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Samsung Galaxy Watch 8 (Classic) im Test: Die ultimative Wear OS Smartwatch?

Das neue Design ist...gewöhnungssache
samsung galaxy watch 8 und galaxy watch 8 classic am arm getragen

Ein neues Design, mehr Akku, ein dünneres Gehäuse und viele neue Gesundheitsfunktionen: Mit der Galaxy Watch 8 will Samsung die “ultimative” Smartwatch anbieten. Doch kann die smarte Uhr im Alltag wirklich überzeugen? Und was macht das neue Classic-Modell so besonders? Wir haben uns die Galaxy Watch 8 und Galaxy Watch 8 Classic genauer angeschaut!

Anfang Juli hat Samsung nicht nur das Galaxy Z Fold 7, Z Flip 7 und Z Flip 7 FE vorgestellt, sondern auch neue Smartwatches. Während die Galaxy Watch 8-Serie ein frisches Design mit sich bringt, baut die Galaxy Watch Ultra (2025) auf dem bekannten Ultra-Design auf. Folgende Preise ruft das Unternehmen für die einzelnen Modelle auf:

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Angeboten wird die Galaxy Watch 8 in den Farben Silber und Graphit, während die Classic in Weiß und Schwarz erscheint. Im Folgenden wollen wir uns die Galaxy Watch 8 (Graphit) und die Galaxy Watch 8 Classic (Silber) genauer anschauen. 

Kurz-Fazit zur Galaxy Watch 8 (Classic) #tl;dr

samsung galaxy watch 8 und galaxy watch 8 classic auf moos liegend

Die Galaxy Watch 8 und Watch 8 Classic punkten mit großem Funktionsumfang, intuitiver Bedienung und umfassendem Gesundheitstracking. In Kombination mit einem Samsung-Smartphone entfalten sie ihr volles Potenzial – etwa bei EKG und Blutdruckmessung.

Größter Schwachpunkt bleibt die eher kurze Akkulaufzeit, die zwar im WearOS-Vergleich okay ist, aber nicht mit anderen Systemen mithalten kann. Preislich starten die Uhren bei 379 bzw. 529 Euro, sinken aber meist schnell im Handel. Wer ein Samsung-Smartphone besitzt und WearOS will, trifft hier eine starke Wahl.

Design: Galaxy Watch 8 bekommt neues „Cushion“-Design

Die Samsung Galaxy Watch 8 verfolgt einen Design-Ansatz, den wir bereits von der Galaxy Watch Ultra (2024) kennen. Das Basismodell nutzt nun auch das sogenannte Cushion-Design, bei dem ein rundes Display mit einem halb-eckigen Gehäuse kombiniert wird. Durch diese Formgebung wirken die Uhrenränder deutlich dicker, was die Smartwatch weniger elegant aussehen lässt. Das Display ist außerdem nicht in das Gehäuse eingelassen, sondern steht hervor. Mein erster Eindruck: Warum das Display nicht auch in der „Squircle“-Form unterbringen – damit hätte Samsung ein starkes Alleinstellungsmerkmal!?

Zugegebenermaßen war ich anfangs kein Fan vom neuen Design, inzwischen konnte ich mich mit der Optik jedoch anfreunden. Der gebürstete Alurahmen ist doch ziemlich schick und das Gehäuse angenehm dünn. Die Uhr trägt auf schmalen Handgelenken also nicht zu dick auf – ganz im Gegenteil: Tatsächlich ist die Uhr sogar so schlank und leicht, dass ich beim Tragen mehrmals gedacht habe, ich hätte sie verloren. Zudem wirkt die Uhr je nach Armband komplett anders, besonders schick finde ich die Kombination mit einem Metallarmband.

Die wichtigsten Specs:

Galaxy Watch 8 Classic: Zumindest in Weiß keine Schönheit

Mit der Galaxy Watch 8 Classic versucht Samsung, das neue Squircel-Design mit den bekannten Classic-Elementen zu kombinieren. Das Ergebnis ist allerdings eine Optik, die ich persönlich furchtbar finde. Besonders die weiße Farbversion finde ich gar nicht ansprechend, aber da scheiden sich die „Geschmacks-Geister“.

Die wichtigsten Specs:

Samsung hat es meiner Ansicht nach nicht geschafft, das neue Design harmonisch wirken zu lassen. Die drehbare Lünette wirkt wie aufgesetzt, das Display fällt im Vergleich zur Wuchtigkeit geradezu winzig aus und das Gewicht ist ebenfalls ziemlich hoch. Mit 63,5 Gramm ist mir die Uhr viel zu schwer (mehr als doppelt so schwer wie die Watch 8), wirklich “klassisch” wirkt die Watch 8 Classic zudem nicht – eher wie eine klobige Outdoor-Uhr. Das Design der alten Galaxy Watch 6 Classic sagt mir deutlich mehr zu.

Im Vergleich zur Watch 8 kann die Classic immerhin mit einem zusätzlichen Action-Button auftrumpfen, mit dem sich Workouts schneller starten lassen. Allerdings ist der Knopf, genauso wie die Lünette, nur ein netter Zusatz. Im Alltag habe ich beides kaum genutzt.

Technik & Akku: Exynos bleibt, Akku wächst

Die Galaxy Watch 8 basiert wie ihr Vorgänger auf dem Exynos W1000, bei dem es sich um einen 3-nm-Chip mit fünf Kernen handelt. Dem Chip stehen 2 GB RAM und 32 GB bzw. 64 GB (Classic) interner Speicher zur Seite. Der SoC ist ziemlich potent und sorgt im Alltag für ein flüssiges Nutzungserlebnis ohne Ruckler oder Denkpausen. Leider verzichtete Samsung auf einen sparsamen Co-Prozessor, der kleinere Aufgaben übernimmt und so den großen Chip entlastet hättet.

Wenn da nicht diese kurze Laufzeit wäre ..

Entsprechend fällt die Akkulaufzeit eher bescheiden aus. Mit einer Ladung hält die Galaxy Watch 8 gerade einmal 24 bis 36 Stunden durch, wobei die Laufzeit natürlich stark vom genutzten Watchface und Always-on-Display (AoD) abhängt. Samsung liefert hiermit zwar ähnliche Laufzeiten wie Google und Apple ab, gegen Smartwatches von Huawei, Amazfit oder Xiaomi kommt das Unternehmen trotzdem nicht an.

Als Vergleich: Die ebenfalls neue Amazfit Balance 2 hält mit aktiviertem AoD 10 Tage, ohne sogar 21 Tage durch. Mich persönlich stört die eher schlechte Laufzeit enorm, da ich meine Uhr nicht alle 1 bis 2 Tage laden möchte. Doch dafür bringt die Watch 8 (Classic) eben auch ein sehr smartes System mit Google Pay, Maps und vielen weiteren Apps mit – doch dazu gleich mehr.

Zumindest lässt sich die Akkulaufzeit durch ein wenig Optimierung leicht verbessern. Mit deaktiviertem AoD, reduziertem Intervall bei der Pulsmessung und dunklem Watchface sind vielleicht bis zu 2 Tage Laufzeit drin. Nicht jeder möchte jedoch solche Kompromisse eingehen, vor allem wenn darunter das Gesundheitstracking leidet.

samsung galaxy watch 8 mit ladepuck

Laden über Wireless Charging dauert 90 Minuten

Sobald die Uhr leer ist, kann sie über den Wireless-Charging-Ladepuck wieder aufgeladen werden. Im Vergleich zu Ladepins bietet Wireless Charging deutlich geringere Ladegeschwindigkeiten. Die Watch 8 Classic benötigt etwa 90 Minuten, bis sie wieder voll nutzbar ist. Dazu ist Wireless Charging deutlich ineffizienter, was zu einer höheren Verlustleistung und Wärmeentwicklung führt. Das Laden via Reverse-Wireless-Charging oder Qi-Ladepads war bei uns leider nicht möglich.

Meinung: Über die kurze, für WearOS-Smartwatches aber irgendwo leider normale Laufzeit lässt sich streiten – am Ende entscheidet hier auch der persönliche Geschmack. Dass ich die Uhr aber gefühlt täglich für um die 90 Minuten nicht tragen kann und mir daher Gesundheitsdaten fehlen, finde ich schon nerviger.

Arian Krasniqi

Software: WearOS 6 & One UI 8 Watch

Als Betriebssystem kommt One UI 8 Watch auf Basis von WearOS 6 zum Einsatz. Die Software wirkt ziemlich modern und lässt sich äußerst intuitiv bedienen. Im Fall der Galaxy Watch 8 integriert Samsung sogar eine digitale Lünette, mit der man durch eine Kreisbewegung durch die Software navigieren kann (bei der Classic sogar eine echte, drehbare Lünette).

Zudem bietet One UI 8 Watch schicke Watchfaces, übersichtliche Kacheln und viele Fitness-Insights. Einzig die Benachrichtigungen treffen nicht ganz meinen Geschmack – hier gefällt mir Standard-WearOS auf der Pixel Watch etwas besser.

samsung galaxy watch 8 und galaxy watch 8 classic auf moos liegend

WearOS unterstützt außerdem kontaktloses Bezahlen via Google Wallet, wobei standardmäßig Samsung Wallet als Bezahldienst hinterlegt ist. Mit Gemini steht nun ebenfalls ein KI-Assistent zur Verfügung, mit dem der Google Assistent und Bixby abgelöst werden – statt einfacher Nachfragen zum Wetter könnt ihr nun auch direkt an der Uhr komplexere Themen besprechen.

Gesundheitstracking: Jetzt mit Antioxidantienindex

Im Fokus der Galaxy Watch 8 Serie steht das verbesserte Gesundheitstracking. Spannend ist besonders der neue Antioxidantienindex, also eine Messung der Carotinoiden in der Haut. Die Gruppe von Pigmenten (z.B. Beta-Carotin) kommt in vielen Obst- und Gemüsesorten vor und besitzt starke antioxidative Eigenschaften. Allerdings erwies sich die Messung in unserem Test als etwas fragwürdig, da der gemessene Wert konstant niedrig ausfällt, trotz Obst, Gemüse und Supplements. Allerdings handelt es sich dabei offen gesagt eh noch um ein Beta-Feature.

Interessant ist auch der AGE-Index, welcher die Alterung durch Zuckerkaramellisierung im Körper analysieren soll. Das Feature befindet sich jedoch ebenfalls im Beta-Zustand und funktioniert nicht allzu zuverlässig. Vertraut also nicht zu stark auf diesen Wert.

Herzfrequenzmessung so genau wie beim Amazfit Helio Strap

Natürlich bietet die Galaxy Watch 8 ebenfalls eine umfassende Herzfrequenzmessung. Im Gegensatz zu anderen Smartwatches oder Fitnesstrackern misst die Uhr dabei nicht nur alle paar Sekunden oder Minuten den Puls, sondern konstant. Damit erreicht die Galaxy Watch 8 in der Theorie eine ähnliche Genauigkeit wie ein Amazfit Helio Strap

Alle Gesundheitsfunktionen auf einen Blick:

Dazu kommt eine EKG-Funktion, die weitere Apps voraussetzt und ausschließlich in Kombination mit einem Samsung-Galaxy-Smartphone (etwa dem Galaxy S25 Ultra) nutzbar ist. Hiermit kann der Sinusrhythmus auf Unregelmäßigkeiten geprüft werden, wobei sich die Ergebnisse als PDF speichern und anschließend zu einem Arzt schicken lassen. Bei Auffälligkeiten könnt ihr euch auf Wunsch benachrichtigen lassen. Die Funktion ist dabei nur als Früherkennung und nicht zur Erkennung von Herzinfarkten da. 

Eine Blutdruckmessung gibt es ebenfalls – also zumindest in der Theorie. Das Feature lässt sich nur mit einem Blutdruckmessgerät nutzen, und nachdem die Uhr zuvor kalibriert wurde. Es ist abgesehen davon fraglich, wie genau diese Messung tatsächlich ist. Schließlich wird hier nur optisch und ohne “Druck” gemessen.

Schlafanalyse & Sport-Tracking

Die Galaxy Watch fertigt zudem eine umfassende Schlafanalyse an. In der App findet ihr detaillierte Angaben zu den einzelnen Schlafphasen (Tiefschlaf, REM, Leichtschlaf, Wachphasen), zur Schlafdauer, Herzfrequenz, Atemfrequenz und zu eurer Schlafregelmäßigkeit. Basierend darauf liefert die App einen Energiewert für den nächsten Tag. Die Daten sind dabei vergleichbar mit denen der Amazfit Balance 2 und Pixel Watch 2. 

Außerdem unterstützt die Watch 8 eine Vielzahl von Sportarten: Von Laufen und Radfahren über Schwimmen bis hin zu Yoga und sogar Extremsportarten. Die Uhr erkennt Aktivitäten automatisch und liefert während des Trainings Echtzeitdaten wie Dauer, Kalorienverbrauch und Herzfrequenz.

Detaillierte Insights für Workouts!

In der App lassen sich schließlich viele interessante Insights finden. Im Vergleich zu einer Pixel Watch 3 liefert die Galaxy Watch deutlich mehr Insights, darunter zur Pulsreserve, zum AT-/AnT-Puls sowie erweiterte Laufmetriken mit Diagrammen zur Asymmetrie, Kontaktzeit und Festigkeit.

Die GPS-Aufzeichnungen und die Durchschnitts‑Herzfrequenz beim Sport-Tracking fallen sehr ähnlich zur Pixel Watch 2 aus. Beim Schrittzahl-Tracking werden wiederum rund 10 % mehr Schritte aufgezeichnet, wobei die Differenz bei höheren Schrittzahlen (10.000+) geringer auszufallen scheint.

Samsung Health App: Alle Daten auf einen Blick

Alle gesammelten Daten lassen sich in der Samsung Health App finden, die einen Samsung-Account zur Nutzung voraussetzt. Die App ist übersichtlich aufgebaut, farbenfroh und umfasst viele Informationen und Details. Dabei bietet die App nicht nur stumpfe Daten, sondern liefert auch motivierende Nachrichten und Zusammenfassungen und gibt euch Achtsamkeitsübungen an die Hand. 

Einrichtung auf Nicht-Samsung-Geräten: Ein Problem?

Neben der Samsung Health App benötigt ihr ebenso die Samsung Wear App, welche exklusiv für Android-Smartphones verfügbar ist. Hierüber richtet ihr die Galaxy Watch 8 ein und könnt verschiedene Einstellungen anpassen. Mir war es jedoch nicht möglich, die Smartwatch mit einem Nothing Phone (2) oder Google Pixel 9 Pro einzurichten. Erst an einem Samsung Galaxy Z Fold 7 ließ sich die Uhr koppeln.

Es stellte sich schließlich heraus, dass Samsung beim Einrichtungsvorgang auf den falschen Galaxy-Wear-Manager im App-Store verweist. Hoffentlich behebt Samsung dieses Problem schnell mit einem Software-Update, ansonsten dürfte das bei einigen Usern für Frust sorgen.

Fazit

Technisch gesehen liefert Samsung mit der Galaxy Watch 8 und Galaxy Watch 8 Classic zwei empfehlenswerte WearOS-Smartwatches ab, die mit einem starken Funktionsumfang aufwarten können. Das Gesundheitstracking fällt vielfältig aus, gesammelte Daten werden anschaulich in der App dargestellt und One UI 8 Watch lässt sich intuitiv bedienen. Es ist allerdings schade, dass sich einige Features nur in Kombination mit einem Samsung-Smartphone nutzen lassen (EKG & Blutdruck).

Der größte Schwachpunkt der Galaxy Watch 8 und Watch 8 Classic ist aus meiner Sicht die eher bescheidene Akkulaufzeit. Im Vergleich zu anderen WearOS und watchOS-Uhren fällt die Laufzeit zwar gut aus, Smartwatches mit proprietärem System sind in diesem Bereich jedoch deutlich stärker aufgestellt.

Samsung ruft für die Galaxy Watch 8 (40 mm, Bluetooth) 379 Euro auf, während die Watch 8 Classic mit mindestens 529 Euro zu Buche schlägt. Beide Uhren gehören damit zum mittleren Preissegment. Typischerweise fallen die Straßenpreise ziemlich schnell, weshalb die Preise nach kurzer Zeit deutlich attraktiver werden.

Wer unbedingt eine WearOS-Smartwatch haben möchte und sogar schon ein Samsung-Smartphone nutzt, kann getrost zur Galaxy Watch 8 oder Watch 8 Classic greifen. Im WearOS-Segment kann die Uhr durchaus ein sehr starkes, fast schon „ultimatives“ Gesamtpaket abliefern. Falls euch die Akkulaufzeit wichtiger ist, lohnt sich eher der Blick auf Smartwatches von Amazfit, Huawei oder Xiaomi – eine Amazfit Balance 2 bietet etwa bis zu 21 Tage Laufzeit, kann aber an anderen Stellen (etwa beim Gesundheitstracking) nicht mit Samsung mithalten.

Smartwatches
Allround-PC.com Award
07/2025
Samsung Galaxy Watch 8 (Classic)
Empfehlung
samsung galaxy watch 8 und galaxy watch 8 classic am arm getragen

Vorteile

  • umfangreiches Gesundheitstracking
  • WearOS 6 samt Google-Apps
  • Google Wallet Unterstützung
  • sehr helles Display
  • IP68 und wasserfest bis 5 ATM
  • Schnell wechselbare Armbänder
  • umfangreiches Fitness-Tracking

Nachteile

  • langsames Laden
  • Laden mit anderem Wireless Charger nicht möglich
  • dürftige Akkulaufzeit

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Arian Krasniqi Profilbild Arian Krasniqi Redakteur

Seit 2021 schreibt er News und Artikel für Allround-PC und beschäftigt sich bereits seit vielen Jahren mit verschiedenen Hardware-Komponenten. Bei APC ist er unter anderem Experte für Gehäuse, Luft- und Wasserkühlungen, bringt aber auch Expertise für CPUs und GPUs mit.

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