueren iPhones an. Wir haben einige davon ausprobiert und erläutern euch die Details.

Seit der iPhone-12-Serie verbaut Apple Magneten in den eigenen Smartphones, damit entsprechendes Zubehör an der Rückseite haften kann. Offizielles MagSafe-Ladezubehör lädt die iPhones mit bis zu 15 Watt kabellos, während via Qi-Standard maximal 7,5 Watt möglich sind.

Die MagGo-Serie von Anker ist nicht MagSafe-zertifiziert, aber dafür umfangreicher als das Originalzubehör. Letzteres beschränkt sich neben Schutzhüllen auf eine Powerbank mit 1.460 Milliamperestunden (max. 7,5 Watt) für 109 Euro, ein Ladekabel für 45 Euro, und eine Ladematte für iPhone und Apple Watch zu einem Preis von 149 Euro. Bei Anker gibt es gleich mehrere Powerbanks sowie Ladestationen, die zudem deutlich günstiger sind.

Bild: Apple

Anker 633 Magnetic Wireless Charger

Die Multifunktions-Ladestation Anker 633 ist nicht nur ein Hingucker auf dem Schreibtisch, sondern bietet ein besonderes Extra, das wir so bislang noch nicht zuvor gesehen haben. Der obere Teil beherbergt eine entnehmbare Powerbank, die das iPhone auch unterwegs kabellos mit Strom versorgen kann. 

Die Powerbank misst 106 × 66 × 12 Millimeter, wiegt knapp 140 Gramm und bietet 5.000 Milliamperestunden. Unter der Oberseite liegt die Induktionsladespule, um mit bis zu 7,5 Watt kabellos zu laden. Am unteren Rahmen sitzen die Ladekontakte für die Station sowie ein USB-C-Port, der maximal 21 Watt zum Laden der Powerbank aufnimmt und bis zu 12 Watt ausgibt. Der vertikale Ausrichtungswinkel der Powerbank lässt sich um insgesamt 40 Grad verstellen, so kann das iPhone bei Bedarf auch horizontal gedreht werden.

Am Standfuß der Ladestation gibt es außerdem ein Ladepad mit bis zu fünf Watt, etwa für In-Ear-Kopfhörer. Die Verarbeitung ist wertig, die beiden Ladeflächen sind gummiert und der Arm, der die Powerbank hält, besteht aus Metall. Wenn eine der Ladeflächen benutzt wird, leuchtet für einige Sekunden ein LED-Ring entlang des runden Standfußes auf.

Eine Ladung der Powerbank genügt, um ein iPhone 13 Pro (hier kaufen) kabellos zu etwa 85 Prozent aufzuladen. Nach rund zwei Stunden an der Station ist die Powerbank wieder voll, doch wenn gleichzeitig ein iPhone daran befestigt ist, wird jenes zuerst geladen. Für Mini-iPhones eignet sich die Ladestation hingegen nur bedingt, da die Powerbank an der Unterseite der Smartphones stark übersteht.

Das zugehörige 25-Watt-Netzteil nutzt weiterhin Silizium anstatt Galliumnitrid (GaN) und fällt demnach nicht sonderlich kompakt aus, bietet aber sowohl US-Stecker und einen EU-Adapter, sodass man ihn auch auf manchen Reisen verwenden kann. Ebenfalls im Lieferumfang enthalten ist ein 1,5 Meter langes USB-C-Kabel. Anker bietet die Ladestation in Blau, Grau und Weiß für 109,99 Euro an. Bei Onlinehändlern gibt es sie allerdings inzwischen für rund 90 Euro.

Anker 633 Magnetic Battery

Die Powerbank Anker 633, nicht zu verwechseln mit der gleichnamigen Ladestation, bietet angesichts ihrer Größe eine recht üppige Kapazität, eine gute Ladeleistung und hat zudem einen ausklappbaren Standfuß. Der Hersteller verlangt dafür 79,99 Euro und es gibt sie in Schwarz, Weiß und Blau. Im Lieferumfang ist abseits der Powerbank noch ein 60 Zentimeter kurzes USB-C-Kabel enthalten.

Innen stecken zwei in Reihe geschaltete 5.000-Milliamperestunden-Zellen, die über den USB-C-Anschluss entweder 20 Watt aufnehmen oder abgeben können. Über einen USB-A-Anschluss werden maximal 18 Watt ausgegeben und die kabellose Ladeleistung via Qi-Standard beträgt 7,5 Watt. Passthrough-Laden, also gleichzeitiges Aufladen der Powerbank und des Smartphones, ist möglich. 

Auf der Rückseite lässt sich ein kleiner Metallständer ausklappen, um das iPhone angewinkelt auf einem Tisch aufzustellen. Der Metallständer ist allerdings etwas klein und erinnert an die Lösung der alten Nintendo Switch. Bei der Anker-622-Powerbank mit 5.000 Milliamperestunden hat der Hersteller dies aus unserer Sicht besser gelöst. 

Hält man die untere Taste zwei Sekunden gedrückt, schaltet sich die Powerbank ab. Somit kann das iPhone auch ohne Ladevorgang befestigt und wahlweise in horizontaler oder vertikaler Ausrichtung aufgestellt werden. Selbst mit einer nicht originalen MagSafe-Hülle hielt die Powerbank recht gut am iPhone. Wenn sie voll ist, kann sie ein iPhone 13 Pro fast zweimal kabellos wieder aufladen. Per Kabelverbindung wäre dies natürlich noch effizienter.

Anker 610 Magnetic Phone Grip

Der Anker 610 ist ein unscheinbarer Ring, der als Haltegriff für die Finger dient, aber auch als Tischständer genutzt werden kann. Er ist wahlweise in Schwarz, Blau, Weiß oder Violett verfügbar und kostet offiziell 15,99 Euro

Laut Herstellerangabe soll der Ring bis zu 800 Gramm anheben können, obwohl er selbst nur 30 Gramm wiegt. Das entspricht rund vier iPhone 12. In der Praxis erwiesen sich die Magneten als überraschend kräftig. Bei einem stärkeren Ruck löst sich der Ring zwar dennoch vom Smartphone, aber bei normaler Nutzung wirkt er keineswegs zu locker.

Ebenfalls zu Ankers MagGo-Serie zählen übrigens der Anker 623 und Anker 613. Ersterer ist ein Wireless Charger im Dosenformat, wohingegen der Anker 613 Wireless Charger für den Einsatz im Auto dient. Ausprobieren konnten wir diese Modelle aber nicht.

Anker 711 Charger (Nano II 30W)

Anker hat uns des Weiteren das 711-Ladegerät, alias Nano II, mit 30 Watt Leistung geschickt. Durch den Einsatz von Galliumnitrid ist er extrem kompakt und wirkt im Vergleich zu herkömmlichen (Silizium-) Ladegeräten mit dieser Leistung nahezu winzig. Das gleich starke Netzteil des MacBook Air M1 fällt mehr als doppelt so groß aus.

Für einen Preis von 24,99 Euro bietet es sich als gutes „Immer dabei“-Ladegerät an. Die Abmessungen betragen 27,6 × 27,4 Millimeter und es wiegt rund 40 Gramm. Für unterwegs als universelles Ladegerät ist der Anker Nano II mit 30W eine durchaus sinnvolle Anschaffung.


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Tim Metzger

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