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Xiaomi Smart Band 10 im Test: Starker Fitnesstracker für wenig Geld

Der kleine Sport-Helfer!
xiaomi smart band 10 in glacier silver

Besseres Schlaf-Tracking, mehr Laufzeit, mehr Display und ein verbessertes Sport-Tracking: Das Xiaomi Smart Band 10 verspricht viele Verbesserungen, baut im Kern aber auf den Stärken des Xiaomi Smart Band 9 auf. Ich habe den Fitnesstracker im Alltag getragen und möchte meine Erfahrungen mit euch teilen.

Das Xiaomi Smart Band 10 kam im Sommer 2025 auf den Markt und platziert sich als günstige Alternative zur klassischen Smartwatch. Im Vergleich zu einer solchen verzichtet man auf Telefon- und Nachrichten-Funktion, bekommt aber einen großen Umfang an Sport- und Gesundheitstracking-Optionen.

Das Xiaomi Band 10 gibt es in mehreren Varianten, die unterschiedliche Typen ansprechen. Die Standardfarben Midnight Black und Glacier Silver sind ideal für alle, die ihr Band möglichst schlicht und vielseitig tragen wollen – Schwarz wirkt besonders unauffällig, Silber etwas technischer. Mystic Rose richtet sich eher an modebewusste Nutzer, die einen weicheren, eleganteren Look bevorzugen. Die Ceramic Edition in Pearl White passt zu minimalistischen, hellen Outfits und sieht am Handgelenk deutlich edler aus. Die Glimmer Edition in Glimmer Gold ist klar die „Show“-Variante: Sie wirkt wie ein Schmuckstück und eignet sich für alle, die ihr Band als auffälliges Accessoire statt nur als Fitness-Tracker tragen möchten.

Etwas mehr Display, gleichbleibendes Design

Auf den ersten Blick wird direkt klar: Xiaomi bleibt dem schicken, bewährten Design der Vorgänger beim Smart Band 10 absolut treu. Optisch handelt es sich um einen klassischen Fitnesstracker mit länglichem, rechteckigem Gehäuse, das unauffällig am Handgelenk wirkt und weder zu klobig noch zu winzig gerät. Explizit kommt hier ein 1,72 Zoll großes AMOLED-Display zum Einsatz, das mit einer Auflösung von 520 x 212 Pixeln und einer Pixeldichte von 326 PPI für gestochen scharfe Darstellung sorgt – Texte, Icons und Watchfaces bleiben knackig und lesbar, selbst bei kleinen Schriftgrößen.

xiaomi smart band 10 im gras liegend

Dank der AMOLED-Technik verschmelzen schwarze Bereiche nahtlos mit den minimalen Displayrändern, was ein randloses Erscheinungsbild erzeugt und das Band optisch schlanker wirken lässt. Laut Xiaomi erreicht das Panel eine Spitzenhelligkeit von bis zu 1.500 Nits; im Praxistest ließ es sich auch bei direkter Sonneneinstrahlung oder outdoor bei hellem Wetter problemlos ablesen, ohne dass Reflexionen stören. Die automatische Helligkeitsanpassung reagiert zudem sensibel auf Umgebungslicht, während der Always-On-Modus (optional) grundlegende Infos wie Uhrzeit und Schritte diskret anzeigt, ohne die Akkulaufzeit massiv zu belasten.

Das Gehäuse selbst misst 46,6 x 25,6 x 10,95 mm und wiegt nur 25,6 Gramm (ohne Band), was es besonders leicht und bequem macht – ideal für 24/7-Tragen. Die Oberfläche aus glänzendem Aluminium fühlt sich premium an, widersteht Kratzern gut und ist in mehreren Farben (Black, Silver, Rose Gold) erhältlich, die zum austauschbaren TPU-Band (20 mm Standard) passen. Die 5 ATM Wasserdichtigkeit erlaubt Schwimmen oder Duschen, und der Touchscreen reagiert präzise, auch mit nassen Fingern

xiaomi smart band 10 glimmer edition am arm getragen

Das Gehäuse selbst ist aus Aluminium gefertigt und bringt ohne Armband leichte 15,95 Gramm auf die Waage. Im Alltag fällt das Gewicht absolut nicht auf; auch im Schlaf stört das Band 10 nicht. Mit 46,57 x 22,54 x 10,95 Millimetern fällt der Tracker angenehm kompakt aus, womit er auch für schmale Handgelenke geeignet ist.

Leider ist mir beim Tragen der Glimmer Edition jedoch aufgefallen, dass das Gehäuse unfassbar kratzanfällig ist. Ob das der Hochglanzoptik oder dem Material selbst geschuldet ist, kann ich nicht beurteilen.

Armband: Aus Kunststoff, oder in „fancy“

Standardmäßig wird das Xiaomi Smart Band 10 mit einem einfachen Armband aus TPU-Kunststoff ausgeliefert. Wir haben allerdings die Glimmer Edition getestet, die mit einem Metallarmband in Goldoptik daherkommt. Zusätzlich sind am Band insgesamt sechs Strasssteine angebracht, durch die es stärker wie klassischer Schmuck wirkt. Das ist natürlich Geschmackssache – persönlich würde ich das Band ohne die Steinchen bevorzugen.

Zudem lässt sich das Armband durch den Schnellverschluss nicht komplett öffnen, wodurch sich die Glimmer Edition nur für schmale Handgelenke eignet. Ich habe das Band 10 knapp über meine Hand drüberbekommen – angenehm finde ich diesen Band-Typ absolut nicht.

Technik & Tracking

Auf der Unterseite des Band 10 versteckt sich das Herzstück des Armbands: der optische PPG-Sensor, der Herzfrequenz und Blutsauerstoffsättigung misst. Dabei könnt ihr einstellen, wie regelmäßig gemessen wird – jede Minute, alle 10 Minuten oder jede halbe Stunde. Standardmäßig ist der “Smart”-Modus aktiviert, der etwas akkusparender arbeiten soll. Im direkten Vergleich zur Amazfit Balance 2 lag die gemessene Herzfrequenz leicht höher.

xiaomi smart band 10 sensorik unten

Zudem könnt ihr ein Limit festlegen, ab welcher Pulsfrequenz (sowohl bei hohem als auch niedrigem Puls) ihr gewarnt werdet. Der Blutsauerstoffgehalt muss wiederum manuell gemessen werden, falls ihr die ganztägige Überwachung nicht einschaltet.

Schlaf-Tracking wurde um neue Funktionen erweitert

Daneben nutzt das Fitnessarmband die Messungen, um darauf basierend das Stresslevel und die Schlafqualität zu bewerten. Dabei wurde vor allem das Schlaftracking verbessert, denn das Band bewertet nun ebenso die Schlafeffizienz und vergibt ein Schlafstil-Rating. In der App lassen sich außerdem Aufsteh- und Einschlafziele festlegen, wobei ebenfalls Tipps und Erinnerungen bereitgestellt werden. Das erweiterte Schlaftracking muss jedoch erst in der App aktiviert werden. Die gesammelten Daten zu den einzelnen Schlafphasen sind dabei vergleichbar mit denen der Balance 2.

Sport-Tracking: Über 150 Sportmodi stehen zur Auswahl

Das Band 10 trackt jedoch nicht nur typische Gesundheitsdaten, sondern auch verschiedene Sportaktivitäten. Insgesamt stehen über 150 Sportmodi zur Auswahl, die teilweise von einer verbesserten Technik profitieren. Unter anderem verbaut Xiaomi einen neuen 9-Achsen-Bewegungssensor, der besonders das Schwimmtracking verbessern soll. Über ein eigenes GPS verfügt der Tracker jedoch nicht; stattdessen wird das GPS-Modul des Smartphones genutzt.

Hier eine Auswahl von 30 gängigen Modi:

  • Laufen (Outdoor)
  • Laufen (Indoor/Treadmill)
  • Gehen
  • Radfahren (Outdoor)
  • Radfahren (Indoor/Stationär)
  • Schwimmen (Pool)
  • Schwimmen (Offenwasser)
  • Elliptical Trainer
  • Rudern
  • Seilspringen
  • Yoga
  • Pilates
  • Krafttraining
  • Crossfit
  • Ski
  • HIIT (High Intensity Interval Training)
  • Tanzen
  • Basketball
  • Fußball
  • Tennis
  • Golf
  • Bowling
  • Tischtennis
  • Badminton
  • Volleyball
  • Aerobic
  • Zumba
  • Stair Stepping
  • Klettern
  • Snowboard
xiaomi smart band 10 schachmodus
Selbst untypische „Sport“ Arten gibt es

Startet ihr ein Workout, etwa Laufen, bekommt ihr direkt auf dem Display die Zeit, die Streckenlänge in Metern und die aktuelle Herzfrequenz angezeigt. Im Alltag misst der Fitnesstracker zudem die Schrittzahl, wenngleich der Tracker im Schnitt 5 Prozent mehr Schritte misst als eine Amazfit Balance 2.

Mi Fitness App & HyperOS: Übersichtlich & modern

In der Mi Fitness App sind alle gesammelten Daten zentral verfügbar, wobei ein Xiaomi-Account für die Nutzung notwendig ist. Die App wirkt übersichtlich strukturiert, schlicht gestaltet und liefert eine Fülle an detaillierten Infos.

Die Einrichtung des Band 10 läuft wie gewohnt ab – ihr klickt in der Mi Fitness App auf das +-Symbol, klickt auf den Scanner und scannt dann den QR-Code, der auf dem Bildschirm des Smart Band angezeigt wird. Xiaomi-Smartphones erkennen das Band wiederum komplett automatisch. Für die Nutzung des Trackers ist ein Xiaomi-Account notwendig. In der App könnt ihr dann ein passendes Ziffernblatt für euer Band 10 aussuchen – über 200 stehen zur Auswahl.

HyperOS 2.0 wirkt intutiv

Ausgeliefert wird das Band 10 mit HyperOS 2.0, dem Xiaomi-eigenen Betriebssystem. Das System ist perfekt auf das kleine Display angepasst und lässt sich ziemlich leicht bedienen – alle Menüs lassen sich über intuitive Wischgesten erreichen. Ein Wisch nach links oder rechts führt euch durch die verschiedenen Widgets (Wetter, Aktivitäten, Herzfrequenz etc.), ein Wisch nach unten öffnet die Benachrichtigungen und ein Wisch nach oben öffnet das Trainingsmenü. Über das Band 10 ist es daneben möglich, Xiaomi Smart-Home-Geräte zu steuern.

Akku: Bis zu 21 Tage im Energiesparmodus

Versorgt wird die Hardware durch einen 233-mAh-Akku, der laut Xiaomi eine Akkulaufzeit von bis zu 21 Tagen ermöglicht. Diesen Wert erreicht ihr jedoch nur im Energiesparmodus, in dem ihr auf die permanente Pulsmessung und automatische Displayaktivierung verzichten müsst.

Sobald das Always-on-Display aktiviert wird, sinkt die maximale Laufzeit auf neun Tage. Ich habe den Tracker mit aktiviertem AoD benutzt und kann die Angaben von Xiaomi bestätigen; die Laufzeit ist damit aber nicht unbedingt besser als beim Band 9. Bei intensiver Nutzung sollen immerhin sechs Tage möglich sein. Geladen wird das Band 10 über ein proprietäres Ladekabel, das magnetisch an der Rückseite befestigt wird. Ein Ladevorgang dauert dabei rund eine Stunde.

Fazit

Xiaomi liefert mit dem Smart Band 10 einen soliden, günstigen Fitnesstracker ab, der klar auf den Stärken des Vorgängers aufbaut und vor allem durch verbessertes Schlaf- und Sport-Tracking punktet. Das AMOLED-Display überzeugt mit hoher Schärfe, guter Helligkeit auch bei Sonneneinstrahlung und flüssigen Animationen, während die Mi Fitness App alle relevanten Daten – von Herzfrequenz über Schritte bis hin zu Trainingsanalysen – übersichtlich und ohne unnötigen Ballast darstellt. HyperOS 2.0 sorgt zudem für eine besonders intuitive Bedienung, inklusive schneller App-Wechsel und anpassbarer Watchfaces, was den Einstieg in den Wearable-Bereich wirklich unkompliziert macht. Im Alltag fällt besonders die starke Akkulaufzeit auf, die bei moderater Nutzung locker 12–14 Tage mitmacht. Dazu kommen zuverlässige Benachrichtigungen, ein schlankes und leichtes Design sowie eine präzise Schlafanalyse, die sogar Tiefschlafphasen und Erholungsraten trackt – perfekt für alle, die ihr Fitnessband rund um die Uhr tragen wollen, ohne dass es stört.

Kleine Einschränkungen wie der fehlende integrierte GPS-Chip (du bist auf das Smartphone angewiesen) oder die recht basischen Smartwatch-Funktionen – etwa keine umfangreichen Drittanbieter-Apps oder Musiksteuerung – sind für den Einstiegspreis von rund 30–40 Euro absolut nachvollziehbar und verschmerzbar. Wer viel draußen trainiert oder anspruchsvollere Features braucht, merkt das schon, aber für den Großteil der Nutzer überwiegen die Stärken bei Weitem.

Ein Upgrade vom Smart Band 9 lohnt sich aus meiner Sicht nicht stark, da die Neuerungen eher iterativ sind: Bessere Algorithmen beim Tracking, ein Tick helleres Display und HyperOS-Optimierungen – aber nichts Revolutionäres. Wer aber noch ein Band 8 oder älter am Handgelenk hat oder einfach den besten günstigen Tracker sucht, kann beim Band 10 bedenkenlos zugreifen. Für alle, die sich etwas mehr Komfort und Funktionalität wünschen – etwa echtes GPS für Läufe ohne Phone, ein größeres Display oder ein smartwatch-ähnlicheres Erlebnis mit erweiterten Sportmodi und besserer Wasserdichtigkeit – lohnt definitiv ein Blick auf das Smart Band 9 Pro.

Gadgets
Allround-PC.com Award
10/2025
Xiaomi Smart Band 10
Empfehlung
xiaomi smart band 10 in glacier silver

Vorteile

  • kompaktes Design
  • größeres und helles Display
  • über 150 Sportmodi
  • intuitve Bedienung
  • zuverlässiges Sport- und Gesundheitstracking

Nachteile

  • Proprietärer Ladepuck
  • kein eigenes GPS
  • Herzfrequenzmessung etwas ungenau im Vergleich zur Smartwatch

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Arian Krasniqi Profilbild Arian Krasniqi Redakteur

Seit 2021 schreibt er News und Artikel für Allround-PC und beschäftigt sich bereits seit vielen Jahren mit verschiedenen Hardware-Komponenten. Bei APC ist er unter anderem Experte für Gehäuse, Luft- und Wasserkühlungen, bringt aber auch Expertise für CPUs und GPUs mit.

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