Test: Sharkoon Skiller SGS30 Fabric Gaming-Stuhl

Komfortabler Gaming-Stuhl mit Stoffbezug
Gadgets Sharkoon  / Robin Cromberg

Sharkoon hat mit dem Skiller SGS30 Fabric einen neuen Gaming-Chair mit Textil-Bezug im Sortiment. Der schwarzgraue Stuhl soll mit dicken Memory-Schaumstoff-Polstern besonderen Sitzkomfort bieten – wir haben ihn für euch Probe gesessen.

Übersicht

Sharkoon ist mit seinen Gaming-Stühlen preislich sehr breit aufgestellt, die meisten Modelle des inzwischen recht umfangreichen Sortriments schlängeln sich in der Regel um die 300-Euro-Marke. Die günstigsten Vertreter gibt es sogar für unter 200 Euro.

Der Skiller SGS30 gehört mit seinen 299 Euro also zum Durchschnitt des Sharkoon-Lineups, und auch die hier getestete Fabric-Variante ruft denselben Preis ab. Trotz Mittelklasse-Preissegment wartet der stoffbezogene Gaming-Stuhl jedoch mit durchaus hochwertiger Verarbeitung auf.

Zusammenbau & Design

Der Zusammenbau des SGS30 birgt keine großen Überraschungen: Rollen, Fußkreuz und Sitzfläche werden wie üblich ineinander gesteckt, die Rückenlehne an entsprechende Halterungen geschraubt. Das nötige Werkzeug für diese Schritte – Innensechskantschlüssel in zwei Größen – ist im Lieferumfang enthalten.

Schon beim Zusammenbau fällt die ordentliche Verarbeitungsqualität auf: Dem Stuhl liegt eine solide Stahlrahmenkonstruktion sowie ein Aluminium-Fußkreuz samt Klasse-4-Gasdruckfeder zugrunde. Die fünf mitgelieferten, breiten 75-Millimeter-Rollen sind mit einer Bremsfunktion ausgestattet, die in diesem Preissegment keineswegs zur Standardausstattung zählt. Für unseren Test (und auch auf den Bildern zu sehen) haben wir allerdings die separat erhältlichen SW10 verwendet. Diese sind Inline Skates nachempfunden, besonders schonend für empfindliche Böden, rollen sehr geschmeidig und sind für einen Aufpreis von knapp 30 Euro sehr zu empfehlen. Nutzer*innen bis zu einem Gewicht von 130 Kilogramm und 185 cm Körpergröße werden „unterstützt“, mit meinen 186 cm machen sich die Limitierungen aber noch nicht bemerkbar.

Die Textilbezüge der meisten Gaming-Stühle sind entweder im dunklen oder hellen Grau gehalten, der SGS30 Fabric schmeißt beide Varianten in einen Topf. So entlockt er dem Designkonzept mit oft schnell mausgrau und langweilig wirkenden Grautönen eine erfrischend abwechslungsreiche Optik. Einzelne Nähte sind fehlerfrei vernäht, insgesamt lässt sich die allgemeine Verarbeitungsqualität nicht bemängeln.

Auch weist der SGS30 recht hochwertig wirkende Hebel auf: Wo viele Hersteller ihre kruden Plastikgriffe und simplen Armlehnen aus Kostengründen von ein und derselben Fabrik zu beziehen scheinen, tun sich diese Komponenten beim SGS30 zumindest optisch ein wenig hervor. Wirkliche Premium-Qualität liefert Sharkoon hier zwar auch nicht ab – beispielsweise im Vergleich mit den geschmierten Metallführungen des Noblechairs Hero TX -, die Kunststoff-Lehnen machen ihren Job aber gut.

Sitzkomfort

Der Stoffbezug des Sharkoon Skiller SGS30 stellt sich als sehr weich heraus, allgemein ist zudem keine überdurchschnittliche Wärmeentwicklung zu bemerken. Das liegt zum einen an den dicken Sitzpolstern, in denen wir weniger schnell einsinken, was wiederum besonders mit Blick auf die heißen Sommermonate von Vorteil sein kann. Zum anderen aber auch an der offenen Bauweise des Stuhls: Die Seitenwangen der Sitzfläche sind sehr flach gehalten und beengen die Beine in keinster Weise, wenn ich wollte, könnte ich es mir sogar im Schneidersitz darauf bequem machen. Auch ist die Sitzfläche ein kleines Stück länger als bei den meisten Vergleichsmodellen geraten. So werden die Beine trotz dickem Kissen im Rücken auch über mehrere Stunden hinweg gut gestützt, was immens zum Sitzkomfort beiträgt.

Die Seitenwangen der Rückenlehne dagegen stehen fast im 90°-Winkel nach vorn. So wird das beiliegende Lendenkissen nicht – wie bei vielen anderen Gaming-Stühlen – durch Gurte an Ort und Stelle gehalten, sondern lose an die Rückenlehne gelegt. Aufgrund seiner Größe und dem griffigen Stoffbezug bleibt das Kissen dennoch passgenau zwischen den Seitenwangen hängen und muss nicht ständig neu ausgerichtet werden. Der Rücken sinkt weich in die Memory-Schaumstoff-Polsterung ein, insgesamt empfinden wir das gelungene Lendenkissen als eine der komfortabelsten Lösungen in diesem Bereich. Das Kopfkissen ist ebenfalls mit Memory-Schaumstoff gefüllt, aber überraschend fest geraten.

Fazit

Der Sharkoon Skiller SGS30 hat für knapp 300 Euro einiges zu bieten: Neben den üblichen Funktionen eines Gaming-Stuhls sitzt es sich besonders auf dem weich gepolsterten Textilbezug sehr bequem, was nicht zuletzt an den hervorragenden Kopf- und Lendenkissen liegt. Dazu bietet der Stuhl viel Beinfreiheit, große Rollen mit Bremsfunktion und ordentliche Verarbeitungsqualität. Eine klare Kaufempfehlung gibt es zudem für die separat erhältlichen SW10 Rollen, die euren Gaming-Stuhl förmlich über den Boden gleiten lassen.

Gamingstühle
Allround-PC.com Award
03/2022
Sharkoon Skiller SGS30 Fabric
Empfehlung

Pro

  • sehr komfortables Lendenkissen
  • gute Kombination aus harten und weichen Polstern
  • Verarbeitungsqualität
  • Rollen mit Bremsfunktion

Contra


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